Die Herrlichkeit des Lebens

Roman

von Michael Kumpfmüller

Buch

gebunden (237 Seiten)

1. Auflage

Sprache: Deutsch

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Die Liebe eines Lebens.

Überlebensgroß ist der Mythos Franz Kafka, dessen Nachruhm als Schriftsteller scheinbar mit einem weithin unglücklichen Leben erkauft wurde. Doch nun wirft Michael Kumpfmüller ein helles, fast heiteres Licht auf den berühmten Dichter und zeichnet liebevoll
und diskret einen Menschen, der in seinem letzten Jahr die große Liebe findet und sein Leben in die Hand nimmt, bevor es dafür zu spät ist. Im Sommer 1923 lernt der tuberkulosekranke Franz Kafka, als Dichter nur Eingeweihten bekannt, in einem Ostseebad die 25-jährige Köchin Dora Diamant kennen. Und innerhalb weniger Wochen tut er, was er nicht für möglich gehalten hat: Er entscheidet sich für das Zusammenleben mit einer Frau, teilt Tisch und Bett mit Dora. In Berlin wagt er mit ihr das gemeinsame Leben, mitten in der Hyperinflation der Weimarer Republik. Den täglich kletternden Preisen, den wechselnden Untermietquartieren, den argwöhnischen Eltern zum Trotz: Bis zu seinem Tod im Juni 1924 werden sich Franz Kafka und Dora Diamant, von wenigen
Tagen abgesehen, nicht mehr trennen. Aus dieser wahren Geschichte macht Michael Kumpfmüller einen feinsinnigen, behutsamen und kenntnisreichen Liebesroman. Kafkas Tagebücher, seine Briefe und letzten Texte kennt er genau und webt sie zart in
die Erzählung ein. Aber ebenso sehr widmet er sich Doras Sicht, dem Blick der verliebten jungen Frau auf ihren rätselhaften, sterbenden Mann. Und so gelingt Kumpfmüller eine tief anrührende Parabel über das Leben und die Liebe, das Schreiben und den Tod.


Produktdetails

ISBN-10: 3-462-04326-9
EAN: 9783462043266
Erschienen: 18.08.2011
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1. Auflage
Seitenzahl: 237
Länge/Breite: 210mm/134mm
Gewicht: 363 g
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Michael Kumpfmüller

Michael Kumpfmüller, geboren 1961 in München, studierte Geschichte und Germanistik in Tübingen, Wien und Berlin und promovierte 1994 mit einer Arbeit über den Mythos Stalingrad. Er arbeitete seit 1985 als freier Journalist, anfangs vor allem für den Hörfunk, in den neunziger Jahren fast ausschließlich für Printmedien (Die Zeit, NZZ Folio, FAZ-Magazin, u.a.).Von 1996 bis 1998 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FU Berlin. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Berlin.

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Buchhändlertipps

  • Biographischer Roman über Kafka Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Mag. Miriam Mairgünther, am 06.10.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Salzburg

    Ein Roman über die letzten Monate im Leben von Franz Kafka. Er, der vorher immer Schwierigkeiten mit seinen Beziehungen hatte und keine Frau zu nahe an sich heranlassen wollte, erlebte mit Dora Diamant zum ersten Mal wirkliche Nähe, wohnte sogar auf engem Raum mit ihr zusammen, was früher für ihn undenkbar gewesen wäre. Michael Kumpfmüller hat ein Buch über die Liebe der beiden geschrieben, die allerdings schon überschattet war von der Krankheit, an der Kafka schließlich sterben sollte.

    Der Autor hält sich in seinen Beschreibungen ganz genau an die biographischen Vorlagen (Tagebücher, Briefe) von Kafka und seinen Freunden und Verwandten. Wer diese oder auch eine ausführliche Kafka-Biographie gelesen hat, wird die Abfolge der Geschehnisse oft bis ins Detail wiedererkennen. Allerdings geht es fast nur um die beiden Hauptfiguren, historische und gesellschaftliche Hintergründe werden fast gar nicht behandelt. Dadurch wirkt die Geschichte losgelöst aus der Historie, was sie teilweise poetisch, oft aber etwas verwischt und wenig konkret erscheinen lässt.

