Inkubus

von Luca DiFulvio

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Weitere Artikelinformationen

Eine Serie von bestialischen Ritualmorden. Kommissar Amaldi tappt im Dunkeln, bis er den Müßiggänger Luz kennenlernt. Anscheinend kannte Luz die Opfer persönlich - aus seiner Kindheit, die er im Waisenhaus verbracht hat. Luz birgt ein qualvolles Geheimnis, denn er war nicht nur mit den Opfern bekannt. Offenbar weiß er auch, wer ihr Mörder ist ...

Produktdetails

Verkaufsrang: 2.208
ISBN-10: 3-8387-0708-7
EAN: 9783838707082
Originaltitel: Dover Beach
Erschienen: 02.2011
Verlag: Lübbe Digital
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 400
Übersetzer: Barbara Neeb, Katharina Schmidt
Erschienen bei: Lübbe Digital
Übersetzt von: Barbara Neeb, Katharina Schmidt
Spieldauer: 376 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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IX (S. 122-123)
Es war früher Vormittag. Die Mütter hatten ihre Kinder schon bei Giuditta abgeliefert. Alle hielten sich in der Küche auf und aßen etwas. Die Kinder lachten und kreischten. Amaldi starrte auf die Küstenstraße. Er bemerkte zwei Wagen, die hintereinander her fuhren. Erst waren sie nur winzige Punkte, die hinter dem Berg auftauchten und wieder verschwanden, verschluckt von Tunneln und engen Kurven. Doch dann waren sie deutlicher zu erkennen. Wurden größer. Man konnte das Geräusch ihrer Motoren hören.
Und schließlich parkten sie hinter dem Haus. Amaldi ging zur Tür. »Ihr kennt euch?«, fragte Frese und deutete auf Palermo, der hinter ihm stand. »Vom Sehen«, meinte Amaldi. »Vom Hörensagen«, sagte Palermo. Amaldi wandte sich um und ging zur Terrasse. Frese und Palermo folgten ihm. Da kam ein Kind aus der Küche. »Na sieh mal an, wer da ist ... hallo Stöpsel«, begrüßte ihn Frese lächelnd und beugte sich zu ihm herunter, um ihn zu streicheln. »Wie geht es deiner Mama?«
Der Junge wich ihm aus, schaute Hilfe suchend zwischen den anderen beiden Erwachsenen hin und her, bevor er zu Palermo lief und sich hinter ihm versteckte. Amaldi erstarrte, weil er Giuditta kommen hörte. Palermo ging in die Knie und lächelte den Jungen an. »Ciao ...«, sagte er freundlich. »Ciao«, antwortete der Junge und erwiderte sein Lächeln, dann umarmte er Palermo, als sollte der ihn vor Frese beschützen. »Ach hier bist du, du kleiner Herumtreiber«, sagte Giuditta.
Das Kind drängte sich noch enger an Palermo. Seine Augen blitzten trotzig auf. »Du solltest jetzt besser mit deiner Mutter gehen«, meinte Palermo. »Das ist nicht seine Mutter«, mischte sich Frese ein. »Magst du einen Keks?«, fragte Giuditta. »Los, geh schon!«, ermutigte ihn Palermo mit ruhiger, tröstlich wirkender Stimme. Daraufhin löste sich der Junge aus der Umarmung und ließ sich von Giuditta an der Hand nehmen. »Er mag Sie«, sagte sie.

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