Wofür stehst Du?

Was in unserem Leben wichtig ist. Eine Suche

von Giovanni Di Lorenzo, Axel Hacke

Buch

gebunden (230 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Wofür stehst Du? Ein Plädoyer gegen die Gleichgültigkeit.
Giovanni di Lorenzo und Axel Hacke haben zusammen ein ungewöhnliches Buch geschrieben: Sie stellen die große Frage nach den Werten, die für sie maßgeblich sind - oder sein sollten.
Zwei Freunde, nahezu gleichaltrig, stellen fest, dass sie sich in Jahrzehnten über vieles Private ausgetauscht haben, Leidenschaften, Ehen und Trennungen, Erfolge, Ängste und Todesfälle, dass aber eines zwischen ihnen seltsam unbesprochen blieb: An welche grundlegenden Werte glaubst du eigentlich, wenn es nicht um dich, sondern um uns alle geht? Was ist wirklich wichtig in diesem Land? Für welche Ziele der Gemeinschaft bist du bereit, dich einzusetzen? Kurz: Wofür stehst du?
Wir leben in Zeiten unübersehbaren Rückzugs ins Persönliche, einer nachgerade verbissenen, ja, verzweifelten Glückssuche im Privaten, der massenhaften Ablehnung gesellschaftlicher Verantwortung, in Zeiten von Missmut, Frust und Gemoser über den Staat. Die Beteiligung an Wahlen sinkt kontinuierlich, die Bereitschaft, sich als Bürger zu verstehen, wird immer geringer. Dafür wachsen Ansprüche auf der einen, Gleichgültigkeit auf der anderen Seite. Das ist angesichts großer Herausforderungen eine unakzeptable Situation, aus der viele Menschen für sich selbst ratlos und vergeblich einen Ausweg suchen.
In diesem Buch versuchen die Autoren zu beschreiben, welche Werte sie für wichtig halten - und dies auf sehr ungewöhnlichen Wegen: nicht als abstrakten Tugendkatalog, sondern als eine Art Inventur bisheriger Lebensführung. Manchmal jeder
für sich, dann wieder beide gemeinsam oder im Schlagabtausch, mal essayistisch, mal im Stile von Reportern, geradezu psychoanalytisch suchend, bisweilen poetisch und assoziativ, dann wieder sehr nüchtern reflektierend, immer subjektiv erzählend und sehr selbstkritisch suchen die Autoren nach Antworten in den großen Themenfeldern Politik und Staat, Klimawandel, Gerechtigkeit, Migration und Fremdheit, Angst und Depression, Krankheit und Tod.

Produktdetails

ISBN-10: 3-462-04241-6
EAN: 9783462042412
Erschienen: 23.09.2010
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 230
Länge/Breite: 197mm/125mm
Gewicht: 300 g
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Giovanni Di Lorenzo

Giovanni di Lorenzo, 1959 in Stockholm geboren, arbeitete nach Abschluss des Studiums in München zunächst als politischer Reporter und Leiter des Reportageressorts "Die Seite Drei" bei der Süddeutschen Zeitung. Seit 1989 moderiert er die Fernsehtalkshow "3 nach 9" von Radio Bremen. 1999 wurde er zum Chefredakteur der Berliner Tageszeitung "Der Tagesspiegel" berufen. 2004 wechselte er als Chefredakteur zur Wochenzeitung "Die Zeit".

Axel Hacke

Axel Hacke, geboren 1956, ist Journalist und Schriftsteller. Seit 1981 arbeitet er für die Süddeutsche Zeitung als Reporter, Streiflichtautor und Kolumnist des "SZ-Magazins". Er wurde u.a. mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis, dem Theodor-Wolff-Preis und dem Josef-Roth-Preis ausgezeichnet. Seine Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.

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Buchhändlertipps

  • Unprätentiöse Betrachtungen zu den ganz großen Fragen des Lebens: Ethik, Moral, Lebensstil und -führung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Mag. Valentin Robert Lorenzi, am 21.11.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Tulln

    Dieser kleine, schmale, feine Band hat es tatsächlich in sich! Der Chefredakteur der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" Giovanni di Lorenzo und der bekannte Schriftsteller Axel Hacke ("Der kleine Erziehungsberater", "Der weiße Neger Wumbaba") haben sich hier zusammengetan, um in einer Art imitierten Dialoges Themen abzuhandeln und zu diskutieren, die einen nicht kalt lassen: Beruf, Partnerschaft, Wohlstand, Gerechtigkeit, Kindererziehung (Vaterschaft, Rollenverteilung in der Partnerschaft etc.), Umgang und Aufbrechen mit / von Werten.
    Und gerade der Umstand, dass es sich hier um einen NICHT akademischen, aber vielmehr frei assoziativen Umgang mit diesen großen, allzu menschlichen Themen handelt, macht dieses Buch so großartig. Bei langsamer, reflektierender Lektüre lässt sich der eigene Standort bestimmen, man beschließt die Lektüre mit einem Gefühl von Dankbarkeit - ein vom Konzept her einzigartiges Buch und sicher ein tolles Geschenk für Mann und natürlich auch Frau!

    PS.: Damit der Rezensent nicht missverstanden wird: die Sätze von Hacke und di Lorenzo sind natürlich nicht in Stein gemeisselt, sehen und lesen sie selbst! Der Diskurs ist ab sofort eröffnet!

Kundenrezensionen

  • Tief bewegend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Andreas Willumeit, am 21.05.2011

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    Als Angehöriger der gleichen Generation der 50+ hat mich dieses Buch stark berührt, amüsiert, und oft auch emotional aufgewühlt. Danke für diese Ehrlichkeit, das Eingeständnis eigener Schwächen, den Mut dazu. Ich bin jedenfalls entschlossen, ein solches Buch, wenn auch nur für meine Familie und enge Freunde, zu schreiben.

