Der Hypnotiseur
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Der Hypnotiseur

von Lars Kepler

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Der Hypnotiseur

Der Hypnotiseur

von Lars Kepler

EAN: 9783838702209

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Weitere Artikelinformationen

Vor den Toren Stockholms wird an einem Sportplatz die Leiche eines brutal ermordeten Mannes entdeckt. Kurz darauf werden Frau und Tochter ebenso bestialisch getötet aufgefunden. Offenbar wollte der Täter die ganze Familie auslöschen. Doch
der Sohn überlebt schwer verletzt. Als Kriminalkommissar Joona Linna erfährt, dass es ein weiteres Familienmitglied gibt, eine Schwester, wird ihm klar, dass er sie vor dem Mörder finden muss. Er setzt sich mit dem Arzt und Hypnotiseur Erik
Maria Bark in Verbindung. Er will, dass Bark den kaum ansprechbaren Jungen unter Hypnose verhört. Bark hatte sich jedoch wegen eines traumatischen Erlebnisses geschworen, niemals mehr zu hypnotisieren. Aber es geht hier um ein
Menschenleben. Es gelingt ihm schließlich, den Jungen zum Sprechen zu bringen. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Herz gefrieren ...

Produktdetails

Verkaufsrang: 1.615
ISBN-10: 3-8387-0220-4
EAN: 9783838702209
Originaltitel: Hypnotisören
Erschienen: 12.2010
Verlag: Lübbe
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 604
Übersetzer: Paul Berf
Erschienen bei: Lübbe
Übersetzt von: Paul Berf
Spieldauer: 972 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Paul Berf

Paul Berf, geb. 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, KjellWestö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

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Buchhändlertipps

  • Sehr spannend!

    von Doris Oberauer, am 03.02.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Grieskirchen

    Ein Täter ,der eine ganze Familie bestialisch ermordet. Nur der fünfzehnjährige Sohn überlebt. Doch die Ermittler stellen fest, dass es noch eine erwachsene Tochter gibt. Um das Leben der Tochter zu retten, ziehen die Ermittler einen Hypnose Spezialisten herbei. Dieser soll den schwer verletzen Sohn unter Hypnose verhören. Was er dabei erfährt, gleicht einem Alptraum…
  • Weniger ist manchmal mehr

    von Marie-Therese Reisenauer, am 13.04.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

    Die Verlagsbeurteilung war knapp und vielsagend: "Todspannend und Hypnotisierend" - wieder
    einmal der gelungen Beweis, dass so manche Marketingleute ihr Geschäft als Übertreibung verstehen.
    Wobei ich dem Roman nichts Schlechtes nachsagen kann. Grundsolide geschrieben, wirklich
    spannend, aber bis zum Tod reicht es garantiert nicht. Weniger, wäre auch mehr gewesen, das
    Finale zieht sich wie ein Strudelteig, wobei allerdings doch einige überraschende Wendungen den
    Absturz in die Langeweile verhindern.
  • Spannung

    von Johanna Richter, am 05.12.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Linz

    In dem Umkleideraum auf einen Sportplatz wird ein Mann tot aufgefunden, ermordet.
    Als seine Familie verständigt werden sollte, wird seine Frau und die Tochter im Haus tot aufgefunden, auch brutal ermordet worden.
    Man nimmt an, dass die Absicht war, die ganze Familie auszulöschen.
    Doch der Sohn hat schwer verletzt überlebt, und als man weiß, dass es noch eine Tochter in der Familie gibt hat der Krimalkommisar Joona Linna es eilig sie zu finden, bevor der Mörder es macht.
    Der Sohn schwebt in Lebensgefahr, und um den Prozess zu beschleunigen wird der Arzt Erik Maria Bark dazu überredet, den Jungen zu hypnotisieren.
    Es fängt eine spannende Kette von Geschehnissen an, man kann das Buch nicht weglegen!
    Für alle Stieg Larsson- und sonstige Thriller-Fans!

