Der Verlobte
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Der Verlobte

Vom Heucheln und Meucheln

von Christine Sylvester

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Der Verlobte

Der Verlobte

von Christine Sylvester

EAN: 9783866807587

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Eigentlich sollte es ein entspanntes Wochenende werden. Natürlich waren Lilly und Tillmann etwas nervös, schließlich war es das erste Treffen mit Lillys etwas exzentrischer Großfamilie. Aber der erste Abend lief ganz gut, das bisschen Sturm war nun auch nicht so schlimm und der einsam gelegene Gutshof strahlte heimelig im Licht der Gaslaternen. Als Lillys Cousine tot im Stall aufgefunden wird, scheint noch ein Unfall denkbar. Aber der Schnitt durch die Kehle des Cousins sieht nicht wirklich nach einem Problem beim Rasieren aus. Schnell bleiben immer mehr Plätze an der reich gedeckten Familientafel leer. Strom und Telefon fallen aus, an Hilfe von außen ist nicht zu denken. Wer lichtet so erbarmungslos die Reihen von Lillys Familie? Wer spielt falsch und wem kann Tillmann noch trauen? Ein famoser Krimispaß in bester angelsächsischer Tradition.
Christine Sylvester, geboren 1969 in Bielefeld, ist Diplomjournalistin und lebt als freie Autorin, Dozentin, Mutter zweier Kinder und Dosenöffnerin eines Schäferhundes in Dresden. Neben drei Dresden-Krimis um die Kommissarin Lale Petersen hat sie sich mit preisgekrönten Kurzkrimis einen Namen gemacht.

Produktdetails

ISBN-10: 3-86680-758-9
EAN: 9783866807587
Erschienen: 03.2011
Verlag: Sutton Verlag
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 120
Erschienen bei: Sutton Verlag
Spieldauer: 3632 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Christine Sylvester

Christine Sylvester, geb. 1969 in Bielefeld, ist Diplomjournalistin und lebt und arbeitet als freie Autorin, Berufsschullehrerin und Mutter zweier Kinder in Dresden.

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Heldenruhm und Schelmentum (S. 66-67)
Plötzlich hallte ein Schuss. Tillmann saß aufrecht im Bett. Da, noch ein Schuss, und noch eine ganze Salve! »Lilly!«, schrie er entsetzt und war mit einem Satz an der Tür. »Was'n los?« Lilly reckte ihren Lockenkopf und setzte sich im Bett auf. »Warum schreist du so?« Erleichtert ließ sich Tillmann zurück auf die Bettkante sinken.
Er konnte vor lauter Seufzen gar nichts sagen. Hatte er geträumt? »Was ist denn das für ein Krach da draußen?« Lilly rieb sich die Augen und blinzelte in das schwache Morgenlicht hinaus. »Du hast es also auch gehört?« Tillmann hatte seine Sprache wiedergefunden. Lilly nickte. »Klang wie ein Feuerwerk oder so.« In diesem Moment klopfte es an der Tür. »Kinder, zieht euch an!« Das war die Stimme der Großmutter. »In einer halben Stunde gibt es Frühstück!« Lilly griff nach ihrer Armbanduhr auf dem Nachttisch. »Es ist sechs Uhr«, maulte sie. »Und es ist Sonntag.« Sie ließ sich wieder in die Kissen plumpsen. Tillmann eilte ins Bad. Irgendetwas musste in dieser Nacht vorgefallen sein. Und er wollte so schnell wie möglich wissen, was.
Er verzichtete auf eine Dusche, putzte sich die Zähne und zog sich in Windeseile an. Während Lilly sich noch in den Kissen wälzte, betrat Tillmann bereits zehn Minuten später den Speiseraum und begrüßte die Großmutter. »Sie sind aber schnell«, sagte die alte Dame anerkennend. »Sie gefallen mir immer besser, mein lieber Tillmann. Welche Frau möchte schon einen Mann, der morgens stundenlang das Badezimmer belegt?« Er grinste schief.
»Lilly kommt sicher gleich nach«, sagte er und warf einen neugierigen Blick auf die volle Frühstückstafel. Er konnte keinen weiteren Brief entdecken, nur den für Mama-Lou. Der Großvater betrat in einem edlen Hausmantel den Raum. »Elende Sauerei!«, schimpfte er. »Karl-Gunter, wir wünschen dir auch einen guten Morgen«, sagte die Großmutter spitz. »Guten Morgen.« Das war Leopold, der gesenkten Hauptes hereinschlich und sich hinter seinen Stuhl stellte.

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