Ein Hauch von Schnee und Asche

Roman

von Diana Gabaldon

Buch

Taschenbuch (1301 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Diana Gabaldon, Jahrgang 1952, war früher Honorarprofessorin für Tiefseebiologie und Zoologie an der Universität von Arizona, bevor sie sich hauptberuflich dem Schreiben widmete. Bereits ihr erster Roman "Feuer und Stein" wurde international zu einem riesigen Erfolg und führte dazu, dass Millionen von Lesern zu begeisterten Fans der Highland-Saga wurden.

Pressestimmen:

"Gabaldons Bücher, oft über tausend Seiten lang, sind monumentale Schmöker ... voller historisch gut recherchierter Details, so dass die Leser auf lustvolle Weise in eine vergangene Welt eintauchen können. - Inzwischen werden Gabaldons Werke von China bis Schweden verschlungen und haben zu einem Pilgerstrom ihrer Fans ins schottische Hochland geführt." Der Spiegel

Produktdetails

Verkaufsrang: 14.869
ISBN-10: 3-442-36731-X
EAN: 9783442367313
Originaltitel: A Breath of Snow and Ashes (Outlander Book VI)
Erschienen: 10.04.2007
Verlag: Blanvalet
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 1301
Länge/Breite: 183mm/125mm
Gewicht: 763 g
Übersetzer: Barbara Schnell
Reihe: Blanvalet Taschenbücher
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Diana Gabaldon

Diana Gabaldon, wurde 1952 in Arizona geboren und besitzt mexikanische und amerikanische Wurzeln. Während ihrer Schulzeit hat sie sich nie fürs Schreiben interessiert, weshalb Diana Gabaldon auch Tiefseebiologie, Zoologie und Ökologie studierte. Bevor sie sich hauptberuflich dem Schreiben widmete, arbeitete sie als Honorarprofessorin für Tiefseebiologie und Zoologie, als Computerspezialistin und schrieb Storylines für Walt Diesney Comics. Ab 1980 begann Diana Gabaldon zu schreiben, ob Bücher über Computer, Rezensionen oder Artikel. Bereits ihr erster Roman "Feuer und Stein" (1991) wurde international zu einem riesigen Erfolg. Die Highland- Saga rund um die zeitreisende Krankenschwester Claire und den schottischen Rebellen Jamie verzauberten Millionen von Lesern. Die beiden treffen sich im Schottland des 18. Jahrhunderts und verlieben sich ineinander. Die zweite Romanreihe von Diana Gabaldon, die "Lord John Saga" besitzt ebenfalls großes Hitpotential, nicht zuletzt, da Lord John den Lesern als treuer Freund des Helden der ersten Saga, Jamie, bekannt sein dürfte. Zuletzt belegten in Deutschland "Das flammende Kreuz" und "Das Meer der Lügen" Spitzenplätze auf allen Bestsellerlisten. Diana Gabaldon lebt mit Mann und drei Kindern in Scottsdale, Arizona.

Meinung der Redaktion
Die Romane von Diana Gabaldon sind genau recherchiert historische Leckerbissen mit einer Ansammlung Spannung, Humor, Romantik und einer Prise Erotik. Die große Anzahl treuer Fans erwarten jeden neue Veröffentlichung mit Spannung und warten gebannt, wohin die Reise erneut führt.

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  • Eine fesselnde Geschichte! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 26.03.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich bekam Band 1 geschenkt und hatte ihn, wie bald darauf auch die folgenden 5 Bände, im Nu durchgelesen. Die Geschichte von Jamie und Claire zieht einen in ihren Bann und man kann es kaum erwarten zu lesen, wie es weiter geht.

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  • Spannend wie alle Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 27.01.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es geht weiter, unermüdlich.
    Man möchte einfach wissen, wie es Claire und Jamie und ihrer Familie auch weiterhin ergeht. Ihre Geschichte zieht einen einfach an wie ein Magnet.
    Man kann nicht aufhören zu lesen und wartet schon auf den nächsten Band.


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  • Band 6 der Highland-Saga Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Fugu, am 25.09.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es geht weiter, unermüdlich. Auch wenn dieses Buch sich nicht von den anderen abhebt, ist es immer noch sehr gute Unterhaltung.
    Man möchte einfach wissen, wie es Claire und Jamie und ihrer Familie auch weiterhin ergeht. Ihre Geschichte zieht einen einfach an wie ein Magnet.

