Archetypen der Seele

Eine Anleitung zur Erkundung der Matrix. Durchsagen aus der kausalen Welt

von Frank Schmolke, Varda Hasselmann

Buch

Taschenbuch (495 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Völlig überarbeitete Neuausgabe des Hauptwerks von Hasselmann und Schmolke


Jeder Mensch hat einen archetypisch vorgegebenen Seelenplan, eine individuelle Matrix. In diesem Grundlagenwerk werden 49 Grundenergien definiert, die die absolute Einmaligkeit, Unverwechselbarkeit und Einzigartigkeit sowie die Aufgaben jedes Menschen begründen. Dieses System der Seelenkunde dient der Selbsterkenntnis und hat inzwischen auch den Weg in die therapeutische Praxis gefunden.


Produktdetails

ISBN-10: 3-442-21929-9
EAN: 9783442219292
Erschienen: 18.10.2010
Verlag: Goldmann Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 495
Länge/Breite: 206mm/134mm
Gewicht: 595 g
Reihe: Goldmanns Taschenbücher
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Varda Hasselmann

Dr. Varda Hasselmann, Jg. 1946, bereitete sich nach dem Studium der Literaturwissenschaft und Mittelalterkunde zunächst auf eine Universitätskarriere vor. Doch sie folgte ihrer Berufung und machte ihre mediale Begabung zum Beruf. Seit 1983 arbeitet sie als Trance-Medium, gibt Seminare und hält Vorträge.

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Kundenrezensionen

  • Tiefgreifende Sichtweise der menschlichen Seele Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Selma Wattendorf, am 09.05.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Lassen sie sich bitte im Zweifelsfall nicht davon abschrecken, dass dieses Buch gechannelt ist - also von einem Höheren Wesen an ein menschliches Medium weiter gegeben wurde. Denn unabhängig von seiner spirituellen Herkunft bietet es so vollkommen bodenständige Informationen über unsere Seele, dass es bereits von vielen Therapeuten genutzt wird.
    Dieses Buch ist eine kostbare Fundgrube an Erkenntnissen über die Struktur unserer Seele, ihrer Absichten und Entfaltungsmöglichkeiten und den Fallstricken, in denen sie sich verfangen kann.
    Sieben Seelenrollen werden bis ins kleinste Detail beschrieben: Heiler, Künstler, Krieger, Gelehrter, Weiser, Priester, König.
    Jeder Leser wird sich mit einer dieser Seelenrollen besonders identifizieren können und wie in einem Spiegel sein eigenes Leben - und wie ihm geschieht - besser verstehen.
    Die Autoren empfehlen, sich liebe Mitmenschen zu suchen die das Buch parallel lesen und einem helfen sich richtig einzuordnen - was garantiert zu spannenden erhellenden Gesprächen führen wird.
    Der größte Verdienst des Buches liegt denn auch darin, eine unendliche Toleranz gegenüber Menschen zu ermöglichen, die man bisher einfach nicht verstehen konnte.
    Nehmen sie sich viel Zeit für dieses umfangreiche Werk - es wird in jedem Fall ihren Horizont erweitern....

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Vorwort
Seit seinem Erscheinen im Jahr 1993 hat unser Buch "Archetypen der Seele" überraschend große Resonanz gefunden, und es liegt heute bereits mit mehr als 80 000 Exemplaren vor. Auch durch Übersetzungen ins Englische, Portugiesische, Italienische, Russische und Ungarische hat sich die Vorstellung von der Realität seelischer Archetypen inzwischen verbreitet. So sehen wir uns mit Freude veranlasst, nach über zwanzigjähriger Erfahrung und gründlicher empirischer Überprüfung dieser Lehre von den seelischen Archetypen eine vollständig überarbeitete Fassung vorzulegen. Sie wurde auf den aktuellen Stand unserer eigenen Erkenntnisse gebracht und um vertiefende Informationen ergänzt, die wir in der Zwischenzeit erhalten haben.