    Auch der Schreibstil Kumpfmüllers weist meiner Meinung nach wenig Höhepunkte auf.
    Gerade für Leser, die sich für Kafka interessieren, wäre dann vielleicht die Biographie von Rainer Stach, die sich auch sehr genau mit den Personen und ihren Emotionen auseinandersetzt, spannender.
  • Kafkas letztes Jahr Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von michaela bokon, am 21.08.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

    Kafka lernt an der Ostküste , wo er zur Erholung weilt, die junge Köchin Dora kennen und lieben.
    Sie beschließen in Berin zusammenzuleben sehr zum Unmut seiner Eltern.Für die junge Dora wird dies eine Zeit der großen Entbehrungen, da sie sich ausschließlich um den immer kränklicheren Kafka kümmert.
  • Liebe bis in den Tod Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Helene Oberleitner, am 17.08.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Wels

    Michael Kumpfmüller hat eine sehr berührende Liebesgeschichte. Sehr gut vertraut mit den Tagebüchern und Aufzeichnungen Franz Kafkas hat Kumpfmüller einen Roman über dessen letztes Jahr verfasst.
    In einem Ostseebad, wo er den Sommer verbringt lernt er die Köchin Dora Diamant kennen, und aussergewöhnlich für Franz Kafka, trifft er die Entscheidung mit ihr nach Berlin zu gehen. Kumpfmüller findet einen Ton und eine Sprache, die sehr gut die Zeit von 1923/24 vermittelt. Wirtschaftskrise, Inflation, täglich steigende Preise, die Miete steigt von Tag zu Tag, und trotz dess nahenden Todes versucht Dora Diamant ständig an seiner Seite zu sein und Kumpfmüller beschreibt einen zärtlichen, liebevollen Kafka.
    Interessant waren für mich dann auch noch die medizinischen Behandlungen, die Kafka in den letzten Wochen vor seinem Tod erhielt. Medizintechnische Steinzeit sozusagen.

Kundenrezensionen

  • Kafkas letztes Jahr Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Saidjah Hauck, am 18.01.2013

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    An der Ostsee trifft Kafka die Köchin Dora Diamant und eine zarte Liebesgeschichte beginnt. Sie wird die Frau an seiner Seite. Sie ist Geliebte, Psychologin und Krankenschwester gleichermaßen. Sie steht zu ihm alle Widerstände zum Trotz. Sie wohnten doch zusammen ohne verheiratet zu sein, und das zu damaligen Zeiten!

    Kumpfmüller zeigt einen Kafka wie ich ihn nicht vermutet habe, zärtlich und mit einer Portion Humor.

    Schöne, außergewöhnliche Liebesgeschichte die eine unbekannte Seite Kafkas zeigt und eine starke Frau porträtiert.

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  • Sehr empfehlenswert Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Katrin Schönmüller, am 20.08.2012

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    Man kann diesen Roman eigentlich nicht mit Worten beschreiben. Er hat mich zutieftst berührt und von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Briefe und Tagebücher von Franz Kafka werden behutsam in die Geschichte eingebracht und es ist ein wunderbarer Liebesroman entstanden.

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  • Die Herrlichkeit des Lebens - Michael Kumpfmüller Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von D. Kuntz, am 02.01.2012

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    Erzählt wird die Liebesgeschichte von Frank Kafka und der Köchin Dora im Sommer 1923 und wie sie ihn die letzten Monate vor seinem Tod pflegt.

    Ein toller biografischer Roman über die letzten Monate eines großartigen Schriftstellers und gleichzeitig eine zarte Liebesgeschichte. Großartig!

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  • Kumpfmüller, Die Herrlichkeit des Lebens Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Odilie Pressberger, am 16.12.2011

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    Das ist ein ganz ruhiger, leise erzählter Roman über die letzten Lebensmonate von Franz Kafka. Besonders wohltuend fand ich die lineare Form der Geschichte! Im Sommer 1923 lernt Kafka an der Ostsee die junge Köchin Dora Diamant kennen. Mit ihr zieht er im Herbst in Berlin zusammen. Zum ersten Mal in seinem vierzigjährigen Leben läßt er eine Frau im Alltag auf diese Weise an sich heran. Im nächsten Frühjahr (1924) wird Kafka in verschiedene Sanatorien und Kliniken gebracht. Dora ist immer an seiner Seite. Ihn pflegend, für ihn kochend. Ich denke beim Lesen: was hatte er für ein sanftes, umsorgtes Ende! Er stirbt im Juni 1924. Ein interessanter Roman für Alle, die Kafka kennen. Die, die nichts von ihm wissen, finden hier eine bewegende Liebesgeschichte. Ich bin froh, daß Kumpfmüller Dora Diamant den Platz in der Literatur einräumt, den sie verdient hat!

