Ruhelos. Sonderausgabe
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Ruhelos. Sonderausgabe

Roman. Ausgezeichnet mit dem Costa Novel Award 2006

von William Boyd

Buch

gebunden (367 Seiten)

3. Auflage Sonderausg.

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Was geschieht, wenn alles, was man über seine Mutter zu wissen glaubte, sich plötzlich als Trugbild erweist?

In dem langen heißen Sommer 1976 erfährt Ruth Gilmartin, dass ihre Mutter Sally in Wirklichkeit Eva Delektorskaja, eine russische Emigrantin und ehemalige Spionin, ist.

Oxford, 1976. Ganz England stöhnt über die Hitze, doch Ruth Gilmartin ist vor allem um ihre Mutter besorgt: Ständig beobachtet Sally den Wald hinter ihrem Garten, das Telefon beantwortet sie nur nach vereinbartem Klingelsignal und das Haus verlässt sie - obwohl unversehrt - nur im Rollstuhl. Schließlich eröffnet sie ihrer Tochter, dass jemand sie töten wolle. Ihr wahrer Name sei Eva Delektorskaja und sie habe im Krieg als Spionin gearbeitet. Paris, 1939. Eva, eine schöne russische Emigrantin, wird von dem geheimnisvollen Lucas Romer für den britischen Geheimdienst angeworben. Sie soll die Arbeit ihres geliebten Bruders Kolja, der von den Nazis ermordet wurde, weiterführen. Unter Romers Anleitung wird sie zur perfekten Spionin ausgebildet, die schnell lernt, sich zuverstellen und - niemandem zu trauen. Ruhelos ist ein Spionageroman und literarisches Meisterwerk. Es vereint die emotionale Intensität eines Ian McEwan mit der Spannung eines John le Carré. William Boyd stellt die zutiefst beunruhigende Frage, wie gut wir einen Menschen jemals kennen können, und verwickelt den Leser in ein durchtrieben-doppelbödiges Spiel.

Produktdetails

ISBN-10: 3-8270-0692-9
EAN: 9783827006929
Originaltitel: Restless
Erschienen: Jänner 2007
Verlag: Berlin Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 3. Auflage Sonderausg.
Seitenzahl: 367
Gewicht: 570 g
Übersetzer: Chris Hirte
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William Boyd

William Boyd, 1952 in Ghana geboren, gehört zu den über - ragenden europäischen Erzählern der Gegenwart. Er schreibt Romane, Kurz - geschichten und Drehbücher und wurde vielfach ausge - zeichnet, zuletzt für seinen Roman Ruhelos (BV 2007, BvT 2008) mit dem Costa Novel Award. Außerdem erschienen im Berlin Verlag Das Schick sal der Nathalie X (2007, BvT 2009) sowie Brazzaville Beach (BvT 2007), Unser Mann in Afrika (BvT 2008), Eines Menschen Herz (BvT 2008) und Die blaue Stunde (BvT 2009). William Boyd lebt mit seiner Frau in London und Südfrankreich.

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Kundenrezensionen

  • macht wirklich ruhelos Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 19.05.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein wunderbarer Roman für alle, die mehrere Handlungsstränge in Romanen mögen, spannende Art der Erzählung und gut geeignet einen verregneten Tag zu retten.

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  • Mehrdeutig und vielschichtig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christoph Schwarzmüller, am 26.10.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    In einen atemlos-wohligen Schwebezustand hat mich William Boyds "Ruhelos" versetzt, elegant geschriebener Spionage- und Zeitroman zugleich. Ruth Gilmartin ist bereits eine gestandene Englischdozentin in Oxford, als ihre in letzter Zeit sonderbar wachsame Mutter Sally das bestgehütete Geheimnis der Familie lüftet: sie heiße in Wirklichkeit Eva Delektorskaja und habe im Zweiten Weltkrieg als Spionin für den britischen Geheimdienst gearbeitet. Mit Lucas Romer, ihrem faszinierend undurchsichtigen Chef, verbindet sie bald mehr als professionelle Agitation gegen die Nazis. Doch ihr Verhältnis bleibt genauso undurchsichtig: kann sie Lucas wirklich vertrauen oder benutzt dieser ihre Beziehung eiskalt für seine Zwecke? Eine Mission im Stile eines Himmelfahrtskommandos lässt sie in der Wüste New Mexicos nicht nur ihr Leben aufs Spiel setzen - einer der atmosphärischen Höhepunkte des Romans. Bald überschlagen sich die Ereignisse, die einen Haken haben: es gibt stets mehrere Deutungen für das Geschehene. Hierin liegt für mich der Reiz dieses Romans. Und nicht ohne Grund hat sich Eva alias Sally ein Leben lang an ihrem "Fall" die Zähne ausgebissen; sie hat noch eine Rechnung zu begleichen mit dem, der sich Lucas Romer nannte.

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  • Wenn man glaubt, sich zu kennen... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ellen Freye, am 10.03.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    In diesem Roman über eine Mutter-Tochter-Beziehung beginnt alles mit der Angst der Tochter um die Zurechnungsfähigkeit ihrer alternden Mutter und endet mit der bedrückenden Frage, ob man einen anderen Menschen jemals wirklich kennen kann, egal, wie nah er einem steht.
    Ein beeindruckender Roman, der alles ist: Familiengeschichte, Kriminalroman und Geschichtsexkurs in die Zeiten des Kalten Krieges. Einfach großartig!

