Tote Mädchen lügen nicht

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010, Kategorie Preis der Jugendlichen

von Jay Asher

Buch

gebunden (282 Seiten)

8. Auflage

Sprache: Deutsch

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Die Stimme der Toten, ein Ruf nach Leben


Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf "Play" - und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...


Ein Roman, der unter die Haut geht.


Pressestimmen:

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: "Tote Mädchen lügen nicht" verdreht den Weltbestseller "P.S. Ich liebe Dich". Die Nachrichten einer Toten kommen hier nicht aus Liebe, sondern als Anklageschrift, als lauter Schrei, als Bitte mit seinen Mitmenschen einfühlsamer, ehrlicher und respektvoller umzugehen. Was treibt einen jungen Menschen dazu, seinem Leben ein Ende zu setzten? Missachtung, Gefühlskälte, Desinteresse, Isolation. "Tote Mädchen lügen nicht" ist ein Buch für die Jugend von heute, das aber dringend auch den Erwachsenen ans Herz zu legen ist. Denn alle Generationen können von dieser Geschichte lernen! Wenn Sie das Buch aufschlagen, also Play drücken, können Sie den Strudel nicht mehr stoppen, in den Sie gezogen werden.

Produktdetails

ISBN-10: 3-570-16020-3
EAN: 9783570160206
Originaltitel: Thirteen Reasons Why
Erschienen: 16.03.2009
Verlag: Cbt
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 8. Auflage
Seitenzahl: 282
Länge/Breite: 215mm/135mm
Gewicht: 463 g
Altersempfehlung: ab 13
Übersetzer: Knut Krüger
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Jay Asher

Jay Asher bekam die Idee zu seinem ersten Buch während einer Audioführung in einem Museum. Er war fasziniert von der Stimme in seinem Ohr, die ihm erklärte, was er sah. Der Autor lebt in Kalifornien.

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Buchhändlertipps

  • einfach nur fessselnd Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Renate Strohmayer, am 01.05.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

    Jay Asher ist hier ein außergewöhnliches Buch gelungen. Anhand von Kassetten erzählt das Mädchen Hannah ihre Geschichte - sie schildert die Vorkommnisse die sie in den Selbstmord getrieben haben. Parallel dazu entwickelt sich Clay, der dem Inhalt fassungslos folgt und seine Rolle in den Geschehnissen zu finden versucht.

    Dieses Buch zeigt wie sich scheinbar harmlose Zwischenfälle zu schwierigeren und sogar ausweglosen Situationen entwickeln können. Wenn der Stein erst mal ins Rollen gekommen ist, gibt es kaum noch eine Möglichkeit ihn zu stoppen.

    Dieses Buch legt man erst dann wieder freiwillig aus den Händen wenn man damit fertig ist
  • Klischeefreies Highschooldrama Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Inge Barigione, am 12.03.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Shopping City Seiersberg

    Ein Mädchen begeht Selbstmord und das Motiv bleibt ungeklärt. Hannah war augenscheinlich beliebt und glücklich, was ist also geschehen?
    Allein der sensible Protagonist Clay wird dieses Rätsel für uns lösen!
    Wochen nach Hannahs Tod erhält er ein Päckchen mit von ihr selbst besprochenen Kassetten. Auf ihnen erzählt Hannah von all den kleinen Gründen die sie in den Tod getrieben haben und Clay erkennt, dass er seine Mitschülerin vielleicht niemals richtig gekannt hat.
  • Ruf schädigend und vernichtend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Brigitte Schuster, am 03.01.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Wr. Neustadt

    Man weiß nie genau wie Menschen etwas aufnehmen, wenn man Gerüchte verbreitet. Hannah wehrt sich nicht ihren Mitmenschen gegenüber. Aber sie leidet immer mehr. Sie plant ganz gezielt ihren Selbstmord und hinterlässt ihr Vermächtnis anhand von Kassetten.

