Ein Buch namens Zimbo

Sie werden kaum ertragen, was Ihnen mitgeteilt wird. Texte 2007-2008. Einer von 2006. Vier von 2009

von Max Goldt

Buch

Taschenbuch (198 Seiten)

Sprache: Deutsch

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«Warum ich, obwohl ich schlecht lesen kann, begonnen habe zu schreiben, kann ich nicht gut sagen. Weiß nicht hat sich so ergeben. Spät hat es sich ergeben: Als ich mein erstes Stück Literatur verfasste, das über einen Songtext, ein Gedicht oder einen Sketch hinausging, war ich knapp dreißig. Ich dachte wohl: Mal sehen, ob es möglich ist, der Neigung meines Temperaments zum Schieben einer ruhigen Kugel für ein, zwei Tage einen Riegel vorzuschieben und dem ständigen Gedankengang, an dem ich mich meist erfreue, selten auch mal leide, einen irgendwie gearteten Prosaklumpen abzutrotzen. Das Stück hieß Zehn hoch achtundfünfzig und es ging darin, soweit ich mich entsinne, ums Universum und um meine Hose. Genaueres kann ich nicht sagen, denn ich würde schwitzen wie nach dem Genuss eines stark gewürzten asiatischen Gerichtes, wenn ich mir den Text noch einmal anschauen müsste. Was ich danach geschrieben habe: Auch schwer zu sagen, doch glaube ich, unter anderem einen hoffentlich verzeihlichen Hang zur hoffentlich nicht allzu platten Gesellschaftskritik entwickelt zu haben, wobei ich Gesellschaftskritik nie mit System- oder Regierungskritik verwechseln wollte, denn Gesellschaftskritik, die das Grölen von Fußballfans in Bahnhöfen ganz unerwähnt lässt, ist keine.» (Max Goldt, aus der Dankesrede zum Kleist-Preis)

Produktdetails

ISBN-10: 3-499-25569-3
EAN: 9783499255694
Erschienen: 01.04.2011
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 198
Länge/Breite: 193mm/116mm
Gewicht: 202 g
Reihe: rororo Taschenbücher
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Max Goldt

Max Goldt, geb. 1958 in Göttingen, siedelt 1977 nach dem Abitur nach Berlin über, wo er eine Fotografenausbildung beginnt. Er bricht diese jedoch ab und widmet sich der Musik. Auf den Wogen der Neuen Deutschen Welle schwimmt er als Frontmann der Gruppe 'Foyer des Arts', die er zusammen mit Gerd Pasemann 1981 gründet. Er ist als Musiker ebenso erfolgreich wie als Autor. Als Musiker hat er zahlreiche Schallplatten veröffentlicht, teils im Duo, teils solo; als Autor schreibt er seit 1989 für das Satire-Magazin Titanic. Max Goldt lebt und arbeitet in Berlin. 2006 erhielt er den 'Max und Moritz-Preis' in der Kategorie "Bester Szenarist" und 2008 den 'Kleist-Preis'.

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Kundenrezensionen

  • Zynisch oder doch sarkastisch? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Julia Mlinaric, am 21.07.2011

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    Ein Buch namens Zimbo“ – endlich wieder ein Neues von Max Goldt, auf dass dich das Warten gelohnt hat. Gesellschaftskritisch, beobachtend und sarkastisch, - oder doch zynisch?- setzt sich Max Goldt diesmal vor allem mit unserer Sprache auseinander. Verschwindende, aber doch so schön klingende Worte, Jugendsprache, … Aber auch andere Themen, wie Nacktheit am Friedhof, Umhängetaschen und vieles mehr werden in Goldt’scher Weise zerpflückt. Unbedingt lesen und laut lachen – aber auch manchmal nachdenkend innehalten! UND NEIN - DIESES BUCH IST KEINE "KLO-LEKTÜRE"!!! :)

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  • Der Meister des absurden Humors ! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Andreas Hack, am 23.03.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Etwa alle zwei Jahre bündelt Max Goldt seine Kolumnen aus dem Satire-Heftchen „Titanic” zu einem Buch. Seine Texte von 2007 bis 2009 hat er mit dem wunderlichen Titel “Ein Buch namens Zimbo” versehen.
    Goldt erweist sich darin wieder als genauer Beobachter des Alltags, stärker als bisher dominiert diesmal die Sprachkritik in Goldts Kolumnen.
    "Zimbo" ist ebenso wie seine Vorgängerbücher absolut gelungen und es gibt haufenweise Passagen, über die ich laut gelacht habe.
    Max Goldt gehört in jedes Bücherregal !

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