Kein Sterbenswort

Roman

von Harlan Coben

eBook

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Weitere Artikelinformationen

Acht Jahre ist es her, dass David Becks Frau Elisabeth entführt und von einem Serienkiller ermordet wurde. Seither ist der Kinderarzt ein gebrochener Mann. Doch plötzlich scheint ihm jemand Botschaften von Elizabeth zuzuspielen: Dr. Beck erhält die Nachricht, dass seine Frau noch lebt. Man warnt ihn, kein Sterbenswort davon zu verraten, aber als das FBI auftaucht und David selbst des Mordes an seiner Frau verdächtigt, nimmt er die Suche nach ihr auf ...

Produktdetails

ISBN-10: 3-641-01062-4
EAN: 9783641010621
Originaltitel: Tell No One
Erschienen: 26.01.2009
Verlag: Goldmann
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 352
Übersetzer: Gunnar Kwisinski
Erschienen bei: Goldmann
Übersetzt von: Gunnar Kwisinski
Spieldauer: 439 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Gunnar Kwisinski

Gunnar Kwisinski, Jahrgang 1960, hat unter anderen William Marshall, Geoff Nicholson, Harlan Coben und Walter Satterthwait ins Deutsche übertragen. Er lebt in Göttingen.

Harlan Coben

Harlan Coben wurde 1962 in New Jersey geboren. Nachdem er zunächst Politikwissenschaft studiert hatte, arbeitete er später in der Tourismusbranche, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er hat mehrere Thriller geschrieben, die in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden. Harlan Coben wurde als erster Autor mit den drei wichtigsten amerikanischen Krimipreisen ausgezeichnet, dem "Edgar Award", dem "Shamus Award" und dem "Anthony Award". Harlan Coben gilt als einer der wichtigsten und erfolgreichsten Thrillerautoren seiner Generation. Er lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in New Jersey.

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22 (S. 158-159)
Die beiden Detectives Roland Dimonte und Kevin Krinsky von der Mordkommision des New York Police Department waren als Erste am Tatort, noch vor den Kollegen von der Schutzpolizei. Dimonte, ein Mann mit fettigem Haar und einer Vorliebe für scheußliche Schlangenlederstiefel sowie zerkaute Zahnstocher, übernahm das Kommando. Er bellte Befehle. Der Tatort wurde unverzüglich abgeriegelt.
Ein paar Minuten später machten sich die Leute von der Spurensicherung darüber her. »Sorgt dafür, dass die Zeugen sich nicht untereinander absprechen können«, ordnete Dimonte an. Es gab nur zwei Zeugen: den Ehemann und diesen merkwürdigen Wechselbalg in Schwarz. Der Ehemann kam Dimonte ziemlich aufgelöst vor, das konnte allerdings auch Schauspielerei sein. Aber immer schön der Reihe nach. Dimonte, der weiter auf seinem Zahnstocher herumkaute, nahm den Wechselbalg beiseite - er hieß auch noch Arturo. Der Junge war ziemlich blass. Normalerweise hätte Dimonte auf Drogen getippt, aber der Kerl hatte gereihert, als er die Leiche entdeckte.
»Alles okay?«, fragte Dimonte. Als würde ihn das interessieren. Arturo nickte. Dimonte fragte ihn, ob in Bezug auf das Opfer in letzter Zeit etwas Ungewöhnliches vorgefallen sei. Ja, antwortete Arturo. Und was? Rebecca hatte gestern einen Anruf bekommen und danach war sie ganz verstört gewesen. Wer angerufen hatte? Arturo wusste es nicht genau, aber eine Stunde später - es war vielleicht auch schneller gegangen, Arturo war sich nicht sicher - war ein Mann vorbeigekommen, um mit Rebecca zu sprechen. Als der Mann wieder ging, war Rebecca völlig am Ende gewesen. Wissen Sie noch, wie der Mann hieß? »Beck«, sagte Arturo. »Sie nannte ihn Beck.«
Shauna steckte Marks Laken in den Trockner. Linda erschien hinter ihr. »Er macht wieder ins Bett«, sagte Linda. »Du merkst aber auch alles.« »Ach komm, sei nicht so.« Linda ging. Shauna öffnete den Mund, um sich zu entschuldigen, bekam aber kein Wort heraus. Als sie das erste Mal - das einzige Mal - aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen war, hatte Mark das sehr übel aufgenommen. Damals hatte das mit dem Bettnässen angefangen. Als Linda und sie sich versöhnt hatten, hörte es wieder auf. Bis jetzt. »Er weiß, was los ist«, sagte Linda. »Er spürt die Spannungen.«
»Und was kann ich dagegen tun, Linda?« »Das Nötige.« »Ich zieh nicht wieder aus. Das hab ich dir versprochen.« »Das reicht aber offenbar nicht.« Shauna warf ein Weichspülvlies in die Waschmaschine. Ihr Gesicht wirkte abgespannt. Das konnte sie jetzt wirklich nicht brauchen. Sie war ein hoch bezahltes Modell. Sie konnte nicht mit Tränensäcken und stumpfem Haar bei der Arbeit erscheinen. Diesen Scheiß konnte sie einfach nicht brauchen. Sie hatte das alles satt. Sie hatte diese Häuslichkeit satt, die einfach nicht zu ihr passte. Sie hatte den Druck dieser verdammten Gutmenschen satt. Dabei war die Bigotterie gar nicht das Hauptproblem.
Aber der Druck, der auf ein lesbisches Paar mit Kind aus geübt wurde - und zwar von vermeintlich wohlgesinnten Freunden -, nahm einem die Luft zum Atmen. Die glaubten, wenn ihre Beziehung scheiterte, würde gleich das ganze Konzept der lesbischen Liebe mit den Bach runtergehen, und lauter solchen Mist. Als ob Hetero-Paare sich nie trennten. Shauna war keine Vorkämpferin. So viel war klar. Ob es nun selbstsüchtig war oder nicht, sie würde sich nicht im Namen des Allgemeinwohls opfern.

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