    Das Buch macht mich sehr betroffen, denn man merkt wie unüberlegt mit Mitmenschen umgegangen wird. Besonders junge Menschen in der Entwicklung sind sehr sensibel und suchen Ansprechpartner. Manchmal finden sie keine wie Hannah.
  • Tote Mädchen ... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sabine Homolka, am 21.10.2009 aus der Thalia-Buchhandlung in Pasching, Plus City

    Dieses Buch erzählt die traurige Geschichte eines unverstandenen Mädchens, dessen ganze Welt wegen eines Gerüchtes zu Grunde gegangen ist. Es ist beklemmend, schonungslos und ehrlich. Man kann sich, einmal angefangen, diesem Buch nicht mehr entziehen!

Kundenrezensionen

  • Gänsehaut pur! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sandra Holdinghausen, am 18.04.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe dieses Buch bis spät in die Nacht gelesen, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte. Unglaublich spannend und atemberaubend. Dieses Buch beschreibt was aus einem kleinen Gerücht entstehen kann. Eine Lawine, die nicht mehr gestoppt werden kann. Es geht um Hannah Baker, deren Probleme immer und immer größer werden und sie einfach keine Hilfe findet oder sich nicht helfen lassen will. Doch sie rächt sich auf ihre ganz bestimmte Weise und bleibt so im Gedächtnis ihrer Mitschüler, die sie jahrelang schickaniert, ausgenützt und gemobbt haben. Eine unbeschreibliche Geschichte über ein unbeschreibliches Mädchen.

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  • "Teenie-Kram" Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Philippe Nix, am 17.11.2012

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    Also, es ist schon einige Zeit her, dass ich das Buch gelesen habe, aber ich möchte mich hierzu dennoch mal äußern. Ich habe zu dem Buch nämlich viele gute Rezensionen gesehen und da ich der Meinung bin, dass zu jedem Werk viele verschiedene Meinungen hermüssen, kommt hier noch eine kleine Wertung meinerseits.

    In dem Buch geht es, soweit ich mich recht erinnere um ein Mädchen, das Selbstmord begangen hat und auf Kassette ihre Motive zum Suizid aufgenommen hat. Diese Kassetten werden dann an jeden weitergegeben, der (nach der Meinung des toten Mädchens) Mitschuld an ihrem Tot hat, bzw. daran, dass sie sich umgebracht hat.

    Das Buch habe ich im Rahmen einer Schullektüre gelesen. Es muss etwa in der 7. oder 8. Klasse gewesen sein. Das Buch sagt mir persönlich überhaupt nicht zu. Dazu trägt zum ersten meine persönliche Einstellung zum Thema "Suizid" bei und zum zweiten finde ich diesen ganzen (ich bezeichne es jetzt einfach mal so) Teenie-Kram etwas lächerlich. Eigentlich war das Werk ganz nett zu lesen, aber insgesamt hat der lachhafte Teil doch stark überwiegt.

    Dazu sollte ich vielleicht noch sagen, dass das wahrscheinlich auch von der Einstellung des Lesers abhängen kann. Es mag gerne sein, dass es Menschen gibt, die das, was ich abfällig als "Teenie-Kram" betitle als ein sehr wichtiges Thema sehen und meine moralischen Werte demnach im Frage stellen würden. Mir persönlich jedenfalls hat der Roman absolut nicht gefallen.

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  • :) Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anna Patrizia Beck, am 29.04.2012

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    Eigene Meinung:

    Klappen- bzw. Rückentext:
    Klappen- und Rückentext erzählen so gut wie dasselbe. Das mit den Zeichen ist durchaus originell.

    Aussehen und Titel:
    Durch das Rot, hebt sich die grüne Schrift gut ab. Das Buch hebt sich durch sein gesamtes Äußeres von anderen Büchern ab. Der Titel ist super…und durchaus wahr. 13 Striche stehen für die 13 Gründe.

    Inhalt:
    Die Idee, die Geschichte aus der Sicht einer Toten zu schreiben und dass diese vor ihrem Selbstmord alles aufzeichnet, was zu ihrem Selbstmord führte finde ich genial und einzigartig. Das allererste Kapitel ist etwas verwirrend, weil es da spielt, wo Clay die Kassetten bereits gehört hat, aber danach wird die Geschichte noch mal von Anfang an erzählt und wird wirklich genial.
    Die ganze Zeit fiebert man mit: Wann und wieso ist Clay auf den Kassetten zu hören? Wenn man es dann weiß, ist es aber nicht so, dass die ganze Spannung weg ist, das Buch ist durchgehen bis zum Ende spannend!!
    Es wird mit verschiedenen Schriften deutlich gemacht, wann es Clay und wann es Hannah ist, die erzählt. Doch hin und wieder ist man durch die schnell wechselnden Perspektiven doch etwas verwirrt. Aber das hält nicht lange an. Dass auch noch dokumentiert wird, wann Pause, Play, und Stopp gedrückt werden macht den Roman zusätzlich anschaulich.