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  • Mager Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 18.11.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wenn ich an die ersten Bücher denke, die waren einfach super. Man konnte das Buch nicht aus der Hand legen.
    Für dieses Buch habe ich sehr lange gebraucht. Man hätte viel streichen können dann wäre das Buch auch nicht so schwer zum halten gewesen.
    Ich bin jetzt mal gespannt auf Bd.7

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  • Tolle Geschichten, Charaktere zum Verlieben ;-) Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Alex, am 28.05.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Kann mir einer sagen wann der 7. Band rauskommen soll? Danke!

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  • Diana Gabaldon kann es besser Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 24.02.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe bisher mit Begeisterung die ersten 4 Bücher der Jamie und Claire-Bücher gelesen. Band 5 und Band 6 jedoch sind etwas langatmig und streckenweise auch langweilig. Ich kann nur hoffen, dass Band 7 an die Qualität der ersten 4 Bände anknüpft.

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  • immer wieder ein Genuss Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Regina P., am 22.07.2008

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    Die berühmte Frage welche Bücher man mit auf eine Insel nehmen muss, erübrigt sich wenn man die Jamie und Claire Bücher von Gabaldon kennt.
    Noch keine Buchreihe hat mich so mitgerissen, mich so mitfiebern lassen, mich magisch angezogen, mich entführt in eine andere Welt. Ich habe jeden Band schon mehrmals gelesen und kann nur sagen das diese Reihe alles enhält: etwas Krimi, etwas Fantasy, etwas Liebe und viel Gefühl.
    Ich kann die Fortsetzung fast nicht erwarten......

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  • Toll Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Astrid, am 29.06.2008

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    Ich kann wieder aufatmen. Nach dem absoluten Tiefpunkt mit dem letzten Band war dieses Buch wieder sehr gut. Schade finde ich lediglich, dass einige Themen wie die Rückkehr von Brianna und Roger, nicht vertieft wurden, während weniger wichtige Themen bis ins kleinste Detail erklärt wurden. Aber ansonsten: Daumen hoch! Ich will auch wissen wie es weiter geht.

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  • Ein Hauch von Schnee und Asche Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 17.12.2007

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe alle 6 Bände gelesen und sogar mehrmals. Jetzt warte ich gespannt auf Band 7.
    Wann erscheint er endlich!

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  • Supper Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 13.06.2007

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Von Anfang bis Ende immer wieder spannend und man will einfach nur noch so schnell wie möglich den nächsten Teil lesen.
    Diesen hier will ich mir nun für den Urlaub bestellen.

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  • Genial Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Petra van Drünen, am 01.06.2007

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Auch ich habe alle Bücher über Jamie und Claire gelesen, mehrmals und mit großem Vergnügen. Auch dieser Teil ist sehr gut gelungen. Warte schon ungeduldig auf den nächsten Teil !!!

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  • der absolute HIT !! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von 00275, am 06.05.2007

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Habe sie alle gelesen (Highland-Saga 1-6) und werde es wieder tun!! Echte Suchtgefahr und unglaublich gut !!!

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  • Klasse Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von ANKE, am 10.02.2007

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    den fünften Band fand ich nicht so toll. daher hatte ich auch erstmal gewartet mit dem 6Band... aber Diana Gabaldon hat im 6Band wieder bewiesen, dass sie einen tollen Schreibstil hat

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  • Spannend wie jeder Band Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 17.01.2007

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Auch, der bis jetzt letzte Band dieser Reihe, war spannend und ich habe mich richtig "durchgefressen". Weglegen ging fast gar nicht. Und jetzt warte ich ungeduldig auf den (hoffentlich) nächsten Band!!

