Small World

Roman

von Martin Suter

Buch

Taschenbuch (323 Seiten)

44. Auflage

Sprache: Deutsch

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Erst sind es Kleinigkeiten: Konrad Lang stellt aus Versehen seine Brieftasche in den Kühlschrank. Bald vergißt er den Namen der Frau, die er heiraten will. Je mehr Neugedächtnis ihm die Krankheit - Alzheimer - raubt, desto stärker kommen früheste Erinnerungen auf. Und das beunruhigt eine millionenschwere alte Dame, mit der Konrad seit seiner Kindheit auf die ungewöhnlichste Art verbunden ist.

Produktdetails

Verkaufsrang: 663
ISBN-10: 3-257-23088-5
EAN: 9783257230888
Erschienen: März 1999
Verlag: Diogenes Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 44. Auflage
Seitenzahl: 323
Länge/Breite: 181mm/114mm
Gewicht: 282 g
Reihe: Diogenes Taschenbücher
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Buchhändlertipps

  • Tolles Buch! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Martina Ruff, am 08.03.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in St. Johann

    Erst sind es Kleinigkeiten die Konrad Lang passieren. Er stellt die Brieftasche in den Kühlschrank oder kauft zweimal dasselbe im Supermarkt. Bald jedoch vergisst er den Namen der Frau, die er heiraten will. Doch je mehr „neue Erinnerungen“ Herr Lang vergisst, desto stärker kommen die frühesten Erinnerungen in ihm auf. Und durch diese Erinnerungen ist die gesamte Familie Koch ziemlich beunruhigt, denn wer mag das schon, wenn die tiefsten Familiengeheimnisse auf den Tisch gepackt werden??


    Toll geschriebenes Buch! Sehr empfehlenswert!!
  • Familiengeheimnisse! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ursula Schwarz, am 13.03.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in max-center

    Warum verbindet den 60jährigen Konrad eine so tiefe Hassliebe mit der Familie Koch? Er wird vom Sohn und dessen Mutter zutiefst gedemütigt, kommt aber immer wieder zu ihnen zurück, da Frau Koch seinen Lebensunterhalt finanziert.Warum? Erst als Konrad sich verliebt, kann er sich von ihnen lösen. Doch wenig später erkrankt er an Alzheimer. Je mehr Probleme er mit seinem Kurzzeitgedächtnis hat, umso besser erinnert er sich an längst vergangéne Zeiten. Zum Entsetzen der Koch-Familie. Ein bewegender Roman( Krimi? ) über eine schreckliche Krankheit, Liebe und ein schwerwiegendes Familiengeheimnis. Dieses Buch hat mich sehr berührt, es ist absolut zu empfehlen!
  • der beste Suter Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Magdalena Berger, am 23.01.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Grieskirchen

    Anfangs erfährt man einiges über Konrad Lang.
    Als Kind einer Bediensteten einer reichen Familie hat er schon früh die Klassenunterschiede der Gesellschaft kennengelernt.
    Seine Mutter lernt einen Mann kennen, dem sie ihren Sohn verschweigt. Sie bringt Konrad bei einer Bauernfamilie unter, der sie als Gegenleistung monatlich Geld überweist.
    Als die Zahlungen jedoch plötzlich aufhören will der Bauer Konrad loswerden. Konrad kommt zu der reichen Familie zurück, wo er Anfangs mit seiner Mutter lebte, aus Mitleid wird er dort aufgenommen.
    Jetzt ist Konrad ein älterer Herr, er ist Alkoliker, und hat wenig erreicht in seinem Leben.
    Alles scheint sich zum Guten zu wenden als er Rosemarie kennlernt. Er liebt sie über alles. Doch ihr Glück währt nicht allzu lange.. schleichend beginnt eìne Krankheit Konrads Leben zu verändern. Er kann sich plötzlich nichts mehr merken...
    nur alte Erinnerungen von früher werden plötzlich wieder ans Tageslicht geholt..
    Spannend und berührend erzählt!!!
  • Ein Suter wie man ihn sich wünscht! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kerstin Ponleitner, am 24.09.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Pasching

    Konrad Lang ist ein liebenswerter Herr älteren Semesters der bei einer Industriellen Famillie lebt doch glücklich ist er nicht!

    Der Tag an dem Rosemarie in sein Leben tritt sollte zuerst alles zum Besseren wenden, doch dann erkrankt Konrad....an Alzheimer!
    Langsam schleicht die Krankheit in sein Leben und verändert alles!