Die Beachtung, die dieses Material gefunden hat - besonders durch Therapeuten vieler Schulen und Richtungen -, ist umso erstaunlicher, als die Texte durch ein Trance-Medium übermittelt wurden. Es handelt sich ausschließlich um Wortprotokolle von etwa 150 Durchgaben, die für die Veröffentlichung nur geringfügig überarbeitet wurden. Varda Hasselmann als Medium und Frank Schmolke als wissbegierig Fragender, der das zu Erkundende vorstrukturiert und jede Trance-Sitzung von Anbeginn begleitet hat, bilden eine Gemeinschaft, die zusammen mit ihrer »Quelle« seit fast drei Jahrzehnten Botschaften von hoher Kongruenz und unesoterischer Klarheit empfängt.
1983 stieß Frank in den USA auf eine Veröffentlichung, die uns beide gleichermaßen faszinierte: Messages from Michael.1 Dieses Buch hat unser Leben verändert. Es enthielt Botschaften von einer Instanz namens Michael mit den Grundzügen einer Archetypen-Lehre, »overleaves« genannt. Zwar konnten wir zunächst damit in der Praxis wenig anfangen, aber das in den »overleaves« erahnte ungeheure Potenzial ließ uns jedoch keine Ruhe. So begannen wir mit unseren eigenen medialen Nachforschungen. Wir hatten damals bereits Kontakt mit einer transpersonalen Wesenheit, die wir dazu befragen wollten. Von ihr ließen wir uns die in der amerikanischen Veröffentlichung genannten Begriffe erklären und konnten ihren Aussagewert in ausführlichen deutschsprachigen Erläuterungen zugänglich machen. Unsere 1991 und 1992 empfangenen Botschaften zu den seelischen Archetypen wurden im Beisein einer Gruppe von interessierten Zuhörern übermittelt, denen wir unseren Dank aussprechen. Es war dabei ein wichtiger Erkenntnisschritt, die menschliche Psyche, die mit dem Körper entsteht und vergeht, von der unvergänglichen Seele deutlich zu unterscheiden. Als Seele bezeichnen wir den ewigen Aspekt eines Menschenwesens. Sie ist nach Auskunft unserer »Quelle« jedoch kein mysteriöses Gebilde, sondern mittels präziser Kriterien durchaus zu beschreiben und zu verstehen. Sie gehorcht ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten, unterliegt dem Prinzip der Entwicklung und reichert sich im Laufe ihrer individuellen Geschichte mit Liebe und Erkenntnis an. Psyche ist hingegen ein nichtmaterielles Organ des sterblichen Körpers. Ihre Aufgabe ist die Verarbeitung von Ängsten, die zwar im irdischen Leben, nicht aber in der astralen Zwischenwelt vorkommen.* Unsere »Quelle« ermuntert uns seither, weiter zu fragen und zu forschen, und so sind inzwischen Tausende von Seiten mit Informationen aus der kausalen Bewusstseinswelt entstanden - allesamt zur Thematik der menschlichen Seele.
Bei »vernünftigen« Leuten trifft Medialität verständlicherweise auf Vorbehalte. Verbreitet ist andererseits auch eine gewisse naive Leichtgläubigkeit, die jegliche mediale Mitteilung ehrfurchtsvoll für absolute Wahrheit hält. Doch man sagte uns oft, dass die Erkenntnisse aus diesem Buch sowohl inhaltlich als auch sprachlich, sowohl emotional als auch intellektuell überzeugen können. Und sie scheuen keine praktische Überprüfung.