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  • Tote Mädchen lügen nicht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Melanie Heureux, am 25.11.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Buch ist durchaus gut geschrieben, doch nach einer gewissen Zeit wird es ein bisschen langweilig. Doch dann kommt der Höhepunkt des Buches und es wird wieder spannend. Wegen der kleinen Langweiligkeit ziehe ich leider einen Stern ab.

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    von Melanie Heureux, am 25.11.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Buch ist durchaus gut geschrieben, doch nach einer gewissen Zeit wird es ein bisschen langweilig. Doch dann kommt der Höhepunkt des Buches und es wird wieder spannend. Wegen der kleinen Langweiligkeit ziehe ich leider einen Stern ab.

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  • Grandios Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von M. Völmeke, am 10.10.2011

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    Dreizehn Kassetten warten auf Clay Jensen. Diese Kassetten liegen in einem Schuhkarton, ohne eine Nachricht. Kein Absender.
    Nachdem Clay ein Abspielgerät gefunden hat beginnt für ihn die schlimmste Nacht seines bisherigen Lebens. Er hört die Stimme seiner toten Mitschülerin Hannah Baker. Sie begann Selbstmord. Auf den Kassetten schildert sie jedem seine/ihre Rolle im Leben der Hannah Baker. Was hat Clay getan? Welche Schuld trifft ihn an Hannahs Selbstmord?
    Beeindruckend und ohne jeglichen Schnörkel wird eine Geschichte erzählt, wie sie jederzeit passieren kann.

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  • 13 Kassetten Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von RottenHeart, am 03.08.2011

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    Schon am ersten Tag, als ich das Buch begonnen hab zu lesen, konnte ich kaum mehr aufhören. Es reißt einen so mit, weil man einfach die Geschichten der einzelnen Personen erfahren will.
    Mich persönlich haben diese "Pausen" sehr genervt. Da ich ja unbedingt wissen wollte, was als nächstes kommt, aber nein, Clay muss erstmal seinen Senf dazu geben, was er gerade davon hält. Klar is das verständlich, jeder andre würde das genauso tun, aber ich fand es trotzdem ein bisschen störend, weil es die spannung manchmal genommen hat.

    Ich kann das Buch nur weiterempfehlen! Weil man sich in manchen Situationen richtig reinversetzen kann da man ähnliche Erfahrung gemacht hat.

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  • Klasse Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Luise, am 27.07.2011

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    Man kann dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil es einfach so spannend und erschreckend ist.
    Der Leser bekommt tolle, wenn auch erschüternde Einblicke in das Leben eines verzweifelten jungen Mädchens.

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  • Super Buch!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 25.06.2011

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    Ich finde dieses Buch klasse!!!
    Das Buch ist sehr spannend geschrieben,sodass ich es innerhalb kürzester Zeit "verschlungen" habe.
    Besonders gefällt mir,wie die Kasetten in dem Buch quasi vorgelesen werden und es dazu immer wieder Komentare von Clay gibt.

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  • Super spannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von SannyShine, am 07.06.2011

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    Der Roman war super! Ich musste einfach immer wieder wissen, was als nächstes passiert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es war so fesselnd, man konnte förmlich spüren, was die betroffenen Personen empfunden haben und sich in sie hinein versetzen.
    Super Buch, kann ich nur Jedem wärmstens empfehlen.

