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bin da.
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24 Jahre
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Belletristik, DVD
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Themenleiter Buch
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Martin Suter, Paul Cleave, Walter Moers, Thomas Glavinic, J.K. Rowling
Im Beruf seit
2006
Das beste Buch aller Zeiten
Muss ich wohl selbst schreiben.

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Meine Rezensionen

  • Bleach: Deluxe Edition
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    Bleiche
    Rezension vom 16.01.2012
    Eigentlich wollte er das ja gar nicht. Eigentlich wollte Kurt Cobain ganz anders klingen, als es Nirvana auf ihrem Debütalbum schließlich taten. Als die Band ihren Vertrag mit Subpop, einem Indielabel, unterschrieb, meinte Cobain sie müssen nach Grunge klingen, da dies das bevorzugte Genre der Subpop Zielgruppe war. Wie er wirklich klingen wollte, sollte sich erst mit „Nevermind“, und „In Utero“ zeigen. Aber, ob er so klingen wollte, wie sie es hier tun, ändert nichts daran, dass trotzdem einiges an guter Musik entstanden ist. Oft rotzt die Gitarrensektion nur so dahin, während Cobain seinen, noch vom Punk angehauchten, Gesang dazu beisteuert. Paradebeispiele sind dafür der Opener „Blew“, sowie das tolle „Floyd the Barber“. Dass die Band aber auch vollkommen anders konnte, zeigten sie mit „About a Girl“, von dem ihr damaliger Producer meinte, wenn sie nur solche Stücke aufnehmen würden, würden sie ein Riesenhitalbum schreiben, was sie später mit „Nevermind“ auch tun sollten. Dass Cobain in Sachen Songwriting aber auch Härte mit Melodie verbinden konnte, demonstrierte er z.B. mit „School“ oder dem Coversong „Love Buzz“, der auch gleichzeitig die erste Nirvana Single aller Zeiten war. Wirklich schrägt präsentierten sich Nirvana bei dem stark dissonanten „Paper Cuts“, und „Negative Creep“, das aber trotzdem zu den besten Songs der Platte gehört. Musikalisch rau, besang man in lyrischer Form Mysterien. Wovon eine Nummer wie „Big Cheese“ handelt, so gut sie auch rocken mag, wird sich mir wohl nie erschließen. Aber darum ging es auch nicht. Cobain schrieb die Texte zu seinen Songs meist nur Minuten vor der Aufnahme, lediglich viel später („In Utero“) sollte er sich in dieser Hinsicht fokussierter zeigen. Er selbst meinte, es sei ihm vollkommen egal, wovon seine Texte handelten, und sie könnten auch irgendwie heißen, ihm ging es maßgeblich um die Musik selbst. „Bleach“ ist ein Kind seiner Zeit, was heißt, es gibt eine Menge Verzerrung, eine Menge schräger Melodien, und punkiges Geschrei. Das ist sicher nicht jedermanns Sache, und die meisten werden bei „Nevermind“ von einer großen Steigerung reden. Zu dieser Gruppe zähle ich mich auch selbst, aber man kann „Bleach“ auf keinen Fall den Status eines gelungenen Debüts absprechen, und des ersten Wegsteins, der viel zu kurzen Karriere Nirvanas.
