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Wer sein Herz verkauft ...
Kein Geld, kein Job, keine Fans. Und keine Chance, dass sich das ändert. Als der ehemalige Topstar der Football-Liga, Griff Burkett, seine Gefängnisstrafe abgesessen hat, ist ihm nichts geblieben außer einem Polizisten, der ihm unbedingt einen Mord anhängen will.
Da kommt das Angebot des exzentrischen Millionärs Forster Speakman wie gerufen: Griff soll Forsters Frau schwängern. Was könnte einfacher und profitabler sein? In seiner Not akzeptiert Griff und ahnt nicht, wie heiß dieses Spiel wird. Denn Forster stirbt, und bald steht Griff unter Mordverdacht. Er muss erkennen, dass Gewinnen ihn diesmal die Frau kosten kann, die er liebt, und Verlieren - sein Leben ...
Pressestimmen:
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 01.02.10
Sie kann es einfach. Unwiderstehlich packt Sandra Brown den Leser schon auf der ersten Seite und lässt ihn nicht mehr los. Sandra Brown weiß, wie man perfekte Thriller schreibt. Ihr Figurengeflecht ist spannungsgeladen und lässt tief blicken. Man rätselt, man überlegt, wie mag es denn nun weitergehen, wie enden. Thriller auf höchstem Niveau, mit dem Touch Romantik versehen, auf diesem Gebiet ist Sandra Brown weiter unbestritten die Nr. 1.
| ISBN-10: | 3-7645-0308-4 |
|---|---|
| EAN: | 9783764503086 |
| Originaltitel: | Play Dirty |
| Erschienen: | 04.01.2010 |
| Verlag: | Blanvalet |
| Einband: | gebunden |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 511 |
| Länge/Breite: | 219mm/147mm |
| Gewicht: | 695 g |
| Übersetzer: | Christoph Göhler |
Sandra Brown ist ein wahres Multitalent. Sie arbeitete mit großem Erfolg als Schauspielerin und TV-Journalistin, bevor sie 1990 mit ihrem Roman "Trügerischer Spiegel" auf Anhieb einen internationalen Erfolg landete. Mittlerweile gehört sie längst zu den erfolgreichsten Autorinnen in den USA und in Europa. Jedes ihrer Bücher stand monatelang auf den Spitzenplätzen der "New York Times"-Bestsellerliste - einmal sogar drei Romane gleichzeitig! Ihren großen Durchbruch als Thrillerautorin feierte Sandra Brown mit dem Roman "Die Zeugin", der auch in Deutschland auf die Bestsellerlisten kletterte - ein Erfolg, den sie mit "Nachtglut" und "Im Haus meines Feindes" wiederholen konnte. Ihre Romane wurden in 33 Sprachen übersetzt und erreichen eine Weltauflage von mehr als 70 Millionen Exemplaren. Sandra Brown lebt mit ihrer Familie abwechselnd in Texas und South Carolina.
von Doris Oberauer, am 07.08.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Grieskirchen
von Brigitte Paulczynski, am 27.01.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Amstetten
von Blacky, am 13.05.2011
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von Doris Krischer, am 31.10.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 10.05.2010
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von Bellexr, am 19.04.2010
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von Jutta Huber, am 19.02.2010
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von R.W., am 13.02.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 12.02.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 10.01.2010
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Das ist alles?"
"Das ist alles." Griff Burkett warf eine kleine Reisetasche auf den Rücksitz und setzte sich dann auf den Beifahrersitz. "Ich hatte nicht viel dabei. Und ich nehme hundertprozentig keine Souvenirs mit." Er wollte garantiert keine Erinnerungsstücke an seinen Aufenthalt im BIG - dem offiziellen Kürzel für die Bundesjustizvollzugsanstalt in Big Spring, Texas.
Er sank in die weichen Lederpolster, richtete die Düse der Aircondition auf seinen Bauch, merkte, dass sie nicht losfuhren, und sah daraufhin den Fahrer an. "Der Gurt."
"Ach so. Stimmt." Griff zog den Gurt über seinen Bauch und ließ ihn einrasten. Dann meinte er viel sagend: "Wir wollen doch keine Gesetze brechen."
Für einen Anwalt war Wyatt Turner ganz in Ordnung. Aber falls er auch nur einen Funken Humor besaß, ließ er sich das nicht anmerken. Griffs trockene Bemerkung entlockte ihm nicht einmal ein Lächeln.
"Mann, Turner, was soll die Leichenmiene?", fragte Griff. "Heute ist ein Feiertag."
"Leider sind wir nicht die Einzigen, die ihn begehen."
Turner lenkte Griffs Blick auf einen hässlichen, olivgrünen Wagen, der auf einem Behindertenparkplatz stand. Unberechtigt, wie es aussah, denn am Rückspiegel hing kein Behindertenzeichen. Griff erkannte weder Marke noch Modell, weil der Wagen noch keine fünf Jahre alt war. Die langweilige Limousine hob sich allein dadurch hervor, dass ein Mann am Lenkrad saß.
Griff fluchte leise. "Was will der denn hier?"
"Dass Sie heute entlassen werden, war in allen Zeitungen zu lesen, ich glaube nicht, dass er Champagner mitgebracht hat."
"Warum ist er dann so weit gefahren, um mich zu sehen?"
"Ich nehme an, er will dort anknüpfen, wo Sie beide aufgehört haben."
"Aha."