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  • Was hätten Sie getan? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anke Klos, am 05.05.2011

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    Die Frage, wie ich wohl gehandelt hätte, musste ich mir sowohl während als auch nach dem lesen immer wieder stellen.
    So viele kleine, banale Dinge, die ein Leben so schwerwiegend verändern können.
    Wenn auch etwas erschütternd, ist dieses Buch absolut lesenswert.
    Für jeden der mal wieder eine Dosis Realität braucht ;-)

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  • Späte Einsicht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 20.04.2011

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Gruselig, wenn per Post die persönliche Abrechnung eines Mädchens kommt, das sich erst kürzlich umgebracht hat! Dieses Mädchen hieß Hannah Baker und das Paket erreicht alle, die dazu beigetragen haben, dass sie diesen Schritt tat. Im Paket befinden sich Kassetten, die das verstorbene Mädchen selbst besprochen hat …und sie beschönigt nichts!

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  • Spannung pur - Gefühlvoll und mitreißend! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ami Li Misaki, am 19.03.2011

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    Eines Tages, als er von der Schule nach Hause kommt, steht ein Päckchen vor Clay Jensons Tür. Es ist an ihn adressiert - kein Absender. In dem Päckchen befinden sich 13 Kassetten. Neugierig und ein bisschen nervös und ängstlich legt Clay die erste Kassette ein und traut seinen Ohren kaum: Dort spricht Hannah Baker, die sich erst vor kurzem das Leben genommen hat.

    Das Buch hat mich schon länger gereizt. Ich habe es mir aus unserer Bücherei ausgeliehen. Das Zitat der amerikanischen Buchhändlerin habe ich extra übernommen. Denn sie beschreibt Jay Ashers Buch ganz vortrefflich!
    Ich würde Tote Mädchen lügen nicht jetzt nicht mit Harry Potter vergleichen. Aber dieser Roman hat eine ähnliche Faszination auf mich ausgeübt. So sehr, dass ich es ebensowenig aus der Hand legen mochte. Schon lange hatte ich kein solches Buch mehr, obwohl ich dieses Genre eigentlich eher weniger lese.
    Ashers Schreibstil ist ganz einfach, jugendlich. Aber damit eben genau passend. Erzählt wird die Geschichte aus Clays Sicht - und aus Hannahs. Denn der Leser liest jedes Wort das Hannah auf die Kassetten gesprochen hat.
    Die Ereignisse um Hannah fesseln einen. Was treibt ein doch so lebenslustiges, fast freches Mädchen zum Selbstmord? Was steckt dahinter? Was war der Auslöser? Und vor allem fragt man sich doch immer eines: Was hat Clay damit zu tun? Warum bekommt auch er die Kassetten, die Hannah doch den "Schuldigen" an ihrem Tod geschickt hat?
    Von Clay bekommt man nämlich den Eindruck eines sehr netten, sympathischen Jungen, der vielleicht ein bisschen unsicher ist, aber trotzdem ein netter Kerl, ein normaler junger Mann.
    Ich möchte nicht zu viel verraten, denn einige Wendungen waren sehr überraschend. Man fühlt mit Hannah und Clay mit und kann sich in gewisser Weise schon in beide hineinversetzen.

    Kurz: Ein faszinierender Jugendroman, der sich mit dem Tabu-Thema Selbstmord beschäftigt. Kaum aus der Hand zu legen!

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  • Tote Mädchen lügen nicht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Stephanie Hurtig, am 08.09.2010

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    Ein absolut gelungener Debüt-Roman einer jungen Autorin. Es ist die Geschichte eines jungen Mädchens, Hannah, die an den Ansprüchen, die an sie gestellt wurden, zerbrochen ist. Ohne Hass bespricht sie 7 Kassetten, auf denen sie klarstellt, dass niemand direkt an ihrem Selbstmord Schuld hat. Sie möchte nur zum Ausdruck bringen, dass alles, was man sagt und tut, auch einen Reaktion mit sich bringt. Zusammen mit Clay hört man die Kassetten und gewinnt einen Einblick in Hannahs Seele und die Qualen die sie empfunden hat. Es ist ein sehr ergreifender Roman und an manchen Stellen erschütternd. Für mich ist es eines der besten Bücher. Es ist für Jugendliche ab 13 Jahren geeignet , sollte aber auch von Erwachsenen gelesen werden.