  • Bleach
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    Bleiche
    Rezension vom 16.01.2012
    Eigentlich wollte er das ja gar nicht. Eigentlich wollte Kurt Cobain ganz anders klingen, als es Nirvana auf ihrem Debütalbum schließlich taten. Als die Band ihren Vertrag mit Subpop, einem Indielabel, unterschrieb, meinte Cobain sie müssen nach Grunge klingen, da dies das bevorzugte Genre der Subpop Zielgruppe war. Wie er wirklich klingen wollte, sollte sich erst mit „Nevermind“, und „In Utero“ zeigen. Aber, ob er so klingen wollte, wie sie es hier tun, ändert nichts daran, dass trotzdem einiges an guter Musik entstanden ist. Oft rotzt die Gitarrensektion nur so dahin, während Cobain seinen, noch vom Punk angehauchten, Gesang dazu beisteuert. Paradebeispiele sind dafür der Opener „Blew“, sowie das tolle „Floyd the Barber“. Dass die Band aber auch vollkommen anders konnte, zeigten sie mit „About a Girl“, von dem ihr damaliger Producer meinte, wenn sie nur solche Stücke aufnehmen würden, würden sie ein Riesenhitalbum schreiben, was sie später mit „Nevermind“ auch tun sollten. Dass Cobain in Sachen Songwriting aber auch Härte mit Melodie verbinden konnte, demonstrierte er z.B. mit „School“ oder dem Coversong „Love Buzz“, der auch gleichzeitig die erste Nirvana Single aller Zeiten war. Wirklich schrägt präsentierten sich Nirvana bei dem stark dissonanten „Paper Cuts“, und „Negative Creep“, das aber trotzdem zu den besten Songs der Platte gehört. Musikalisch rau, besang man in lyrischer Form Mysterien. Wovon eine Nummer wie „Big Cheese“ handelt, so gut sie auch rocken mag, wird sich mir wohl nie erschließen. Aber darum ging es auch nicht. Cobain schrieb die Texte zu seinen Songs meist nur Minuten vor der Aufnahme, lediglich viel später („In Utero“) sollte er sich in dieser Hinsicht fokussierter zeigen. Er selbst meinte, es sei ihm vollkommen egal, wovon seine Texte handelten, und sie könnten auch irgendwie heißen, ihm ging es maßgeblich um die Musik selbst. „Bleach“ ist ein Kind seiner Zeit, was heißt, es gibt eine Menge Verzerrung, eine Menge schräger Melodien, und punkiges Geschrei. Das ist sicher nicht jedermanns Sache, und die meisten werden bei „Nevermind“ von einer großen Steigerung reden. Zu dieser Gruppe zähle ich mich auch selbst, aber man kann „Bleach“ auf keinen Fall den Status eines gelungenen Debüts absprechen, und des ersten Wegsteins, der viel zu kurzen Karriere Nirvanas.
  • Bleach
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    Bleiche
    Rezension vom 16.01.2012
    Eigentlich wollte er das ja gar nicht. Eigentlich wollte Kurt Cobain ganz anders klingen, als es Nirvana auf ihrem Debütalbum schließlich taten. Als die Band ihren Vertrag mit Subpop, einem Indielabel, unterschrieb, meinte Cobain sie müssen nach Grunge klingen, da dies das bevorzugte Genre der Subpop Zielgruppe war. Wie er wirklich klingen wollte, sollte sich erst mit „Nevermind“, und „In Utero“ zeigen. Aber, ob er so klingen wollte, wie sie es hier tun, ändert nichts daran, dass trotzdem einiges an guter Musik entstanden ist. Oft rotzt die Gitarrensektion nur so dahin, während Cobain seinen, noch vom Punk angehauchten, Gesang dazu beisteuert. Paradebeispiele sind dafür der Opener „Blew“, sowie das tolle „Floyd the Barber“. Dass die Band aber auch vollkommen anders konnte, zeigten sie mit „About a Girl“, von dem ihr damaliger Producer meinte, wenn sie nur solche Stücke aufnehmen würden, würden sie ein Riesenhitalbum schreiben, was sie später mit „Nevermind“ auch tun sollten. Dass Cobain in Sachen Songwriting aber auch Härte mit Melodie verbinden konnte, demonstrierte er z.B. mit „School“ oder dem Coversong „Love Buzz“, der auch gleichzeitig die erste Nirvana Single aller Zeiten war. Wirklich schrägt präsentierten sich Nirvana bei dem stark dissonanten „Paper Cuts“, und „Negative Creep“, das aber trotzdem zu den besten Songs der Platte gehört. Musikalisch rau, besang man in lyrischer Form Mysterien. Wovon eine Nummer wie „Big Cheese“ handelt, so gut sie auch rocken mag, wird sich mir wohl nie erschließen. Aber darum ging es auch nicht. Cobain schrieb die Texte zu seinen Songs meist nur Minuten vor der Aufnahme, lediglich viel später („In Utero“) sollte er sich in dieser Hinsicht fokussierter zeigen. Er selbst meinte, es sei ihm vollkommen egal, wovon seine Texte handelten, und sie könnten auch irgendwie heißen, ihm ging es maßgeblich um die Musik selbst. „Bleach“ ist ein Kind seiner Zeit, was heißt, es gibt eine Menge Verzerrung, eine Menge schräger Melodien, und punkiges Geschrei. Das ist sicher nicht jedermanns Sache, und die meisten werden bei „Nevermind“ von einer großen Steigerung reden. Zu dieser Gruppe zähle ich mich auch selbst, aber man kann „Bleach“ auf keinen Fall den Status eines gelungenen Debüts absprechen, und des ersten Wegsteins, der viel zu kurzen Karriere Nirvanas.
