Wogen der Leidenschaft
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Wogen der Leidenschaft

von Janet Chapman

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Weitere Artikelinformationen

Turbulent, prickelnd, einfach verlockend
Ist der umwerfend attraktive Schiffsmagnat Ben Sinclair tatsächlich der Vater des fünfzehnjährigen Michael, wie ein anonymer Briefeschreiber behauptet? Um der Sache auf den Grund zu gehen, kehrt er nach sechzehn Jahren in die Wälder von Maine zurück. Emma Sands, die Michael nach dem Verschwinden seiner Mutter allein aufgezogen hat, erkennt Ben auf den ersten Blick. Doch niemals wird die temperamentvolle Blondine ihren Neffen dem Mann überlassen, der für den Tod ihres Vaters verantwortlich ist ...
Seit sie denken kann, hat Janet Chapman sich Geschichten ausgemalt, und daher ist das Schreiben von Romanen - viele davon wurden bereits mit Preisen ausgezeichnet - ihre größte Leidenschaft. Mit ihrer Zeitreise-Saga schrieb sie sich direkt auf die Spitzenplätze der New York Times-Bestsellerliste. Janet Chapman lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Söhnen, drei Katzen und einem Elchbullen, der sie regelmäßig im Garten besucht, in Maine.

Produktdetails

ISBN-10: 3-641-07232-8
EAN: 9783641072322
Originaltitel: Tempt me if you can
Erschienen: 16.01.2012
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 400
Übersetzer: Anke Koerten
Erschienen bei: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Übersetzt von: Anke Koerten
Spieldauer: 793 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Janet Chapman

Janet Chapman ist das jüngste von fünf Kindern. Schon immer hat sie sich Geschichten ausgedacht, aber erst mit ihrem ersten Roman "Das Herz des Highlanders" begann die Gewinnerin mehrerer Preise, professionell zu schreiben. Janet Chapman lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Söhnen, drei Katzen und einem jungen Elchbullen, der sie regelmäßig besucht, in Maine.

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19 (S. 198-199)
Vierzig Minuten lang fuhr Emma in angstvoller, schmerzlicher Stille neben dem Mann dahin, den sie seit ihrer Kindheit kannte. Es war, als hätte Wayne einen Knacks bekommen. Gemocht hatte sie ihn ja nie, nun aber schien er die Realität hinter sich gelassen zu haben und in totale Dunkelheit eingetreten zu sein. Schwitzend und mit rotem Gesicht hielt er das Steuer so krampfhaft umklammert, dass seine Knöchel weiß hervortraten.
Emma war bald klar, wohin sie fuhren. Der holprige, überwachsene Weg führte zu der Stelle, den die Koordinaten anzeigten und von der sie wünschte, sie hätte sie nie gefunden. Wayne mied die Golden Road, eine private, nicht asphaltierte Straße, die von den Sägemühlen für Holztransporte benutzt wurde. Da sie stark frequentiert wurde, wollte Wayne sie vermutlich nicht benutzen. Deshalb fuhren sie die längere Stecke, die ein Labyrinth von Forstwegen beinhaltete, die die Fahrt langsam, mühsam und für ihre hämmernde Schulter schmerzhaft machten. Ihre ganze rechte Körperhälfte war voller blauer Flecken, da sie ständig gegen die Tür prallte und sich mit ihren gefesselten Händen nicht gegen das Geholper abstützen konnte.
Noch immer spähte sie in den Seitenspiegel und hielt nach Beaker Ausschau. Sie wusste nicht viel über Hunde, konnte sich aber nicht vorstellen, dass die Tiere imstande waren, große Entfernungen nonstop hinter sich zu bringen, zumal wenn sie verwundet waren. Beaker aber schien einer besonderen Kategorie anzugehören. Vielleicht ... »Wer hat mich angerufen und sich als Kelly ausgegeben?«, fragte sie schließlich in die Stille hinein. Hätte sie vorhin mit ihrem Verstand anstatt mit dem Herzen gedacht, wäre ihr sofort klar gewesen, dass die Stimme am Telefon nicht die von Kelly gewesen sein konnte.
»Eine Freundin aus Greenville.« Wayne sah sie mit höhnischem Lächeln an. »Charlene hat geglaubt, es ginge um die Einladung zu einer Überraschungsparty.« Er streckte die Hand aus und riss grob an ihrem Haar. »Überraschung, Emma.« Sie wich aus und prallte wieder gegen die Tür. »Was soll das alles, Wayne? Was hast du damit gemeint ›aus der Gleichung herausnehmen‹?« Er blieb ihr die Antwort schuldig, da die holprige Straße seine Aufmerksamkeit voll und ganz beanspruchte. Sie schlug mit dem Kopf gegen das Gewehr auf dem Waffenständer hinter ihr.
Ein paar Haarsträhnen verfingen sich darin, und sie konnte ein Wimmern kaum unterdrücken, als sie wieder in ein Loch rumpelten und ihr das Haar mit den Wurzeln ausgerissen wurde. Schließlich war die Stelle am Weg erreicht, wo Emma und Mikey fast zwei Wochen zuvor die Reifenspuren gefunden hatten, und Wayne stieß wütend einen Fluch aus. Emma folgte seinem Blick und sah, dass der Boden um die Schlammpfützen nass war. Das bedeutete, dass heute Morgen jemand hier gewesen war. Wayne blickte abschätzend an ihr vorüber den Berg hoch, der über ihnen aufragte.
Dann öffnete er die Tür, griff nach der Flinte im Ständer hinter ihrem Kopf und zog Emma an den gefesselten Händen durch seine Tür hinaus, wobei ihre wunde Schulter stark in Mitleidenschaft gezogen wurde und sie mit der Hüfte gegen das Lenkrad prallte. Rücksichtslos zerrte er sie den Weg entlang, wobei er ständig die Bäume um sie herum im Auge behielt. Plötzlich blieb er stehen und ging neben einer Pfütze in die Knie, um die Spuren zu lesen. »Sie sind schon fort«, sagte er, richtete sich auf und zerrte sie ins Dickicht. Sie machte sich den Umstand zunutze, dass Waynes Aufmerksamkeit nun vor allem seiner Umgebung galt, und brachte ihn zum Stolpern, als er sich unter einem Ast duckte. Sofort riss sie sich los und rannte die ausgetretene Spur entlang, die sie hinterlassen hatten.

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