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  • gut gut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 24.07.2010

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    Meiner Meinung nach ist das Buch ziemlich gut.Es lässt sich leicht lesen, ist sehr verständlich geschrieben und anders als andere Bücher.
    Das Thema ist sehr interessant und auch ziemlich aktuell bzw. realitätsnah.
    Die geschichte hatte eine gewissen Spannung, man wollte stets wissen welche Gründe noch zu Hannahs Selbstmord geführt haben und die Erzählug aus Clays Sicht hat einen noch näher in die Situation gebracht.
    Trotz des ganzen Lobes gibt es auch einen Punkt der nicht ganz perfekt ist. Einige Ereignisse, die mit zu dem Suizid beigetragen haben, das heißt einige Personen etc., sind ziemlich "unlogisch" bzw. Dinge, die auch anders hätten aus der Welt geschafft werden können.
    Insgesamt ist das Buch sehr lesens- und empfehlenswert! Viel Spaß ;)

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  • Schön, nur manchmal nicht ganz nachvollziehbar Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 15.07.2010

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    Das Buch an sich ist eine gute Idee. Es ist auch sehr gut geschrieben; Clays Gefühle und Hannahs Leben. Jedoch fand ich die Sprünge zwischen Hannahs Geschichte und der Realität manchmal etwas nervig. Man musste dauernd umschalten und konnte sich nicht richtig in die Geschichte hineinversetzen. 13 Gründe gab es für Hannahs Selbstmord; viele davon waren nachvollziehbar und man fragte sich warum? warum musste das passieren und warum nahm sie sich danach das Leben? Andere konnte ich dann aber wieder nicht nachvollziehen; Warum Clay? Sie liebte ihn doch und dann tut sie ihm sowas an und entschuldigt sich später wieder. Manchmal kam mir Hannah wie ein kleines Kind vor, das sich nicht wären kann und nicht richtig drüber nachdenkt.
    Sonst war das Buch gut erzählt! Also gebe ich mal 4 Sterne.

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  • Tote Mädchen lügen nicht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Buchwurm, am 30.05.2010

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    Als Clay aus der Schule kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf "Play" - und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin, Hannah, für dier er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat.

    Mit Hannahs Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. 13 Gründe haben zu ihrem Selbstmord geführt. 13 Personen hatten ihren Anteil daran.

    Clay ist einer davon...

    Ich bin eher etwas enttäuscht von diesem Buch. Von der Story her hatte ich irgendwie mehr erwartet. Das Buch ist gut geschrieben, und für ein Jugendbuch ist es natürlich nicht schlecht, aber irgendwie... Ich weiß nicht... Hatte einfach eine bessere Geschichte erwartet. Kann gar nicht so genau beschreiben, was mich stört. Aber alles in allem reicht es nicht, um nachvollziehen zu können, warum sich das Mädel umgebracht hat.

    (Rezension vom 24.12.2009)

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  • Unterste Schublade! Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von bookmark, am 26.05.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Kompliment! Wunderbar gelesen. Aber!!!

    Hannah ist ein hübsches Mädchen, sie kommt in eine neue Stadt und möchte natürlich
    dazu gehören. Sie trifft sich mit einem vermeintlich netten Jungen und knutscht ein wenig rum.
    Weil der Junge damit angeben muss, hat sie schnell den (unbegründeten) Ruf, ich nenne es jetzt mal
    zum leichteren Verständnis, eines Flittchens weg.
    Auch bei der Wahl "schärfster Arsch des 1. Jahrgangs" ist sie ungewollt die Gewinnerin.
    Ein Spanner lauert ihr auf, den macht sie dann, natürlich total ungewollt und von der vermeintlich
    vertrauenswürdigen Freundin verleitet, noch so richtig heiß, der Ruf ist also komplett hin.
    Von dieser Freundin wird sie dann auch noch verraten, Hannah natürlich wieder komplett unschuldig
    und hilflos. Nicht zu vergessen, dass Hannah ja auch noch ungewollt (im Schrank versteckt) einer
    Vergewaltigung beiwohnen muss.... So reiht sich weiter ein "Tiefschlag" an den anderen.

    Hannah läuft einerseits komplett blauäugig durch die Landschaft, andererseits ist sie sich ihrer
    anziehenden Wirkung auf die Jungs in ihrem Alter schon auch bewusst.
    Und genau das macht das Buch unglaubwürdig und in meinen Augen zu "Schund".

