Buch
gebunden (528 Seiten)
Sprache: Deutsch
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Was ist Sachsen-Anhalt? Diese Frage war lange nicht leicht zu beantworten. Otto der Große, die Romanik, Martin Luther, das Bauhaus fallen manchem zu Sachsen-Anhalt ein. Auch Orte der Industriegeschichte: Buna, Leuna, Dessau, Schkopau, Wolfen. Aber sonst? Sachsen-Anhalt – das ist das Land dazwischen: zwischen Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen. Und es ist ein Bindestrichland, ein Land, in dem mehr zusammenwachsen muss als anderswo.
Zwanzig Jahre nach der friedlichen Revolution und um einiges an Erfahrung gemeinsamer Aufbauarbeit reicher, kann man sagen: Sachsen-Anhalt hat sich gefunden. Die Identität der Sachsen-Anhalter mit ihrem Land ist gewachsen, das Selbstbewusstsein auch. Sachsen-Anhalt ist ein Bundesland mit dynamischer Gegenwart und der Hoffnung auf eine gute Zukunft geworden.
Spätestens 2020 muss Sachsen-Anhalt auf eigenen Füßen stehen – dieses Ziel hat Wolfgang Böhmer nie aus dem Auge verloren. Der ehemalige Chefarzt, der dem Land neun Jahre als Ministerpräsident diente, hat auf seine nüchterne, gelegentlich knorrige, immer aber pragmatische Art der Entwicklung Sachsen-Anhalts eine Richtung gegeben und dem Land so ganz nebenbei auch ein Gesicht.
Prof. Dr. Wolfgang Böhmer beging am 27. Januar 2011 seinen 75. Geburtstag. Ihm zu Ehren betrachten die 49 Autoren dieser Festschrift den Findungsprozess Sachsen-Anhalts aus jeweils anderen Blickwinkeln.
| ISBN-10: | 3-89812-795-8 |
|---|---|
| EAN: | 9783898127950 |
| Erschienen: | 27.01.2011 |
| Verlag: | Mitteldeutscher Verlag |
| Einband: | gebunden |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 528 |
| Länge/Breite: | 217mm/161mm |
| Gewicht: | 921 g |
Reinhard Höppner, Jahrgang 1948, studierte nach einer Ausbildung zum Elektromonteur in Dresden Mathematik. 1980 - 1994 war Höppner Präses der Synode der evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen. Er engagiert sich im Deutschen Evangelischen Kirchentag, dessen Vorstand er seit 2001 angehört. 1994 - 2002 war Reinhard Höppner Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.
Harald Meller studierte Vor- und Frühgeschichte, Provinzialrömische Archäologie und Völkerkunde an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er ist heute Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt und Direktor des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle (Saale).
Prof. Dr. Mathias Tullner ist ein ausgewiesener Kenner der Landesgeschichte Sachsen-Anhalts. Er lehrt an der Otto-von-Guericke-universität Magdeburg und ist Autor bzw. Herausgeber zahlreicher Veröffentlichungen zur Geschichte Mitteldeutschlands.
Hans-Gert Pöttering, geboren 1945 in Bersenbrück (Niedersachsen) gehört dem Europäischen Parlament seit der ersten Direktwahl 1979 an. Für die Zeit von Januar 2007 bis Juni 2009 wurde er zum Präsidenten des Europäischen Parlaments gewählt. Von 1999 bis 2007 war er Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) und der europäischen Demokraten (EVP-ED) im Europäischen Parlament. Hans-Gert Pöttering ist Mitglied im Präsidium der EVP-Fraktion sowie im Präsidium der CDU Deutschlands. Hans-Gert Pöttering studierte Rechtswissenschaften, Politik und Geschichte an den Universitäten Bonn, Genf sowie dem dortigen Institut des Haute Études Internationales, und an der Columbia University New York. Er promovierte 1974. 1989 wurde Hans-Gert Pöttering zum Lehrbeauftragten und 1995 zum Honorarprofessor der Universität Osnabrück berufen. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Veröffentlichungen zur europäischen Politik.
Dr. Angela Merkel, geboren 1954 in Hamburg, Bundeskanzlerin. Sie promovierte 1986 in Physik, trat 1989 dem Demokratischen Aufbruch bei, wurde 1990 Mitglied der CDU und im selben Jahr Mitglied des Deutschen Bundestags. Von 1991 bis 1994 war sie Bundesministerin für Frauen und Jugend, anschließend bis 1998 Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Im Jahr 2000 übernahm sie den CDU-Vorsitz. Das Amt der Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion übte sie von 2002 bis 2005 aus. Seit 2005 ist Angela Merkel Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland.
Hans-Dietrich Genscher, geboren 1927 in Reideburg, studierte Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft in Halle und Leipzig. 1952 verließ er die DDR und trat in der BRD der FDP bei. 1965 wurde er Mitglied des deutschen Bundestags, 1969 Bundesminister des Inneren. Von 1974 bis 1992 war er Außenminister sowie Vizekanzler Deutschlands, bis er im Mai 1992 auf eigenen Wunsch zurücktrat. Der Ehrenvorsitzende der FDP ist seit 2000 geschäftsführender Gesellschafter der Hans-Dietrich Genscher Consult GmbH. Hans-Dietrich Genscher ist verheiratet und hat ein Kind.