    Martin Suter versteht es den Leser in seinen Bann zu ziehen, spannend wie ein Krimi und doch unheimlich schön und einfühlsam!
  • Schöööne Sätze! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Josef Eckl, am 16.02.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Salzburg-Europark

    Was mich an diesem Roman von Suter speziell begeisterte, waren Passagen mit wirklich schön aufgebauten, inhaltlich klugen Sätzen, und das trotz einfachen, klaren Schreibstils.
    Besonders der Anfangssatz und der letzte Abschnitt des vorletzten Kapitels sind mir im Gedächtnis haften geblieben. Reiner Genuß!

    Neben den psychologisch sehr einfühlsam geschilderten Charakteren ist es vor allem die langsam fliessende, gemächlich voranschreitende Handlung, die gerade durch dieses Tempo die vielen sehr unterschiedlichen Personen und Handlungsstränge zu einem organischen Ganzen verknüpft, und die an und für sich recht komplexe Story sehr niveauvoll und trotzdem leicht lesbar und spannend macht.

Kundenrezensionen

  • Schleichendes Vergessen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Marko Rose, am 31.10.2012

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    Der Protagonist in diesem Roman, Konrad Lang, stellt aus Versehen falsche Gegenstände in den Kühlschrank. Er vergißt Namen seiner frischen Erinnerungen. Das alles entwickelt sich langsam aber sicher für Ihn zur unausweichlichen, schrecklichen Erkenntnis und Diagnose: Alzheimer. Aber je mehr Konrad die frischeren Erinnerungen verliert, desto mehr kann er sich an weit zurückliegende Ereignisse und Personen erinnern. Und das beunruhigt die reiche, alte Dame und Inhaberin der Koch-Werke, Elvira Senn sehr stark. Diese Frau hält immer wieder Ihre schützende Hand über den mittellosen Konrad. Denn diese doch sehr ungleichen Personen scheinen seit Ihrer frühestens Kindheit auf seltsame Weise miteinander verbunden zu sein. Ein bewegender Roman, der einem die verschlungenen und manchmal unausweichlichen Wege des Lebens vor Augen hält.

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  • Gute Geschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Désirée Hasler, am 16.06.2012

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    Eine spannende Geschichte über einen Mann der langsam an Alzheimer erkrankt. Anfangs verdrängt er seine Krankheit jedoch und versucht sich selbst und sein Umfeld anzulügen, dass diese Erinnerungslücken nur vorübergehend sind.
    Nach und nach kommt Konrad Lang aber auch einen gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur....

    Eine sehr interessante Geschichte, mir persönlich gefällt der Schreibstil von Martin Suter jedoch nicht sehr gut.

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  • Veränderte Wahrnehmung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Erika Föst, am 16.02.2012

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    Auch in "Small World" stellt Suter wieder die Frage nach der Identität.
    Konrad Lang, an Demenz erkrankt, lässt uns teilhaben an der schrittweisen Veränderung seiner Persönlichkeit. Suter verpackt diese Lebensgeschichte in einen spannenden Roman, in dem es unter anderem um Machterhalt, Geld und Intrigen geht. Anrührend und informativ!

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  • Ausgezeichnetes Debüt ..... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Walter M., am 29.10.2011

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    für seinen ersten langen Roman. Schon der allererste Satz ist wie hingemeißelt. Die Geschichte wechselt auf angenehme Art zwischen der Gegenwart und der immer weiter zurückliegenden Vergangenheit hin und her. Je verwirrter Konrad Lang erscheint, desto mehr bilden sich die Ereignisse seiner frühen Kindheit in seiner Erinnerung ab. Es ergibt sich (aus meiner Sicht) ein wirklich gelungener Spannungsaufbau auf über mehr als 200 Seiten, es gibt keine wirklichen Längen im Handlungsstrang, jedoch das Finale der Geschichte hat es noch mal in sich!

    Gelungen sind auch die wesentlichen Figuren, die Suter gezeichnet hat - weil teils überaus sympathisch, teils so realistisch beschrieben, dass es nicht konstruiert wirkt. Auch die humoristische Schreibweise, die beim Autor immer wieder durchblitzt, versetzt den Leser in höchsten Lesegenuss!

    Fazit: Hr. Suter hat mit diesem Werk ein ihm eigenes Genre geschaffen!