    Ich (40) möchte auf keinen Fall die Sorgen und Nöte Jugendlicher abwerten, aber dieses Buch bedient
    hier eher "Altherren Fantasien" als dass es hilft.
    Hannah kann ja sehr wohl "Stop" sagen und sehr energisch zum Ausdruck bringen, was sie nicht möchte,
    die besprochenen Kassetten zeugen auch von einem eher energischen und intelligenten jungen Mädchen,
    dass sich nicht so leicht einschüchtern lässt.
    Ihre Not ist nicht wirklich nachvollziehbar, wenn sie freiwillig in Unterwäsche mit dem "Erzfeind"
    in den Whirlpool steigt und sich dann noch befummeln lässt und uns dann glauben machen will, dass sie
    den Jungen nur benutzt haben will. Was für ein Quatsch! Außerdem hat sie vorher den ihr anvertrauten
    Hund in den Schuppen gesperrt,weil der vor Angst unaufhörlich gebellt hat, das spricht auch nicht
    gerade für besondere Sensibilität. So energisch hätte sie mal gegen ihre angeblichen "Widersacher"
    vorgehen können.

    Dieses Buch war vielleicht sogar mal gut gemeint. Die Idee nicht schlecht, aber komplett falsch umgesetzt.
    Sollten wir unsere Jugendlichen nicht stark machen im täglichen Kampf gegen sexuelle Gewalt? Sollte ihnen
    nicht aufgezeigt werden, dass man sich wehren kann und soll und damit vielleicht viel mehr Ansehen
    erhält, als mit einem ansehnlichen Hintern (oder meinetwegen auch in Kombination)?
    Der Autor hat hier vielleicht sogar seiner ganz eigenen Fantasie freien Lauf gelassen, getreu dem Motto:
    Sex sells. Er hätte lieber helfen sollen, wenn Selbstmord als einzige Lösung angeboten wird, bei solchen
    alltäglichen Problemen, dann mache ich mir um die Jugendlichen echt Sorgen. Eltern von Hannah kommen in
    diesem Buch z.B. gar nicht vor.
    Der Autor hat hier, auf ganz niedrigem Niveau, als einzige Lösung den Selbstmord angeboten.
    Ist für mich unterste Schublade! Buch werde ich nicht empfehlen!

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  • nicht schlecht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Ani, am 15.04.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Einerseits eimpfand ich die Geschichte um Hannah als richtigen page-turner, weil man unbedingt wissen will, was noch alles passiert war und andererseit fiel es mir teilweise etwas schwer, ihre Gründe für den Suizid zu verstehen. Manchmal kam es mir vor, als würde sie krampfhaft nach einem Grund suchen. Es ist schwierig das zu erklären, vorallem weil dies natürlich von jedem etwas anders empfunden wird.

    Die Idee einen Suizid aus der Sicht des Selbstmörders zu schreiben, finde ich sehr interessant und macht die Geschichte auf jeden Fall lesenswert.

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  • Hochspannung! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Isabella Hauser, am 09.04.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Hannah Baker hat sich umgebracht und niemand weiss den Grund.

    Clay, ein Mitschüler der sehr für Hannah schwärmte, findet eines Nachmittags ein Päckchen mit 13 Kassetten.
    Als er anfängt die erste Kassette anzuhören, taucht er ein, in die Hintergründe, die Hannah dazu bewegt hatten, sich umzubringen.

    13 Kassetten sind es, und 13 Personen sind ebenfalls schuld an ihrem Selbstmord.

    Clay befürchtet das schlimmste, denn auch er hat Schuld an Hannahs schlimmen Ende...

    Ein sehr spannendes Buch für Jugendliche, das einen bis zum Schluss fesselt! Muss man gelesen haben!

