Wie es Gott gefällt

Roman. Ausgezeichnet mit dem Premio Strega 2007

von Niccoló Ammaniti

Buch

Taschenbuch (484 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Sie sind dicke Freunde und im Unglück vereint. Ohne Job und ohne Perspektive. Irgendwo in Italien versuchen drei Männer, ihrer Misere zu entkommen. Rhino Zena, der gerne trinkt und auch schon mal zuschlägt, hat nur eine schwache Seite: seinen 13jährigen Sohn Cristiano. Ohne ihn könnte er nicht leben. Quattro Formaggi ist ein wenig langsam im Kopf, und Danilo Aprea sitzt in der Bar Bumerang und träumt davon, einen Geldautomaten zu stehlen. In einer einzigen, schrecklichen Nacht fordern sie Gott heraus.
Niccolò Ammaniti versteht es brillant, den Leser mitzunehmen - in eine unbarmherzige Welt, in der es doch eine zärtliche Anteilnahme gibt, weil Ammaniti seine Figuren liebt und mit eigensinnigem Witz zum Leuchten bringt.

Pressestimmen:


»Talent hat ein neues Wort: Niccolò Ammaniti.« (The Times)
»So liebenswerte und skurrile Antihelden hat der italienische Roman schon lange nicht mehr verbuchen dürfen.« (Die Welt)

Produktdetails

ISBN-10: 3-596-17758-8
EAN: 9783596177585
Originaltitel: Wie es Gott gefällt
Erschienen: 11.02.2010
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 484
Länge/Breite: 190mm/126mm
Gewicht: 373 g
Übersetzer: Katharina Schmidt, Christian Enzensberger
Reihe: Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe
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Christian Enzensberger

Christian Enzensberger wurde 1931 in Nürnberg geboren. Er starb 2009.

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  • Ein Muss für Liebhaber von Bella Italia! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Christa Felser, am 02.06.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

    Italienischer Realismus vom Feinsten!
    So nett skurrile Antihelden hat es im italienischen Roman schon lange nicht mehr gegeben.
  • Auf welcher Seite steht Gott? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Helga Grill, am 03.02.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Bad Ischl

    Drei Männer ohne Job und ohne Perspektive.Sie wollen aus ihrer Misere herauskommen und einen Gedautomaten knacken.Eine Schwachstelle in ihrer Freundschaft gibt es:
    Rico Zeno`s Sohn Christinao.In einer einzigen,schrecklichen Nacht fordern sie Gott heraus......

Kundenrezensionen

  • Wie es Gott gefällt. Das Leben kann unbarmherzig sein. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Gisela Busemann, am 04.09.2012

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    Schon lange habe ich nicht mehr ein spannendes, aufwühlendes Buch gelesen, welches mich von Anfang an so gefesselt hat, dass ich es nur schwer aus der Hand legen konnte. Dem italienischen Schriftsteller Niccolo Ammaniti ist es mit seinem Roman „Wie es Gott gefällt“ mit Leichtigkeit gelungen.

    Irgendwo in Italien verbindet drei Männer eine lebendige Freundschaft. Alle drei sind ohne Job und die Tage ziehen sich ereignislos und träge dahin. Da ist Rino Zeno, dem Alkohol zugetan, der auch gern mal zuschlägt. Sein ganzer Lebensinhalt ist sein Sohn Christiano, dessen Mutter irgendwann in frühster Kindheit abgehauen ist. Mit großer Liebe hängt er an dem Jungen. Er wünscht sich für ihn ein besseres Leben, aber wie? Quattro Formaggi ist ein wenig beschränkt und die Mitmenschen stufen ihn als harmlos ein, er ist jedoch eine tickende Zeitbombe. Und nicht zuletzt Danilo Aprea, der es nicht verwinden kann, dass seine Frau ihn nach dem Tod seiner kleinen Tochter verlassen hat. Er träumt davon, gemeinsam mit seinen Freunden es den da oben mal richtig zu zeigen und so plant er endlich das Glück zu zwingen, dass Füllhorn über ihn auszuschütten. Er muss nur mit seinen Freunden einen Geldautomaten zu stehen um dann endlich im Reichtum zu schwelgen.
    Doch es kommt alles ganz anders. In einer Nacht, als ein fürchterliches Unwetter über die Region hinweg fegt beginnt eine Kette unglücklicher Zusammentreffen und sie fordern das Schicksal heraus. Das Grauen nimmt seinen Lauf und lässt sich nicht mehr aufhalten. In dieser Nacht hat Gott sie verlassen.