  • Greatest Hits (Vinyl Replica)
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    Bestes von den Besten
    Rezension vom 14.01.2012
    Dies ist bereits das zweite Best Of, das die Red Hot Chili Peppers in ihrer turbulenten Karriere veröffentlichten. Gitaristen kamen und gingen, Album wurden zu tausenden verkauft, man wurde Rockstar. Das letzte Best Of bastelte sich noch aus den Frühwerken der Schoten zusammen, enthielt also kaum noch das, was man heutzutage als Hit bezeichnet, außer vielleicht natürlich "Under the Bridge". Besagte Nummer ist es auch, die dieses neue Best Of nun eröffnet. Es ist nun mal der Überhit der Band, der sie zum dem machte was sie heute ist. Aus der gleichen Epoche stammt das nicht minder beliebte "Give It Away", ebenso das rockende "Suck My Kiss", und das, überraschende, "Breaking the Girl". Anders als bei anderen Best Ofs steht hinter der Setlist dieser CD die Band selbst, weswegen es auch 1,5 Nichtsingles in diese geschafft haben. Ein "Parallel Universe", zweifelsohne einer der besten Chilissongs, hätte es sonst wahrscheinlich kaum auf das Best Of geschafft. Ansonsten tummeln sich viele übliche Verdächtige wie "Scar Tissue", "Otherside", "Californication" und "Road Trippin'" aus der Ära "Californication", und das obligatorische "By The Way", sowie das wiederum etwas überraschende "Universally Speaking" vom "By The Way" Album. Die angenehmsten Augenöffner sind aber das saucoole Stevie Wonder Cover "Higher Ground", das rare "Soul to Squeeze", und, die wahrscheinlich größte Überraschung, "My Friends", aus der Zeit mit Dave Navarro an der Gitarre. Ebenfalls schön ist, dass man zusätzlich noch 2 neue Nummern ins Paket gepackt hat, wobei "Fortune Faded" eine straighte Rocknummer darstellt, und "Save the Population" eine jener Popperlen ist, die von "By The Way" stammen könnten. Im Endeffekt kann man mit einem Best Of kaum jeden Fan zufrieden stellen, so vermisse ich z.B. "Around the World" (immerhin auch eine Single), "Don't Forget Me", oder eventuell noch "Aeroplane" von "One Hot Minute". Unterm Strich ist dies aber ein sehr amtlicher Querschnitt durch das neuere Schaffen (bis "By The Way") der Band, dass sich dank "Soul to Squeeze" und der 2 neuen Songs auch für alteingesessene Fans lohnt.