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Der Hund witterte sie zuerst. Da es so dunkel war, spürte Ian Murray nur, wie Rollo neben seinem Oberschenkel plötzlich den Kopf hob und die Ohren spitzte. Er legte dem Hund die Hand auf den Hals und fühlte seine warnend gesträubten Haare.
Sie waren so gut aufeinander eingespielt, dass er gar nicht bewusst »Menschen« dachte, sondern gleich die andere Hand an sein Messer legte und reglos dalag. Atmete. Lauschte.
Im Wald war kein Laut zu hören. Bis zur Dämmerung waren es noch Stunden, und die Luft war so still wie in einer Kirche, während Nebel wie Weihrauch langsam vom Boden aufstieg. Er hatte sich zum Ausruhen auf den umgestürzten Stamm eines riesigen Tulpenbaums gelegt, denn er wurde lieber von Waldläusen gekitzelt als von Feuchtigkeit durchdrungen. Er ließ die Hand auf dem Hund liegen und wartete.
Rollo knurrte, ein leises, unablässiges Grollen, das Ian kaum hören, aber gut spüren konnte, weil sein Arm die Vibrationen weiterleitete und jeden Nerv seines Körpers in Alarmbereitschaft versetzte. Er hatte nicht geschlafen - er schlief kaum noch des Nachts -, doch er hatte geruht, zum Himmel aufgesehen und war in seine übliche Diskussion mit Gott vertieft gewesen. Die Ruhe war mit Rollos Bewegung dahin. Ian setzte sich behutsam auf und schwang die Beine seitlich über den halb verwesten Baumstamm. Sein Herz schlug jetzt schnell.
Rollos Ausdruck blieb unverändert warnend, doch sein großer Kopf wanderte jetzt und folgte etwas Unsichtbarem. Es war eine mondlose Nacht; Ian konnte die schwachen Umrisse der Bäume und die beweglichen Schatten der Nacht sehen, sonst aber nichts.
Dann hörte er sie. Etwas Lebendiges zog vorüber. Ein gutes Stück entfernt, aber es kam mit jeder Sekunde näher. Er stand auf und trat leise in die Schwärze am Fuß einer Kastanie. Ein Schnalzen mit der Zunge, und Rollo stellte das Knurren ein und folgte ihm, lautlos wie der Wolf, der sein Vater gewesen war.
Ians Ruheplatz überblickte einen Wildwechsel. Die Männer, die dem Pfad folgten, waren nicht auf der Jagd.
Weiße. Das war allerdings seltsam, sehr seltsam. Er konnte sie nicht sehen, doch das brauchte er nicht; der Lärm, den sie machten, ließ keine Verwechslung zu. Auch Indianer bewegten sich nicht unbedingt lautlos, und viele der Highlander, unter denen er gelebt hatte, konnten sich wie Geister im Wald bewegen - doch er hatte nicht den geringsten Zweifel. Metall, das war es. Er hörte Zaumzeug klingeln, Knöpfe und Schnallen klirren - und Gewehrläufe.
Eine ganze Menge. Sie waren jetzt so nah, dass er sie zu riechen begann. Er beugte sich ein wenig vor und schloss die Augen, um so viele Anhaltspunkte zu erschnüffeln, wie er konnte.
Sie transportierten Pelze; jetzt fing er den Geruch von getrocknetem Blut und kaltem Fell auf, der Rollo wahrscheinlich geweckt hatte... Aber keine Fallensteller, bestimmt nicht. Fallensteller reisten einzeln oder zu zweit.
Arme Männer, und schmutzig dazu. Keine Fallensteller und keine Jäger. Um diese Jahreszeit war Wild leicht zu finden; fast bei jedem Schritt sprang ein Kaninchen vom Boden auf, und in den Flüssen wimmelte es von Fischen
- doch diese Männer rochen nach Hunger. Und dem Schweiß der Trunksucht.
