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von David Mitchell

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Der Wolkenatlas Roman

von David Mitchell

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  • eine faszinierende Zeitreise
    Edith Berger aus der Thalia.at-Buchhandlung in Graz , am 02.08.2009
    David Mitchell nimmt uns mit auf eine Zeitreise. Ein Feuerwerk an Geschichten, unterschiedlichen Erzählsträngen verknüpft er federleicht zu einem faszinierenden Ganzen.
    "Wolkenatlas" ist ein ganz wunderbares Leseabenteuer.
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Kundenbewertungen

  • Die Weite des Ozeans
    Susanne Pichler aus Linz Lentia, am 12.11.2012
    Es ist sehr schwer, David Mitchell und seinem unglaublichen Roman "Der Wolkenatlas" gerecht zu werden. Eine adäquate Rezension müsste wohl oder übel aus 668 Seiten bestehen, denn dieses Buch ist so prall an Leben, Geschichte, Religion, Forscherdrang, Familien, Musik und apokalyptischer Dämmerung, dass jede einzelne Seite unglaublich wichtig ist.
    "Der Wolkenatlas" gliedert sich in sechs Lebensläufe, beginnend 1850 und endend irgendwann in der Zukunft. Jeder Lebenslauf konzentriert sich auf einen ganz entscheidenden Punkt im Leben des jeweiligen Protagonisten. Die Hauptfiguren der sechs Lebensläufe sind ein Rechtsanwalt, ein Komponist, eine Journalistin, ein Verleger, ein Klon und ein Junge. Die geographische Breite spannt sich über die Südsee, Hawaii, Kalifornien, England, Belgien und Korea. So grundverschieden die Menschen und die Orte auch sind, so eng verbunden sind sie dennoch. Wie durch ein Spinnennetz werden über Länder und Zeiten hinweg diese Menschen verbunden. Ein Muttermal, eine Melodie treten immer wieder auf. Gleich ist auch allen Geschichten, dass immer wieder Gier, Verrat, Mord, Lüge und schlichtes Machtstreben den entscheidenden Richtungswechsel herbeiführen.

    Ich bin von diesem Buch restlos begeistert. David Mitchell verpasst jedem Lebenslauf einen ganz eigenen Charakter. er bedient sich verschiedenster Formen wie Tagebuchaufzeichnungen, Briefe, Bericht, Interview oder Ich-Erzählung. Auch den Tonfall und die Sprache passt er der jeweiligen Geschichte an.
    Meine Lieblingsgeschichte in diesem Buch ist die des Verlegers Timothy Cavendish, der durch schier unglaubliche Umstände in einem Seniorenheim festgehalten wird und aus jenem auf ebenso unglaubliche Weise flüchtet. In dieser Geschichte steckt auch einiges an schwarzem Humor, der sie zum unterhaltsamsten Teil des Buches macht.
    Ich bin mir fast sicher, dass man bei diesem Buch, falls man es ein zweites Mal liest, noch auf weitere Details und Querverbindungen zwischen den einzelnen Lebensläufen stoßen würde. Es bietet auf jeden Fall eine Menge Stoff zum Nachdenken. Die äußerst düsteren Zukunftsaussichten wirken erschreckend real und man bekommt beim Lesen ein richtig mulmiges Gefühl.

    David Mitchell lässt mit diesem Buch keine Wünsche offen. Es ist perfekt.

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  • Eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte ...
    Eine Kundin / Ein Kunde aus Neuss, am 11.06.2014
    David Mitchell eröffnet seinen Roman mit dem Pacifiktagebuch von Adam Ewing, einem jungen amerikanischen Anwalt, der um 1850 Ozeanien erforscht. Doch noch ehe ich weiß, wohin die Reise geht, wohin mich die Geschichte bringt, endet sie mitten im Satz.
    Kurze Irritation. Ich blättre vor. Und zurück. Okay, sie endet mitten im Satz.
    Die nächste Geschichte besteht aus Briefen eines jungen Komponisten, der mit den Widrigkeiten seines Lebens kämpft und seinen Freund Sixsmith mehr als einmal um finanzielle Unterstützung bittet. Und während er in allen Einzelheiten die Umstände seiner Anstellung und der damit verbundenen Arbeits- und Lebensbedingungen beschreibt, erwähnt er das Tagebuch des Adam Ewing, das er in seinem Gästezimmer gefunden hat - leider ebenso unvollständig, wie ich es kenne. Dabei verwendet der Briefeschreiber eine gänzlich andere Sprache als der Verfasser des Tagebuchs. Auch diese Geschichte endet offen - wenn auch mit einem abgeschlossenen Brief.
    Allein dass Rufus Sixsmith, der Adressat der gerade gelesenen Briefe, direkt im ersten Satz der nächsten Geschichte wieder auftaucht, zwingt mich zum Weiterlesen.
    Neue Geschichte, neuer Erzählstil, neue Zeit, neue Figuren. Die Geschichte nimmt Fahrt auf, der Spannungsbogen steigt. Ich ahne, dass auch diese Geschichte bald endet, allerdings dieses Mal mit einem Cliffhanger - oder besser gesagt: mit dem Sturz der sympathischen Reporterin Luisa von der Brücke ...
    David Mitchell zeigt sein schriftstellerisches Können in den verschiedenen Geschichten, die er im Sprachstil, Tempo und Färbung immer wieder variiert, den Figuren, der Zeitepoche oder der Handlung anpasst, je nachdem, worauf er gerade sein Augenmerk richtet. Wie Matruschkas (die russischen Püppchen) schachtelt er eine Geschichte in der nächsten und bringt sie dann auch in umgekehrter Reihenfolge wieder zu Ende.
    Auf dem Klappentext heißt es:
    Sechs Lebenswege, die sich unmöglich kreuzen können: darunter ein amerikanischer Anwalt, der um 1850 Ozeanien erforscht, ein britischer Komponist, der 1931 vor seinen Gläubigern nach Belgien flieht, und ein koreanischer Klon, der in der Zukunft wegen des Verbrechens angeklagt wird, ein Mensch sein zu wollen. Und dennoch sind diese Geschichten miteinander verwoben. Mitchells originelle Menschheitsgeschichte katapultiert den Leser durch Räume, Zeiten, Genres und Erzählstile und liest sich dabei so leicht und fesselnd wie ein Abenteuerroman."
    "David Mitchell nimmt den Leser mit auf eine literarische Achterbahnfahrt. Und man wünscht sich, diese Reise möge nie enden." A.S. Byatt
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