Empört Euch!
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Empört Euch!

von Stéphane Hessel

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Empört Euch!

Empört Euch!

von Stéphane Hessel

EAN: 9783843700634

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Produktdetails

Verkaufsrang: 4.329
ISBN-10: 3-8437-0063-X
EAN: 9783843700634
Originaltitel: Indignez-vous!
Erschienen: 02.2011
Verlag: Ullstein
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 32
Übersetzer: Michael Kogon
Erschienen bei: Ullstein
Übersetzt von: Michael Kogon
Spieldauer: 239 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Stéphane Hessel

Stéphane Hessel wurde am 20. Oktober 1917 in Berlin als Sohn des deutsch-jüdischen Schriftstellers Franz Hessel und der protestantischen deutschen Journalistin Helen Grund geboren. 1924 zog er mit Mutter und Bruder nach Paris. 1939 nahm er die französische Staatsbürgerschaft an und schloss sich im Zweiten Weltkrieg der Résistance an. 1944 wurde er von der Gestapo verhaftet und in das KZ-Buchenwald deportiert. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Hessel 1946 Büroleiter des Vize-UN-Generalsekretärs und 1948 Sekretär der neu geschaffenen UN-Menschenrechtskommission, die mit der Erarbeitung der Charta der Menschenrechte der Vereinten Nationen beauftragt wurde. Anschließend bereiste er im Auftrag der UNO und des französischen Außenministeriums die Welt, trieb die Entkolonialisierung voran und vermittelte in Konflikten. Er trägt den Titel "Ambassadeur de France" und die Auszeichnung "Ritter der Ehrenlegion". Stéphane Hessel lebte mit seiner zweiten Frau in Paris. Im Jahr 2011 erhielt der Autor den Myschkin-Preis für sein Lebenswerk, 2012 wurde er mit dem vom Sloterdijk-Freundeskreis gestifteten Kulturpreis ausgezeichnet. Stéphane Hessel verstarb im Februar 2013 im Alter von 95 Jahren.

Michael Kogon

Michael Kogon ist Nationalökonom, Übersetzer, Autor und Mitherausgeber der Gesammelten Schriften seines Vaters, des bekannten Publizisten Eugen Kogon, der Hessel im KZ Buchenwald das Leben rettete, indem er ihm zu einer neuen Identität verhalf.

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Buchhändlertipps

  • Pflichtlektüre! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Manuela Wolfmayr, am 12.04.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

    Einer der letzten großen Zeugen des letzten Jahrhunderts, Stephane Hessel, der an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte mitgearbeitet hat, ruft in seinem Appell die Menschen dazu auf, sich in unserer immer stärker werdenden Ich-Gesellschaft einmal umzuschauen und nicht immer nur an sich selbst zu denken, womit er auch völlig recht hat! Ich kann ihm nur danken für seine Worte und Erinnerungen. Ein Büchlein von 32 Seiten, schnell gelesen und doch werde ich es nie vergessen!

  • Kritik am goldenen Kalb Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Johann Schusterbauer, am 22.03.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Ried im Innkreis

    Das ist hochverdichtete Kernkritik am größten Diktator der gegenwärtigen Zeitläufte: dem Finanzkapitalismus westlicher Prägung,dem wir beflissen und verbissen huldigen wie unsere Altvorderen dereinst dem goldenen Kalb. Kaum ein Aufruf zum friedlichen Ungehorsam hat soviel überzeugende Logik, menschliche Intensität, sachliche Treffsicherheit wie der von Hessel.
    Laden sie dieses schmale Phänomen auf Ihren OYO oder einen anderen elektrischen Leser, sichern sie es auf Ihrer externen Festplatte und löschen Sie es nicht bis die Zeiten sich ändern.

Kundenrezensionen

  • Ein Feuer entfachen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ulrike Seine, am 11.04.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Büchlein ist sehr schmal, aber der Inhalt hat es in sich. Position beziehen statt sich winden, Ausprechen statt Schweigen, Leben in Würde. Dieses Buch ist eine kleine Revolution in der heutigen Zeit.