Kundenrezensionen

  • Spannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Karin Harmel, am 20.04.2011

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    Das Buch schildert die Verstrickung des Hypnotiseurs Bark in einen grauenhaften Mordfall. Um den Mord an einer jungen Frau zu verhindern bricht er sein vor Jahren gegebenes Versprechen, nicht mehr zu hypnotisieren, und schlittert prompt in eine persönliche Katastrophe.
    Keplers Roman fesselt den Leser von der ersten Seite an und lässt ihn bis zur letzten Seite nicht mehr aus seinem Bann. Der Mordfall ist verhältnismäßig schnell aufgeklärt, öffnet aber die Tür zu einem anderen Fall aus der Vergangenheit. Die Handlungsfäden sind teilweise verwirrend, doch das Entwirren ist faszinierend und spannend.
    Die handelnden Personen, insbesondere das Ehepaar Bark, haben teilweise ganz ausgeprägte Macken. Nachvollziehbar bis zu einem gewissen Punkt bei Erik Maria Bark, bei Simone einfach im Verlauf des Buches immer nervender.
    Erfreulich ist der ständig nach Bestätigung heischende, aber sympathische Polizist Joona Linna.
    Alles in allem ist das Buch unterhaltend und lesenswert und ich gebe ihm 4 Sterne.
    Die groß angelegte Werbung für diesen Thriller hat nicht zu viel versprochen.

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  • Irgendwie anders... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Anja Bremer, am 20.02.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Was zu Beginn wie ein normaler Krimi aussieht, mündet schon recht bald in einer persönlichen Geschichte. Ein fesselndes Buch, das immer mehr an Fahrt gewinnt und nicht langweilig wird. Sehr zu empfehlen.

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  • Gelungenes Debüt! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Nicole Laquai-Hammam, am 14.02.2011

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    Hinter dem Pseudonym Lars Kepler verbirgt sich ein schwedisches Autorenpaar, das mit "Der Hypnotiseur" einen außerordentlich gelungenen Debüt-Thriller vorlegt. Er weicht ab von der üblichen Norm und überrascht mit vielseitigen Wendungen. Sicherlich ist er recht brutal geraten, viele Szenarien sind aber auch sehr emotional, absolut menschlich und durchaus realitätsnah sowie sozialkritisch. Abgesehen von kleinen dramaturgischen Holpersteinen fesselt Sie dieser Thriller mit Sicherheit spätestens ab Seite 60, soviel Zeit müssten Sie ihm geben - aber dann: Klasse! Ich denke, ess muss an den schwedischen Genen liegen, dass es dort so viele gute Krimi-Autoren gibt!

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  • Überraschend gut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von C. Badstübner, am 08.02.2011

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    Seit langem einer der besten Krimis, die ich gelesen habe. Sonst bin ich für die Skandinavier nicht so zu begeistern - aber dieses Debüt hat es in sich. Ich wollte gar nicht mehr aufhören. Spannend bis zum Schluß.

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  • Skandinavischer Must-Have Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Jascha Koch, am 07.02.2011

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    Der Hypnotiseur. Das ist Erik Maria Bark. Erik hat sich jedoch geschworen nie wieder jemanden zu hypnotisieren.
    Warum das möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Als in einem Haus eine ganze Familie niedergestochen wird und
    nur der Sohn unter Schock stehend und komatös überlebt entschließt sich Erik jedoch den Sohn zu hypnotisieren, um
    ein weiteres Familienmitglied zu retten. Erik hypnotisiert den überlebenden Jungen, doch dieser vermittelt der Polizei kein
    Gesicht des Täters - er sagt unter Hypnose, dass er in einem Rausch seine Familie zerstückelt und danach sich halb tot
    gestochen hat...

    Sie merken schon, der Hypnotiseur ist nichts für schwache Gemüter. Der Autor kreiert eine düstere, beängstigende
    Atmosphäre. Gleichzeitig kommen im Laufe des Buches verschiedene Handlungsstränge dazu, die der Autor gut verknüpft. In der
    ersten Hälfte des Buches baut Kepler die Spannung sehr gut auf, behält sie dann bei und führt den Leser zu einem würdigen Finale! Viel Spaß beim gruseln!

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  • Rasant!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von T. Ehlert, am 18.01.2011

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    Dieses packende Krimi-Debüt des hierzulande noch unbekannten schwedischen Autorenduos (der Name Lars Kepler ist ein Pseudonym) lässt keine Wünsche offen. Interessante Charaktere und eine nervenaufreibende Handlung mit vielen unerwarteten Wendungen machen „Der Hypnotiseur“ schon früh im Jahr zu einem der Top-Krimis 2011!