Psychotherapeuten, die diese Archetypen-Lehre kennen gelernt und in der Behandlung eingesetzt haben, berichten uns, dass die individuelle Matrix ihnen und ihren Klienten über die Bearbeitung von psychischen Angstphänomenen hinaus eine spezielle, ressourcenorientierte Dimension verleiht. Gerade das Kapitel zu den sieben Urängsten, mit denen sich jede Seele auseinandersetzt, einfach weil sie in einem Körper auf der Erde weilt, hat sich als besonders fruchtbare Ergänzung in der Therapie psychischer Störungen erwiesen.
Wir selbst haben die Aussagen unserer transpersonalen Informationsquelle an mehr als zweitausend Seminarteilnehmern auf ihre Gültigkeit und praktische Anwendbarkeit hin erproben können. In unseren Veranstaltungen ermitteln wir für jeden aus dem Inventar der neunundvierzig Archetypen die persönliche, unverwechselbare Seelenmatrix. Die meisten Menschen, die mit ihrer Seelenstruktur in Kontakt kommen, zeigen sich tief berührt. Die Archetypen benennen, was die eigene Seele ohnehin schon weiß. Nach einer Zeit der inneren Überprüfung hören wir Aussagen wie: »Jetzt kann ich mich selbst und die Mitmenschen mehr lieben und verstehen. Ich bin viel toleranter geworden. Es ist beglückend, dass ich so sein darf, wie ich bin. Ich ärgere mich weniger über andere. In mir entdecke ich eine neue Dimension. Zu erkennen, wie ich gemeint bin, schenkt meinem Dasein einen neuen Sinn.
Wer sich darauf einlässt, dieses Instrument der Selbsterkenntnis einzusetzen, erblickt sich in einem klaren Spiegel. Er findet nicht nur Zugang zu seinen Schattenseiten, um sie benennen und betrachten zu können. Die Matrix schenkt auch Lebensfreude und Zuversicht. Sie macht Mut, so zu sein, wie man ist. Vor diesem Hintergrund wünschen wir uns Leser, die diese Texte möglichst unvoreingenommen auf ihre Qualität und ihre Nutzbarkeit hin einschätzen - unabhängig davon, wie sie entstanden sind.
Wir verwenden die Begriffe Archetyp und Seele in dem Bewusstsein, Jahrtausende alte Vorstellungen wieder aufzugreifen und sie mit neuem Sinn füllen zu wollen. Archetyp meint in der ursprünglichen griechischen Wortbedeutung etwa so viel wie »das von Anfang Geprägte«, und genau davon ist in diesem Buch die Rede. Nach den Informationen unserer kausalen »Quelle« geht die Entscheidung der Seele für ihr Seelenmuster der Zeugung voraus. Wir möchten in diesem Zusammenhang betonen, dass es sich bei der Archetypen-Lehre nicht um ein Glaubenssystem und auch nicht um eine »esoterische« Weltanschauung handelt. Vielmehr bietet sie Informationen, die überprüfbar sind und ganz konkreten
Nutzen für den Einzelnen haben können, ganz gleich, welcher Kultur er entstammt oder auf welche religiöse Prägung er zurückblickt. Die äußerst präzise, inhaltlich und formal schlüssige Siebenerstruktur dieses Systems erlaubt neuartige Einblicke in eine Ordnung der seelischen Welten. Hier kann eine nichtmenschliche Informationsquelle, die transzendente Bereiche überschaut, ihre besondere Hilfestellung geben.
Archetypen und individuelle Matrix bieten ein hochdifferenziertes Modell. Mit ihren millionenfachen Kombinationsmöglichkeiten beschreibt es die absolute Einmaligkeit und Einzigartigkeit eines jeden Menschen - eben seine seelische Identität. Das persönliche Seelenmuster, vergleichbar seinem biologischen Gegenstück, dem »genetischen Fingerabdruck«, enthält wie ein Samenkorn das Abbild der gesamten Entfaltungsmöglichkeiten - in sich begrenzt, aber doch von immenser Strahlkraft. Seelenfamilie und Seelenwege können als ergänzende Faktoren berücksichtigt werden.
