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Die Zeiten sind aus den fugen geraten. Der Sommer des Friedens und der Fülle, der zehn Jahre währte, neigt sich dem ende zu, und der harte kalte Winter hält Einzug wie ein grimmiges Tier. Die zwei großen Anführer, Lord Eddard Stark und Robert Baratheon, die lange Jahre den Frieden aufrechterhielten, sind tot. Da erscheint ein verhängnisvolles Omen am Himmel... Die seit langem erwartete Fortsetzung des alle Dimensionen sprengende Fantasy-Epos in der Tradition von J.R.R. Tolkien.
| Verkaufsrang: | 181 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-641-04716-1 |
| EAN: | 9783641047160 |
| Originaltitel: | A Clash of Kings (Pages 1-332) |
| Erschienen: | 28.07.2010 |
| Verlag: | Blanvalet Taschenbuch Verlag |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 576 |
| Übersetzer: | Andreas Helweg |
| Erschienen bei: | Blanvalet Taschenbuch Verlag |
| Übersetzt von: | Andreas Helweg |
| Spieldauer: | 1258 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
George R. R. Martin, geb. 1948 in Bayonne/New Jersey, veröffentlichte seine ersten Kurzgeschichten im Jahr 1971 und gelangte damit in der Science-Fiction-Szene zu frühem Ruhm. Gleich mehrfach wurde ihm der renommierte Hugo Award verliehen. Danach arbeitete er in der Produktion von Fernsehserien, etwa als Dramaturg der TV-Serie 'Twilight Zone', ehe er 1996 mit einem Sensationserfolg auf die Bühne der Fantasy-Literatur zurückkehrte: Sein mehrteiliges Epos 'Das Lied von Eis und Feuer' wird einhellig als Meisterwerk gepriesen. George R. R. Martin lebt in Santa Fe, New Mexico.
von einer Kundin/einem Kunden, am 28.01.2013
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von Damian Wischnewsky, am 28.04.2012
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von Kai Reinhard, am 04.03.2011
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von Thomas Schüller, am 03.12.2010
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DAENERYS (S. 413-414)
Auf den Mauern von Qarth schlugen Männer Gongs, um ihre Ankunft zu verkünden, während andere in eigentümliche Hörner stießen, die sich wie große bronzene Schlangen um ihre Körper wanden. Eine Kolonne Kamelreiter strömte als Ehrengarde aus der Stadt heraus. Die Reiter trugen kupferne Schuppenpanzer, Helme mit Schnauzen, kupfernen Hauern und langen schwarzen Schmuckfedern aus Seide. Sie saßen auf Sätteln, die mit Rubinen und Granaten verziert waren.
Ihre Kamele waren mit Decken in hundert verschiedenen Farbtönen verhüllt. »Qarth ist die größte Stadt, die es je gab und jemals geben wird«, hatte Pyat Pree ihr noch in den Ruinen von Vaes Tolorro erklärt. »Es ist der Mittelpunkt der Welt, das Tor zwischen Nord und Süd, die Brücke zwischen Ost und West, älter als jede Erinnerung der Menschheit, und so prächtig, dass Saathos der Weise sich die Augen ausstach, nachdem er Qarth zum ersten Mal erblickt hatte, da er wusste, alles, was er hernach schauen würde, würde im Vergleich dazu schäbig und hässlich sein.«
Dany hielt die Worte des Hexenmeisters für eine Übertreibung, obwohl man die Erhabenheit der großen Stadt nicht leugnen konnte. Drei starke, mit vielerlei Steinmetzarbeiten gestaltete Mauern umfassten Qarth. Die äußere bestand aus rotem Sandstein; sie war dreißig Fuß hoch und mit Tieren geschmückt, sich schlängelnden Schlangen, fliegenden Drachen, schwimmenden Fischen, die sich mit Wölfen aus den Roten Landen, gestreiften Pferden und riesigen Elefanten abwechselten.
Die mittlere Mauer, vierzig Fuß hoch, war aus Granit und stellte kriegerische Szenen dar: Schwerter und Schilde krachten aufeinander, Speere und Pfeile flogen, Helden standen im Gefecht, Kinder wurden niedergemetzelt, große Haufen von Toten wurden verbrannt. Die innerste Mauer hatte eine Höhe von fünfzig Fuß und war aus schwarzem Marmor errichtet, und ihre Reliefs ließen Dany erröten, bis sie sich sagte, sie sei eine Närrin. Schließlich war sie keine Jungfrau mehr; wenn sie also die Mordszenen der grauen Mauer betrachten konnte, warum sollte sie dann die Augen vor Bildern von Männern und Frauen verschließen, die sich dem Vergnügen hingaben?
Die äußeren Tore waren mit Kupfer beschlagen, die mittleren mit Eisen; doch die inneren waren mit Augen aus Gold gespickt. Alle öffneten sich vor Dany. Während sie ihre Silberstute in die Stadt lenkte, bestreuten Kinder ihren Weg mit Blüten. Sie trugen goldene Sandalen und bunte Farben auf der Haut, sonst nichts. Die Farbenvielfalt, die sie in Vaes Tolorro vermisst hatte, fand sie bei ihrem Einzug nach Qarth; um sie herum drängten sich phantastische Gebäude wie in einem Fiebertraum aus Rosa, Violett und Umbra. Sie ritt unter einem Bronzebogen hindurch, der wie zwei sich paarende Schlangen gestaltet war; ihre Schuppen waren zarte Flocken aus Jade, Obsidian und Lapislazuli. Schlanke Türme ragten höher auf, als Dany es je gesehen hatte, und prächtige Brunnen in Form von Greifen, Drachen und Mantikoren schmückten jeden Platz.
Die Qartheen säumten die Straßen und beobachteten sie von grazilen Balkonen aus, die zu zerbrechlich wirkten, um das Gewicht von Menschen zu tragen. Sie waren ein großes hellhäutiges Volk, in Leinen und Samt und Tigerfell gekleidet, und in Daenerys' Augen war ein jeder von ihnen ein Lord oder eine Lady. Die Gewänder der Frauen ließen eine Brust frei, derweil die Männer mit Perlen bestickte Seidenröcke bevorzugten. Dany kam sich in ihrer Löwenfellrobe und mit dem schwarzen Drogon auf der Schulter schäbig und barbarisch vor. Ihre Dothraki nannten die Qartheen »Milchmenschen«, weil sie so bleich waren, und Khal Drogo hatte stets von dem Tag geträumt, an dem er die großen Städte des Ostens plündern würde.