Die neuen Bekenntnisse

Roman

von William Boyd

Buch

Taschenbuch (747 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Ein
genialer Regisseur, zwei Weltkriege und eine ungeheuerliche Film-Trilogie.
John James
Todds Leben umspannt ein ganzes Jahrhundert. Als er 1917 in deutsche
Gefangenschaft gerät, freundet er sich mit seinem Wärter Karl-Heinz an, der ihm
gelegentliche Küsse gegen die einzelnen Seiten eines Buches eintauscht, das
Johns Leben für immer verändern wird: Jean-Jacques Rousseaus Bekenntnisse.
Die Verfilmung der Bekenntnisse, 3 Teile a 3 Stunden, soll sein
Lebenswerk werden - doch das Projekt wird scheitern.
William
Boyd, ein großer Fälscher der Wirklichkeit, hat die täuschend echte
Autobiographie einer Künstlerexistenz und zugleich die Biographie eines sich
zersetzenden Jahrhunderts geschrieben. Meisterhaft!


Pressestimmen:

"Ein mit Witz und Ironie geschriebener Roman."
Der Tagesspiegel
"William Boyd beschreibt die Dreharbeiten zu Todds Stummfilm-Meisterwerk so klar und lebendig, dass man glaubt diesen Film gesehen zu haben, den es gar nicht gibt."
Time

Produktdetails

ISBN-10: 3-8333-0799-4
EAN: 9783833307997
Erschienen: 07.01.2012
Verlag: Berliner Taschenbuch Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 747
Länge/Breite: 188mm/118mm
Gewicht: 519 g
Übersetzer: Friedrich Griese
Reihe: Berliner Taschenbuch
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William Boyd

William Boyd, 1952 in Ghana geboren, gehört zu den über - ragenden europäischen Erzählern der Gegenwart. Er schreibt Romane, Kurz - geschichten und Drehbücher und wurde vielfach ausge - zeichnet, zuletzt für seinen Roman Ruhelos (BV 2007, BvT 2008) mit dem Costa Novel Award. Außerdem erschienen im Berlin Verlag Das Schick sal der Nathalie X (2007, BvT 2009) sowie Brazzaville Beach (BvT 2007), Unser Mann in Afrika (BvT 2008), Eines Menschen Herz (BvT 2008) und Die blaue Stunde (BvT 2009). William Boyd lebt mit seiner Frau in London und Südfrankreich.

Friedrich Griese

Friedrich Griese, geboren 1940, ist einer der renommiertesten Sachbuchübersetzer. Er übertrug u.a. Richard Fortey, Daniel Goleman, Alan Lightman und Caroline Alexander ins Deutsche. Friedrich Griese lebt in Michelstadt im Odenwald.

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Kundenrezensionen

  • Eine Biographie über einen fiktiven Regisseur Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Monika Fuchs, am 18.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der 1952 geborene Autor William Boyd hat eine sehr glaubhafte Biografie eines 1899 geborenen Regisseurs geschrieben. Allerdings hat es diesen Regisseur niemals gegeben. Trotzdem ist dieses Buch für Cineasten ein großartiges Buch, welches ihnen viele Einblicke in die Welt und die Entwicklung des Films gibt.

    Der fiktive Regisseur heißt John James Todd. Er wurde 1899 in Edinburgh als Sohn eines Arztes geboren. Seine Mutter verstarb bei seiner Geburt, was sein Vater ihm nie wirklich verzeihen konnte. Durch einen guten Freund seines Vaters und seiner verstorbenen Mutter entdeckt John James die Fotografie für sich. Und dieser Freund hilft ihm auch im 1. Weltkrieg, so dass er dort seine ersten Filme drehen darf. Dies waren Propagandafilme für die Wochenschauen daheim. Schon dabei stellt sich zum einen sein Können, zum anderen aber auch seine Unbestechlichkeit heraus und er macht sich bereits den ersten Feind. Durch einen dummen Zufall gerät er in deutsche Kriegsgefangenschaft. Dort lernt er einen jungen Deutschen kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbinden wird. Dieser junge Deutsche schmuggelt ihm Literatur ins Gefängnis – ausgerechnet „Bekenntnisse“ von Jean-Jacques Rousseau. Dieses Werk fasziniert John James so sehr, das es zu einer Obsession für ihn wird. Er will dieses Werk unbedingt verfilmen und setzt nach seiner Freilassung alles daran.

    William Boyd schildert das Leben von John James Todd aus der Sicht des Regisseurs, der sich im Alter erinnert. Und so bekommt der Leser ein ausgesprochen wechselvolles Leben in der Welt des Films geschildert. John James Todd verbringt viele Jahre in Berlin, wird unglaublich erfolgreich und erlebt den Untergang der Stummfilmzeit. Er geht zurück nach England und dann in die USA. Dort steigt er erneut in ungeahnte Höhen auf, um umso tiefer zu fallen. Die Kommunistenhatz Ende der vierziger Jahre wird sein Untergang, doch er gibt nie auf. Das Buch besticht durch seine brillanten Schilderungen der Dreharbeiten und Techniken vor allem bei seinem ersten richtig erfolgreichen Stummfilm.

    Lesenswert vor allem für alle, die sich für die Geschichte und die Entwicklung des Films interessieren. Aber auch für Leser, die gerne eine Lebensgeschichte lesen in der turbulenten und wechselhaften Zeit des 20. Jahrhunderts.

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