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  • die Vergangenheit wirkt bis in die Gegenwart... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sylvia Donath, am 07.02.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ruth glaubt alles über ihre Mutter zu wissen. Sie ist etwas schrullig, aber als Ruth bemerkt, dass Sally ihre Umgebung observiert und sich "merkwürdige" Verhaltensweisen zulegt wird sie stutzig und beginnt sich Gedanken zu machen, ob ihre Mutter gar zum Pflegefall werden wird.
    Aber Sally hat für ihre Tochter eine Überraschung parat mit der keiner so gerechnet hat - Spionin mit neuer Identität.
    Wiliam Boyd läßt die Charaktere und Ereignisse sehr plastisch werden. Dieses Buch lädt ein immer weiter zu lesen und in die Welt von Eva - Sally einzutauchen. Ein spannendes Lesevergnügen, bei dem man sich manchmal fragt, ob die Mitmenschen um uns herum wirklich so sind wie sie scheinen...

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  • Hätte besser sein können Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Annika, am 21.09.2007

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Beschreibung vom Klappentext hat wirklich sehr, sehr gut geklungen aber so richtig überzeugt hat mich dieses Buch nicht denn ich hatte ehrlich gesagt mehr erwartet. Die Idee war wirklich prima aber schon nach den ersten Seiten hat es mich eigentlich eher gelangweilt. Ich hab mich trotzdem dazu überwunden das Buch auszulesen denn ich wollte natürlich wissen wie es ausgeht. Willam Boyd hat zwar einen guten Schreibstil aber ein so genannter „Knalleffekt“ ist ausgeblieben.

    Schade denn es hätte wirklich eine spannende und fesselnde Storry werden können.

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  • So was wie Spionage Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Polar, am 15.08.2007

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Bemühen einen spannenden Spionagethriller zu schreiben, ist William Boyd nicht abzusprechen. Doch allzu deutlich treten die Scharniere hervor, die seine Geschichte zusammenhallten. Unglaubwürdig zum Beispiel die Anwerbung der Eva Delektorskaja, die angeblich das Werk ihres Bruders fortsetzen soll. Es gibt zu viele solcher Drehpunkte und Unausgewogenem in der Handlung, die den Figuren förmlich aufgepfropft werden, um die Geschichte in eine bestimmte Richtung zu drängen. Die Ausstattung des bösen geheimnisvollen Lucas Romer ist nicht überzeugend. Wenn man voraussetzen will, daß eine Tochter plötzlich aus den tagebuchartigen Schriften ihrer Mutter ihre wahre Identität angesichts deren Bedrohung entblättert, fragt man sich, warum diese Naivität im Aufbau? Warum so viel durchsichtige Konstruktion? Boyd stellt sich dem Genre wie ein Handwerker, was nicht heißt, daß es schöne und spannende Passagen im Roman gibt. Doch als Ganzes gesehen erinnert es einen an ein sonntagnachmittägliches Fernsehspiel, das Geschmack auf das große Abendprogramm macht. Wer Zum Nachtisch Krieg oder Stars und Bars von ihm kennt, weiß zu welch geschlossener Erzählweise dieser Autor fähig ist. Mit Ruhelos bleibt er irgendwo dort stecken, wo man sich als Autor ein bestimmtes Thema aufzugreifen vornimmt, sich beweisen will, daß man ein bestimmtes Genre beherrscht, und nicht bemerkt, daß man sich selbst der spielerische Leichtigkeit beraubt, die einen sonst sprachlich wie im großen Erzählbogen auszeichnet.

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  • Lesenswert! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Dabis, am 25.04.2007

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Ruhelos" erinnert mich sehr an Boyds Romanvorgänger "Eines Menschen Herz", indem auf zwei Zeitebenen das Leben von Logan Mountstuart erzählt wird. Ich habe mich in den 1939 in Paris beginnenden Aufzeichnungen Eva Delectorskajas festgelesen. In diesen Kapiteln werden packend die Abenteuer Evas als BSC-Spionin in den USA dargestellt. Die BSC (British Security Coordination) hatte durch Verbreitung von Anti-Nazipropaganda und gefälschten Nachrichten die öffentliche Meinung der USA beeinflusst. Leider kann Boyd die Spannung in der neueren Zeit nicht durchhalten. Etwas an den Haaren herbei gezogen wirkt das Auftauchen von Ruths Ex-Schwager und seiner Freundin, die beiden mutmaßlichen RAF-Sympathisanten. Und der iranische Student, der sich in Ruth verliebt, hatte einen Bruder, der vom Geheimdienst des Schahs ermordet wurde. Alles in allem ist "Ruhelos" dennoch gut, fesselnd und spannend.

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  • Reinhard von der Heide / Das Buch: Reini der Junge Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Reinhard von der Heide, am 01.03.2007

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eine ungewöhnlich spannende Lektüre, die auf unnachahmliche Weise das Leben einer Spionin mit all ihren Schattenseiten aufarbeitet. Dem Leser kommt automatisch der Gedanke, wie leicht er selbst in die Machenschaften von Geheimdiensten geraten kann. Zum Glück sind derartige Vorgehensweisen nach Beendigung des Kalten Krieges nicht mehr zu erwarten. Ein Muss für jeden Liebhaber von Spionagethrillern!

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