Der Gegenstand ihrer Unterhaltung, Stanley Rodarte, hatte so geparkt, dass er nicht zu übersehen war. Griff sollte ihn bemerken. Und Griff hätte ihn überall erkannt, weil Stanley Rodarte ein echt hässlicher Hurensohn war. Sein Gesicht sah aus wie mit einer Kettensäge aus einer alten Eiche geschnitzt, ohne dass sich der Schnitzer die Zeit genommen hätte, die Kanten abzuschmirgeln. Die Wangenknochen waren scharf wie Messerschneiden und legten strenge Schatten auf seine gerötete, aknenarbige Haut. Seine Haare hatten Farbe und Fasson von staubigem Stroh. Hinter den Gläsern seiner verspiegelten Sonnenbrille waren die -gelblichen, wie Griff sich erinnerte - Augen mit einer Feindseligkeit auf Griff gerichtet, die selbst nach fünf Jahren kein bisschen verblasst war.
Griff zuckte scheinbar gleichgültig mit den Achseln. "Wenn er unbedingt seine Zeit vergeuden will."
Woraufhin Turner mit Weltuntergangsstimme entgegnete: "Er sieht das offensichtlich anders."
Als sie an dem anderen Wagen vorbeirollten, grinste Griff Rodarte feixend an und zeigte ihm den Mittelfinger.
"Mann, Griff." Turner beschleunigte auf das Gefängnistor zu. "Was ist mit Ihnen nur los?"
"Mir macht er keine Angst."
"Das sollte er aber. Falls Sie nur einen Funken Verstand hätten, würden Sie sich vor Angst in die Hose machen. Ganz offensichtlich hat er Bandy nicht vergessen. Halten Sie sich von ihm fern. Im Ernst. Haben Sie verstanden? Legen Sie sich nicht mit ihm an."
"Schicken Sie mir für diesen unerbetenen Rat eine Rechnung?" "Nein, dieser Rat geht aufs Haus. Damit versuche ich nicht nur Sie zu schützen, sondern auch mich."
Trotz der blasenden Aircondition ließ Griff das Fenster herunter, als Turner durch das Tor der Bundesstrafanstalt fuhr, die während der letzten fünf Jahre sein Heim gewesen war. Der Bereich, in dem er eingesessen hatte, war als gelockerter Vollzug eingestuft, aber es war trotz alledem ein Gefängnis.
"Nichts gegen die Bewohner von Big Spring, aber mir kann dieses Kaff ein für alle Mal gestohlen bleiben", bemerkte er, als sie den Ort im Westen von Texas hinter sich ließen und auf der Interstate 20 nach Osten fuhren.
Die Luft war heiß, trocken und staubig, und sie roch nach den Diesel- und Benzinabgasen auf der viel befahrenen Autobahn, aber es war freie Luft, die erste, die Griff seit eintausendachthundertundfünfundzwanzig Tagen schmeckte. Er saugte sie tief in die Lunge.
"Ein gutes Gefühl, wieder draußen zu sein?", fragte der Anwalt.
"Sie haben gar keine Ahnung."
Nach kurzem Schweigen bemerkte Turner: "Das mit Rodarte war mein Ernst."
Der sandige Wind peitschte über Griffs Gesicht und drückte die Haare an seinen Kopf. "Entspannen Sie sich, Turner", rief er gegen das Dröhnen eines stinkenden Viehtransporters an, der eben vorbeizog. "Ich werde Rodarte schon nicht auf die Zehen treten. Und keinem anderen. Die Sache ist gegessen. Geschichte. Ich habe meine Strafe abgesessen und meine Schuld gegenüber der Gesellschaft zurückgezahlt. Sie haben einen rehabilitierten, geläuterten Mann vor sich."
"Freut mich zu hören", antwortete der Anwalt mit unüberhörbarer Skepsis.
Griff hatte Rodarte im Außenrückspiegel beobachtet. Er war ihnen durch Big Spring gefolgt und fuhr ihnen immer noch hinterher, wobei er mindestens drei Wagen zurückblieb. Falls Wyatt Turner gemerkt hatte, dass Rodarte sich an sie gehängt hatte, sagte er nichts dazu. Griff wollte schon eine Bemerkung machen, aber dann dachte er, dass sein Anwalt manche Dinge nicht zu wissen brauchte. Dinge, die ihm nur Sorgen machen würden.
Dreihundert Meilen später stand Griff im Wohnbereich seines neuen Apartments, wobei Wohnbereich eine lachhafte Übertreibung war. Man konnte hier vielleicht überleben, aber als wohnen konnte man das nicht bezeichnen. Der Raum war so schummrig, dass es schon fast gespenstisch war, doch die erbärmliche Beleuchtung schmeichelte der Umgebung sogar. An einer Wand zog sich wie ein gezackter Blitz ein fingerbreiter Riss von der Decke bis zum Boden. Der Teppich war klebrig. Die Aircondition keuchte asthmatisch, und die modrige Luft, die sie ins Zimmer pumpte, roch wie aus dem Dunstabzug einer chinesischen Schnellküche.
"Es ist nichts Besonderes", sagte Turner.
"Ach was."
"Aber sie verlangen keine Kaution. Die Miete ist monatlich fällig. Betrachten Sie es als Zwischenlösung, bis Sie was Besseres gefunden haben."
"In Big Spring war's wenigstens sauber."
"Wollen Sie zurück?"
Vielleicht hatte Turner doch Humor.
Griff ließ die Reisetasche auf das Sofa fallen. Es sah nicht nur unbequem aus, er wollte auch lieber nicht wissen, was das für Flecken auf dem Bezug waren. Bedauernd dachte er an das Penthouse in der angesagten Turtle Creek Area in Dallas zurück, in dem er früher gewohnt hatte.