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Als die sexy Lehrerin Summer dem gut aussehenden Vampir Colin begegnet, erfährt sie zum ersten Mal, was wahre Leidenschaft bedeutet.
P.C. Cast wurde im Mittleren Westen der USA geboren. Nach ihrem Schulabschluss trat sie zunächst der US-Air Force bei, bevor sie begann, als Highschool-Lehrerin zu arbeiten. Stets war das Schreiben einwichtiger Bestandteil ihres Lebens, so dass sie sich nach 15-jähriger Lehrtätigkeit aus dem Schuldienst zurückzog, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Gemeinsam mit ihrer Tochter Kristin verfasste sie die House of Night-Serie und wurde so zu einer der erfolgreichsten Mystery-Autorinnen unserer Zeit.
| ISBN-10: | 3-641-06700-6 |
|---|---|
| EAN: | 9783641067007 |
| Originaltitel: | It's in his Kiss |
| Erschienen: | 09.01.2012 |
| Verlag: | Heyne |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 128 |
| Erschienen bei: | Heyne |
| Spieldauer: | 390 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
P. C. Cast ist zusammen mit ihrer Tochter Kristin Autorin der Houseof- Night-Bestseller. Die beiden sind das erfolgreichste Mutter-Tochter- Autorengespann weltweit. P.C. und Kristin Cast leben beide in Tulsa, Oklahoma.
9 (S. 74-75)
Als Summer die Augen öffnete, befand sie sich in einem fremden Bett, in einem Zimmer, das sie nicht wiedererkannte. Sie fand es sofort schön. Genau genommen sah es auf verrückte Weise aus wie ihr Traumzimmer: Auf dem großen, antiken, schmiedeeisernen Bett türmte sich edle Bettwäsche in sanften Blau- und Gelbtönen.
Die schlichten Möbel aus geschnitztem Eichenholz waren gut gearbeitet und teuer, aber nicht überladen. Der Fußboden bestand aus glänzenden Kiefernholzdielen und war hier und da mit dicken buttergelben Teppichen belegt. Die Wände verrieten ihr, dass sie sich in einer Blockhütte befand – und zwar einer verdammt großen. An einer Wand gab es einen offenen Kamin.
Die anderen Wände zierten mehrere unglaubliche Landschaftsaquarelle, die alle eines gemeinsam hatten: Sie waren hell und schön und in den üppigen Farben eines Sommertags gehalten. Dann blieb ihr Blick an etwas hängen, das auf der langen, niedrigen Frisierkommode stand. War das etwa ihre Schmuckschatulle? Sie kletterte von dem Berg von einem Bett herunter und stellte zweierlei fest: Erstens trug sie die Art von Pyjama, die sie am liebsten hatte, nämlich Boxershorts und dazu ein kleines, passendes Tanktop. Und zweitens war das auf der Frisierkommode tatsächlich ihre Schmuckschatulle.
Als sie sich genauer umsah, entdeckte sie, dass die Schatulle nur einer von zahlreichen Gegenständen war, die ihr gehörten. Über dem kunstvoll geschliffenen Spiegel hing einer ihrer Lieblingsschals. Das Buch von Kresley Cole, das sie gerade las, lag auf dem Nachttisch neben dem Bett, daneben stand ihre Lieblingsduftkerze. Mit einem unheimlichen »Twilight Zone-Gefühl« öffnete sie die oberste Schublade der nächstbesten Kommode, obwohl sie bereits wusste, dass sie darin in akkuraten Stapeln ihre BHs und Höschen finden würde. »Was zum Teufel geht hier vor?«, rief sie aus.
Und dann traf sie die Erinnerung wie ein Blitz. Wie konnte sie nur so dumm sein und das vergessen? Die beiden Jungs und ihr Zauberspruch-Rap und das schreckliche Licht, das explodiert war, gerade als Colin sie gepackt hatte. Licht? Colin? Licht! Colin! Beides vertrug sich definitiv nicht miteinander. Wo war sie, und wo war Colin? Summer hastete zum Fenster und spähte hinaus. Da draußen ging gerade die Sonne unter und tauchte eine bezaubernde Berglandschaft in abendliche Farben.
Sie befand sich eindeutig in einer Blockhütte in den Wäldern. Doch es war nicht die Hütte ihrer Schwester. Sie versuchte, ihren völlig aufgewühlten Geist zu beruhigen. Nachdenken – ich muss nachdenken! Der Zauberspruch der Jungs endete mit etwas darüber, dass Colin eine helle Zukunft haben solle. Oh, Göttin! Bedeutete das, dass er irgendwo in der Dunkelheit gefangen war? Und wenn ja, warum bin ich dann hier in dieser hübschen Hütte? Das ergab keinen Sinn.
»Okay. Okay. Du bist eine College-Absolventin. Du kannst herausfinden, was hier los ist«, sagte sie sich. »Dieses Zimmer sieht so aus, als könnte es dir gehören, also ...« Einer plötzlichen Eingebung folgend lief Summer zurück zum Nachttisch: Und tatsächlich, dort lag ans Ladegerät angeschlossen, genau wie im Schlafzimmer in der Hütte ihrer Schwester, ihr Handy. Sie schnappte es sich und wählte die erste Nummer, die ihr in den Sinn kam. »Summer! Wo steckst du? Bist du okay?« Jennys Stimme klang ungewohnt panisch.