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»Sir?«, wiederholt sie. »Wann soll das Paket ankommen?«
Mit zwei Fingern streiche ich mir über die linke Augenbraue. Das Pochen ist schlimmer geworden. »Spielt keine Rolle«, antworte ich.
Die Postangestellte nimmt das Paket. Derselbe Schuhkarton, der vor nicht mal vierundzwanzig Stunden auf meiner Veranda gelegen hatte, wieder eingeschlagen in eine braune Papiertüte, verschlossen mit durchsichtigem Klebeband, genau so, wie ich ihn bekommen hatte. Doch jetzt mit einem neuen Namen versehen. Dem nächsten Namen auf Hannah Bakers Liste.
»Was macht das?«, frage ich.
Sie legt das Paket auf eine Gummiunterlage und tippt etwas auf der Tastatur.
Ich stelle meinen Becher mit Tankstellenkaffee auf die Theke und blicke auf den Monitor. Ich ziehe ein paar Scheine aus meinem Portemonnaie, krame einige Münzen aus meiner Hosentasche und lege das Geld auf die Theke.
»Ich glaube, der Kaffee hat Sie noch nicht richtig wach gemacht«, sagt sie. »Ich bekomme noch einen Dollar.«
Ich schiebe einen weiteren Dollar rüber und reibe mir den Schlaf aus den Augen. Der Kaffee ist lauwarm, als ich daran nippe, was das Schlucken noch schwieriger macht. Aber ich muss irgendwie zu mir kommen.
Oder auch nicht. Vielleicht ist es das Beste, diesen Tag wie in Trance zu verbringen. Vielleicht ist das der einzige Weg, um ihn durchzustehen.
»Müsste morgen ankommen«, sagt sie. »Spätestens übermorgen.« Dann lässt sie das Paket auf einen Rollwagen fallen, der hinter ihr steht.
Ich hätte bis nach der Schule warten sollen. Ich hätte Jenny noch einen friedlichen Tag gönnen sollen.
Obwohl sie es nicht verdient.
Wenn sie morgen nach Hause kommt, wird sie ein Paket vor ihrer Tür vorfinden. Falls ihre Eltern schon da sind, wird es vielleicht auf ihrem Bett liegen. Sie wird genauso erstaunt sein wie ich. Ein Paket ohne Absender? War das ein Versehen oder beabsichtigt? Vielleicht von einem heimlichen Verehrer?
»Wollen Sie eine Quittung?«, fragt die Angestellte. Ich schüttele den Kopf.
Ein kleiner Drucker spuckt trotzdem eine aus. Ich sehe zu, wie sie den Beleg abreißt und in den Mülleimer wirft.
Es gibt nur ein einziges Postamt in der Stadt. Ich frage mich, ob es dieselbe Angestellte war, die auch die anderen auf der Liste bedient hat - diejenigen, die das Paket vor mir bekommen haben. Haben sie die Quittungen als makabres Souvenir behalten? Sie in ihren Wäscheschubladen versteckt oder an die Pinnwand geheftet?
Fast hätte ich es mir anders überlegt. Fast hätte ich gesagt: »Entschuldigung, könnte ich doch die Quittung haben?« Als Erinnerungsstück.
Doch hätte ich ein Erinnerungsstück gewollt, hätte ich ebenso gut die Kassetten überspielen oder den Stadtplan aufheben können. Aber ich will diese Kassetten nie wieder hören. Hannahs Stimme werde ich sowieso nicht mehr loswerden. Und auch die Häuser, die Straßen und die Highschool werden mich stets an sie erinnern.
Ich habe keine Kontrolle mehr darüber. Das Paket ist unterwegs. Ich verlasse das Postamt ohne Quittung.
Weit hinter meiner linken Augenbraue pocht mein Kopf immer noch. Wenn ich schlucke, brennt es säuerlich in meiner Kehle, und je näher ich der Schule komme, desto näher bin ich einem Zusammenbruch.
Ich will zusammenbrechen. Ich will auf den Bürgersteig sinken und in die Büsche kriechen. Denn unmittelbar hinter den Büschen macht der Fußweg eine Kurve und führt am Parkplatz der Schule entlang. Er durchschneidet eine Rasenfläche und läuft direkt auf das Hauptgebäude zu. Sobald man die Eingangstüren hinter sich gelassen hat, betritt man einen langen Gang, der an zahlreichen Schließfächern und Klassenzimmern vorbeiläuft, bis man schließlich die stets geöffnete Tür erreicht, hinter der die erste Stunde stattfindet.
Am Kopf des Zimmers, frontal zu den Schülern, befindet sich das Pult von Mr Porter. Er wird der Letzte sein, der ein Paket ohne Absender erhält. Und in der Mitte des Raumes, in der ersten Reihe links, steht der Stuhl von Hannah Baker. Leer.