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  • Guter Titel, schlechter Inhalt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 06.08.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ja, ich bin empört auf den mangelhaften Inhalt dieses Buches. "Die Reichen werden reicher und die Armen werden ärmer"..etc. altbekannte Phrasen nochmals schriftlich festgehalten. Stichfeste Argumentationen seitens des Autors habe ich leider nicht gefunden. Die geschilderten Probleme sind bekannt und niemand weiss, was man dagegen tun kan. Das alles kennen wir schon. Wo bleibt denn die originelle Idee des Autors? Tja, diese ist wohl auf der Strecke liegen geblieben. Das Buch des Autors ist ein Buch, das er über sich selbst geschrieben hat oder so etwas in der Art. Ich konnte auf diese trotzige, nunötige Empörung auch verzichten. Keine Leseempfehlung.

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  • Empörung auf 29 Seiten Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Thomas Zörner, am 26.07.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Kann man auf 29 Seiten wirklich etwas sagen? Man kann. Immerhin beweist es Stéphane Hessel mit seinem Büchlein „Empört euch!“. Auch wenn das Werk weniger Buch, denn Streitschrift ist, so macht es dies nicht weniger wichtig. Hessel nimmt sich auf diesen wenigen Seiten, in prägnanten, gezielten Sätzen den Kapitalismus zur Brust, den nicht überwundenen Faschismus, die Zustände in Israel, und Barrikaden in den Köpfen der Menschen, derer es nicht wenige gibt. Dafür braucht der anerkannte, weit links einzuordnende Franzose nicht viele Worte, doch wählt er diese so geschickt, dass auch dem letzten Leser, der normalerweise nichts mit der Thematik anzufangen weiß, klar ist, dass er es hier mit etwas wichtigem zu tun hat. Immerhin weiß Hessel auch wovon er spricht, war er doch selbst lange politisch tätig, überlebte das Konzentrationslager und macht sich in der Résistance stark. Es wäre ein großer Fehler diese Schrift zu ignorieren, also lesen und etwas daraus mitnehmen.

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  • Opa plaudert aus dem Nähkästchen... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kopfkino, am 19.06.2011

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    ... und jeder ist verpflichtet zuzuhören. Dieser Mann hat sein Leben in den Dienst der Menschenrechte und Menschlichkeit gestellt.

    In 'Empört Euch!' beschwört Hessel die Ideale der Resistance - des französischen Widerstandes gegen die Nazi-Diktatur. Er schwelgt dabei aber nicht (nur) in Erinnerungen, sondern zeigt an aktuellen Beispielen die Verfehlungen der Politik auf. Diese Verfehlungen werden trotzdem von der großen Mehrheit der Bevölkerung schweigend mitgetragen. Von echter Empörung ist selten etwas zu sehen.

    'Empört Euch!' ist ein Plädoyer gegen diese Gleichgültigkeit und für ein starkes politisches Engagement.

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  • Empört euch ! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Martina Denzer, am 10.02.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Findet eure eigenen Motive für Empörung, bringt euch wieder in diesen großen Strom der Geschichte ein..."...das ganze Büchlein liest sich wie ein großes Zitat !

