Good Morning Dornröschen

Roman

von Daniela Kögler

Buch

gebunden (120 Seiten)

1. Auflage

Sprache: Deutsch

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Einfach raus, dem Trott den Rücken kehren und all den festgefahrenen Alltäglichkeiten entfliehen. Ohne einen Gedanken an Morgen, ohne den Job zu kündigen und sogar ohne Aufladekabel für den geliebten iPod, verlässt Daniela ihre Heimatstadt und fährt nach München ¿ um sich selbst zu finden, um gefunden zu werden. Und das wird sie dann letztlich auch. Ein Designer entdeckt die attraktive Frau, und so kann sie für einige Zeit den Traum eines Models leben. Doch ihre Suche beginnt erst dann richtig, als der Traum endet. Begegnungen ¿ unscheinbare, wie es scheint ¿ erwecken sie, und in ihr erwacht eine Ahnung dessen, was wirklich wichtig ist, um glücklich zu sein ...


Pressestimmen:

Ein Buch für Mädchen aus dem fhl Verlag: Good Morning Dornröschen

Der Mädchenroman ist nicht tot. Der Mädchenroman lebt. Und auch der alte Traum der süßen Schönen, im Leben eine so herrlich tragische Rolle wie Schneewittchen oder Dornröschen zu spielen, ist nicht tot. Und Daniela Kögler streitet's gar nicht ab: Sie möchte so gern Dornröschen sein.
Eines schönen überraschenden Morgens wachgeküsst von einem Prinzen, der mal kein Frosch ist und kein Langweiler oder Schönling ohne Grips in der Birne. Kann ruhig auch Johannes von Taubenrichten heißen und Besitzer eines unglaublich unvergleichlichen Szenelokals in München sein. Darf er. Und traurig darf er sein, weil er noch immer um seine bei einem Unfall verlorene Geliebte trauert. Seine Gedichte sind augenscheinlich Kult in München. Kann sein.
München ist die Stadt, in die die junge Heldin des Buches aufbricht, um ihr Leben zu ändern. Sie hat einen guten festen Job, wird von Freunden und Familie geliebt. Aber irgendetwas fehlt. Vielleicht ist das Leben zu beschaulich. Vielleicht fühlen sich Mädchen auch nicht gut und nicht ernst genommen, wenn das Leben zu ruhig dahinplätschert. Ohne Abenteuer, ohne Bewährungsproben. Wer wissen will, wie Mädchen ticken, wird seine Freude haben beim Prolog, der ein langsames Warmlaufen ist. So, wie sich Frauen gern warmlaufen, wenn sie jemandem ihr Herz ausschütten wollen. Etwas, was Männer nie verstehen werden. Denn Frauen suchen augenscheinlich immer nach mehr als Liebe und Anerkennung. Und vorm Spiegel turnen sie auch nicht drei Stunden, weil sie sich nicht für das richtige Kleid entscheiden können. Das wohl auch. Nein: Sie beäugen ihr Erscheinungsbild so kritisch, drehen sich hin und her, dass jedes männliche Wesen da draußen eigentlich froh sein kann, wenn das schöne Biest dann ohne Groll und Frust wieder im Tageslicht erscheint.
Ob alle Mädchen so sind - keine Ahnung. Wenn man Mädchen- und Frauenromane aus Deutschland liest, hat man ganz gewiss die feste Überzeugung, dass es so ist. Dass sie alle von aufregenden Prinzen träumen, ohne sagen zu können, wie aufregend sie eigentlich sein sollen. Denn natürlich endet der Prolog nicht mit der Selbstzerfleischung, man erfährt auch recht genau, warum Männer Frauen eigentlich gar nicht genügen können. Sie können wohl froh sein, mit so einem als Geschenk zubereiteten Wesen am Tisch sitzen zu dürfen. Dann sollten sie am besten fragen, welche Bücher das schöne Kind in seiner Jugend verschlungen hat. Und wenn sie dann erfahren, dass es die beliebten Selbsterfahrungs- und Selbstverwirklichungsbücher sind, von denen einige Leute glauben, dass sie die Emanzipation junger taffer Frauen beschreiben, dann sollte er wohl tatsächlich seinen Kaffee bezahlen und sich für den hübschen Anblick bedanken.
Dabei ist die Geschichte natürlich gut gemeint. Wenn frau das Gefühl hat, dass in einem ungenannt gebliebenen Nest in der bayerischen Provinz keine Heldentaten mehr zu vollbringen sind, dann muss sie nach reiflichem Selbstgespräch einfach den nächsten Zug in die nächstbeste attraktive Stadt (München) nehmen, das Handy ausgeschaltet lassen und es einfach mal drauf ankommen lassen, was dann passiert. Die emsige Heldin gerät beim ersten Versuch, sich auf offener Straße als trainierende Schauspielstudentin zu geben, sofort in die freundliche Beratung einer Polizeistation, wird entlassen, weil sie tatsächlich nichts geklaut hat, darf unter einer nach Hund stinkenden Decke auf dem Sofa einer recht eigenwilligen Person namens Louisa schlafen und hat, weil sie ein paar der gefährlich duftenden Kekse probiert hat, schreckliche Alpträume. Einer davon: Sie landet als halbnacktes Modell auf dem Buffett einer Delikatessenmesse und danach - flugs ins Flugzeug verpackt - im Palast eines Mailänder Modedesigners.
Hätte auch ein Erzählstrang werden können. Ein bisschen wie ›Black Swan‹ oder so und der Botschaft: In jedem Schneewittchen steckt auch eine Frau, die boxen und treten kann.
Ist aber nur ein Alptraum, der damit endet, dass die schockierte Heldin in der Wohnung des oben genannten Szenelokal-Betreibers landet, der sich auch noch als Dichter erweist, aber derzeit eine Schreibblockade hat - wegen der Trauer. Die schönen Ufa-Filme der goldenen Heesters-Zeit lassen grüßen. Zwei Wochen hält sie es bei ihm aus. Immerhin etwas. So möchte man in München, wenn man ein flottes Mädchen aus der Provinz ist, schon gern schnell unterkommen. Aber dann: »Es ist Zeit zu gehen.« Sie flieht wieder, hinterlässt einen der süßen Abschiedsbriefe, bei denen der Verlassene überhaupt nicht weiß, was er falsch gemacht hat, und rettet im Park flugs einen Jungen, der von seinen Begleitern gerade krankenhausreif geschlagen wurde. Und nicht nur das. Es stellt sich heraus, dass er ein Heimkind ist und dass es in dem Heim, in dem er lebt, recht fürchterlich zugeht. Und weil die couragierte Heldin ihn gerettet hat, steht auch gleich die Münchner Presse im Krankenhaus und sie landet schneller auf der Titelseite der Münchner Abendzeitungen, als Johannes von Taubenrichten ein neues Gedicht schreiben kann, in dem die Heldin keine grünen, sondern blaue Augen hat.
Man ahnt: Das rollt wie in einem echten ZDF-Liebesfilm auf ein großes und tragisches Happyend zu. Ist jetzt natürlich die Frage: Hat der fhl Verlag damit nun eine Reihe neuer Mädchenromane eröffnet? Oder hat er das Buch wegen der schönen Fotos veröffentlicht, die die 25-jährige Autorin aus Roth, die auch als Model arbeitet, extra hat anfertigen lassen? Die Autorin als lasziv ruhendes Dornröschen in stilvollem Ambiente. 100 Jahre hält sie das natürlich nicht aus. Der Prinz muss sich beeilen.
Die Zeit ist ja schnelllebiger geworden. Und die Dornröschen sind anspruchsvoller geworden. Aber es gilt auch in diesem Jahrhundert noch immer das bezaubernde Gedicht von Theobald Tiger, 1930 in der Weltbühne veröffentlicht. »Danach« heißt es und beginnt so: »Es wird nach einem happy end / im Film jewöhnlich abjeblendt. / Man sieht bloß noch in ihre Lippen / den Helden seinen Schnurrbart stippen – / da hat sie nu den Schentelmen. / Na, un denn –?«