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  • Verflochtene Motive Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Domnec Êlle, am 05.10.2011

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    ... man könnte mittlerweile fast meinen, dass der Name "Martin Suter" ein Garant für grossartige Schreiben darstellt. Vielleicht ist dies mittlerweile auch tatsächlich ein Garant dafür geworden.
    Egal in welcher Reihenfolge man Suters Bücher liest: Sie alle fesseln einen immer wieder auf's Neue! Ich persönlich habe "Small World" erst jetzt gelesen, nachdem ich zahlreiche andere Werke von Suter bereits kenne und gelesen habe. Immer wieder bin ich verblüfft über die bildhafte Detailverliebtheit, die Ideen, welche nicht selen in gesellschaftlichen Dilemmata wurzeln. Mit grosser Sorgfalt hat Martin Suter hier ein Werk zusammenrecherchiert, welches die Geschichte einer Familie erzählt, die mit grossartigen Charakteren und vielen Wendungen aufwartet. Obwohl ich anfangs und auch zu Ende des Buches ein mittleres Durcheinander mit den Namen und den Verwandschaftsgraden hatte löst sich Suters Rätsel zum Schluss in ein zum Nachdenken anregendes Drama auf. Klasse!

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  • Der erste Roman von Martin Suter - immer noch einer der besten! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Moritz Revermann, am 09.04.2011

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    Tilman Jens schrieb über die Demenzerkrankung seines Vaters ein polarisierendes Buch, Arno Geiger ist mit seinem großartigen Buch 'Der alte König in seinem Exil' momentan auf jeder Bestsellerliste zu finden - das Thema Demenz und der schwierige Umgang damit ist aktueller den je.

    Auch Martin Suter verarbeitete in 'Small World' die Alzheimererkrankung seines Vaters, allerdings genial verpackt in einen süffig zu lesenden, höchstspannenden Roman. Im Genre literarischer und gesellschaftskritischer Kriminalroman ist Suter bei mir ganz weit vorne. Sein riesiges Erzähltalent, seine enorme Feinfühligkeit und sein Gespür für aktuelle Themen offenbart er schon in seinem Romanerstling - und bewies es dann mit jedem neuen Roman.

    Daher meine unbedingte Empfehlung: Alle Suter lesen!

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  • Nicht nur vergessen! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Gabriele Gröning, am 09.03.2011

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    Konrad Lang ist das Faktotum der reichen Elvira Senn und zweiten Frau des verstorbenen Gründers der Koch-Werke. Er erkrankt an Alzheimer. Als in Griechenland durch seine Krankheit bedingt das Urlaubsdomizil der Familie abbrennt nimmt die Geschichte ihren Lauf.. Konrad erinnert sich dennoch und durch die Hilfe von Simone, Elviras Schwiegertochter, zunehmend seiner Kindheit. Was Elvira gar nicht recht ist! Ein Krankheitsroman und Krimi zugleich - tolle Verknüpfung und sehr empfehlenswert!

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  • Eine großartige kleine Welt! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sandra Herrmann, am 05.03.2011

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    Eine Geschichte, die sich als Roman gibt, und doch auch ein guter Krimi sein könnte. Eine Geschichte über einen Mann, der sich selbst Stück für Stück verliert und Schatten seiner Vergangenheit wiederfindet. Eine Geschichte über Demenz, die unwahrscheinlich authentisch wirkt. Hier erzählen nicht nur die Umstehenden die Außensicht, hier erzählt Konrad Lang selbst, wie es ist, wenn er sich dann und wann selbst bei seiner Vergeßlichkeit ertappt. Seine Strategien dagegen sind so simpel wie genial. Und die Auflösung am Schluss macht den Roman spannend bis zur letzten Seite. Lesen!

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  • Small World - Martin Suter Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christiane, am 01.03.2011

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    Konrad Lang, der Ziehsohn einer Industriellenfamilie, erkrankt mitte 60 an Alzheimer. Doch während die Krankheit ihren Lauf nimmt, kann sich Konrad immer mehr an längst vergessene Ereignisse aus seiner Kindheit erinnern - was seine Ziehmutter Elvira Senn zutiefst beunruhigt...

    "Small World" ist der erste Suter, den ich gelesen habe und ist sofort zu einem meiner absoluten Lieblingsbücher geworden. Das Buch berührt, bewegt und hat Spannung. Vor allem der wunderbare Schreibstil macht das Buch zu dem was es ist - unvergleichlich!

    5 von 5 Sternen - absolut lesenswert!!!