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  • Michael Kumpfmüller, Die Herrlichkeit des Lebens Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Frau Gey, am 12.10.2011

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    Franz Kafka lernt während eines Ostseeaufenthaltes Dora Diamant kennen. Sie ist eine junge Frau, die ihren Lebensunterhalt als Köchin verdient. Sie ist liebevoll, lebensfroh und energisch - aber ist sie auch gebildet genug für einen Mann wie Franz Kafka? Er zieht mit ihr nach Berlin, seine Eltern sind entsetzt - aber für ihn beginnt sein glücklichstes Jahr....
    Ich habe mir Franz Kafka nie als glücklichen Menschen vorstellen können, wäre auch nie auf die Idee gekommen mir sein Privatleben näher zu betrachten.
    Und dann lese ich dieses Buch und meine ganze Idee von Franz Kafka wird auf den Kopf gestellt. Durch diese wunderbare Frau, die Dora Diamant gewesen sein muß. Was für ein wunderschönes Buch - und hoffentlich war er so glücklich, wie der Autor uns glauben läßt.

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  • Franz Kafkas letzte Liebe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Kerstin Stegemann-Konrad, am 03.10.2011

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    Michael Kumpfmueller beleuchtet in seinem Roman das letzte Lebensjahr des Schriftstellers Franz Kafka. Im Jahr 1923 lernt dieser in einem Ostseebad die junge Koechin Dora Diamant kennen.Beide fuehlen die starke Anziehungskraft, und so beginnt besonders fuer den schwerkranken, introvertierten Schriftsteller ein Jahr vor seinem Tod ein voellig neuer Lebensabschnitt. Er loest sich von seiner ihn stark umsorgenden Familie und zieht von Prag nach Berlin zu Dora, wo beide ein gemeinsames Leben beginnen.
    Dem Autor gelingt zum einen ein starkes Potraet dieser unsicheren Zeiten der Weimarer Republik in der Hauptstadt, zum anderen beschreibt Michael Kumpfmueller in beruehrender Art die empfindsame Liebesgeschichte des tuberkulosekranken, zerbrechlichen Franz Kafkas zu der jungen, lebensbejahenden, starken Dora Diamant, die bis zum Schluss an seiner Seite bleibt.
    Entstanden ist ein zarter, feinsinniger, leicht geschriebener Roman, bei dem der Leser vom Hauch der grossen Liebe gestreift wird...

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  • „Die Herrlichkeit des Lebens“ - Michael Kumpfmüller Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Friederike Foerster, am 12.09.2011

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    1923
    Der letzte Sommer im Leben Franz Kafkas.
    Zusammen mit seiner Schwester Ottla verbringt der wegen Tuberkulose bereits pensionierte Kafka einen Sommer im Ostseebad Müritz. Dort lernt er die 25 jährige Dora Diamant kennen.
    Bisherige Beziehungen Kafkas waren geprägt von jahrelanger postalischer Anbahnung und
    Zweifeln, ob und wie ein Zusammenleben umzusetzen sein könnten, und scheiterten an dieser Haltung.
    Der Roman beschreibt die dem Leben zugewandte humorvolle Seite Franz Kafkas, der mit Dora in Berlin in wilder Ehe zusammenlebt, sich mit seiner Hauswirtin darüber streitet und einem kleinen Mädchen, das seine Puppe im Park verlor, Briefe schreibt. Die Puppe hätte sich in Afrika verliebt und würde den Prinzen heiraten.
    Detailreich, unterhaltsam und oft überraschend zeichnet dieser Roman ein anderes Bild des
    Autors „der Verwandlung“.
    „Nur die Nächte mit Schreiben durchrasen, das will ich. Und daran zugrundegehn oder irrsinnig werden, das will ich auch...“.

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  • Kafka am Strand Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Chariklia Agelidou, am 17.08.2011

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    Es soll ein Roman über Kafka in seinem letzten Lebensjahr sein. Wie er die Liebe findet und sein Leben wirklich leben möchte. Für mich ist es aber ein Buch über Dora geworden. Dora Diamant (immer wieder aufs Neue: was für ein Name?!) verliebt sich in Kafka am Strand, lernt ihn kennen, ihn lieben, steht ihm in seinen Krankheitstagen bei, kocht für ihn, stellt sich seiner Familie, reibt sich auf für diesen Franz und bleibt am Ende doch nur die Verlobte. Eine wirklich tapfere Frau, die uns immer wieder Einblick in ihr Innenleben gewährt. So wird der eigentliche Star des Buches, Franz Kafka, zur Nebenfigur – und ich finde das gut so!

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