Buch
Taschenbuch (411 Seiten)
Sprache: Deutsch
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Geheimnisvoll, verboten und unwiderstehlich sinnlich Zarek ist stark, sinnlich und ein gefallener Held. Die Jahre als römischer Sklave und verbannter Dark Hunter haben ihn hart gemacht. Nun soll die wunderschöne Astrid über sein Schicksal entscheiden. Mutig schaut sie ihm direkt in die Seele ? und rührt sein gebrochenes Herz. Doch wird ihm je wieder eine zärtliche Berührung gestattet sein? Nur wenn Astrid die geheimste Wahrheit über Zarek herausfindet, kann ihre Liebe eine Zukunft haben ... "Spannend, sexy, aufregend! Heiße Serie! Bitte mehr davon!" Romantic Times "Außergewöhnlich! ? Das reinste Lesevergnügen!" The Best Reviews "Unheimlich sinnlich, fesselnd, gleichzeitig gefühlvoll und zum Nerven zerreißen kühl; mit einem umwerfenden Helden zum Verlieben!" Booklist
Pressestimmen:
"Der neue Star unter den Liebesroman-Autorinnen!" Publishers Weekly
| Verkaufsrang: | 22.301 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-442-37121-X |
| EAN: | 9783442371211 |
| Originaltitel: | Dance with the Devil |
| Erschienen: | 08.12.2008 |
| Verlag: | Blanvalet |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 411 |
| Länge/Breite: | 183mm/126mm |
| Gewicht: | 342 g |
| Übersetzer: | Eva Malsch |
| Reihe: | Blanvalet Taschenbücher |
Sherrilyn Kenyon is the NEW YORK TIMES bestselling and award-winning author of several series. She lives with her husband and three sons in Nashville, Tennessee.
von Blacky, am 13.04.2009
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von Ulrike, am 23.03.2009
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von Kastanie, am 22.01.2009
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von einer Kundin/einem Kunden, am 31.12.2008
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von Regina P., am 30.12.2008
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von einer Kundin/einem Kunden, am 29.09.2008
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New Orleans, ein Tag nach Mardi Gras
Als der Helikopter emporstieg, sank Zarek in seinen Sitz zurück. Er flog nach Alaska. Nach Hause. Zweifellos würde er dort sterben.
Wenn Artemis ihn nicht tötete, würde es Dionysos tun. Der Gott des Weines und der Ausschweifungen hatte seinen Zorn über Zareks Verrat unmissverständlich bekundet und erklärt, er würde ihn bestrafen.
Um Sunshine Runningwolfs Glück zu retten, hatte Zarek die Absichten eines Gottes durchkreuzt. Dafür würde er bitter büßen und noch grausamere Qualen erleiden als in seinem menschlichen Leben. Nicht, dass er sich darüber aufregte. Im Leben und im Tod gab es nicht viel, was ihn noch irritierte.
Warum er sich Sunshines und Talons wegen in Schwierigkeiten gebracht hatte, wusste er noch immer nicht. Vielleicht, weil es zu seinen wenigen Amüsements gehörte, andere Leute zu ärgern.
Sein Blick fiel auf den Rucksack, der neben seinen Füßen lag. Ehe ihm bewusst wurde, was er tat, nahm er die handgearbeitete Keramikschüssel heraus, Sunshines Geschenk. Nur ein einziges Mal hatte jemand ihm etwas gegeben, ohne eine Bezahlung zu verlangen. Behutsam strich er über das kunstvoll gemalte Muster. Stundenlang musste sie daran gearbeitet haben, mit liebevollen Händen ...
»Sie verlieren Zeit für ihre Lumpenpuppe, und sie wird ihnen dadurch sehr wichtig.« Dieser Satz aus dem »Kleinen Prinzen« ging ihm durch den Sinn. Für diese Schüssel hatte Sunshine sehr viel Zeit verloren und ihm ihr Kunstwerk geschenkt, ohne ersichtlichen Grund. Wahrscheinlich wusste sie gar nicht, wie tief sie ihn dadurch berührte.