Dicht bei ihm jetzt, vielleicht drei Meter von der Stelle entfernt, an der er stand. Rollo prustete leise, und Ian krallte ihm erneut die Hand in den Nacken, doch die Männer machten zu viel Lärm, um es zu hören. Er zählte die vorüberziehenden Schritte, die rumpelnden Wasserflaschen und Patronendosen, die Grunzlaute der Fußlahmen und die Seufzer der Erschöpften.
Er kam auf dreiundzwanzig Männer, und sie hatten ein Maultier - nein, zwei Maultiere dabei; er konnte das Ächzen voll bepackter Satteltaschen und das nörgelnde, schwere Atmen hören, das typisch für ein beladenes Maultier war, stets am Rand des Jammerns.
Die Männer hätten sie niemals entdeckt, aber ein verirrter Luftzug trug Rollos Geruch zu den Maultieren hinüber. Ohrenbetäubendes Quieken erschütterte die Dunkelheit, und vor ihm explodierte der Wald in einem Durcheinander aus rumpelnden Geräuschen und Schreckensrufen. Ian rannte schon, als hinter ihm Pistolenschüsse krachten.
»A Dhia!« Etwas traf ihn am Kopf, und er fiel der Länge nach hin. War er tot?
Nein. Rollo schob ihm besorgt seine feuchte Nase ins Ohr. Sein Kopf summte wie ein Bienenstock, und Ian sah gleißende Lichtblitze vor seinen Augen.
»Ruith«, keuchte er und schubste den Hund an. »Lauf weg! Los!« Der Hund zögerte und winselte tief in seiner Kehle. Ian konnte ihn nicht sehen, doch er spürte, wie das große Tier einen Satz machte und sich umdrehte, sich wieder drehte, unentschlossen.
»Ruith!« Er rappelte sich auf alle viere auf und drängte Rollo. Schließlich gehorchte der Hund und lief davon, so wie es ihm beigebracht worden war.
Ihm selbst blieb keine Zeit zum Weglaufen, selbst wenn er auf die Beine gekommen wäre. Er ließ sich auf den Bauch fallen, drückte Hände und Füße fest in das verrottende Laub und wand sich wie verrückt, um sich einzugraben.
Ein Fuß traf ihn zwischen den Schulterblättern, doch das Keuchen, mit dem ihm der Atem verging, wurde von den feuchten Blättern erstickt. Es spielte keine Rolle, sie machten solchen Lärm. Wer auch immer auf ihn getreten war, bemerkte ihn gar nicht; er bekam noch einen betäubenden Hieb versetzt, als der Mann in Panik über ihn hinwegrannte - sicher hielt er ihn für einen umgestürzten Baumstamm.
Die Schüsse verstummten. Die Rufe nicht, doch er verstand sie nicht. Er wusste, dass er flach auf dem Gesicht lag, kalte Nässe im Gesicht und den Geruch abgestorbenen Laubes in der Nase - doch er hatte das Gefühl, aufrecht zu stehen, aber ziemlich betrunken zu sein, während sich die Welt langsam um ihn drehte. Nachdem der erste, akute Schmerz vergangen war, tat sein Kopf nicht mehr sehr weh, doch er schien ihn nicht heben zu können.
Ihm kam dumpf der Gedanke, dass niemand davon erfahren würde, wenn er jetzt hier starb. Es würde seiner Mutter Kummer bereiten, dachte er, nicht zu wissen, was aus ihm geworden war.
Die Geräusche wurden leiser, geordneter jetzt. Eine Stimme brüllte nach wie vor, doch es klang, als erteilte sie Befehle. Sie entfernten sich. Ihm kam der vage Gedanke, dass er rufen könnte. Wenn sie sahen, dass er weiß war, halfen sie ihm ja vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.
Er blieb still. Entweder lag er im Sterben oder nicht. Wenn es so war, gab es keine Hilfe. Wenn nicht, brauchte er keine.
Nun ja, ich habe ja darum gebeten, nicht wahr?, dachte er und nahm sein Zwiegespräch mit Gott wieder auf, seelenruhig, als läge er noch auf dem Stamm des Tulpenbaums und blickte in die Tiefen des Frühlingshimmels. Ein Zeichen, habe ich gesagt. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass du es so prompt schicken würdest.


