Buch
gebunden (251 Seiten)
2. Auflage
Sprache: Deutsch
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"Die Deutschen und ihre Nachbarn" - unter diesem Titel geben Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker gemeinsam eine auf zwölf Bände angelegte Reihe heraus, die den Deutschen Politik, Gesellschaft und Kultur unserer europäischen Nachbarländer vorstellt.
Was wir auf vielerlei Reisen in uns aufnehmen, das soll hier vertieft und dabei auch von mancherlei Vorurteilen befreit werden. Dabei steht nicht so sehr das lexikalische Grundwissen im Vordergrund, sondern die lebendige Anschauung der Lebensverhältnisse und der jeweiligen nationalen Besonderheiten - auch im Verhältnis zu Deutschland. Die beiden Herausgeber haben für "Die Deutschen und ihre Nachbarn" hervorragend ausgewiesene Kenner gewonnen, die ihr oft in Jahrzehnten erworbenes Wissen ebenso konzise wie anschaulich in den Bänden der Reihe weitergeben. Ganz bewußt ist dabei auch ein persönlicher Blickwinkel erlaubt. So hat jedes Buch ein eigenes Gesicht, doch alle haben miteinander gemeinsam, daß sie auf höchst informative Weise die Vielfalt und den Reichtum, aber auch die Gemeinsamkeiten der europäischen Länder widerspiegeln.
| ISBN-10: | 3-406-57855-1 |
|---|---|
| EAN: | 9783406578557 |
| Erschienen: | 02.06.2010 |
| Verlag: | C. H. Beck |
| Einband: | gebunden |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 2. Auflage |
| Seitenzahl: | 251 |
| Länge/Breite: | 209mm/130mm |
| Gewicht: | 365 g |
| Übersetzer: | Andreas Ecke, Gregor Seferens |
Richard von Weizsäcker wurde 1920 in Stuttgart geboren. Nach einer erfolgreichen Karriere in der Industrie war er von 1981 - 1984 Regierender Bürgermeister von Berlin und von 1988 - 1994 Präsident der Bundesrepublik Deutschland. Er war der deutsche Bundespräsident, der das höchste Maß an Popularität in der Bevölkerung und auch innerhalb der politischen Elite genoß.§Er ist Autor zahlreicher Bestseller.
Geert Mak, geboren 1946, war viele Jahre Redakteur des "NRC Handelsblad". Er ist einer der bekanntesten Publizisten der Niederlande und gehört nach mehreren Bestsellern zu den wichtigsten Sachbuchautoren des Landes. 2008 wurde Geert Mak mit dem "Leipziger Buchpreis" zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet.
Helmut Heinrich Waldemar Schmidt wurde am 23.Dezember 1918 als Sohn eines Studienrats und Diplomhandelslehrers in Hamburg Barmbek geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 1937 leistete er Reichsarbeitsdienst und Wehrdienst ab. Im Zweiten Weltkrieg war Helmut Schmidt als Soldat erst bei der Luftabwehr und später sogar an der Ostfront eingesetzt worden. Nach seiner Rückkehr heiratete er im Sommer 1942 seine ehemalige Klassenkameradin Hannelore Glaser, später nur noch Loki genannt. Mit ihr bekam Helmut Schmidt zwei Kinder, wovon eines jedoch noch vor seinem ersten Geburtstag starb.
1945 geriet Helmut Schmidt für wenige Monate in britische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung studierte er Volkswirtschaftslehre und Staatswissenschaft in Hamburg. Dort lehrte ihn der spätere Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller. Seinen Abschluss machte Helmut Schmidt als Diplomwirt. Schon während seines Studiums trat er in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ein und arbeitete bis 1953 unter Karl Schiller bei der Behörde für Wirtschaft und Verkehr der Freien und Hansestadt Hamburg. Anschließend wurde er Mitglied des Deutschen Bundestages für die SPD und ein paar Jahre später 1957 war er schon Bestandteil des Fraktionsvorstandes. In seiner Position übte Helmut Schmidt scharfe Kritik an der Bundesregierung, insbesondere an den damaligen Verkehrsminister Franz Josef Strauß. Nur ein Jahr später wird Schmidt Mitglied im SPD Bundesvorstand und setzt sich massiv gegen atomare Bewaffnung der Bundeswehr ein. Im gleichen Jahr noch wird er zum Hauptmann der Reserve befördert und fast zeitgleich direkt aus dem SPD Fraktionsvorstand abgewählt. 1961 veröffentlicht Helmut Schmidt sein Militär strategisches Buch "Verteidigung oder Vergeltung". Willy Brandt holt ihn 1964 in seine zehnköpfige Regierungsmannschaft für die Bundestagswahlen 1965. Es folgt der Wiedereinstieg als stellvertretender Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion. Bis zum Rücktritt Brandts arbeitet Helmut Schmidt als Bundesverteidigungsminister, Bundesminister für Wirtschaft und Verteidigung und Bundesfinanzminister. Am 16.Mai 1974 wird Helmut Schmidt nach dem Rücktritt Brandts als 5.Bundeskanzler gewählt. Im Schatten der Weltwirtschaftskrise stehen bei ihm vor allem Themen wie Stabilität und Vollbeschäftigung im Focus. 1975 wählt ihn die britische Zeitung "Financial Times" zum Mann des Jahres. Seiner erneuten Wiederwahl in den Jahren 1976 und 1980 folgt der Bruch durch ein konstruktives Misstrauensvotum. 1982 löst ihn Helmut Kohl als Bundeskanzler ab.
Ab 1983 ist Helmut Schmidt Mitherausgeber der Zeitung "Die Zeit". Ernennungen zum Ehrenbürger verschiedener Städte und etliche Auszeichnungen wie dem Theodor Heuss-Preis, Leipziger Mendelssohn-Preis, Henry Kissinger-Preis und viele mehr zeigen sein beliebtes Auftreten wie auch sein Handeln mit realitätsbezogener Politik, moralischem Pflichtbewusstsein und gesellschaftlichem Engagement durch zahlreiche Veröffentlichungen, sowohl in der Zeit als Bundekanzler, wie auch in der Zeit danach. Helmut Schmidt besitzt eine große Leidenschaft für Kunst und klassische Musik. Hauptwohnsitz zusammen mit seiner Frau Loki ist in Hamburg Langenhorn.