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Ein mitreißender historischer Abenteuerroman, der den Leser direkt auf Britanniens nebelverhangene Schlachtfelder versetzt!
'Simon Scarrow ist ein überragendes Talent. Ich habe diesen Roman verschlungen!' Steven Saylor
Rom, im Jahr 42 nach Christi Geburt: Kaiser Claudius gewährt seinem siebzehnjährigen Leibsklaven Cato die lang ersehnte Freiheit. Doch im Gegenzug muss sich der hochgebildete, jedoch kämpferisch völlig unerfahrene junge Mann zu zwanzig Jahren Dienst in der römischen Armee verpflichten. Kurz darauf befiehlt der Imperator das gefährlichste aller militärischen Abenteuer, an dem einst sogar Cäsar scheiterte: die Eroberung Britanniens. Cato steht auf der Insel aber nicht nur den wildesten Barbarenhorden gegenüber - auf direkten kaiserlichen Befehl muss er sich in einem tödlichen Netz aus Intrigen und Verschwörungen bewähren...
Simon Scarrow wurde in Nigeria geboren und wuchs in England auf. Nach seinem Studium arbeitete er viele Jahre als Dozent für Geschichte an der Universität von Norfolk, eine Tätigkeit, die er aufgrund des großen Erfolgs seiner Romane nur widerwillig und aus Zeitgründen einstellen musste.
| Verkaufsrang: | 3.840 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-641-07895-4 |
| EAN: | 9783641078959 |
| Originaltitel: | Under the Eagle |
| Erschienen: | 06.12.2011 |
| Verlag: | Blanvalet Taschenbuch Verlag |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 416 |
| Übersetzer: | Norbert Stöbe |
| Erschienen bei: | Blanvalet Taschenbuch Verlag |
| Übersetzt von: | Norbert Stöbe |
| Spieldauer: | 528 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
Simon Scarrow lebt im englischen Norfolk, wo er als College-Dozent Geschichte lehrt. Als ein großer Verehrer der Romane von Cornwell, Forester und O'Brian und ausgewiesener Kenner des Römischen Reichs beschloss Scarrow eines Tages, das zu schreiben, was er selbst gerne lesen würde: packende Abenteuerromane vor dem Hintergrund der römischen Invasion in Britannien im Jahre 43 n. Chr.
von Thomas Horvath, am 14.12.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Lentia
8 (S. 86-87)
Das Pferd des Tribuns kam den Weg entlanggaloppiert. An der hintersten Zenturie riss Vitellius sein Pferd herum, streckte den Arm aus und zeigte auf den Hang am Dorf. »Macro! Führ deine Männer im Laufschritt zurück!« »Herr?« Macro war vorübergehend ganz verblüfft wegen des Befehls. Sein Blick folgte dem erhobenen Arm des Tribuns und schweifte rasch übers Dorf zu der Stelle, wo die Germanen über das flache Ackerland rannten.
»Mach schon, Zenturio!«, rief Vitellius. »Im Laufschritt. « »Jawohl, Herr!« »Und wenn du im Dorf bist, marschier geradewegs hindurch und sichere das Tor an der anderen Seite.« »Jawohl, Herr!« »Lass dich unter keinen Umständen aufhalten! Verstanden? « »Herr.« Während Macro sich zur Sechsten Zenturie umdrehte und den Befehl zum Abmarsch brüllte, riss Vitellius grob die Zügel herum, gab seinem Pferd die Fersen und galoppierte an der Kolonne entlang, die eine schneidige Kehrtwendung vollführt hatte und sich nun im Laufschritt zum Dorf wandte. Macro packte Cato beim Arm.
»Bleib in meiner Nähe. Was auch geschieht.« Cato nickte. »Nun gut, Männer, im Laufschritt. Mir nach!« Macro führte die Zenturie den Weg entlang, ein kleiner Haufen japsender Legionäre, aus deren Mündern weiße Atemwölkchen emporstiegen, während sie zur anderen Dorfseite blickten und die Entfernung der auf sie zustürmenden Germanenhorde abschätzten. Selbst Cato konnte erkennen, dass der Gegner das Tor auf jeden Fall vor ihnen erreichen würde.
Und was dann? Ein brutaler Kampf in den schmutzigen engen Gassen und der sichere Tod. Wenn auch nur ein Bruchteil von dem, was Posidonius über die Germanen geschrieben hatte, stimmte, wäre der Tod der Gefangenschaft vorzuziehen. Die Riemen klatschten und die Scheiden klirrten laut, und Cato, der die Technik, in voller Rüstung zu rennen, noch nicht hatte perfektionieren können, hatte Mühe, Schild und Speer festzuhalten und zu verhindern, dass ihm die Schwertscheide zwischen die Beine geriet.
Zu allem Überdruss rutschte ihm auch noch der Helm in Einheitsgröße über die Augen, so dass er ihn mit einem Kopfschlenker wiederholt auf den Kopf zurückbefördern musste. Als Macro sich umblickte, sah er, dass die anderen Zenturien jetzt über die Kuppe strömten und den Hang hinunterrannten. Er nickte zustimmend. Der Tribun tat gut daran, sie nicht alle zum Dorf zurückrennen zu lassen, wo sie dem Feind atemlos hätten entgegentreten müssen. Macro blickte nach vorn zum Dorftor.
Dort erwartete sie eine verunsicherte kleine Gruppe Germanen mit einer bunt zusammengewürfelten Sammlung antiker Waffen sowie wesentlich gefährlicheren landwirtschaftlichen Geräten – offenbar waren sie überrascht, dass die Legionäre über den Hang zu ihnen zurückeilten. Macro war einige Dutzend Schritte von ihnen entfernt und sah die Angst in den Gesichtern derer, die sich noch nicht zur Flucht gewandt hatten. Er füllte die Lungen und zog das Schwert. »GRRRAAAAARRR!« Cato sprang überrascht zur Seite. »Lauf weiter, du Narr! Das sollte die Germanen erschrecken, nicht dich!«