Die Hütte der Holländer
März 1773
Niemand hatte von der Existenz der Blockhütte gewusst, bis Kenny Lindsay, der am Fluss unterwegs war, die Flammen gesehen hatte.
»Es wäre mir gar nicht aufgefallen«, sagte er zum zirka sechsten Mal. »Wenn es nicht dunkel geworden wäre. Wäre es heller Tag gewesen, hätte ich nichts davon gemerkt, nichts.« Er wischte sich mit zitternder Hand über das Gesicht, unfähig, den Blick von den Leichen abzuwenden, die am Waldrand aufgereiht lagen. »Sind das Wilde gewesen, Mac Dubh? Sie sind nicht skalpiert worden, aber vielleicht -«
»Nein.« Jamie legte das rußverschmierte Taschentuch sanft wieder auf das blaue Gesicht eines kleinen Mädchens, das zu ihm aufstarrte. »Keiner von ihnen ist verletzt. Das musst du doch gesehen haben, als du sie ins Freie gebracht hast?«
Lindsay schüttelte mit geschlossenen Augen den Kopf und erschauerte heftig. Es war später Nachmittag und ein kühler Frühlingstag, doch die Männer schwitzten alle.
»Ich habe nicht hingesehen«, sagte er schlicht.
Meine eigenen Hände waren wie Eis, so taub und gefühllos wie die gummiartige Haut der toten Frau, die ich gerade untersuchte. Sie waren bereits über einen Tag tot; die Totenstarre war schon vorbei, und sie waren jetzt schlaff und kühl, doch das kalte Wetter des Gebirgsfrühlings hatte sie bis jetzt vor den entwürdigenden Widerwärtigkeiten der Verwesung bewahrt.
Dennoch atmete ich flach; die Luft war bitter vom Brandgeruch. Hier und dort stieg eine Rauchsäule von der verkohlten Ruine der winzigen Hütte auf. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie Roger gegen einen Baumstamm trat und sich dann bückte, um darunter etwas vom Boden aufzuheben.
Kenny hatte lange vor Tagesanbruch an unsere Tür gehämmert und uns aus unseren warmen Betten geholt. Wir waren in aller Eile hergekommen, obwohl wir wussten, dass wir für jede Hilfe zu spät kamen. Einige der Pächter von den Siedlungsstätten in Fraser's Ridge hatten uns begleitet; Kennys Bruder Evan stand mit Fergus und Ronnie Sinclair unter den Bäumen zusammen, wo sie sich leise auf Gälisch unterhielten.
»Weißt du, was sie erwischt hat, Sassenach?« Jamie hockte sich mit sorgenvollem Gesicht neben mich. »Zumindest die Toten unter den Bäumen.« Er wies kopfnickend auf die Leiche vor mir. »Was die arme Frau hier umgebracht hat, weiß ich selbst.«
Der lange Rock der Frau regte sich im Wind und gab ihre langen, schlanken Füße preis, die in Lederpantoletten steckten. Ebenso schlanke Hände lagen reglos an ihren Seiten. Sie war hoch gewachsen gewesen - wenn auch nicht so groß wie Brianna, dachte ich und sah mich automatisch nach dem leuchtenden Haar meiner Tochter um, das sich am anderen Ende der Lichtung zwischen dem Geäst bewegte.
Ich hatte die Schürze der Frau hochgeschlagen, um ihren Kopf und ihren Oberkörper zu bedecken. Ihre Hände waren rot, die Fingerknöchel von der Arbeit rau, die Handflächen voller Schwielen, doch aus ihren festen Oberschenkeln und ihrem schlanken Körperbau schloss ich, dass sie nicht älter als dreißig war - wahrscheinlich viel jünger. Niemand konnte sagen, ob sie hübsch gewesen war. Ich schüttelte den Kopf als Antwort auf seine Bemerkung.
»Ich glaube nicht, dass sie durch das Feuer gestorben ist«, sagte ich. »Da, ihre Beine und Füße sind unversehrt. Sie muss in das Herdfeuer gefallen sein. Ihr Haar hat Feuer gefangen, das dann auf die Schultern ihres Kleides übergesprungen ist. Sie muss so dicht an der Wand oder am Kaminabzug gelegen haben, dass die Flammen übergesprungen sind, und dann ist das ganze, verfluchte Haus in Flammen aufgegangen.«
Jamie nickte bedächtig, die Augen auf die Tote gerichtet.
»Aye, das klingt plausibel. Aber was ist es gewesen, das sie umgebracht hat, Sassenach? Die anderen sind ein wenig angesengt, aber keiner von ihnen ist so verbrannt. Doch sie müssen schon tot gewesen sein, als das Haus Feuer gefangen hat, weil keiner von ihnen hinausgelaufen ist. Eine tödliche Krankheit womöglich?«
