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Der Inhalt eines unbekannten Telegramms führt Amy und Dan nach Russland, wo sie hoffen, auf den Spuren der Romanows das verschwundene Bernsteinzimmer zu finden, wo ein weiteres Zeichen versteckt sein soll. Dafür müssen sie sich jedoch einmal mehr mit ihren Feinden verbünden. Eine gefährliche Jagd nach einem der größten Schätze Russlands beginnt ...
Patrick Carman war zunächst als höchst kreativer Unternehmer tätig, bevor er zum Schreiben kam. Er entwickelte Brettspiele, Lernprogramme, Webseiten und ein erfolgreiches Radioprogramm. Seine Karriere als Geschichtenerzähler begann er, als er für seine beiden kleinen Töchter Gutenacht-Geschichten erfand. Mittlerweile ist er Autor der Bestseller-Serien »Die Geheimnisse von Elyon«, »39 Zeichen« und »Skeletton Creek«. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern im Nordwesten der Vereinigten Staaten.
| ISBN-10: | 3-641-05452-4 |
|---|---|
| EAN: | 9783641054526 |
| Originaltitel: | The 39 clues - Vol. 5 |
| Erschienen: | 25.03.2011 |
| Verlag: | Cbj |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 192 |
| Altersempfehlung: | 9 - 99 |
| Erschienen bei: | Cbj |
| Spieldauer: | 539 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
Patrick Carman war zunächst als höchst kreativer Unternehmer tätig, bevor er zum Schreiben kam. Er entwickelte Brettspiele, Lernprogramme, Webseiten und ein erfolgreiches Radioprogramm. Seine Karriere als Geschichtenerzähler begann er, als er für seine beiden kleinen Töchter Gutenacht-Geschichten erfand. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern im Nordwesten der Vereinigten Staaten.
von Jakob B., am 03.01.2012
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Neuntes Kapitel (S. 66-67)
Irina Spaskys Daumen schwebte über den Tasten ihres Telefons. Sie brachte es nicht über sich, die Nummer zu wählen. Also holte sie tief Luft und steckte dann ihr Handy zurück in die Tasche ihres dünnen schwarzen Mantels. Die Kabras können warten, beschloss sie und wandte sich vom Alexanderpalast ab. Irina lief, wie immer allein, zum Teich auf der anderen Seite des Geländes. Sie hatte beobachtet, wie Dan und Amy den Palast betreten und später auch wieder verlassen hatten, indem sie zurück zu ihrer neu erworbenen blauen Schrottkarre gerannt waren. Die beiden hatten gelacht.
Diese Tatsache ließ Irina keine Ruhe. Sie waren glücklich, diese Kinder. Sie stiegen in ihr kleines Auto, setzten einfach ihre Suche fort und brachten Irina damit in ernste Schwierigkeiten. Ein Doppelagent der Lucians. Vielleicht ein Madrigal. Sie hatten etwas gefunden, so viel war sicher. Ihre Situation war heikler, als ihnen bewusst war. Es muss ihnen ja nichts passieren, versuchte sie sich einzureden. Vor ihrem inneren Auge erschien ein anderes Kind. Es war jünger und blonder. Warum sehe ich ihn immer als Kleinkind vor mir? Sie erinnerte sich nur an weniges aus den letzten gemeinsamen Tagen und auch die Erinnerung an das Begräbnis wurde immer blasser. Einzig das Wetter war ihr im Gedächtnis geblieben.
Sie würde nie die tiefen, drückenden Wolken und den leichten Schnee vergessen, der den Sarg langsam bedeckte, während er in die Grube hinabgelassen wurde. Seitdem hatte es viele einsame Tage und Nächte gegeben, zu viel Zeit zum Nachdenken und zu viele falsche Entscheidungen. Wer ein Kind verliert, verliert seine Seele. Irina nahm erneut das Telefon in die Hand, aber dieses Mal wählte sie, ohne zu zögern.
»Endlich«, schnauzte Ian Kabra. »Müssen wir uns Sorgen machen?« »Ja«, meldete Irina. Sie war am Teich angekommen und starrte auf die algenbedeckte Wasseroberfläche. »Irgendjemand hilft ihnen. Einer von den Lucians, von ganz oben. Da gibt es keinen Zweifel.« »Wie kommst du darauf?«, fragte Ian. »Sie waren eben in Alexejs Spielzimmer. Also müssen sie von der Verbindung zwischen den Lucians und den Romanows erfahren haben.«
»Pass auf, dass ihnen kein vertrauliches Material in die Hände fällt. Du weißt, was auf dem Spiel steht. Wenn sie noch mehr herausfinden, musst du sie aus dem Weg räumen.« »Ich weiß.« Irina hielt inne, aber die Versuchung, Ian Kabra von seinem hohen Ross zu stürzen, war einfach übermächtig. »Dein Vater wird nicht nur mich bestrafen«, warnte sie ihn leise und beendete das Gespräch. Wenigstens musste sie nicht sofort drastische Maßnahmen gegen die beiden Kinder ergreifen. Sie nahm ein Gerät aus der Tasche und schaltete es an. Ein kleiner Bildschirm leuchtete auf.