Die »Quelle« ist uns durch ihr Wissen und ihre Weisheit ein liebevoller Lehrer und Wegbegleiter geworden. Wir danken allen, die sich mit der neuen Lehre von der menschlichen Seele beschäftigt haben und von denen wir lernen durften, wie sie in die gelebte Wirklichkeit umzusetzen ist. Seele galt bislang als etwas Nebulöses, Unfassbares. Die Lehre von den Archetypen leistet einen Beitrag, um die Realität der Seele besser zu verstehen.


Zur Einführung
Die Quelle:
Jeder Mensch trägt seine Matrix in sich wie sein Erbgut und richtet sich in jedem Augenblick nach ihr aus. Dies geschieht in aller Regel durch die treibenden Kräfte des Unbewussten und erfüllt so ganz von selbst seine Funktionen. Wenn ihr Menschen jedoch bewussten Zugang zu eurem Seelenmuster, zu den Archetypen eurer persönlichen Matrix, finden könnt, eröffnen sich euch Pforten zu eurem Inneren, die sonst verschlossen bleiben müssen. Eine solch mentale und emotionale Einsicht in euer Wesen schenkt eine überwältigende Fülle von Antworten auf die eine große Frage, die jeden bewegt, der sich aufmacht, einen spirituellen Weg zu gehen. Es ist die Frage nach der Selbsterkenntnis, die Frage: »Wer bin ich?« Wichtig ist dabei, zu begreifen, dass das Seelenmuster sich grundsätzlich von psychischen Mustern unterscheidet, obgleich es eine Reihe von Berührungspunkten gibt. Denn solange ihr im Körper seid, wird sich Seele vorwiegend über Psyche manifestieren.
Die Matrix, bestehend aus einer spezifischen Kombination von Archetypen, beschreibt euren Kern, das Wesentliche, das Eigentliche; sie zeigt das, was ihr mitbringt, und das, was euch ausmacht. Sie ist das Ergebnis einer Entscheidung der Seele, und deshalb birgt sie in sich eine Sinnhaftigkeit, die sich von der Bedeutung psychischer Muster grundlegend unterscheidet. Diese Matrix enthält euer gesamtes, gereinigtes Potenzial und die Möglichkeiten eurer seelischen Entfaltung in einem einzelnen Leben, in einem bestimmten existenziellen Kontext. Sie ist auch ein Abbild eurer Grundenergie. Das psychische Muster hingegen ist bereits Resultat von Erlebtem und Gelebtem. Es setzt sich zusammen aus den Ereignissen und ihrer Verarbeitung, aus den Traumata, Freuden und Prägungen. Es produziert Reaktionen und Verhaltensweisen. Das psychische Muster grenzt euch ein, während das seelische Muster euch das Potenzial eures weitesten Radius aufzeigt. Obschon das Seelenmuster sich, solange eure Seele sich in einem menschlichen Körper befindet, auch psychisch manifestieren muss, so soll doch darauf hingewiesen werden, dass es nicht in gleicher Weise wie die beschreibbaren Reaktionen der Psyche eine Zwangsläufigkeit und Geschichte aufweist, sondern einen Freiraum beschreibt, innerhalb dessen ihr euch entfalten könnt und der euch eine Dimension zur Verfügung stellt, in der ihr wirklich ihr selbst sein könnt, statt euch als Produkt der Verhältnisse zu empfinden.
