Ein Buch namens Zimbo

Sie werden kaum ertragen, was Ihnen mitgeteilt wird

von Max Goldt

Buch

gebunden (160 Seiten)

Sprache: Deutsch

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«Warum ich, obwohl ich schlecht lesen kann, begonnen habe zu schreiben, kann ich nicht gut sagen. Weiß nicht hat sich so ergeben. Spät hat es sich ergeben: Als ich mein erstes Stück Literatur verfasste, das über einen Songtext, ein Gedicht oder einen Sketch hinausging, war ich knapp dreißig. Ich dachte wohl: Mal sehen, ob es möglich ist, der Neigung meines Temperaments zum Schieben einer ruhigen Kugel für ein, zwei Tage einen Riegel vorzuschieben und dem ständigen Gedankengang, an dem ich mich meist erfreue, selten auch mal leide, einen irgendwie gearteten Prosaklumpen abzutrotzen. Das Stück hieß Zehn hoch achtundfünfzig und es ging darin, soweit ich mich entsinne, ums Universum und um meine Hose. Genaueres kann ich nicht sagen, denn ich würde schwitzen wie nach dem Genuss eines stark gewürzten asiatischen Gerichtes, wenn ich mir den Text noch einmal anschauen müsste. Was ich danach geschrieben habe: Auch schwer zu sagen, doch glaube ich, unter anderem einen hoffentlich verzeihlichen Hang zur hoffentlich nicht allzu platten Gesellschaftskritik entwickelt zu haben, wobei ich Gesellschaftskritik nie mit System- oder Regierungskritik verwechseln wollte, denn Gesellschaftskritik, die das Grölen von Fußballfans in Bahnhöfen ganz unerwähnt lässt, ist keine.» (Max Goldt, aus der Dankesrede zum Kleist-Preis)

Produktdetails

ISBN-10: 3-87134-665-9
EAN: 9783871346651
Erschienen: September 2009
Verlag: Rowohlt Berlin
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 160
Länge/Breite: 211mm/134mm
Gewicht: 290 g
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Max Goldt

Max Goldt, geb. 1958 in Göttingen, siedelt 1977 nach dem Abitur nach Berlin über, wo er eine Fotografenausbildung beginnt. Er bricht diese jedoch ab und widmet sich der Musik. Auf den Wogen der Neuen Deutschen Welle schwimmt er als Frontmann der Gruppe 'Foyer des Arts', die er zusammen mit Gerd Pasemann 1981 gründet. Er ist als Musiker ebenso erfolgreich wie als Autor. Als Musiker hat er zahlreiche Schallplatten veröffentlicht, teils im Duo, teils solo; als Autor schreibt er seit 1989 für das Satire-Magazin Titanic. Max Goldt lebt und arbeitet in Berlin. 2006 erhielt er den 'Max und Moritz-Preis' in der Kategorie "Bester Szenarist" und 2008 den 'Kleist-Preis'.

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Kundenrezensionen

  • Ein Autor namens Max Goldt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Daniel Buess, am 14.09.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Vor wenigen Jahren noch hat man ihn so penetrant hochgejubelt, dass ich die obligate Max-Goldt-Lektüre aus Trotz verweigert habe. Alles, nur nicht Max Goldt! Ein Modeautor der schnell konsumierbaren Sorte! Das hat sich jetzt freilich geändert. Um Max Goldt ist es ruhiger geworden, der Hype ist abgeklungen. Man kann Max Goldt lesen, ohne ein Nachahmungsleser zu sein. Und siehe da. Max Goldt ist gar nicht so schlimm, er ist sogar ausgesprochen gut, er ist sogar besser als gut. Eine Prosa, so elegant, federleicht und treffsicher, dass man jeden Satz unwillkürlich zweimal liest, eine Gewitztheit, die sonst nur die Franzosen haben: "Esprit" nennt man das. Natürlich ist Max Goldt kein Peter Bichsel und kein Robert Walser (obwohl ebenfalls ein Meister der Kleinform), seine fein gedrechselte Sprachkunst hat etwas distanziert Manieristisches und erinnert von ferne an Thomas Mann. Ich bin begeistert, eine Weile lang zumindest, aber dann beschleicht mich doch eine gewisse Ratlosigkeit. Diese Prosa rauscht grossartig an mir vorbei. Max Goldt ist gut und Gold wert, aber ein Max-Goldt-Leser werde ich dennoch nicht. Mag sein, dass seine Prosa für meinen Geschmack zu perfekt ist. Sie rauscht und klingelt gar zu schön. Nein, es bleibt dabei, ich mag ihn nicht. Lesen sollte man ihn trotzdem, wenigstens einmal. Oder zweimal. Es lohnt sich.

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  • Echt große Klasse !!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Annegrit Fehringer, am 09.04.2010

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    Wenn Sie zwischendurch mal wirklich witzige, kuriose und intelligente Geschichten lesen wollen, dann lesen Sie unbedingt Max Goldt!!! Er ist ein Sprachkünstler der besonderen Art!

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  • Herrlich Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von K. Voß, am 07.03.2010

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    "Zimbo" enthät eine kunterbunte Sammlung der Goldt'schen Kolumnen...Vom Thema Sargzwang, über die Umhängetasche und vorher ein kleiner Abstecher in die wissenschaftlichen Tiefen zum Thema Sodbrennen. Goldt schreibt bissig, erfrischend und ironisch... Es macht große Freude seine Kolumnen zu genießen und Sie kommen nicht umhin ständig zu schmunzeln! Absolut empfehlenswert.

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  • Zimbo Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Werner Dukek, am 22.01.2010

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    Das Goldt'sche Kolumnenwerk hat ein neues Junges geworfen. Es hört auf den Namen "Zimbo". Natürlich sind die Erwartungen an das Junge hoch, denn Goldt ist ein begnadeter Kolumnist. Eins hat sich jedoch verändert, im Vergleich zu Brüderchen und Schwesterchen. Irgendwie ist die Kolorierung des Felles dezent anders. Die früheren Kolumnen waren oft ein bisschen mehr verschwurbelt. Die aktuellen dagegen sind gradliniger, direkter. Das kann man mögen oder bedauern.

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  • Ein Buch für Menschenfreund und Menschenfeind! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Miriam Danielmeyer, am 12.01.2010

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    Das Thema Sodbrennen interessiert Sie nicht? Und auch nicht das Phänomen der Umhängetasche? Und gibt es nun emotionale Intelligenz oder nicht? All diese scheinbar banalen Themen bringt uns der Autor auf wunderbar amüsante und gesellschaftskritische Weise nahe.

    Und wenn Sie dieses Buch ertragen haben, dann sollten Sie unbedingt noch einen Schritt weiter gehen und die nächste Gelegenheit nutzen um den Autor live zu hören. Es ist nämlich ein echtes Erlebnis, wenn Max Goldt seine eigenen Texte auf unnachahmliche Weise vorträgt!

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