Die Reise nach Ägypten 1849-50

von Gustave Flaubert, Maxime du Camp

Buch

gebunden (255 Seiten)

1. Auflage

Sprache: Deutsch

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Am 22. Oktober 1849 bricht Flaubert zu einer Reise nach Ägypten auf. Entmutigt von der Kritik, die an seinen literarischen Versuchen geübt wird, und gelangweilt vom Jurastudium, das er soeben an den Nagel gehängt hat, ergreift er die Chance, die sich ihm bietet. Er begleitet seinen Jugendfreund Maxime du Camp, einen der ersten Fotografen, dilettierenden Archäologen und begeisterten Journalisten, auf seiner Reise entlang des Nils. Beide machen sich täglich Notizen, doch zu einer echten Zusammenarbeit kam es nie, im Gegenteil entfremden sich die beiden Freunde aufgrund ihrer unterschiedlichen Ansätze und Wahrnehmunggen zusehends. Flauberts Tage buch gehört zu den Klassikern des Genres und hat bis heute nichts von seinem sponaten Charme und Sprachwitz eingebüßt. Die Fotografien du Camps hingegen dokumentieren und konservieren beeindruckend ein Ägypten noch vor der Wiederentdeckung durch den Tourismus. Nach der Rückkehr gehen beide getrennte Wege. Du Camp veröffentlicht seine Bilder und Erfahrungen gleich mehrfach in den folgenden Jahren. Flaubert jedoch gibt sein Tagebuch zu Lebzeiten nicht zur Veröffentlichung frei. Diese bibliophile Ausgabe vereint nun beides.


Produktdetails

ISBN-10: 3-86964-048-0
EAN: 9783869640488
Erschienen: 10.09.2011
Verlag: Parthas Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1. Auflage
Seitenzahl: 255
Länge/Breite: 207mm/128mm
Gewicht: 510 g
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Gustave Flaubert

Gustave Flaubert, geb. 1821 in Rouen als Sohn eines Chirurgen, besuchte zuerst die Schulen in seiner (durch 'Madame Bovary' berühmt gewordenen) Vaterstadt, studierte eher lust- und erfolglos die Rechte in Paris und musste sich dann aufgrund eines rätselhaften Nervenleidens aus jeder Berufstätigkeit zurückziehen. Er lebte in strenger schriftstellerischer Askese in Rouen, unternahm immer wieder Reisen in Europa, nach Nordafrika und dem Nahen Osten und starb 1880 im Alter von 59 Jahren. Flaubert war unerbittliche Präzision in der Kunst wichtiger als überhitzte Inspiration und das Suchen nach bisher unbeschriebenen Aspekten der Wirklichkeit wesentlicher als romantische Gefühlsdarstellung. Diese strenge Forderung setzte er in 'Madame Bovary' in revolutionärer Weise um, doch vorher hatte es in seinem Leben eine Epoche gegeben, die in ihrer anarchischen Heftigkeit ihresgleichen sucht.§Flaubert verspottete seine Zeitgenossen und setzte ihnen mit unübertroffener sprachlicher Schärfe zu. Bereits sein erstes gedrucktes Werk, Madame Bovary, rief ebensoviel Hass wie Bewunderung hervor und sicherte ihm einen Ehrenplatz in der ewigen Bibliothek der Weltliteratur. Flaubert forderte zeitlebens die Lesegewohnheiten seines Publikums heraus und lehrte es, sich von der Vorliebe für das Gewöhnliche frei zu machen. Diese Art der literarischen Umerziehung begeistert auch heutige Leser durch ihre kompromisslose Originalität.

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  • Die Mühsal des Reisens Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Dr. Ralf ROTHER, am 08.03.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

    Flaubert beendete im September 1849 vorerst seine Arbeit an der Novelle "Die Versuchung des Heiligen Antonius". Im Oktober brach er zusammen mit Maxime Du Camp nach Ägypten auf. Seine "großen" Romane und Erzählungen ("Madame Bovary", "Salommbô", "Bouvard und Pécuchet", "Lehrjahre des Gefühls" usw.) werden also erst noch folgen.
    Unverkennbar ist im Reisebericht Flauberts Reichtum der Sprache. Dieser Reichtum muss erlesen werden. Ein Blick fürs Detail. Faszination und Sehnsucht paaren sind mit Langeweile und Abscheu.
    Nach Flauberts Orientreise möchte man wieder durch seine wunderbaren Romane gleiten. Schon viel zu lange liegen diese Fahrten zurück.

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