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  • Hervorragend! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von M. Kisfeld, am 04.01.2011

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    Konrad Lang ist Mitte Sechzig und verliert aufgrund der Alzheimer Krankheit sein Gedächtnis. Die Krankheit nimmt eine merkwürdige Form an. Je mehr Konrad Langs Kurzzeitgedächtnis verloren geht, umso mehr erinnert er sich an seine Kindheit. Die Krankheit beunruhigt nicht nur Konrad und seine zukünftige Frau, deren Namen er bereits vergessen hat. Sie beunruhigt auch eine sehr reiche alte Dame, die seit Konrads Geburt sehr ungewöhnlich mit seinem Leben verbunden ist.
    Der Protagonist Konrad Lang zeigt uns, wie schwer es ist, sich mit dieser Krankheit zurechtzufinden, nicht immer zur Freude seiner Mitmenschen. Ein sehr spannender anspruchsvoller Roman.

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  • Erinnern und Vergessen - wenn nichts mehr ist, wie es war Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Mirjam Berle, am 14.05.2010

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    Small World war anno 2000 mein "erster Suter" und ich war begeistert! Martin Suter schildert, wie das Leben von Konrad Lang zunehmend von Alzheimer beherrscht wird. Während er Alltägliches vergisst, kehren jedoch alte Erinnerungen zurück, die er lieber für immer in der Vergangenheit belassen hätte. Ein famoses Buch, über die Macht des Vergessens und des Erinnerns - präzise, spannend, humorvoll und sprachlich brillant - ein echter Suter eben.

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  • Lesenswert! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Petra Hornig, am 02.05.2010

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    Welche kleine Welt beschreibt Martin Suter? Die Hauptfigur dieses Romans Konrad Lang- Mitte 60 - vergisst zunächst Kleinigkeiten. Obwohl dessen Welt sich bereits zu Anfang des Buches durch einen Brand verkleinert, bleibt für den Leser zunächst noch alles offen. Nach und nach wird man in das Leben von Konrad und in das gegensätzliche Leben seines besten Freundes eingeführt. Man glaubt vieles zu erfahren und wird doch auf die falsche Fährte gelockt. Schritt für Schritt oder besser Seite für Seite verabschiedet sich dann Konrad vom Hier und Heute, kann sich aber dafür umso besser an seine frühesten Kinderjahre erinnern. Spätestens jetzt spürt der Leser, dass es um die literarische Verarbeitung der Krankheit geht, die in letzter Zeit immer mehr in den Medien präsent ist- Alzheimer oder Demenz-. Man spürt, dass diesem Roman eine gründliche Recherche vorausgegangen ist bzw. Suters Vater selbst an Alzheimer erkrankt war. Wer selbst durch einen Angehörigen davon betroffen ist, wird das Gefühl nicht los, dass eigene Gedanken in Worte gefasst bzw. erlebte Situationen beschrieben werden. Was bleibt jedem Einzelnen, wenn das Leben sich rückwärts abspult? Suter regt zum Denken an, erkämpfter Status und erarbeiteter Besitz sind dann unwichtig bzw. in diesem Fall vergessen. Der Autor geht mit dem Besitz seiner Protagonisten ohnehin spielerisch um, so wird dieser u.a. vertauscht , verbrannt und schlussendlich vergessen. Das Buch hätte durchaus auch ein packender Krimi werden können, denn Konrads immer stärkere Erinnerung an seine ersten Lebensjahre, werden für andere Personen zur Gefahr. Da ich mich nicht zu den ausgesprochenen Krimi- Fans zähle, ist dieser gesellschaftskritische Roman für mich eine absolute Leseempfehlung. Den Schluss würde ich allerdings mit künstlerischer Freiheit umschreiben oder anders: es wäre zu schön, wenn so eine Entwicklung möglich wäre.

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  • Spannend und anrührend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von C. Rieth, am 06.04.2010

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    Warum wird der Säufer Konrad Lang von der Industriellenfamilie Koch ausgehalten? Warum kehrt er immer wieder zu den Kochs zurück, egal wie sehr sie ihn demütigen?
    Martin Suter verschafft seinen Lesern einen leichten Zugang zum schwierigen Thema Alzheimer. Spannend und anrührend erzählt er von einem Schicksal, das keinen Leser kalt lässt.