»Wie erbärmlich du bist ...« Die Schüssel in den Händen verzog er angewidert die Lippen. »Für sie bedeutet es nichts. Doch du hast dich für ein wertloses Keramikgefäß dem ewigen Tod verschrieben.«
Mit geschlossenen Augen schluckte er.
Ja, es stimmte, er würde erneut sterben, für nichts und wieder nichts.
Na und?
Dann würde er eben sterben. Welche Rolle spielte das schon? Wenn sie ihn nicht während des Flugs töteten, würde er ihnen einen grandiosen Kampf liefern. Solche Gelegenheiten bekam er in Alaska viel zu selten, er freute sich auf die Herausforderung.
Wütend auf sich selbst und die Welt im Allgemeinen, zertrümmerte er die Schüssel mit seinen Gedanken und wischte den Staub von seiner Hose.
Dann holte er seinen MP3-Player hervor und scrollte zu Nazareths »Hair of the Dog«, setzte die Kopfhörer auf und wartete ab, ob Mike die Fenster des Hubschraubers erhellen und das tödliche Sonnenlicht hereinlassen würde.
Immerhin hatte Dionysos den Knappen für diesen Mord bezahlt, wenn der Mann auch nur einen Funken Verstand besaß, würde er gehorchen. Sonst würde er es bitter bereuen.
1
Acheron Parthenopaeus, ein mächtiger Mann, hütete viele Geheimnisse. Seit über neuntausend Jahren fungierte der erstgeborene Dark Hunter - und der Anführer aller Jäger aus der Dunkelheit - als Prellbock zwischen der besonderen Spezies und Artemis, der Jagdgöttin, die sie erschaffen hatte. Diesen Job genoss er nur selten, er hasste seine Position. Wie ein mutwilliges Kind liebte Artemis es, ihn zu ärgern und auszuprobieren, wie weit sie gehen konnte, bevor er ihr das Handwerk legte.
Ihre komplizierte Beziehung beruhte auf einem Gleichgewicht der Macht. Nur er war imstande, die Göttin zu kontrollieren und ihr Vernunft beizubringen. Zumindest meistens. Gleichwohl besaß sie die einzige Nahrungsquelle, die er brauchte, um menschlich zu bleiben. Das heißt voller Mitgefühl.
Ohne Artemis würde er sich in einen seelenlosen Killer verwandeln, noch schlimmer als die Daimons, die unentwegt über die Menschheit herfielen. Doch ohne ihn hätte auch sie kein Herz, kein Gewissen.
In der Mardi Gras-Nacht hatte er mit ihr vereinbart, er würde ihr zwei Wochen lang dienen, wenn sie Talons Seele freiließ und dem Dark Hunter gestattete, seine Unsterblichkeit für die Frau, die er liebte, aufzugeben.
Talon war vor lauernden Vampiren und anderen dämonischen Kreaturen gerettet worden, die auf der Suche nach wehrlosen Opfern über die Erde streiften.
Während Acheron alias Ash seine Macht nicht nutzen konnte, weil er in Artemis' Tempel festsaß, musste er sich auf die Informationen verlassen, die er von ihr über die Fortschritte von Zareks Jagd bekam.
Nur zu gut verstand er, wie Zarek sich fühlte - ganz allein, auf seinen Instinkt angewiesen, um zu überleben, von Feinden umringt. Ash ertrug es nicht, wenn seine Männer ein solches Schicksal erlitten.
»Ruf Thanatos zurück«, verlangte er, während er zu Artemis' Füßen auf dem Marmorboden saß.
Sie lag auf dem Bauch, quer über ihrem elfenbeinweißen Thron, der ihn stets an eine üppig gepolsterte Chaiselongue erinnerte - ein dekadentes Möbel für hedonistische Bedürfnisse. Schon immer hatte die Göttin großen Wert auf ihren Komfort gelegt.