von Ralf Julke, Leipziger Internetzeitung (15.01.2012)

Produktdetails

ISBN-10: 3-942829-30-4
EAN: 9783942829304
Erschienen: 23.12.2011
Verlag: Fhl Verlag Leipzig UG
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1. Auflage
Seitenzahl: 120
Länge/Breite: 197mm/136mm
Gewicht: 218 g
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Daniela Kögler

Daniela Kögler, geb. 1986 in Roth, ist ausgebildete Mediengestalterin für Design und Print und in einer Prepress-Agentur im Costumer Service Bereich tätig. Nebenbei hat sie sich ein zweites Standbein als Model erarbeitet. 2010 traf sie den spontanen Entschluss zu einem Ausbruch aus dem Alltag. Sie schloss einen Vertrag mit einer Modelagentur in Peking ab und ging für drei Monate nach China. Daniela Kögler lebt heute in Nürnberg.

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Kundenrezensionen

  • [Kurz-Rezension] Good Morning Dornröschen - Daniela Kögler Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Bianca Graf, am 04.05.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Kurzbeschreibung:
    Einfach raus, dem Trott den Rücken kehren und all den festgefahrenen Alltäglichkeiten entfliehen. Ohne einen Gedanken an Morgen, ohne den Job zu kündigen und sogar ohne Aufladekabel für den geliebten iPod, verlässt Daniela ihre Heimatstadt und fährt nach München - um sich selbst zu finden, um gefunden zu werden. Und das wird sie dann letztlich auch. Ein Designer entdeckt die attraktive Frau, und so kann sie für einige Zeit den Traum eines Models leben. Doch ihre Suche beginnt erst dann richtig, als der Traum endet. Begegnungen - unscheinbare, wie es scheint - erwecken sie, und in ihr erwacht eine Ahnung dessen, was wirklich wichtig ist, um glücklich zu sein...