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  • Toller Roman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von J.G., am 21.02.2010

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    Konrad Lang ist 65 Jahre alt und erkrankt an Alzheimer.
    Konrad wurde mit fünf Jahren von seiner Mutter alleine gelassen und war seitdem sowohl finanziell als emotional abhängig von der Familie Koch. Als Kind wurde Konrad von der Familie Koch aufgenommen und war der Jugendfreund von Thomas Koch. Später wird Konrad mal als Hausmeister der Kochs beschäftigt (wobei er den Brand eines Hauses auf Korfu verschuldet), mal als Gesellschafter für Thomas gebraucht. Konrad hat allerdings zunehmend Probleme mit seinem Kurzzeitgedächtnis, sodass sich eine Alzheimer-Erkrankung abzeichnet. Je weniger sich Konrad an die unmittelbaren Ereignisse erinnern kann, desto mehr erinnert er sich an Ereignisse aus der Kindheit und das zum Missfallen von Thomas Mutter.
    Und so beginnt das Familiendrama…

    Martin Suter beschreibt die Krankheit sehr eindrucksvoll und ohne jegliche Schnörkel.
    Folglich ist Small World eine wunderbare Mischung aus Kriminalroman, Familiensaga und einer Krankengeschichte, mit einer erstaunlichen Handlungsdichte und in einer wunderbaren, schnörkellosen Sprache geschrieben.

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  • Martin Suter - Small World Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von hasewue, am 05.11.2009

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    Zunächst sind es nur Kleinigkeiten, die der 65 – jährige Konrad Lang vergisst oder verwechselt. Doch mehr und mehr stellt sich heraus, dass dieser an der Krankheit „Alzheimer“ leidet.
    Je mehr „Koni“ – wie Konrad auch genannt wird – neuere Erinnerungen aus seinem Leben vergisst, an desto mehr Details aus seiner Kindheit kann er sich erinnern. Diese Tatsache beruhigt Elvira Senn, 79, die Stiefmutter von Konrads langjährigem Jugendfreund Thomas Koch, mit dem er aufwuchs, nachdem seine Mutter ihn als 5 – Jährigen im Stich gelassen hat.
    Im weiteren Verlauf der Handlung wird durch diese brisanten Erinnerungen ein Geheimnis der Vergangenheit ans Licht befördert, das nicht nur Elvira Senn beunruhigt.
    Martin Suter schildert in „Small World“ mit einer ausgewählten, detailreichen und schnörkeligen Sprache den Verlauf einer Krankheit – Alzheimer – und deren Auswirkungen auf das Leben des Betroffenen. Der Lesefluss bleibt bestehen und man erfährt viel Interessantes über die Krankheit „Alzheimer“.
    Suter schafft es die Entwicklung der Krankheit und die verschiedenen Stadien gut zum Ausdruck zu bringen.
    Konrad „Koni“ Lang wird vom Leser sofort ins Herz geschlossen und seine Situation weckt im Leser Gefühle für ihn, die seinen Charakter lebendig werden lassen.
    Martin Suter hat mit „Small World“ ein Gefühls anregendes, bewegendes und authentisches Buch über ein heikles Thema und eine ernstzunehmende Krankheit geschrieben.

    5 von 5 Sternen!

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  • konitomi oder tomikoni ist der Schlüssel Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Eberhard Landes, am 16.04.2009

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    Martin Suter wagt sich, das Thema Alzheimer in einem Roman zu verarbeiten. Wie insbes. bei „Die dunkle Seite des Mondes“ recherchiert er auch hierfür wieder sehr gründlich, beschreibt einleuchtend die immer deutlicher werdenden Symptome, die Grausamkeit der Krankheit und gegen Ende des Buches auch das Thema Medikamentenzulassung und -wirkung. Das Buch liest sich in der ersten Hälfte sehr flüssig und fesselt. Die 2. Hälfte ist eher langgezogen. Die Beziehung der Hauptperson, des erkrankenden Konrad Lang (= Koni), zu der Schweizer Industriellenfamilie Koch, insbesondere zu Thomas Koch (= Tomi), die über 4 Generationen hinweg beschrieben wird, ist in der 1. Hälfte auch noch gut nachvollziehbar, wird aber in der 2. Hälfte immer skurriler. Die aufopfernde Pflege, durch die Schwiegertochter Simone der millionenschweren alten Dame der Familie und insbesondere die ganz gegen Ende deutlich werdende absolut ungewöhnliche, wahre Beziehung der Romanpersonen zueinander, die sich durch die Wortspiele mit Konitomi und Tomikoni andeutet, wirken dann doch allzu konstruiert. Gleichwohl lautet mein Urteil „sehr lesenswert“ und damit schneidet das Buch in meiner persönlichen Kritik sogar noch etwas besser ab als „Der letzte Weynfeldt“, reicht jedoch an "Die dunkle Seite des Mondes" nicht heran