  • Greatest Hits
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    Bestes von den Besten
    Rezension vom 14.01.2012
    Dies ist bereits das zweite Best Of, das die Red Hot Chili Peppers in ihrer turbulenten Karriere veröffentlichten. Gitaristen kamen und gingen, Album wurden zu tausenden verkauft, man wurde Rockstar. Das letzte Best Of bastelte sich noch aus den Frühwerken der Schoten zusammen, enthielt also kaum noch das, was man heutzutage als Hit bezeichnet, außer vielleicht natürlich "Under the Bridge". Besagte Nummer ist es auch, die dieses neue Best Of nun eröffnet. Es ist nun mal der Überhit der Band, der sie zum dem machte was sie heute ist. Aus der gleichen Epoche stammt das nicht minder beliebte "Give It Away", ebenso das rockende "Suck My Kiss", und das, überraschende, "Breaking the Girl". Anders als bei anderen Best Ofs steht hinter der Setlist dieser CD die Band selbst, weswegen es auch 1,5 Nichtsingles in diese geschafft haben. Ein "Parallel Universe", zweifelsohne einer der besten Chilissongs, hätte es sonst wahrscheinlich kaum auf das Best Of geschafft. Ansonsten tummeln sich viele übliche Verdächtige wie "Scar Tissue", "Otherside", "Californication" und "Road Trippin'" aus der Ära "Californication", und das obligatorische "By The Way", sowie das wiederum etwas überraschende "Universally Speaking" vom "By The Way" Album. Die angenehmsten Augenöffner sind aber das saucoole Stevie Wonder Cover "Higher Ground", das rare "Soul to Squeeze", und, die wahrscheinlich größte Überraschung, "My Friends", aus der Zeit mit Dave Navarro an der Gitarre. Ebenfalls schön ist, dass man zusätzlich noch 2 neue Nummern ins Paket gepackt hat, wobei "Fortune Faded" eine straighte Rocknummer darstellt, und "Save the Population" eine jener Popperlen ist, die von "By The Way" stammen könnten. Im Endeffekt kann man mit einem Best Of kaum jeden Fan zufrieden stellen, so vermisse ich z.B. "Around the World" (immerhin auch eine Single), "Don't Forget Me", oder eventuell noch "Aeroplane" von "One Hot Minute". Unterm Strich ist dies aber ein sehr amtlicher Querschnitt durch das neuere Schaffen (bis "By The Way") der Band, dass sich dank "Soul to Squeeze" und der 2 neuen Songs auch für alteingesessene Fans lohnt.
  • Shopaholic - Die Schnäppchenjägerin
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    Money, money, money
    Rezension vom 14.01.2012
    Frauen und Shopping. Ein vermeintliches Klischee, das wohl noch nicht genug ausgelutscht wurde, so dachte sich scheinbar P.J. Hogan und machte aus zwei Büchern von Autorin Sophie Kinsella diesen Film. Hätte er das doch lieber gelassen. Die Heldin unseres Films ist Rebecca, und sie ist ein Shopaholic. Was das ist? Ein Mensch, der zwanghaft shoppen muss, um glücklich zu sein, und dabei seine Kreditkarten um Tausende Dollar überzieht. Bei Rebecca ist es vor allem Mode, die sie in den Ruin treibt, und ihr dementsprechender Traumjob ist bei als Journalistin bei der Modezeitschrift Alette zu arbeiten. Als sie aber, weil sie einen grünen Schal kaufen muss, zu spät zu ihrem ersehnten Vorstellungsgespräch kommt, ist der Job schon vergeben. Am Ende einer Kette unvorgesehener Ereignisse landet sie bei einem Wirtschaftsmagazin, und bekommt den Schreibberuf dort, da sie in betrunkenem Zustand mit einer Freundin einen Artikel verfasst, der den Chefredakteur überzeugt. Gut, dass besagtes Magazin ein Tochterunternehmen von Alette ist, wodurch sich Rebecca Aufstiegschancen erhofft, wäre ihr nicht ihre Shoppingmanie ständig im Weg, und ihre aufkeimenden Gefühle für ihren Chefredakteur Luke. So viel zur Story. Das Genre romantische Komödie beinhaltet grob zwei Dinge: Romantik, und Humor. Ersteres gibt es zumindest in Zügen, inklusive der vorhersehbaren Rivalin, beim Buhlen um den Angehimmelten, und all den anderen altbekannten Mätzchen, wie dem obligatorischen Streit kurz vor Ende des Films, der diesmal kein Streit ist, sondern eine Demütigung. Um den Humor steht es da etwas anders, denn er ist praktisch nicht existent, oder so simpel, dass es beinahe weh tut. Isla Fischer versucht zwar mittels grundlegend überzogenem Schauspiel irgendetwas raus zu holen, was das aber sein soll, weiß ich nicht. Ihre Kollegen bleiben neben ihrem grellbunten, schrillen Treiben recht blass, und wie sich John Goodman und John Lithgow hierhin verirrt haben, entzieht sich mir auch. Mein größtes Problem mit „Shopaholic“ ist aber, dass dies ein Frauenfilm sein will, aber es gibt nicht eine intelligente, nicht wahnsinnige, oder gar liebenswerte weibliche Figur in diesem Film. Die Art Frau, die hier beinahe glorifiziert wird, ist eine regelrechte Beleidigung für jede clevere, unabhängige Dame. Eigentlich bin ich nicht jemand, der Filme als beleidigend gegenüber einem Geschlecht, oder einer Völkergruppe empfindet, aber hier tritt einen dieser Umstand beinahe ins Gesicht. Rebecca zum Beispiel, die Heldin, ist eine laute, tapsige, und reichlich unintelligente Person, derer man einfach keinerlei Sympathie entgegen bringen kann. Was mich am Ende nur grübeln ließ ist, ob es Shopaholics wohl wirklich gibt? Im Film gibt es zumindest eine Selbsthilfegruppe, die Rebecca aber natürlich nicht hilft, sondern die sie der Lächerlichkeit preis gibt, und am Ende sprengt. Hahahaha, Menschen mit Problemen, selten so gelacht.