GESTERN
EINE STUNDE NACH SCHULSCHLUSS


Ein Paket von der Größe eines Schuhkartons lehnt an der Haustür. Unsere Haustür hat nur einen schmalen Briefschlitz, alles, was größer als ein Stück Seife ist, muss draußen bleiben. Der hastig hingekritzelte Name auf der Verpackung adressiert das Paket an Clay Jensen, also hebe ich es auf und gehe hinein.
Ich trage das Paket in die Küche und stelle es auf die Arbeitsplatte. Ich öffne eine Schublade und nehme die Schere heraus. Dann schlitze ich das Paket mit der Schneide rundherum auf und öffne es. In dem Schuhkarton befindet sich ein länglicher Gegenstand, der in Luftpolsterfolie eingewickelt ist. Ich rolle sie auseinander und erblicke sieben Musikkassetten.
Jede Kassette ist oben rechts mit einer Nummer beschriftet. Die Farbe sieht aus wie Nagellack. Jede Seite trägt eine eigene Zahl. Die Seiten eins und zwei befinden sich auf der ersten Kassette, drei und vier auf der zweiten und so weiter. Die letzte Kassette ist auf einer Seite mit »13« beschriftet, die andere Seite ist leer.
Wer kommt nur auf die Idee, mir einen Schuhkarton mit Musikkassetten zu schicken? Wer benutzt heute noch Kassetten? Wo soll ich die überhaupt anhören?
In der Garage! Auf der Werkbank steht ein Gettoblaster. Mein Vater hat ihn auf dem Flohmarkt erstanden. Da das Teil schon uralt ist, macht es ihm nichts aus, wenn es mit Sägemehl bedeckt und mit Farbe bekleckst ist. Hauptsache, man kann damit Kassetten hören.
Ich ziehe einen Stuhl vor die Werkbank, lasse meinen Rucksack zu Boden fallen und setze mich hin. Ich drücke auf »Eject«. Eine Plastiklade schwingt auf und ich lege die erste Kassette ein.


KASSETTE 1: SEITE A
Hallo zusammen. Hier spricht Hannah Baker. Live und in Stereo.
Ich kann es nicht glauben.
Keine Wiederkehr. Keine Zugabe. Und diesmal auch absolut keine Forderungen.
Nein, ich kann es nicht glauben. Hannah Baker hat sich das Leben genommen.
Ich hoffe, ihr seid bereit, denn ich will euch die Geschichte meines Lebens erzählen. Genauer gesagt, warum mein Leben ein Ende fand. Und wenn ihr diese Kassetten hört, dann seid ihr einer der Gründe dafür.
Was? Nein!
Ich werde nicht verraten, welche Kassette wen von euch ins Spiel bringt. Aber keine Sorge, wer diese hübsche kleine Schachtel bekommen hat, dessen Name wird irgendwann auftauchen - versprochen!
Tote Mädchen lügen nicht!
Ist das etwa ein Abschiedsbrief?
Ihr lacht ja gar nicht. Sollte ein Scherz sein.
Bevor Hannah gestorben ist, hat sie diese Aufnahmen gemacht. Warum?
Es gibt nur zwei Regeln und die sind ganz einfach. Regel Nummer eins: Ihr hört zu. Nummer zwei: Ihr schickt die Kassetten weiter. Hoffentlich wird euch beides schwerfallen.
»Was hörst du da an?«
»Mom!«
Ich fingere aufgeschreckt an den Tasten herum und drücke mehrere gleichzeitig.
»Mensch, hast du mich erschreckt!«, sage ich. »Das ist nichts Besonderes. Nur ein Projekt für die Schule.«
Meine Standarderklärung. Wenn ich erst spät nach Hause kommen will - Schulprojekt. Wenn ich extra Geld brauche - Schulprojekt. Und jetzt die Kassetten eines Mädchens. Eines Mädchens, das vor zwei Wochen eine Handvoll Tabletten geschluckt hat.
Schulprojekt.

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