Alle Konstanten und Variablen der Matrix gestalten diesen Freiraum durch eine Polarisierung, die jedoch nicht linear, sondern vieldimensional vorzustellen ist. Diese Pole, mit + und - gekennzeichnet, beschreiben die fließenden Bereiche von Liebe und Angst, von mehr Liebe und weniger Angst, von mehr Angst oder weniger Liebe. Eure Freiheit besteht darin, euch zwischen diesen Polen zu bewegen, eure Bewusstheit und Erkenntnisfähigkeit einzusetzen, um eure Position in diesem Raum jeweils zu lokalisieren, zu werten und zu verstehen. Die Gewissheit, dass euch unbedingt und unablässig der gesamte riesenhafte und hochdifferenzierte vieldimensionale Raum zwischen den Polen von Liebe und Angst zur Verfügung steht, sei euch Trost und Richtlinie zugleich. Euer Wunsch zu wachsen, euer Wille, euch zu entwickeln, eure Sehnsucht, auf dem Pfad voranzuschreiten, entwirft eine Orientierungskarte, mit Hilfe derer ihr euch in diesem Raum zurechtfinden könnt.
Die Matrix ist ein Modell eurer inneren Welt. Diese Welt ist eine andere, als es die psychischen und physischen Welten sind, und doch ist sie keine Gegenwelt.
Alle drei Dimensionen stehen miteinander in Verbindung. Sie arbeiten zusammen und können miteinander in Einklang gebracht werden. Der Unterschied besteht darin, dass die seelische Dimension eures Daseins gestaltet wurde, als ihr körperlos wart in den zeitlosen Zeiten und raumlosen Räumen zwischen den Leben; die psychische Dimension bezieht sich hingegen auf das Werden eurer Persönlichkeit innerhalb der eingekörperten Existenz. Deshalb ist das Seelenmuster von mehr Liebe und tieferer Sinnhaftigkeit geprägt als das psychische Muster.
Selbst wenn ihr alle Aspekte eures physischen und psychischen Daseins beschrieben hättet, würde euch doch die dritte Dimension eurer Existenz verhüllt bleiben: die Bedingungen und Voraussetzungen eurer seelischen Identität, einer Identität, die alle Leben im Körper umspannt und jenseits aller Körperlichkeit ihre Gültigkeit hat. Unser Anliegen ist es, euch diese dritte Dimension, die unerlässliche, unabweisbare Realität eures Seelenmusters, näherzubringen und euch damit die Möglichkeit einer tieferen, intimeren Beziehung zu eurer Seele zu eröffnen. Jedes Wort, das wir zu den einzelnen Bausteinen der Matrix, den Archetypen, übermittelt haben, dient diesem Anliegen.
Wenn ihr nun das, was wir euch zur Verfügung gestellt haben, für euch nutzen möchtet, bieten sich drei Vorgehensweisen an:
Die erste, schnellste Möglichkeit, euer Seelenmuster zu erkennen, besteht darin, nach der Lektüre ein kompetentes, mit dieser Struktur vertrautes Medium danach zu befragen und sich anschließend mit den entsprechenden Durchgaben zu befassen. Dieser Vorgang bewirkt ein plötzliches Freisetzen neuer Erkenntnisse, eine Nachdenklichkeit, oft auch einen Widerwillen und eine Abwehr, die allesamt fruchtbar sind und sich mit den alten Gewohnheiten der Psyche verbinden, die ihrerseits Rückwirkungen auf die bewusste Verankerung im Seelenmuster hervorbringen. Wenn ihr also euer Seelenmuster auf diese Weise erfahrt, könnt ihr einerseits davon ausgehen, dass wahrscheinlich kein Irrtum vorliegt. Andererseits seid ihr in der Verarbeitung, in der Betrachtung eures seelischen Wachstumsprogramms sehr auf euch selbst gestellt.