»Das glaube ich nicht. Sie sehen nicht... Ich weiß es nicht. Lass mich noch einen Blick auf die anderen werfen.«
Ich schritt langsam an der Reihe regloser Körper entlang, deren Gesichter mit Tüchern zugedeckt waren, und beugte mich einzeln darüber, um erneut unter die improvisierten Leichentücher zu spähen. Es gab unzählige Krankheiten, die in dieser Zeit rasch zum Tode führen konnten - da es keine Antibiotika gab und keine Möglichkeit der Flüssigkeitszufuhr außer durch Mund und Rektum, konnte ein simpler Durchfall einen Menschen innerhalb von vierundzwanzig Stunden umbringen.
Ich bekam solche Dinge oft genug zu Gesicht, um sie zu erkennen, genau wie jeder andere Arzt, und ich war seit über zwanzig Jahren Ärztin. Dann und wann sah ich in diesem Jahrhundert Dinge, die mir in meinem eigenen nicht begegnet waren - vor allem grauenvolle Parasitenerkrankungen, die mit dem Sklavenhandel aus den Tropen kamen -, doch es war kein Parasit, der diese armen Seelen auf dem Gewissen hatte, und keine mir bekannte Krankheit hinterließ solche Spuren bei ihren Opfern.
Sämtliche Leichen - die Frau mit den Verbrennungen, eine viel ältere Frau und drei Kinder - waren innerhalb der Wände des brennenden Hauses gefunden worden. Kenny hatte sie gerade rechtzeitig ins Freie gezogen, bevor das Dach einstürzte, und war dann losgeritten, um Hilfe zu holen. Alle tot, bevor das Feuer ausbrach; daher mussten sie auch buchstäblich alle gleichzeitig gestorben sein, denn das Feuer hatte doch gewiss schnell zu schwelen begonnen, nachdem die Frau tot auf ihren Herd gefallen war?
Die Opfer lagen ordentlich unter den Zweigen einer riesigen Rotfichte aufgereiht, während die Männer daneben ein Grab auszuheben begannen. Brianna stand mit gesenktem Kopf neben dem kleinsten Mädchen. Ich kniete mich neben die winzige Leiche, und sie kniete sich mir gegenüber hin.
»Was ist es gewesen?«, fragte sie leise. »Gift?«
Ich sah überrascht zu ihr auf.
»Ich glaube schon. Wie bist du darauf gekommen?«
Sie warf einen Blick auf das blau angelaufene Gesicht unter uns. Sie hatte versucht, dem Mädchen die Augen zu schließen, doch sie quollen unter den Lidern hervor und verliehen dem Kind einen Ausdruck verblüfften Grauens. Ihre kleinen, groben Gesichtszüge waren, vor Qual verzerrt, erstarrt, und sie hatte Spuren von Erbrochenem in den Mundwinkeln.
»Pfadfinderhandbuch«, sagte Brianna. Sie sah sich nach den Männern um, doch keiner von ihnen war nah genug, um uns zu hören. Ihr Mund zuckte, und sie wandte den Blick von der Leiche ab und hielt mir ihre geöffnete Hand entgegen. »›Iss niemals einen Pilz, den du nicht kennst‹«, zitierte sie. »›Es gibt viele giftige Sorten, und sie zu unterscheiden, ist Aufgabe der Experten‹. Roger hat sie gefunden. Sie wachsen in einem Ring da drüben neben dem Baumstamm.«
Feuchte, fleischige Hütchen, blassbraun mit weißen, warzenartigen Flecken, die offenen Lamellen und schlanken Stiele so hell, dass sie im Schatten der Fichte beinahe zu phosphoreszieren schienen. Sie hatten ein hübsches, erdiges Aussehen, das ihre Tödlichkeit Lügen strafte.
»Krötenschwämme«, sagte ich halb zu mir selbst und nahm ihr mit spitzen Fingern einen der Pilze aus der Hand. »Agaricus pantherinus - so wird man sie zumindest nennen, sobald jemand dazu kommt, sie ordentlich zu benennen. Pantherinus, weil sie so schnell tödlich wirken - wie eine Raubkatze.«
Ich konnte sehen, wie sich Briannas Unterarm mit Gänsehaut überzog und sich ihre weichen, rotgoldenen Härchen aufstellten. Sie ließ ihre Hand kippen und warf die übrigen tödlichen Pilze auf den Boden.
»Welcher denkende Mensch isst denn Giftpilze?«, fragte sie und wischte sich mit einem leichten Schauder die Hand am Rock ab.