  • Die Ritter der vierzig Inseln
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    Herr der Fliegen 2.0
    Rezension vom 14.01.2012
    Sergej Lukianenko war vor nicht all zu langer Zeit eigentlich ein noch recht unbeschriebenes Blatt. Doch dann erschienen seine Wächter Romane, und plötzlich darf sich der Russe zu den neuen Großen des Fantasygenres zählen. Mit "Die Ritter der vierzig Inseln" kommt nun ein lange nicht veröffentlichtes Frühwerk des Autors auch im deutschen Sprachraum zu seinen Ehren, und nach der Lektüre frage ich mich, wieso das so lange gedauert hat. Der Held Dima weiß nicht recht wie ihm geschieht, als er nachdem er von einem Fotografen geknippst wurde, plötzlich auf einer tropischen Insel landet. Noch viel befremdlicher ist, dass auf dieser Insel eine Burg steht, die mittels Brücken dieses Eiland mit weiteren Inseln verbindet. Doch die tropische Idylle währt nicht lange, denn bald muss Dima lernen, dass die Bewohner des Paradieses, allesamt Jugendliche, an einem grausamen Spiel teilnehmen, bei dem es darum geht die anderen Inseln zu erobern. Wer alle vierzig eingenommen hat, gewinnt, und darf nach Hause. Der Haken: es geht dabei tatsächlich um Leben und Tod. Lukianenko erzählt hier seine eigene Version von Herr der Fliegen. Eine Gruppe von jungen Menschen muss sich, ohne Hilfe von Erwachsenen, durchschlagen. Dabei bilden sich Freundschaften, Pakte, es gibt Verrat, und auch erste Ansätze von Liebe. Was der Geschichte enorm zugute kommt ist, dass er aber auch eine Prise "Lost" hinzu fügt. Immer wieder fragt man sich, was mit den Inseln auf sich hat. Wer hinter alle dem steckt. Wo sind die Jugendlichen tatsächlich? Häppchenweise füttert Lukianenko den Leser mit Antworten auf die vielen Fragen, wirft aber immer wieder neue auf, wodurch das Lesevergnügen nie Gefahr läuft langweilig zu werden. Die Figuren selbst bleiben teils blass, oder werden gut ausgeführt. Bei einer solch großen Anzahl von Charakteren, die immer wieder mal dezimiert wird, ist es nur verständlich, dass manche außen vor bleiben. Dima selbst ist ein typischer, und sympathischer, Jugendlicher, dessen einziges Ziel von Anfang an die Flucht ist. Lukianenkos Stil liest sich so flüssig wie eh und je, der Spannungsbogen ist enorm konsistent. Lediglich gegen Ende läuft die Geschichte Gefahr den Leser zu enttäuschen, und wäre da nicht dieses großartige letzte Kapitel, dann hätte das Finale tatsächlich alles vermiesen können. "Die Ritter der vierzig Inseln" ist hervorragende Fantasyliteratur, die sich sowohl für Jugendliche, wie auch Erwachsene eignet.