Die zweite Empfehlung, die wir aussprechen können, besteht darin, die Berührung mit dem eigenen Seelenmuster als Angebot für einen aufrichtigen, innigen Kontakt mit den Schichten des eigenen Inneren zu betrachten. Und wie ihr wisst, enthüllt sich dieses Selbst leichter, schneller und deutlicher, wenn ihr mit anderen Menschen, die sich selbst ebenso neugierig und ehrlich selbst erfahren wollen wie ihr, in Verbindung steht. Unsere Empfehlung richtet sich also darauf, dass ihr dieses Buch nicht allein, sondern gemeinsam mit anderen lest oder durcharbeitet, mit Menschen, die euch nahestehen oder die ein vergleichbares Interesse an ihrer seelischen Struktur zeigen, so dass ihr nicht nur auf eigene Vermutungen, auf hilflose Spekulationen und Wunschprojektionen angewiesen seid. Dieser Vorgang der gemeinsamen gründlichen Erforschung eurer seelischen Identität wird einige Zeit in Anspruch nehmen, doch wird diese Zeit zu den fruchtbarsten Perioden eures Lebens gehören. Vieles werdet ihr zuerst an anderen erkennen können, und andere werden bestimmte Merkmale an euch identifizieren. Sodann reift auch in euch die Erkenntnis. Die intensive Kommunikation, die aufmerksame Beobachtung, die neuartige Offenheit, die sich aus einer gemeinsamen Erforschung der einzelnen Matrixelemente entwickeln und die die Angehörigen einer Familie, die Mitglieder eines Freundeskreises oder die Teilnehmer an einer Matrixforschungsgruppe miteinander in Kontakt bringen, sind von unschätzbarem Wert und geeignet, das Leben mit einem neuen Leuchten zu erfüllen.
Wer drittens geneigt ist, sich auf ein Abenteuer einzulassen - in der Hoffnung, für die Unwägsamkeiten und Risiken symbolischer Wahrheitsfindung gut gerüstet zu sein -, kann gegebenenfalls Pendel oder Tarotkarten einsetzen. Jedoch muss man zugleich über eine gefestigte Kenntnis der eigenen Persönlichkeit verfügen, um mit Hilfe dieser Techniken Auskunft über Seelenrolle, Angstmerkmal, Entwicklungsziel und andere Aspekte der eigenen Matrix zu erhalten. Dabei sollte sehr sorgfältig darauf geachtet werden, dass nicht der Wunsch nach Selbstidealisierung oder die Sehnsucht nach einer letztgültigen Bestätigung persönlicher Wünsche die Wahrnehmung färbt. Wir möchten diese drei Möglichkeiten, die eigene Matrix zu ermitteln, mit drei Zugängen zum Hochgebirge vergleichen. Der erste Weg ist breit und bequem, er breitet sich vor euch aus wie eine Autostraße, und ihr geht ihn nicht aus eigener Kraft, kommt aber ohne Weiteres zum Ziel, indem ihr euch von geeigneter Seite unterstützen lasst. Die breite Straße wird von vielen befahren, es herrscht reger Verkehr, doch werden die Schönheiten der Landschaft und die Besteigung des Berges euch nicht sehr intensiv berühren. Oben angekommen, ist es an euch zu entscheiden, ob ihr sogleich wieder abreisen wollt, nachdem ihr einen kurzen Blick auf das Panorama geworfen und ein paar Züge aus der Zigarette genossen habt. Wenn ihr jedoch auf dem Gipfel Rast macht und euch mit dem Dortsein befasst, könnt ihr euch auf überraschende, beglückende, überwältigende Erlebnisse mit euch selbst freuen. Der Aufenthalt dort oben wird euch zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Ihr werdet diesen Ort liebgewinnen und versuchen, sooft, wie es euch möglich ist, zu ihm zurückzukehren.
Der zweite Zugang gleicht einem bewährten Wanderweg, der seit Jahrhunderten begangen wurde und von vielen darum bemühten Menschen gut erkennbar markiert wurde. Ihr werdet diesen Weg nicht allein gehen, doch ist euer Fortschreiten das Ergebnis eigener Bemühungen. Niemand fährt euch, niemand trägt euch. Ihr werdet ins Schwitzen kommen, ihr werdet rasten müssen und euch auch längere Verschnaufpausen gestatten wollen. Und wenn ihr einmal auf dem Weg anhaltet, wird es immer etwas Wichtiges und Schönes zu sehen geben. Ihr werdet bei jedem Schritt und bei jeder Rast eine gewachsene, innige Beziehung zu dem Boden der Landschaft entwickeln, auf dem ihr steht, und zu der Landschaft, die euch umgibt. Einmal auf dem Gipfel angekommen, wird euch eine Befriedigung erfüllen, eine Freude über das Erreichte, eine Lust am Schauen, die sich nicht vergleichen lässt mit der Überraschung, die der Mensch empfand, der im Wagen hinauffuhr. Das Erleben des Wanderers ist verankert in seinem geduldigen, langfristigen Bemühen, das die körperliche Erfahrung und Veränderung mit einbezogen hat.