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Empört euch!
93 Jahre. Das ist schon wie die allerletzte Etappe. Wie lange noch bis zum Ende? Die letzte Gelegenheit, die Nachkommenden teilhaben zu lassen an der Erfahrung, aus der mein politisches Engagement erwachsen ist: die Jahre des Widerstands gegen Diktatur und Besetzung - die Résistance - und ihr politisches Vermächtnis. Es war Jean Moulin, der vor nunmehr 66 Jahren alle großen politischen Kräfte des besetzten Frankreich - Widerstand, Parteien, Gewerkschaften - im Nationalen Widerstandsrat zusammenführte. In ihm bekannten sie sich zum gemeinsamen Kampf für ihre Ideale unter der einzigen Führungsfigur, in der sie sich alle wiedererkannten: General de Gaulle. Aus London, wo ich im März 1941 zu de Gaulle gestoßen war, erfuhr ich, dass dieser Rat am 15. März 1944 ein Programm verabschiedet hatte, auf dessen Grundsätzen und Werten die Demokratie des befreiten neuen Frankreich ruhen sollte.[1]
Genau diese Grundsätze und Werte sind uns heute nötiger denn je. Wir alle sind aufgerufen, unsere Gesellschaft so zu bewahren, dass wir auf sie stolz sein können: nicht diese Gesellschaft der in die Illegalität Gedrängten, der Abschiebungen, des Misstrauens gegen Zuwanderer, in der die Sicherung des Alters, die Leistungen der Sozialversicherung brüchig geworden sind, in der die Reichen die Medien beherrschen - nichts davon hätten wir zugelassen, wenn wir uns dem Vermächtnis des Nationalen Widerstandsrates wirklich verpflichtet gefühlt hätten.
1945, als das grauenhafte Drama beendet war, setzten die im Nationalen Widerstandsrat vereinigten Kräfte eine Erneuerung ohnegleichen ins Werk. Damals wurde das System der sozialen Sicherheit geschaffen, wie es die Résistance in ihrem Programm vorgestellt hatte: »Ein vollständiger Plan sozialer Sicherheit mit dem Ziel, allen Bürgern, denen dies nicht durch eigene Arbeit möglich ist, die Existenzgrundlage zu gewährleisten«; »ein Ruhestand, der den Arbeitnehmern ein Alter in Würde gestattet«. Die Energieversorgung, Strom und Gas, der Kohlebergbau, die Großbanken sollten verstaatlicht werden. In diesem Sinne forderte das Programm »die Rückgabe der großen monopolisierten Produktionsmittel, der Früchte gemeinsamer Arbeit, der Energiequellen, der Bodenschätze, der Versicherungsgesellschaften und der Großbanken an die Nation«; »die Errichtung einer echten wirtschaftlichen und sozialen Demokratie unter Ausschaltung des Einflusses der großen im Wirtschafts- und Finanzbereich bestehenden privaten Herrschaftsdomänen auf die Gestaltung der Wirtschaft«. Das Gemeinwohl sollte über dem Interesse des Einzelnen stehen, die gerechte Verteilung des in der Arbeitswelt geschaffenen Wohlstandes über der Macht des Geldes. »Eine rationelle Wirtschaftsverfassung, in der die Individualinteressen dem Allgemeininteresse untergeordnet sind, ohne Diktatur der Sachzwänge nach dem Vorbild faschistischer Staaten« - dies als Auftrag an die provisorische Regierung der Republik.
Eine echte Demokratie braucht eine unabhängige Presse. Die Résistance wusste es, forderte sie, trat ein für »die Freiheit der Presse, ihre Ehre und ihre Unabhängigkeit gegenüber dem Staat, der Macht des Geldes und den Einflüssen aus dem Ausland.« Das wurde bereits ab 1944 in den Presseverordnungen umgesetzt. Und genau dies ist heute in Frage gestellt. Die Résistance forderte, »dass alle französischen Kinder die effektive Möglichkeit haben sollen, die bestmögliche Erziehung zu erhalten«, ohne Diskriminierung. Die 2008 vorgeschlagenen Reformen sind nicht damit in Einklang zu bringen. Jungen Lehrerinnen und Lehrern, die sich - was ich unterstütze - weigerten, diese Reformen umzusetzen, wurden zur Strafe die Gehälter gekürzt. Sie haben sich aufgelehnt, den Gehorsam verweigert, weil sie diese Reformen nicht im Einklang mit dem Ideal der republikanischen Schule sahen, die zu sehr einer Gesellschaft des Geldes dient und nicht genügend Raum für Kreativität und kritisches Denken gibt.
Dieses gesamte Fundament der sozialen Errungenschaften der Résistance ist heute in Frage gestellt.[2]

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