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  • Vergiss mein nicht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Thomas Zörner, am 08.10.2008

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Martin Suter ist in seiner Heimat der Schweiz ein Star der Literatur bzw des Krimis. Wobei sich seine Geschichten doch merklich vom handelsüblichen Kriminalroman abheben, durch einen stest psychologischen Anhaltspunkt.
    Konrad Lang leidet an Alzheimer, zunächst sind es nur Kleinigkeiten die er vergisst, aber bald hat er Orientierungsschwierigkeiten und vergisst sogar den Namen seiner neugewonnenen Liebe. Seiner einstigen Ziehmutter, die einflussreiche Inhaberin der Kochwerke, scheint dies aber nur Recht zu sein. Was fürchtet sie wohl, woran sich Konrad erinnern könnte?
    Suters Werk "Small World" ist voll von interessanten Protagonisten. Da wäre natürlich Konrad Lang selbst, ein herzensguter, wenn auch leicht naiver, Mensch, der niemanden etwas zu leide tun würde, sich aber mehr und mehr in seiner Krankheit gefangen sieht, wovon er aber typischerweise nichts mitbekommt. Dann Elvira Koch, die Frau die scheinbar ihre Familie beschützen will und der dabei Konrads Alzheimer gerade recht kommt. Oder die frisch eingeheiratete Sabine, die einzige "positive" Protagonistin aus der Kochfamilie. Sie will Konrad helfen und macht ihn sozusagen zu ihrem Hobby, wie es ihr Mann Urs nennt.
    Man mag von den vielen Namen in "Small World" zunächst verwirrt sein und auch die Handlungsbögen mögen so erscheinen, im Endeffekt, in der Auflösung, ergibt allerdings alles ein schlüssiges Ganzes, dass man so zwar schon ein paar Seiten vor Ende erahnen kann, was aber nicht stört.
    Martin Suters erster Roman ist ein toller psychologisch angelegter Krimi, dem ich zugleich seinen Nachfogler "Die dunkle Seite des Mondes" folgen lasse.

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  • Vision Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von CHRISTIAN NAPP, am 03.10.2008

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Alzheimer-die gnadenlose Krankheit.Suter gelingt es illusionslos zu beschreiben, das Fortschreiten der Krankheit zu bezwingen und Hoffnung zu geben.Letztendlich,wie wir heute wissen,das es nach wie vor eine Vision ist,Das Buch,vor 10 Jahren geschrieben,ist grosse Prosa und öffnet den Blick in den Alltag des Umganges und der Auswirkungen dieser Krankheit.Er bettet die Story in eine Familiengeschichte mit krimineller Vergangenheit ein,welche den zusätzlichen Reiz dieses Romans bestimmt.Faszinierende Lektüre.

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  • Die Brieftasche im Kühlschrank Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Polar, am 12.09.2008

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    In seinem ersten Roman beweist Martin Suter bereits sein ganzes Talent. Konrad Lang leidet an Alzheimer, doch nicht nur, dass er unfreiwillig in seinem Alltag versinkt, Dinge vergisst, nicht wieder erkennt, ihn plagen Erinnerungen. Das ist bei vielen Menschen so. Lang jedoch wußte nicht, dass er sie besaß. Sie tauchen wie aus einem fremden Leben auf, verunsichern sein jetziges und setzten ihn auf die Spur, um Verlorenes zurückzugewinnen. Der Thriller versteckt sich in der Geschichte einer Familie, die alles daran setzt, dass Ereignisse der Vergangenheit nicht wieder ans Tageslicht gezerrt werden. Suter wechselt Schauplätze Stimmen und beweist von leichter Hand, wie geschickt er mit Spannung umzugehen versteht. Wenn sich das Ende nähert, ahnt man, was geschehen ist, was überhaupt nicht stört, weil Suter seine Geschichte mit einem Augenzwinkern serviert. Teilweise lakonisch, teilweise amüsant, vor allem sezierend, wozu Menschen fähig sind. Martin Suter behält dies alles nicht nur in diesem Roman fest im Blick.

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  • Verschlungen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 03.10.2007

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Small World ist ein Buch, dass ich in einem Zug gelesen habe. Es ist tiefgründig, liebevoll und mit Humor geschrieben. Martin Suter ist einfach ein genialer Autor.

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