Richard Schröder, einer der scharfsinnigsten Denker aus der ehemaligen DDR, wurde 1943 im sächsischen Frohburg geboren. Nach dem Studium in Naumburg und Berlin war er Pfarrer in Wiederstedt am Harz. 1990 wurde er Mitglied und SPD-Fraktionsvorsitzender der DDR-Volkskammer. Von Oktober bis Dezember 1990 gehörte er dem Bundestag an. 1991 wurde er an die Humboldt-Universität berufen, wo er 1993 den Lehrstuhl für Philosophie an der Theologischen Fakultät übernahm und bis Mitte 2000 Vizepräsident war.
Alfred Neven DuMont, geboren 1927 als Sohn des Zeitungsverlegers Kurt Neven DuMont. Nach dem Studium in München, dem Beginn einer Theaterarbeit an den dortigen Kammerspielen und einem Aufenthalt in den USA Eintritt in das Verlagshaus M. DuMont Schauberg; 1957 bis 1966 Herausgeber der Kulturzeitschrift magnum; seit 1967 alleiniger Herausgeber des Kölner Stadt-Anzeiger und des von ihm gegründeten Express; seit 1991 Herausgeber Mitteldeutsche Zeitung und seit 2001 Honorarprofessor für Medienpolitik und Medienökonomie in Halle. Alfred Neven DuMont ist seit 1990 Vorsitzender des Aufsichtsrates des Verlags M. DuMont Schauberg.
Thomas de Maizière ist einer der wichtigsten deutschen Spitzenpolitiker. Er wurde 1954 in Bonn geboren, leistete nach dem Abitur seinen Wehrdienst ab und studierte danach Jura in Münster und Freiburg. 1982 wurde er Mitarbeiter des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Richard von Weizsäcker. 1990 gehörte de Maizière auch der Verhandlungsdelegation für den deutsch-deutschen Einigungsvertrag an. Seit der Wiedervereinigung bekleidete er verschiedene wichtige politische Ämter, insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.§Nach der Bundestagswahl 2005 holte ihn Angela Merkel als Chef des Kanzleramts nach Berlin. Hier und vor allem später als Bundesinnenminister war er zuständig für die Nachrichtendienste und erhielt viel Zustimmung für seinen unaufgeregten Umgang mit der Terrorgefahr. Im März 2011 übernahm er das Verteidigungsministerium vom zurückgetretenen Karl-Theodor zu Guttenberg und treibt seither geräuschlos aber effektiv die Reform der Bundeswehr voran. Der Offizier der Reserve ist ein engagierter Protestant und Präsidiumsmitglied des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt er in Dresden.
Prof. Dr. h.c. Dieter Stolte, seit Mai 1962 beim ZDF, war von 1976 bis 1982 Programmdirektor und von 1982 bis 2002 Intendant des Senders, danach bis 2005 Herausgeber der Tageszeitungen Die Welt und Berliner Morgenpost. Von 1980 bis 2002 war er Professor für Medientheorie und Medienpraxis an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Heute ist er Vorsitzender des Museumsvereins des Deutschen Historischen Museums in Berlin.
Karl-Heinz Paqué stammt aus dem Saarland und lebt seit 1996 mit seiner Frau in Magdeburg. Er ist Professor für Volkswirtschaftslehre, seit 1996 auf einem Lehrstuhl für Internationale Wirtschaft an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Von 2002 bis 2006 war er Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt. Er ist Mitglied des Konvents für Deutschland.
Pirmin Stekeler-Weithofer ist Gründungsprofessor am Lehrstuhl für Theoretische Philosophie der Universität Leipzig.
Ursula von der Leyen ist seit 2005 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Udo Reiter, geboren 1944 in Lindau am Bodensee. Studium der Germanistik, Geschichte und Politischen Wissenschaften in München und Berlin, Dr. phil. Seit 1970 beim Bayerischen Rundfunk (BR), seit 1986 als Hörfunkdirektor. Von 1991 bis 2011 Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks, Aufsichtsratsvorsitzender der Degeto Film GmbH, Professor für Radiolehre. Er lebt in Leipzig und Berlin.
Prof. Dr. Axel Noack, Jahrgang 1960, unterrichtet seit 1997 Betriebswirtschaftslehre, Internationales Marketing und e-Marketing an der FH Stralsund. Davor hat er zehn Jahre im Ausland studiert und gearbeitet: Studium der Politologie und Betriebswirtschaftslehre in England, Frankreichmund den USA. Sein besonderes Interesse gilt aktuellen Trends auf dem Internet, insbesondere der Realisierung und Optimierung von internationalen Websites, der Konzeption und Optimierung von virtuellen Arbeitsabläufen, sowie den Möglichkeiten mobiler Kommunikationslösungen.
Monika Zimmermann, Abitur 1969 in Bremen, Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Romanistik in Göttingen und Genf, Promotion 1976 in Hamburg, Redaktionsvolontariat beim "Göttinger Tageblatt", anschließend dort verantwortlich für das Feuilleton, danach zehn Jahre Feuilleton-Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ab 1988 FAZ-Korrespondentin in der DDR mit Wohnsitz in Ost-Berlin, 1990 1994 Chefredakteurin der zur FAZ-Gruppe gehörenden überregionalen Tageszeitung NEUE ZEIT. 1994 - 2005 Chefredakteurin bei verschiedenen Zeitungen in verschiedenen Bundesländern. Seit 2006 Regierungssprecherin in Sachsen-Anhalt.