Der dritte Weg gleicht einer gefährlichen Kletterpartie. Ihr müsst euch mit Seil und Haken sichern. Es gibt Gefahren und Notsituationen, Anstrengungen und Erregungen, Absturzmöglichkeiten und die Notwendigkeit vollkommener Konzentration. Ihr befindet euch an einer Steilwand und werdet euren Blick auf den nächsten Halt richten. Es bleibt kaum Muße für eine Betrachtung der Landschaft und ihrer Schönheiten, doch die Herausforderung, der ihr euch stellt, indem ihr den steilsten Weg wählt und immer nach Halt suchend eure Lust im Klettern findet und nicht im Sitzen auf dem Gipfel, ist unvergleichbar und besitzt ihre eigene Schönheit. Ihr richtet euren Ehrgeiz auf einen gefahrvollen Alleingang, und sogar wenn andere mit euch angeseilt sein sollten, muss doch jeder mit höchster Verantwortlichkeit auf sich selbst achten.
Wenn ihr dann heil angekommen seid, werdet ihr über Erfahrungen mit euch selbst verfügen, die euch von den Reisenden auf anderen Wegen unterscheiden. Ihr wisst von Gefahren und den Möglichkeiten ihrer Bewältigung, die den anderen fremd sind, ihr könnt von Abenteuern berichten, die sie erstaunen werden, doch wird euch auch deutlich sein, dass eure Neigung, die Erstürmung des Gipfels der Selbsterkenntnis mit großen Anstrengungen zu verbinden, nicht jedermanns Sache ist.
Stellt euch also euer ureigenes Seelenmuster wie ein Gelände vor, das ihr gemäß eurer Eigenart, gemäß euren Bedürfnissen und Wünschen und Möglichkeiten, in unterschiedlicher Weise erkunden und erfahren könnt: allein, mit einem Führer oder gemeinsam mit einer Gruppe von Gleichgesinnten, getragen, geleitet oder aus eigener Kraft, schneller oder langsamer, oberflächlicher oder gründlicher. Vergesst jedoch nicht über allem eigenem Bemühen, dass ihr euch in einem Energiefeld bewegt und dass dieses Energiefeld in dem Maß, wie ihr euch ihm aussetzt, seine eigentümliche Wirkung im Wechselspiel mit euch entfaltet. So wie ihr, je höher ihr im Gebirge steigt, veränderten klimatischen Bedingungen unterworfen seid - frischerer Luft, unterschiedlichen Druckverhältnissen, den Wirkungen eurer Bewegungen -, so entfaltet auch das Energiegefüge der Matrix seine eigenen Kräfte. Die Tatsache an sich, dass ihr dieses Gelände erforscht, wird euch darin unterstützen, die Erfahrung zu vervollständigen. Verlasst euch darauf, dass verwandte, liebevolle Seelen, die sich nicht im Körper befinden, auf eure Schritte achten und euch behüten wie eine Bergwacht, die euch für alle Notfälle mit Wissen und Erfahrung zur Seite steht und gegebenenfalls eine Rettungsaktion in die Wege leiten wird.
Nun wollen wir euch einige Hinweise geben, die euch helfen sollen, die rechte Verbindung zu einzelnen Aspekten der Matrix zu finden.
