Siebenmeter für die Liebe

von Dora Heldt

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Weitere Artikelinformationen

Paula kann es nicht fassen: Da steht ihr neuer Sportlehrer vor ihr und sie kriegt keinen Ton mehr raus. Ausgerechnet sie, die Vereinshandballerin. Aber genau das ist das Problem: Der Lehrer ist nmlich niemand anderes als Florian Hoffmann – Ex-Bundesligaspieler und Paulas Lieblingshandballer – mit Augen so grn wie das Meer. Hchste Zeit, dass Paula ihre Sprache wiederfindet, schließlich sind auch die anderen Mdchen nicht blind...

Produktdetails

Verkaufsrang: 10.385
ISBN-10: 3-423-41073-6
EAN: 9783423410731
Erschienen: 10.2011
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 220
Altersempfehlung: 12 - 14
Erschienen bei: Deutscher Taschenbuch Verlag
Spieldauer: 528 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Dora Heldt

Dora Heldt wurde 1961 als Bärbel Schmidt auf Sylt geboren. Das Pseudonym, unter dem sie ihre Bücher schreibt und veröffentlicht ist der Name ihrer verstorbenen Großmutter. Nach ihrem Abitur machte sie eine Ausbildung zur Buchhändlerin in Bad Godesberg. In Koblenz und Cuxhaven arbeitete sie ebenfalls als Buchhändlerin, bis sie 1992 Verlagsvertreterin für den "Deutschen Taschenbuch Verlag" wurde. Die Idee mit dem Schreiben anzufangen, kam Dora Heldt beim Lesen eines Manuskripts auf dem Sofa, als sie sich dachte, es einfach einmal selbst zu versuchen. Ihr erster Roman "Ausgebliebt" der 2006 erschien, war schon erfolgreich, der Durchbruch kam jedoch mit ihrem Roman "Urlaub mit Papa" 2008. Das Buch wurde verfilmt und in mehrere Sprachen übersetzt. Die Autorin Dora Heldt, die in Loriot ihr Vorbild sieht, liest nach wie vor und verkauft die Bücher anderer. Wenn Dora Heldt gerade nicht selbst welche schreibt, lebt sie mit ihrer Familie in Hamburg.

Meinung der Redaktion
Die Geschichten von Dora Heldt über Christine und ihren Vater Heinz haben mittlerweile fast schon einen Kultstatus! Witzig geschrieben wird der Leser mit auf Reisen genommen, wobei auch die Landschaft der deutschen Inseln immer detailliert beschrieben wird und man sich wie im Urlaub fühlt. Einfach zum wohlfühlen und mitlachen!

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Herzklopfen (S. 106-107)
Als ich in Friedas Zimmer komme, fällt mir als Erstes das gerahmte Bild auf, das über ihrem Schreibtisch hängt: Florian Hoffmann in voller Aktion in Farbe und DIN-A1. Sie folgt meinem Blick und erklärt: »Göppingen gegen Lemgo, September 2005, er hat elf Tore geworfen.« »Wo hast du das denn her?« Umständlich stellt sie zwei Gläser und eine Saftflasche auf den Tisch. »Bei ebay ersteigert, für vier Euro. Mein Vater hat mir den Rahmen geschenkt.«
Sie deutet meinen Gesichtsausdruck falsch. »Was du jetzt denkst! Das Bild motiviert mich, allein schon im Hintergrund die ganzen Zuschauer, da hört man doch richtig den Lärm in der Halle. Stell dir vor, wie toll das ist, vor Zuschauern zu spielen, also natürlich nur, wenn man das richtig kann. Und was das für ein irres Gefühl sein muss, wenn man dann noch elf Tore wirft und das Spiel gewinnt.« Voller Hingabe betrachtet sie das Poster. Ich räuspere mich.
»Aber du bist nicht in ihn verknallt?« »Ach, Paula, du fängst schon genauso an wie Mela, Lucie und Jette, es geht immer nur um Liebe, ich finde das echt nervig. Jetzt komm, lass uns mit dem Referat anfangen, sonst werden wir heute nicht fertig.« Ungeduldig knallt sie die Bücher auf den Tisch und setzt sich so hin, dass sie das Bild im Rücken hat. Eine Stunde und fünf Seiten später klingelt das Telefon. Friedas Mutter brüllt »Frieda, es ist für dich!«, und ich warte, bis Frieda wieder zurückkommt. »Das war Jette.« »Und?« »Sie wissen nicht, wie sie weitermachen sollen.« »Mit wem schreibt sie denn zusammen?« »Mit Mela.« Jetzt erst sehe ich, dass Frieda komisch guckt. »Was ist?« Sie winkt ab und setzt sich wieder.
»Egal.« »Nein, komm, sag doch mal.« »Ach, ich habe gesagt, dass sie ja vorbeikommen können, weißt du, Jette muss unbedingt eine Zwei im Referat kriegen, sie hat doch die erste Geschichtsarbeit so verhauen. Ich kann ihr ja helfen. Aber Mela hat gefragt, ob du auch hier wärst, und dass sie dann nicht kommen will. Und jetzt ist Jette genervt und Mela heult. Und ich habe irgendwie die Schuld.« Ich werde sauer. »Was ist denn das für ein Kindergarten? Ich habe Mela überhaupt nichts getan, Jette und Lucie auch nicht, die machen einen Stress, ich kapiere das nicht. Worum geht es denn eigentlich?
Nur weil ich in Mackelstedt schon Handball gespielt habe?« Frieda guckt irritiert hoch. »Sag mal, hast du überhaupt nichts mitgekriegt? Mela ist schon ganz lange in Julius verknallt, seit dem letzten Schulfest, das war im März. Sie war mit ihm auch ein paar Mal im Kino und sogar einmal in der Sporthalle, als er gespielt hat. Sie wollte sogar in den Verein eintreten, die haben da ja dringend Spielerinnen gesucht, auch Anfänger, hat sie gesagt, aber Julius meinte, er findet das albern.
Mit Lucie hat Mela sich dann auch noch gestritten. Mela hat dauernd angefangen, vom Handball und von Julius zu reden, Lucie fand das bescheuert, und zack, gab es wieder Stress. Und dann hat Jette so lange Sprüche gemacht, bis Mela wieder normal war. Also, kein Handball, kein Julius, der hatte sowieso nie Zeit für sie. Und ein knappes Jahr später geht die Handball-AG los, Julius trainiert mit Mela, Jette und Lucie finden das auch plötzlich klasse und alles ist gut.

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