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  • Fiese Spannung! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Melanie Winkler, am 28.12.2010

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    Sie mögen Stieg Larsson und Adler Jussi Adler-Olsen? Dann werden Sie diesen Thriller lieben! Kepler bietet mit dem "Hypnotiseur" eine tolle Mischung aus abgründiger Fiesheit, Brutalität und Spitzen-Spannung. Klar gezeichnete, interessante Figuren und gelungene Dialoge perfektionieren das Bild. Unbedingt lesen!

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  • Überzeugendes Debut aus der schwedischen Krimischmiede... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Moritz Revermann, am 15.12.2010

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    Das Reservoir guter Krimiautoren scheint in Schweden unermesslich und so betritt jetzt mit dem Ehepaar Ahndoril, die hinter dem Pseudonym Lars Kepler stehen, eine neue Stimme die deutsche Krimibühne.

    'Der Hypnotiseur' bietet klassischen und spannenden Krimistoff, der bs zur letzten Seite gut durchkomponiert wurde. Hervorzuheben bleibt der finnische Kommissar Joona Linna, der dem Buch eine besondere Note verleiht. Natürlich ist es wieder ein eigenwilliger Einzelgänger, aber Linnas Charakterzüge machen ihn zu einem durchaus sympathischen und eigenständigen Ermittler. Bin schon sehr gespannt auf den nächsten Fall, denn oft beweist sich ja erst mit dem zweiten Buch die Qualität des Autoren(duos). Ob der Hypnotiseur Erik Maria Bark dann auch wieder eine tragende Rolle spielen wird? Aber ersteinmal gute Unterhaltung mit diesem gelungenen Debut!

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  • Gott Hypnos , der Zwillingsbruder des Todes Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Manuela Quarz, am 14.12.2010

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    Hier kommt vieles zusammen, was den Leser hypnotisiert, - neue Erkenntnisse auf dem Fachgebiet Hypnose und Traumataforschung, eine hochsensible Ermittlungsarbeit und natürlich nicht zu vergessen, die Geschichte selbst....sehr gelungen und spannend aufgebaut ! Joona der Ermittler und Erik der Arzt arbeiten an unterschiedlichen Punkten und fügen das Ganze doch zusammen, tolle Idee und erzeugt einen regelrechten Sog ! Das Selberlesen lohnt sich,- versprochen...

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  • Nebenbei erfährt man einiges über Hypnose Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Martina Denzer, am 13.12.2010

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    Ein spannender, vielschichtiger Thriller, sehr gut erzählt. Spätestens beim Showdown weiß man, daß man Filmstoff in Händen hält. Glückwunsch an das Autorenpaar.

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  • Hypnotisierend! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sabrina Hermes, am 13.12.2010

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    Dieses Buch wird Sie, einmal begonnen, nicht wieder loslassen!

    Erik Maria Bark, Arzt und Hypnotiseur, soll bei einem schwer verletzten Jungen Hypnose anwenden, um den bestialischen Mord an seiner Familie aufzuklären und seine verbliebene Schwester retten zu können. Doch was der ersten Hypnose alles folgt, dass hätte sich Erik Maria Bark in seinen schlimmsten Albträumen nicht ausmalen können. Die Geschichte führt unter anderem tief in seine Vergangenheit, zurück zu seiner letzten Hypnose, die schwerste Konsequenzen für alle Beteiligten hatte...

    Aber lesen sie selbst. Es ist kaum in Worte zu fassen, wie spannend dieses Buch ist. Um es dem Titel entsprechend auszudrücken: Wahrlich hypnotisierend. Spannend wie Sebastian Fitzek, gut recherchiert wie Stieg Larsson, Thrillerfans werden hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Begleiten sie Erik Maria Bark am besten bald in die Abgründe der menschlichen Seele...