  • Die Ritter der vierzig Inseln
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    Herr der Fliegen 2.0
    Rezension vom 14.01.2012
    Sergej Lukianenko war vor nicht all zu langer Zeit eigentlich ein noch recht unbeschriebenes Blatt. Doch dann erschienen seine Wächter Romane, und plötzlich darf sich der Russe zu den neuen Großen des Fantasygenres zählen. Mit "Die Ritter der vierzig Inseln" kommt nun ein lange nicht veröffentlichtes Frühwerk des Autors auch im deutschen Sprachraum zu seinen Ehren, und nach der Lektüre frage ich mich, wieso das so lange gedauert hat. Der Held Dima weiß nicht recht wie ihm geschieht, als er nachdem er von einem Fotografen geknippst wurde, plötzlich auf einer tropischen Insel landet. Noch viel befremdlicher ist, dass auf dieser Insel eine Burg steht, die mittels Brücken dieses Eiland mit weiteren Inseln verbindet. Doch die tropische Idylle währt nicht lange, denn bald muss Dima lernen, dass die Bewohner des Paradieses, allesamt Jugendliche, an einem grausamen Spiel teilnehmen, bei dem es darum geht die anderen Inseln zu erobern. Wer alle vierzig eingenommen hat, gewinnt, und darf nach Hause. Der Haken: es geht dabei tatsächlich um Leben und Tod. Lukianenko erzählt hier seine eigene Version von Herr der Fliegen. Eine Gruppe von jungen Menschen muss sich, ohne Hilfe von Erwachsenen, durchschlagen. Dabei bilden sich Freundschaften, Pakte, es gibt Verrat, und auch erste Ansätze von Liebe. Was der Geschichte enorm zugute kommt ist, dass er aber auch eine Prise "Lost" hinzu fügt. Immer wieder fragt man sich, was mit den Inseln auf sich hat. Wer hinter alle dem steckt. Wo sind die Jugendlichen tatsächlich? Häppchenweise füttert Lukianenko den Leser mit Antworten auf die vielen Fragen, wirft aber immer wieder neue auf, wodurch das Lesevergnügen nie Gefahr läuft langweilig zu werden. Die Figuren selbst bleiben teils blass, oder werden gut ausgeführt. Bei einer solch großen Anzahl von Charakteren, die immer wieder mal dezimiert wird, ist es nur verständlich, dass manche außen vor bleiben. Dima selbst ist ein typischer, und sympathischer, Jugendlicher, dessen einziges Ziel von Anfang an die Flucht ist. Lukianenkos Stil liest sich so flüssig wie eh und je, der Spannungsbogen ist enorm konsistent. Lediglich gegen Ende läuft die Geschichte Gefahr den Leser zu enttäuschen, und wäre da nicht dieses großartige letzte Kapitel, dann hätte das Finale tatsächlich alles vermiesen können. "Die Ritter der vierzig Inseln" ist hervorragende Fantasyliteratur, die sich sowohl für Jugendliche, wie auch Erwachsene eignet.