    Zum Buch:
    Ich war enttäuscht von diesem Buch, da der Klappentext eine andere Handlung verspricht. Wer wie ich eine märchenhafte Geschichte über ein Mädchen, das Model wird erwartet braucht dieses Buch erst gar nicht kaufen/lesen, denn dieser Abschnitt kommt zwar schon vor, stellt sich dann aber als Traum heraus. Da das Buch nur knapp 100 Seiten hat, ist man auch schnell durch.
    So im Großen und Ganzen ist es ein schönes Buch für zwischen durch, solange man nicht allzu sehr den Klappentext erwartet.

    Fazit:
    Für zwischendurch ist das Buch jedoch eine leichte Kost.

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  • Wake up sleeping Beauty Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Brilli, am 06.08.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eigentlich hat sie alles, wenn man die ganze Sache nüchtern betrachtet. Aber Diana Kögler hat es sich in den Kopf gesetzt, vor dem ewig gleichen Trott des Alltags zu fliehen, in der Annahme, dass ihr Leben anders aussehen könnte, positiver, erfüllter, genau weiß sie es wahrscheinlich selber nicht - aber irgendwie anders. Bei ihren vielen Selbstanalysen kommt nichts Zufriedenstellendes heraus, die Männer, die ihr begegnen, sind vom Traumprinzen meilenweit entfernt - da kann nur der konsequente Ausbruch die absolute Wende bringen. Wenn es auch erst einmal nicht ein anderer Kontinent ist, so würde die Flucht nach München eventuell schon die Lösung des Problems bringen. Gesagt, getan - Daniela startet durch - ohne Job, ohne Wohnung oder andere beruhigende Perspektiven schlendert sie durch Münchens quirlige Innenstadt, die Nase genußvoll und erleichtert in den Wind der Freiheit gereckt. Doch damit ist das Ziel noch nicht erreicht. Der Level des Glücks, den dieses Dornröschen erreichen möchte, muß erst einmal erklommen werden - ob im Traum oder in der Realität.
    Daniela Kröger hat ein kleines Buch geschrieben, das verschiedene Meinungen auslöst, je nachdem unter welcher Prämisse es gelesen wird.
    Einerseits kann man die Lektüre als ziemlich oberfläch und platt abtun. Der Satzbau ist zwar flüssig, liest sich rasch und unkompliziert, strömt allerdings auch eine absolut verworrene Hektik aus, die den Lesegenuss nicht aufkommen läßt. Man kann sich fragen, ob es sich lohnt, aus diesen simplen Gedankenansammlungen ein Buch zu machen. Hier könnte das nette cover entschädigen.
    Andererseits kann man es mit Nachsicht betrachten, so wie man den unreifen Äußerungen eines halberwachsenen, oberflächlichen Kindes gegenüberstehen würde. Ein junger Mensch, der noch keine gravierenderen Schicksalsschläge erlebt hat als Schatten unter übernächtigten Augen oder einen date-Partner, der nur seinen eigenen Kaffee zahlt. Hier sucht man natürlich vergebens nach etwas mehr Gehalt und Tiefe, die einfach in diesem Leben noch keinen Platz einnehmen konnten.
    Doch zum Ende hin stehen die Zeichen gut, auch Daniela wird sich wohl von einem Teil ihrer das Dasein beherrschenden Oberflächlichkeit und Selbstsucht befreien können, weil sie spürt, dass der Level für Glück auf einer ganz anderen Ebene zu finden ist.
    Der nachsichtige, langmütige Leser wird der jungen Daniela darum wohl auch über die Buchseiten hinweg gewogen bleiben.

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  • Märchenhaft oder unglaubwürdig?! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 03.08.2012

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    "Good Morning Dornröschen", ein Roman über eine junge Frau die raus will, einfach weg und dem ungewissen entgegen. Aus ihrer Sicht beschreibt sie ihre Flucht nach München und wie es ihr in dieser fremden Stadt ergeht. Anfangs sehr naiv macht sie durch verschiedene Bekanntschaften Schritt für Schritt eine Wandlung durch die ihr Handeln und Denken sehr verändert.
    "Good Morning Dornröschen" ist ein kleines, feines Buch für zwischendurch, welches schon allein wegen des schönem Covers auf sich aufmerksam macht.
    Es geht um Flucht, Männer und die Wandlung einer jungen Frau, welches aufgrund der kürze des Buches für mich nicht vollständig glaubwürdig rüberkommt.
    Die Protagonistin kann einem mit ihren Entscheidungen nun symphatisch sein oder nicht. Auf jeden Fall sind sie nachvollziehbar, was daran liegt, das jeder Gedankengang aus ihrer Perspektive geschrieben ist. Jedoch führt das mitunter zur Langatmigkeit und Wiederholungen.
    Das für mich doch eher schwache Ende, hat mich letzlich dazu bewogen dem Buch nur 3 Sterne zu geben. Alles in allem war es mir zu unglaubwürdig und ich hätte mir da ein wenig mehr "Realität" gewünscht.
    Für zwischendurch ist das Buch jedoch eine leichte Kost, welche auch mit einer mal mehr mal weniger großen Portionen Humor überzeugen kann.

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