»Ein Mensch, der es nicht besser weiß. Vielleicht ein Mensch, der Hunger hat«, antwortete ich leise. Ich hob die Hand des kleinen Mädchens auf und zeichnete die zarten Knochen ihres Unterarms nach. Ihr Bäuchlein war leicht aufgetrieben, ob durch Unterernährung oder postmortale Veränderungen, konnte ich nicht sagen - doch ihre Schlüsselbeine waren so scharf wie Sensenklingen. Die Leichen waren alle dünn, wenn auch nicht total ausgehungert.
Ich blickte in die tiefblauen Schatten des Berghangs oberhalb der Hütte. Es war noch zu früh im Jahr, um auf Erntezüge zu gehen, doch im Wald gab es Nahrung im Überfluss - für jene, die sie erkennen konnten.
Jamie trat neben mich, kniete sich hin und legte mir seine kräftige Hand leicht auf den Rücken. Trotz der Kälte zog sich ein Schweißrinnsal über seinen Hals, und sein dichtes, rotes Haar war an den Schläfen dunkel.
»Das Grab ist fertig«, sagte er mit leiser Stimme, als könnte er das Kind erschrecken. »Ist es das, was das Kind umgebracht hat?« Er wies nickend auf die verstreuten Pilze.
»Ich glaube schon - und die anderen auch. Habt ihr euch hier umgesehen? Weiß irgendjemand, wer sie waren?«
Er schüttelte den Kopf.
»Keine Engländer; die Kleider sind falsch. Deutsche wären sicher nach Salem gegangen; sie lassen sich am liebsten bei ihresgleichen nieder. Vielleicht sind es Holländer gewesen.« Er deutete auf die Holzpantinen an den Füßen der alten Frau, die vom langen Tragen fleckig und rissig geworden waren. »Es sind keine Bücher oder Schriftstücke übrig geblieben, falls es je welche gegeben hat. Nichts, was uns ihren Namen verraten würde. Aber -«
»Sie waren noch nicht lange hier.« Eine leise, gebrochene Stimme ließ mich aufblicken. Roger war zu uns gekommen; er hockte an Briannas Seite und wies mit dem Kinn auf die schwelenden Überreste der Blockhütte. Daneben war ein kleiner Garten in die Erde gescharrt worden, doch die wenigen Pflanzen, die dort zu sehen waren, sprossen gerade erst aus dem Boden, und ihre zarten Blätter hingen schlaff und vom Frost geschwärzt herunter. Es gab keine Nebengebäude, keine Spur von Vieh, kein Maultier oder Schwein.
»Frisch emigriert«, sagte Roger leise. »Keine Leibeigenen; das hier war eine Familie. Sie waren es nicht gewohnt, im Freien zu arbeiten; die Hände der Frauen sind voller Blasen und frischer Narben.« Er rieb sich selbst unbewusst mit der Hand über das leinenbekleidete Knie; seine Handflächen waren inzwischen genauso mit glatten Schwielen überzogen wie Jamies, doch er war einmal ein dünnhäutiger Gelehrter gewesen; er erinnerte sich noch gut an die Schmerzen seiner Einarbeitung.
»Ich frage mich, ob sie Verwandte hinterlassen - in Europa«, murmelte Brianna. Sie strich dem kleinen Mädchen das blonde Haar aus der Stirn und legte ihm das Taschentuch wieder über das Gesicht. Ich sah, wie sich ihre Kehle bewegte, als sie schluckte. »Sie werden nie erfahren, was aus ihnen geworden ist.«
»Nein«, sagte Jamie abrupt. »Man sagt zwar, dass Gott die Narren beschützt - aber selbst der Allmächtige verliert wohl dann und wann die Geduld.« Er wandte sich ab und winkte Lindsay und Sinclair.
»Sucht nach dem Mann«, sagte er zu Lindsay. Alle Köpfe fuhren zu ihm auf.
»Mann?«, sagte Roger und richtete die Augen dann allmählich auf die verbrannten Überreste der Hütte, während es ihm dämmerte. »Aye - wer hat ihnen die Hütte gebaut?«
»Es könnten doch die Frauen gewesen sein«, sagte Brianna und hob das Kinn.
»Du hättest es gekonnt, aye«, sagte er, und sein Mund zuckte, als er seiner Frau einen Seitenblick zuwarf. Brianna sah Jamie nicht nur an Haut und Haaren ähnlich; sie war barfuß einen Meter achtzig groß und besaß den klaren, kraftvollen Körperbau ihres Vaters.
»Möglich, dass sie es gekonnt hätten, aber sie waren es nicht«, sagte Jamie knapp. Er zeigte auf das Skelett der Hütte, in deren Innerem ein paar Möbelstücke ihre zerbrechliche Form behalten hatten. Während ich hinsah, erhob sich der Abendwind, und der Schatten eines Hockers fiel lautlos zu Asche zusammen, und Ruß und Asche wirbelten wie Gespenster über den Boden.

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