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  • Über die Normen und Werte zwei Leben Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Philipp Schneider, am 05.03.2011

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    „Wir wollen also nicht Dogmen hinterherlaufen, sondern in einer Art von effizientem Idealismus solche Werte, für die wir stehen, in ihrer Anwendung immer wieder gegeneinander abwägen, neu justieren, diskutieren, verhandeln. Ein Alibi, keinen festen Standpunkt einzunehmen, darf das allerdings nicht sein. Das Wäre nichts anderes als Gleichgültigkeit, ja, mehr als das: eine wohlfeile Art, sich der Komplexität des Leben zu entziehen. Zu dem, was in unserem Leben wichtig ist, gehört aber: die Welt mit ihren vielen Widersprüchen wahrzunehmen und zu ertragen, sich der Vereinfachung zu widersetzen – und sich dennoch für einen Weg zu entscheiden.“

    Worauf das Leben baut!

    „Wir sollen zu oft nicht wirklich wissen, worauf unser schönes, sattes Leben basiert. Wir wollen gut sein, aber in Wahrheit geht es oft nur darum, uns gut zu fühlen.“

    Axel Hacke und Giovanni di Lorenzo sind zwei sehr erfolgreiche und bekannte deutsche Journalisten – und sie sind beide sehr gute Freunde. Gemeinsam haben sie Höhen und Tiefen durchlebt und so viele wichtige Gespräche geführt, aber keine Gespräche über ihre eigenen Werte im Leben.

    Gemeinsam entschieden sie sich, das vorliegende Buch zu schreiben, nämlich ein Buch über die Werten und Normen in ihrem Leben. Doch wählen sie dafür einen ungewöhnlichen Weg: sie schreiben keinen Katalog von Werten und Normen, sondern suchen in der eigenen Biografie nach den Stellen, an denen sich ihre eigenen Werte und Normen deutlich zeigen.

    Höchst poetisch erfährt der Leser, wie es zu wichtigsten Entscheidungen im Leben der Autoren kam und wie sie ihre Werten und Normen fanden. Im Bucheinband steht ein sehr passender Text, den ich hier jetzt einfach mal übernehmen will: „Mal autobiografisch, mal essayistisch, mal im Stile von Reportern, bisweilen poetisch und assoziativ, dann wieder sehr nüchtern reflektierend, immer subjektiv und sehr selbstkritisch suchen die Autoren nach Antworten in den großen Themenfeldern Politik und Staat, Klimawandel, Gerechtigkeit, Migration und Fremdheit, Angst und Depression, Krankheit und Tod.“

    Aber der ganz besondere Charme des Buches ist etwas völlig anderes: der Leser denkt nach jedem Kapitel über die eigenen Werte und Normen im Leben nach. Die angesprochenen Themen sind Teil jedes Lebens und rufen so viele Gedanken, Erinnerungen und Hoffnungen hervor.

    Ein so bewegendes Buch habe ich wohl noch nie gelesen – und es ist ein so wichtiges Buch für mich geworden. Ein Buch, das Denkanstöße gibt – Denkanstöße, die für jeden Menschen unverzichtbar sind. Lesen, lesen, lesen!

    „Denn entscheidend ist nicht das allzu Menschliche, sondern dass es immer wieder Männer und Frauen gibt, die auch nach schlechten Erfahrungen einen neuen Anlauf wagen – beladen mit Hoffnungen, die meist viel zu groß, aber wahrscheinlich nötig sind, um dem Aufbruch den richtigen Anschub zu geben.“

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  • sehr persönlich... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Manuela Quarz, am 07.02.2011

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    Natürlich gibt es eine Menge allgemein verbindlicher Statements zu Politik und Gesellschaft ,Zeitgeschehen und Geschichte, so wie Glück und Zufriedenheit ! Doch persönliche Werte werden deutlich, wenn man darüber nachdenkt, was eine Ohrfeige in der Kindheit bedeutete oder die Beziehung zu den Geschwistern, wie die Schulzeit verlief oder die Berufsfindung...und so lesen wir ein Gespräch zwischen langjährigen Freunden, bei dem auch eigene Vorstellungen deutlich werden ....lädt zum Gespräch ein !

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  • Welche Werte sind wichtig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von C. Geißel, am 11.12.2010

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    Axel Hacke und Giovanni Di Lorenzo, schon über viele Jahre befreundet, untersuchen in diesem Buch welche
    Werte für sie wichtig sind.
    Dabei geht es um Politik, Staat, Gerechtigkeit, aber auch um Privates.
    Antworten haben beide Autoren vor allem in ihren Biografien gefunden.

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  • Die Suche nach den Werten Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Ulrike Seine, am 05.12.2010

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    Einen Wertekatalog für menschliches Handeln und Denken bietet Ihnen dieses Buch nicht. Aber es bietet eine aktive Auseinandersetzung beider Autoren mit ihrer beider Leben, ihren Gedanken und Tun. Manche Werte, in der Kindheit vermittelt, überdauern und verfestigen sich, während andere einem steten Wandel unterworfen sind. Dieses Buch ist in einer Art Dialogform aufgebaut, eine lebendige Form der schriftlichen Kommunikation. Keiner der beiden Autoren widerspricht dem Anderen, das Gesagte bleibt bestehen.
    Besondere Freude hat mir die Tatsache bereitet, daß Axel Hacke und Giovanni di Lorenzo genau wie ich Ende der Fünfziger Jahre geboren sind und es trotz aller Unterschiede viele Gemeinsamkeiten gibt.

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