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20. Freitagabend, der elfte Dezember (S. 140-141)
Als Joona die Intensivstation des Karolinska-Krankenhauses betritt, ist es ausnahmsweise nicht vollkommen still. Auf der ganzen Station riecht es nach Essen, und ein Wagen mit Kochtöpfen aus rostfreiem Stahl, Tellern, Gläsern und Besteck steht vor dem Aufenthaltsraum. Darin hat jemand den Fernseher eingeschaltet, und Joona hört das Klirren von Porzellan.Er denkt daran, dass Josef die alte Kaierschnittnarbe auf dem Bauch seiner Mutter aufgeschnitten und sich seine eigene Passage zum Leben geöffnet hat, die Passage, die ihn dazu verurteilte, mutterlos zu sein, die dazu führte, dass seine Mutter sich ihm niemals verbunden fühlte.Josef spürte früh, dass er anders war als die anderen Kinder, er war allein. Die Einzige, die ihm mit Liebe und Fürsorge begegnete, war Evelyn.
Er konnte es nicht akzeptieren, von ihr zurückgewiesen zu werden. Das kleinste Anzeichen von Distanz stürzte ihn in Verzweiflung und rasende Wut, und sein Zorn richtete sich immer häufiger gegen seine von allen so innig geliebte kleine Schwester.Joona nickt Sunesson zu, der vor Josef Eks Zimmer steht, und betrachtet durch das Türfenster das Gesicht des Jungen. Der Urinbehälter des Blasenkatheters ist halbvoll, und ein schwerer Infusionsständer, der direkt neben dem Bett steht, versorgt Josef mit einer Infusionslösung und Blutplasma. Die Füße des Jungen lugen unter der hellblauen Decke heraus, seine Fußsohlen sind schmutzig.
Der Fernseher läuft, aber Josef scheint nicht hinzusehen.Lisbet Carlén ist schon im Zimmer. Sie hat Joona noch nicht gesehen, sondern steht am Fenster und klemmt eine Spange in ihren Haaren fest.Eine von Josefs Wunden blutet wieder, und das Blut läuft den Arm hinunter und tropft auf den Fußboden. Eine ältere Krankenschwester zusammen, wäscht das Blut ab und verlässt anschließend das Zimmer.»Entschuldigung«, sagt Joona und holt die Krankenschwester im Flur ein.
»Ja.«»Wie fühlt er sich, wie geht es Josef Ek?«»Sprechen Sie mit der behandelnden Ärztin«, antwortet die Frau und geht weiter.»Das werde ich tun«, sagt Joona lächelnd und eilt ihr hinterher. »Aber ... ich würde ihm gerne etwas zeigen ... kann ich ihn hinfahren, in einem Rollstuhl, meine ich ...«Die Krankenschwester schüttelt den Kopf und bleibt abrupt stehen.»Der Patient darf auf keinen Fall bewegt werden«, sagt sie streng. »Was sind das für Dummheiten, er hat starke Schmerzen und kann sich nicht bewegen, wenn er sich aufsetzt, könnte das neue Blutungen auslösen.«
Joona Linna kehrt zu Josefs Zimmer zurück. Ohne anzuklopfen, geht er zu dem Jungen hinein, greift nach der Fernbedienung, macht den Apparat aus, schaltet das Aufnahmegerät ein, leiert Zeit und Datum und die Anwesenden im Zimmer herunter und setzt sich auf den Besucherstuhl. Josef öffnet seine schweren Augen und betrachtet ihn mit sanftem Desinteresse. Die Bülowdrainage produziert ein recht angenehmes, leise blubberndes Geräusch.
»Du müsstest eigentlich bald entlassen werden«, sagt Joona.»Darauf freue ich mich«, erwidert Josef schwach.»Allerdings kommst du dann in Untersuchungshaft.«»Lisbet hat gesagt, dass der Staatsanwalt nicht bereit ist, etwas zu unternehmen«, sagt der Junge mit einem Blick auf die Sozialarbeiterin.»Das war, bevor wir einen Zeugen hatten.«Josef schließt sanft die Augen.»Wer ist das?«»Du und ich, wir haben uns ziemlich viel unterhalten«, sagt Joona. »Aber vielleicht möchtest du Teile deiner Aussagen ändern oder Dinge ergänzen, die du noch nicht gesagt hast.«»Evelyn«, flüstert er.»Du wirst für eine sehr lange Zeit nicht mehr herauskommen.«»Du lügst.«

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