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von Daniel Glattauer
EAN: 9783552061514
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Theo ist der Neffe von Bestseller-Autor Daniel Glattauer. Bei seiner Geburt fasste sein Onkel den Entschluss, das Kind beim Älterwerden zu beobachten und zu beschreiben, wie es die Welt der Erwachsenen für sich erobert. Einmal jährlich erschienen Porträts des Ein-, Zwei- und Dreijährigen. Mit drei gab Theo sein erstes Exklusivinterview. Danach war bald klar, dass sein Mitteilungsbedürfnis noch lange nicht gestillt sein würde. Nach Theos vierzehntem Geburtstag wurden die Rollen getauscht und das gemeinsame Projekt würdig abgeschlossen: Theo führte ein Revanche-Interview mit Onkel Daniel. Eines der witzigsten, herzerwärmendsten Bücher, das je über Kinder geschrieben wurde.
| Verkaufsrang: | 3.345 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-552-06151-7 |
| EAN: | 9783552061514 |
| Erschienen: | 26.07.2010 |
| Verlag: | Deuticke im Paul Zsolnay Verlag |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 272 |
| Gewicht: | 1 g |
| Erschienen bei: | Deuticke im Paul Zsolnay Verlag |
| Spieldauer: | 1275 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
Der Hobby-Liedermacher Daniel Glattauer wurde 1960 in Wien geboren und studierte Pädagogik und Kunstgeschichte. Seit 1985 arbeitete er für verschiedene Zeitungen, u.a. den "Standard". Dort fiel Daniel Glattauer besonders durch seine Kolumnen, in denen er sich humorvoll mit dem Alltäglichen auseinandersetzt, auf. Diese Kolumnen erschienen in seinen frühen Veröffentlichungen "Ameisenzählung", "Die Vögel brüllen" und "Schauma mal". Seine Romane "Gut gegen Nordwind" und der Nachfolger "Alle sieben Wellen" wurden für den Deutschen Buchpreis nominiert. Als moderne Form eines Briefromans verfolgt der Leser die Geschichte eines Single- Manns und einer verheirateten Frau. Durch eine fehlgeleitete E-Mail lernen sie sich kennen und verlieben sich. 2007 wurde "Gut gegen Nordwind" in Linz uraufgeführt, 2009 wurde auch "Alle sieben Wellen" im Theater gespielt. Daniel Glattauer ist verheiratet und wohnt mit seiner Frau und fünf indischen Laufenten in Niederösterreich.
Meinung der Redaktion
Ob Prosa oder Romane, die Werke von Daniel Glattauer sind einfach vielseitig! Amüsant, treffend, liebevoll und tiefsinnig. Ein Autor, den sie nicht aus den Augen lassen sollten.
von Ingrid Resch, am 06.06.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Salzburg
von Helene Oberleitner, am 24.02.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Wels
von Melanie Böhm, am 15.04.2011
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von Nina Schneider, am 11.03.2011
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von Melanie Marx, am 09.02.2011
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"Theo in Bibione (S. 145-146)
Den Sommerurlaub verbrachte Theo in Italien. Die Großeltern durften mitfahren (weil sie brav waren). Die Eltern wurden daheim gelassen – nicht weil sie schlimm waren, sondern weil in Theos Wohnwagen nicht Platz für alle war. Ja, richtig, es war ein sogenannter Campingurlaub. »Wohnen mit Lenkrad« statt »Zimmer mit Frühstück«. Für Theo also ein echter Abenteuerurlaub.
Die verwandten Pädagogen hatten diesem Naturereignis schon Monate vorher entgegengefiebert, vor allem jene, die dann gar nicht mitfuhren. »Theo in Bibione« muss für sie so etwas wie »Der erste Mensch auf dem Saturn« bedeutet haben. Dementsprechend früh (vermutlich gleich nach der Geburt) wurde damit begonnen, Theo auf den Campingurlaub vorzubereiten.Sagen wir es hart, wie es ist: Theo durfte in Italien nicht in die Hose machen. Entweder haben die dort keine Windeln, oder es verträgt sich nicht mit dem maritimen Klima, oder es herrscht ein landesweites Wickelverbot, oder was weiß Theo. Jedenfalls musste er daheim wochenlang auf der Schüssel, die sie liebevoll »Topferl« nennen, trainieren.
Da waren sie wieder einmal beinhart, die beiden Oberhäupter. Mit der Schüssel hat sich Theo also lange genug herumgeärgert.Hier nur in aller Kürze: 1. Sie sieht nicht gut aus. 2. Sie hat kein Lenkrad. 3. Wenn man sich draufsetzt, sitzt man fest und kommt nicht mehr heraus, sodass man Gefahr läuft, sie bis an sein Lebensende mit sich herumzutragen. 4. Es genügt weder neben noch über der Schüssel zu stehen, wenn man muss. 5. Man hat vielmehr eine Körperhaltung einzunehmen, die so unangenehm ist, dass man sie nur ein paar Sekunden durchhält. Wenn es dann so richtig losgeht, muss man leider aufstehen.
Auf diese Weise gelangt man zu schlechten Trefferquoten. 6. Wenn man dem Papa die Schüssel mit der Beifügung »fertig« auf den Schreibtisch stellt, gebärdet er sich wie ein Wilder.Trotz widriger Bedingungen hat Theo den Trainingskurs erfolgreich abgeschlossen und war Anfang Juni 1997 ausgebildeter Topferl-Geher ohne die leiseste Windelentzugserscheinung – und somit bereit, Italien zu erobern.Eine Sache wäre da noch, bevor wir die Grenze passieren. Die Pädagogen nennen sie »Trennungsschmerz«. Kleine Kinder sind besonders anfällig – Eltern zu haben, die davon betroffen sind. Um mit der Abschiedssituation vor dem Campingurlaub ein bisschen besser zurechtzukommen, begannen Theos Oberhäupter schon früh, sich ihr Problem von der Seele zu reden."