    Der Autor versteht es wie kein anderer, trotz der schrecklichen Geschehnisse die Protagonisten mit einer fast zärtlichen Anteilnahme zu beschreiben. Er wurde in Rom geboren wo er heute noch lebt.
    Alle seine Romane wurden Bestseller und sind in mehr als dreißig Sprachen übersetzt worden.

    Es dunkelt so rasch, dass Alice glaubt, ein Ge-
    witter sei im Anzug. „ So eine dicke schwarze Wol-
    ke“ sagte sie. „Und wie schnell sie näher kommt.
    Ich glaube sie hat Flügel“.

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  • Wie es Gott gefällt? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ulrich Harthun, am 06.02.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Irgendwo in einer Kleinstadt in Italien. Rino lebt mit seinem Sohn Christiano von Sozialhilfe in einer schäbigen Wohnung und verdammt „die da oben“. Väterliche „Liebe“ bricht jeden Tag über den 13 jährigen herein, er soll ja eines Tages ein starker und selbstbewusster Italiener werden. Aber auch leise Zwischentöne von Liebe spielen sich in der Kleinfamilie ab und bilden einen interessanten Kosmos in deren Leben.
    Um der Tristesse zu entkommen und es „denen“ richtig mal zu zeigen, ersinnt Rino mit seinen Freunden den ultimativen Plan für seine Zukunft…
    Für mich das ergreifendste Buch der vergangenen Jahre. Es hat mich mit seinem flüssigen Stil und seinem hervorragenden Spiel der Hauptpersonen, mit dem der Leser von Seite zu Seite gefesselt wird, tief und stark beeindruckt. Mein Tipp für Leser von sozialkritischer Literatur abseits der „üblichen“ Thriller-Kost.

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  • Die rauen Underdogs... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Stephanie Hofmann, am 16.09.2010

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    Christiano kann einem leid tun. Der 13-jährige hat es wahrlich schwer mit seinem Vater und dessen Freunden. Die verfallene Bude am Rande einer italienischen Kleinstadt, in der die beiden hausen, muss er vor jedem Besuch seines Sozialarbeiters herrichten. Auf keinen Fall darf herauskommen, wie egal dem Vater alles ist. Rino Zena ist nur noch des Nachts unterwegs und stellt mehr an, als zehn Jungs zusammen. Das einzige was ihn interessiert ist, aus seinem Sohn einen ebenso harten Kerl zu machen, wie er vorgibt einer zu sein. Dass Rino ohne den Sohnemann gar nicht zu Rande kommt, kann man in seinen verzweifelten Taten und sonderbaren Erziehungsmaßnahmen spüren.
    Die Freunde Danillo und Quattro Formaggi wollen mit Zena einen Geldautomaten klauen und arbeiten wie wild an der Umsetzung ihres Plans. Das bisherige Leben der beiden Weggefährten Rino´s war auch alles andere als rosig. Ammaniti lässt die Geschichten seiner einzelnen Figuren sehr gekonnt ineinander fliessen. Die Nacht, in der es zum Showdown kommt, der Leser ahnt es fast von Anfang an, endet in einer absoluten Katastrophe. Der Spannungsbogen des Romans ist genial. Eine sehr gelungene Story aus einer rauen italienischen Gaunerszene.

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  • Gottes Wille Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Martina Wolf, am 07.08.2010

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    Was für eine Gang: Die Freunde Rino, Quattro Formaggi und Danilo - Loser allesamt - planen den großen Coup, um ihrem elenden Dasein zu entkommen. Der Raub eines Geldautomaten scheint ihnen die richtige Lösung zu sein.
    Rino, der Nazi, der gerne mal zuschlägt, hat eine einzige Schwäche: Sein 13-jähriger Sohn Cristiano, für den er alles tun würde.
    Danilo, der nach dem tragischen Tod seiner kleinen Tochter, verlassen von seiner Frau, nur noch Trost im Alkohol findet. Und Quattro Formaggi, diese traurige Gestalt, ohnehin vom Schicksal gebeutelt, nach einem Unfall von diversen Ticks gequält und nicht mehr ganz richtig im Kopf.
    In einer einzigen Nacht fordern sie Gott heraus. Die Ereignisse überstürzen sich und enden katastrophal.Cristiano versucht verzweifelt zu retten, was zu retten ist.
    Schon auf den ersten Seiten dieses Romans zeigt uns Ammaniti schonungslos, mit wem wir es zu tun haben und schafft es dennoch Sympathien für seine Protagonisten zu wecken.
    Ich habe selten so ein Buch gelesen: zärtlich und brutal, zum Lachen und zum Weinen, so voller Haß und Liebe. Billiant!

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