Buch
gebunden (304 Seiten)
Sprache: Deutsch
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Niemand hat bislang mit einer solchen Hingabe von der Flucht des tibetischen Volkes aus seiner Heimat erzählt. (Carina Harrer, Witwe von Heinrich Harrer)
Im Jahr 2000 begleitet Maria Blumencron eine tibetische Flüchtlingsgruppe bis in das nordindische Dharamsala, wo der Dalai Lama das erste tibetische Kinderdorf für die Flüchtlingskinder seiner Heimat errichten ließ. Unterwegs begegnet sie zum ersten Mal dem Mädchen Chime, für das ein neues Leben beginnt, getrennt von den Eltern, die in Tibet bleiben mussten. Über zehn Jahre sind seither vergangen. Als Chime mit Fünfzehn realisierte, dass sie ihre Mutter nie wiedersehen würde, geriet sie in eine tiefe persönliche Krise. Chime begann, Notizen und Briefe zu schreiben.
Die Autorin beschreibt den Weg eines kleinen, neunjährigen Flüchtlingsmädchens zur jungen, modernen Exil-Tibeterin. Chime erzählt ihre Kindheit mit allen Höhen und Tiefen, Ängsten und Rückschlägen - von der großen Chance, im Exil eine Ausbildung und Perspektive für ihr Leben bekommen zu haben, aber auch von der immer gegenwärtigen Sehnsucht nach der Mutter, nach Familie und der Heimat Tibet. Im Gegensatz zu einem großen Teil der Exilkinder, die durch die spezielle Erziehung auch ideologisiert werden, sieht sie nicht nur die verfehlte Tibet-Politik Chinas, sondern auch die tibetische Exilgesellschaft mit kritischem Blick.
| Verkaufsrang: | 488 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-517-08720-3 |
| EAN: | 9783517087207 |
| Erschienen: | 03.10.2011 |
| Verlag: | Südwest Verlag |
| Einband: | gebunden |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 304 |
| Gewicht: | 513 g |
Chime Yangzom wurde 1990 in Lhasa als älteste von drei Kindern geboren. Als sie neun Jahre alt war, entschloss sich ihre Mutter aus großer wirtschaftlicher Not, sie und ihre gerade sechsjährige Schwester Dolkar über den 5780 Meter hohen Nangpa-Grenzpass in das indische Exil zu schicken. Chime wuchs in einem tibetischen Kinderdorf im nordindischen Dharamsala auf. Mit vierzehn Jahren schaffte sie den Sprung auf eine tibetische Eliteschule und träumt davon, Schauspielerin zu werden. Ihr Debüt gibt Chime im Kinofilm "Flucht aus Tibet", der Anfang 2012 in die Kinos kommt.
Maria Blumencron, geboren 1965 in Wien, arbeitete als Schauspielerin an verschiedenen Bühnen und in TV-Serien und seit 1998 als freie Autorin und Regisseurin. Seit 1999 macht sie das Schicksal Tibets sichtbar, etwa mit ihren preisgekrönten Dokumentarfilmen ›Flucht über den Himalaya – Tibets Kinder auf dem Weg ins Exil‹ (ZDF, 2000) und ›Jenseits des Himalaya – Tibets Kinder im Exil‹ (ZDF, 2005) oder ihrem Buch ›Flucht über den Himalaya‹ (Malik Verlag, 2003). Maria Blumencron lebt mit ihrer Familie in Köln. 2007 gründete sie den Verein Shelter 108 e.V, der sich hilfebedürftigen Menschen in aller Welt widmet.
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