  • Abbey Road - Stereo Remastered
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    Am Zebrastreifen
    Rezension vom 14.01.2012
    Fälschlicherweise wird stets „Let It Be“ als letztes Album der Beatles genannt, obwohl es vor „Abbey Road“ aufgenommen wurde, wonach dieses eigentlich das „richtige“ letzte Album der Liverpooler ist. Die Band hatte sich inzwischen an ihr unweigerliches Ende manövriert. Machtkämpfe zwischen Lennon und McCartney, Unzufriedenheiten von Harrison und Starr, hatten dafür gesorgt, dass die einstige Freundschaft zwischen den vier Pilzköpfen grandios zerbröselt war. Dennoch raufte man sich noch einmal zusammen, begab sich in die legendären, namensgebenden Abbey Road Studios und nahm ein letztes Mal gemeinsam Songs auf, die es auf dieses sehr intime, und rohe Album geschafft haben. Dabei beginnt das ganze so positiv mit „Come Together“, vielleicht eine Ode daran, sich zusammen zu reißen, und es noch mal gemeinsam zu probieren, oder doch einfach einer jener Peace & Love Songs, für die die Beatles, besonders Lennon, unter anderem inzwischen standen. „Something“ stellt eines der vielleicht schönsten Liebeslieder dar, die die Beatles jemals geschrieben haben, was „Maxwell’s Silver Hammer“ sicher nicht ist. Eine meiner Lieblingsnummer der Beatles erklärt Songvater McCartney den Inhalt so, dass es darum geht, wenn alles schief. Dies verpackt er in einer reichlich skurrilen Geschichte über einen jungen Mann namens Maxwell, der mordend seine Spur durch die Nummer zieht. Dies bleibt aber nicht die einzige schräge Nummer des Albums, denn „Octopus’s Garden“ steht dem in nichts nach, auch wenn es für den Hörer textlich wohl noch weniger Sinn ergibt. Ein Lied über den Garten eines Oktopuss unter dem Meer? „Yellow Submarine“ lässt grüßen. Neben schrägen Allüren und der neuen Liebe für Blues gibt es aber auch konventionelle Beatles Kost in Form von z.B. „Here Comes The Sun“, eine fröhliche Nummer, die unter anderem von STS gecovert wurde. Wahrlich experimentell werden die vier aber bei dem schwebenden „Because“, und meinem absoluten Highlight von „Abbey Road“, dem vertrackten „I want You (She’s So Heavy)“. Bluesige Einlagen in den Strophen wechseln sich mit progressiven, beinahe metallischen Ausbrüchen im Refrain, wobei schwer zu unterscheiden ist, was denn nun Strophe und was Refrain ist, großartig. „Abbey Road“ ist, wie auch „Let It Be“, ein oft übersehenes Werk der Beatles, warum ist mir schleierhaft, immerhin bieten beide einige der besten Lieder der Pilzköpfe.
  • Magical Mystery Tour-Stereo Remaster
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    Magische Musik, mysteriöse Texte
    Rezension vom 14.01.2012
    Zwar hatten sich die Beatles inzwischen mit einem ihrer Opi Magnus „Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band“ vom klassischen Rockbanddasein losgelöst, vor allem dem lästigen Touralltag, so benannten sie die folgende EP doch beinahe zynischerweise „Magical Mystery Tour“. Die EP kam mit dem gleichnamigen, enorm schrägen Film, und hinterlässt bei mir nach wie vor einen etwas schalen Beigeschmack, was aber nicht alle Titel betrifft. Der Opener „Magical Mystery Tour“ ist, und es gibt kein anderes Wort dafür, nervig. Das ständige wiederholen des quäkenden Refrain tut sein übriges. Gut, dass das folgende „Fool on the Hill“ sofort wieder einiges gut macht. Lennons Einfluss auf dieser CD lässt sich kaum leugnen, denn die schrägen Experimente, und der lyrische Nonsens gehen meist auf seine bebrillte Kappe. So z.B. das abgefahrene, aber absolut großartige „I am the Walrus“. Ein gewisser John Frusciante sollte viel später sagen: „I am the Walrus, I don’t need to know, that that means. It just sounds good.” Recht hat er, lyrischer Quatsch ist absolute legitim, wenn er sich so gut anhört wie hier. Dazwischen schummeln sich aber immer wieder reichlich herkömmliche, um nicht zu sagen, langweilige Nummern wie „Your Mother Should Know“, oder „Baby, you’re a rich man“. Da lobe ich mir doch stattdessen das kultige „Strawberry Field Forever“, oder das schöne „Penny Lane“. Ebenfalls absolut gelungen ist das Wechselspiel von Frage und Antwort in der bekannten Single „Hello Goodbye“, und natürlich das beinahe monumentale Schlussstück „All You Need Is Love“, das sich seinem Finale unweigerlich nähert, um beinahe in Chaos zu zerfallen. So muss Rockmusik sein. Dennoch ist bereits „Magical Mytery Tour“ ein Sinnbild dessen, was sich auf dem weißen Album zeigen sollte, die Band lebte sich auseinander, die musikalischen Interessen unterschieden sich inzwischen zu sehr. Die CD bietet sicher einige grandiose Nummern („I am the Walrus“, „All You Need Is Love“), aber im gesamten gesehen, gibt es von den Beatles viel Besseres.