Lächelnd drehte sie sich auf den Rücken. Ihr transparenter weißer Peplos enthüllte mehr, als er verdeckte. Als sie sich bewegte, entblößte sie den unteren Teil ihres Körpers. Desinteressiert schaute er in ihre Augen.
Ihr lüsterner Blick schweifte über seine Gestalt. Bis auf eine enge schwarze Lederhose war er nackt. Voller Genugtuung spielte sie mit einer Strähne seines langen blonden Haars, das die Bisswunde auf seinem Nacken verbarg.
In seiner Anwesenheit fühlte sie sich immer froh und zufrieden - im Gegensatz zu ihm.
»Du bist immer noch so schwach, Acheron«, bemerkte sie in sanftem Ton, »und keineswegs in einer Position, die es dir gestatten würde, Forderungen an mich zu stellen. Außerdem hat dein zweiwöchiger Aufenthalt in meinem Tempel eben erst begonnen. Wo bleibt die Unterwerfung, die du mir versprochen hast?«
Langsam stand er auf, sodass er sie überragte. Die Arme zu beiden Seiten ihres Kopfs auf den Thron gestützt, neigte er sich hinab, bis ihre Nasen einander fast berührten. Ihre Augen weiteten sich ein wenig, gerade genug, um ihm zu verraten, sie wüsste trotz seiner momentanen Schwäche, wer von ihnen beiden der Stärkere war. »Ruf dein Schoßhündchen zurück, Artie. Das meine ich ernst. Schon vor langer Zeit habe ich dir erklärt, ein Thanatos, der sich an meine Dark Hunter heranpirscht, sei überflüssig, ich bin deines Spiels müde. Sperr ihn in den Zwinger.«
»Nein«, erwiderte sie schmollend. »Zarek wird sterben. Ende der Diskussion. Seit sein Bild in den TV-Abendnachrichten erschien und ihn zeigte, wie er Daimons tötete, bringt er alle Dark Hunter in Gefahr. Wir können uns nicht leisten, dass die Behörden der Menschen jemals von ihnen erfahren. Und wenn die Polizei Zarek findet ...«
»Wer soll ihn denn finden? Dank deiner Grausamkeit ist er mitten im Nirgendwo eingeschlossen.«
»Dorthin habe ich ihn nicht befördert - das war dein Werk. Ich wollte ihn töten, du hast es verhindert. Dass er nach Alaska verbannt wurde, ist deine Schuld. Also mach mir keine Vorwürfe.«
Ash kräuselte seine Lippen. »Natürlich werde ich einen Mann nicht sterben lassen, nur weil es dich und deine Geschwister amüsiert, mit seinem Leben zu spielen.«
Für diesen Dark Hunter hatte er ein anderes Schicksal gewählt. Aber bisher waren weder die Götter noch Zarek kooperativ.
Zum Teufel mit dem freien Willen - der brachte sie alle in Schwierigkeiten, die sie nun wirklich nicht gebrauchen konnten.
Artemis' Augen verengten sich. »Warum kümmerst du dich so intensiv um ihn, Acheron? Allmählich werde ich eifersüchtig auf den Dark Hunter und deine Liebe zu ihm.«
Seufzend richtete er sich auf. So, wie sie das sagte, erweckte sie den Eindruck, seine Sorge um seine Männer wäre obszön. In dieser Kunst hatte sie eine wahre Meisterschaft entwickelt.
Was er für Zarek empfand, glich verwandtschaftlichen Gefühlen. Besser als sonst jemand verstand er die Beweggründe des Mannes, er wusste, warum dieser Dark Hunter voller Zorn und Frust um sich schlug.
Es gab nur eine gewisse Anzahl von Fußtritten, die ein Hund hinnahm, bevor er bösartig wurde.
Und weil er selbst dazu neigte, durfte er Zarek sein tollwütiges Verhalten nicht verübeln, das er sich vor Jahrhunderten angeeignet hatte.