Wenn ihr die sieben Seelenrollen und ihre Prinzipien betrachtet, solltet ihr euch daran erinnern, dass sie nicht das Vergängliche, sondern das Essenzielle beschreiben. Richtet euren Blick auf das, was in Gegenwart und Vergangenheit die größte Authentizität, die innigste Befriedigung, die positivste Ausstrahlung, die wärmsten Liebesgefühle in euch erzeugt hat, wenn ihr erfahren möchtet, welche Rolle die eure ist. Nicht das, was ihr gern wärt, um euer Ideal von euch selbst zu erfüllen, ist eure Essenz, sondern das, was ihr seid, was euch erfüllt, was euch glücklich macht. Falls es euch möglich ist, betrachtet auch die Bruchstücke und Informationen, die Erinnerungen und Vermutungen, die ihr mit anderen Existenzen, mit früheren Leben verknüpft, und leitet aus den unterschiedlichen Erlebnisformen und Lehren, die ihr daraus bezogen habt, Hinweise für eure Seelenrolle ab.
Wenn es nun aber darum geht, eure individuelle Grundangst mit Hauptmerkmal und Nebenmerkmal zu identifizieren, das heißt die größten Barrieren, die unbewussten Hemmnisse, die heimlichsten Schwierigkeiten in eurem Dasein, dann müsst ihr genau umgekehrt vorgehen. Betrachtet die sieben Urängste, und diejenige Angst, die in euch am meisten Widerwillen, am meisten Verachtung, am meisten Arger erzeugt, diejenige, die ihr unbedingt vermeiden möchtet, die euch peinlich ist, für die ihr die schärfste Strafe erwartet, ist mit größter Wahrscheinlichkeit die eure. Und vergesst nicht: Der Archetyp der Angst ist eine Maske für die darunter verborgene Basisangst. Diese Maske ist wie ein Schutz, der benötigt wird, um die Beklemmung, die Furcht, den Abgrund nicht wahrnehmen zu müssen.
Auch die Frage, welchen von den scheinbaren Pluspolen des Angstmerkmals ihr für die schönste, edelste Tugend haltet, ist eine Richtlinie, an der ihr euch orientieren könnt. Denn die größte Tugend wird, wenn sie in der Angst wurzelt, zu einer falschen Tugend, zu einer Untugend, die euch und andere unglücklich macht, obgleich sie verspricht, euch vor Unheil zu bewahren.
Das Entwicklungsziel wiederum beschreibt die entscheidenden Aspekte eurer Lebensthematik. Alles, was ihr lernen wollt und werdet, was ihr in den Mittelpunkt eurer Bemühungen, eurer Entwicklung und eurer Spiritualität stellt, wenn ihr ein wenig ehrlich mit euch seid, ist mit der Thematik des Ziels fest umrissen. Wenn ihr die sieben Entwicklungsziele daraufhin befragt, welches Thema sich am häufigsten, am deutlichsten, am lustvollsten und am schmerzhaftesten einen Widerhall in euch sucht, werdet ihr in vielen Fällen schon das rechte gefunden haben. Erneut ist zu beachten, dass es nicht und niemals um die Erfüllung eines idealen Anspruchs oder fremder Normen geht, sondern einzig und allein um das, was eure Seele sich vorgenommen hat zu lernen. Und da der Wille zu lernen aus den Urkräften der Göttlichkeit gespeist wird, ist die Thematik, die euch die jeweilige körperliche Existenz entgegenbringt, eindeutig, unverwechselbar und in ihren unbegrenzten, mannigfaltigen Aspekten leicht zu erkennen.
Der Modus ist die Quelle eurer Kraft. Überprüft, mit welchem Modus ihr euch gesund, geerdet, geeint fühlt, welcher Modus euch Natürlichkeit, Spontaneität und ein aufrichtiges Gefühl euch selbst gegenüber vermittelt. Ihr seid, wie ihr seid.

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