Der Schwur der Jungfrauen

Historischer Roman

von Katerina Timm

Buch

gebunden (447 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Kathrin ist fassungslos. Ein Mädchen aus dem Dorf hat sich das Leben genommen, weil es die Schande nicht ertragen konnte. Der Sohn des reichsten Bauern hatte sie verführt. Alle jungen Frauen verfallen ihm, nur Kathrin lässt sich nicht blenden. Sie schließt einen Pakt mit ihren Freundinnen. Keine von ihnen wird sich je mit Lukas einlassen. Doch einer Intrige wegen muss Kathrin Lukas heiraten. Ihre Gefühle ihm gegenüber schwanken zwischen Hass und Anziehung. Währenddessen nehmen die Ungerechtigkeiten der herrschenden Adligen zu. Kathrin schließt sich Bauern an, die einen Aufstand planen. Als sie sich einem anderen Mann zuwendet und Lukas dies entdeckt, drohen dem Aufstand Verrat und Kathrin der Tod.

Produktdetails

ISBN-10: 3-547-71175-4
EAN: 9783547711752
Erschienen: 10.10.2011
Verlag: Verlag Marion von Schroeder
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 447
Länge/Breite: 211mm/139mm
Gewicht: 545 g
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Katerina Timm

Katerina Timm, geboren 1952, studierte in Marburg Psychologie und arbeitet als Psychotherapeutin. Ihr beruflicher Schwerpunkt liegt auf dem Gebiet der Traumdeutung. Katerina Timm lebt mit ihrem Mann in Südwestdeutschland. Die Kosakenbraut ist ihr Romandebüt.

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Kundenrezensionen

  • Schmöker für Historienfans Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von SusanneB, am 30.12.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich bin ein großer Fan historischer Romane, deshalb habe ich mich auf den Roman „Der Schwur der Jungfrauen“ gefreut. Die Leseprobe war vielversprechend. Es war der erste Roman von Katerina Timm, den ich gelesen habe.
    Hauptperson ist Kathrin, die Tochter eines armen Bauern. Sie lebt in ärmlichen Verhältnissen. Das Leben im fünfzehnten Jahrhundert ist kein Zuckerschlecken. Dafür treibt es Lukas Simon, genannt Lux, der Sohn des reichsten Bauern am Ort, ganz schön toll. Er ist ein Frauenheld und hat schon einiges Unglück angerichtet. Deshalb beschließen Kathrin und ihre Freundinnen, sich niemals auf Lux einzulassen. Doch dieser Schwur wird von einer der Freundinnen sehr schnell gebrochen und auch Kathrin selbst kann ihrem Schicksal nicht entgehen. Ihr Vater lässt sich auf einen Handel mit Lux‘ Vater ein und ausgerechnet Kathrin muss Lux heiraten. Es kommt wie es kommen muss: Die Ehe ist unglücklich. Kathrin flüchtet auf eine Burg, um Lux und ihrem Schwiegervater zu entgehen. Dort begegnet ihr Hans, ein ehemaliger Landsknecht, in den sie sich schließlich verliebt.


    Mein Fazit:

    Sprachlich hat mir der Roman ganz gut gefallen. Die Sprache, die die Autorin gewählt hat, passt zum Genre und zu der beschriebenen Zeit. Die ersten 200 Seiten sind durchaus spannend, dann fällt der Spannungsbogen leider ab und manche Passagen fand ich sehr langatmig. Auch fand ich das Ende durchaus vorhersehbar und wenig überraschend.
    Insgesamt kann ich sagen, dass der Roman eine nette Historienlektüre für zwischendurch darstellt, da er authentisch recherchiert ist und sich gut lesen lässt. Allerdings kann er es mit Klassikern wie „Die Säulen der Erde“ u.ä. nicht aufnehmen. Trotzdem kann ich das Buch weiter empfehlen.

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  • Durch und durch sehr gut zu Lesen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Jenny Lentes, am 28.08.2012

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    Nach der von ihrem Vater arrangierten Hochzeit zwischen seiner Tochter Kathrin und dem Lux - den sie ja erst mal überhaupt gar nicht mag- sucht Kathrin etwas Abwechslung, in dem sie ihrer einstmals besten Freundin Jutta auf der Burg aushilft. Dabei trifft sie auch einen Knecht wieder, der ihr noch in sehr schlechter Erinnerung geblieben ist. Doch nach und nach kommen die beiden sich näher.
    Und dann... wird hier nichts mehr weiter verraten, denn dieses Buch sollte man unbedingt selbst lesen!
    Viel Spass beim (selber) Lesen!

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  • Süffiger historischer Mittelalterroman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Angela.Bücherwurm, am 05.07.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Kathrin Lett ist die Tochter armer Bauern aus dem Dorf Untergrombach. Das Leben ist hart und entbehrungsreich, die zu entrichtenden Abgaben an die hohen Herren sind kaum aufzubringen. Doch bisher haben sie es immer irgendwie geschafft. Bis schlechte Ernten und ein Brand die Bauersleute in den Ruin zu treiben drohen. In seiner Verzweiflung schmiedet der Vater eine Intrige, durch die Kathrin gezwungen ist, den Lux ( oder wie er mit richtigem Namen heißt , den Lukas Simon ), den Sohn des reichsten Bauern des Ortes zu heiraten. Ausgerechnet den Lux, obwohl doch Kathrin und ihre beiden Freundinnen geschworen haben, sich niemals mit diesem " Weiberheld " einzulassen. Denn Lux kann keiner Frau widerstehen, die ihm schöne Augen macht. Entsprechend frostig und gefühlskalt beginnt diese Ehe daher auch. Lux spricht kaum mit seiner jungen Frau, rührt sie auch nicht an. Auch vom Schwiegervater, von Mägden und Knechten wird sie nicht akzeptiert, geschweige denn respektiert. Einzig die ebenfalls noch recht junge Schwiegermutter scheint Verständnis für Kathrin aufzubringen und hilft ihr so gut sie eben kann.

    Um dieser bedrückenden Situation zumindest zeitweise zu entkommen, nimmt Kathrin unter der Woche Arbeit auf der Burg Obergrombach an. Sie soll hier tatkräftig ihre Freundin Jutta unterstützen. Aber noch jemand anderes , dem Kathrin eigentlich lieber aus dem Weg gehen möchte, geht ebenfalls auf der Burg seinem Tagewerk nach. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

    Dieser typische historische Roman liest sich wunderbar flüssig und hat mir ein paar unterhaltsame Lesestunden beschert.

    Die Sprache ist sehr lebendig und bildhaft, man kann sich gut in Situationen und Personen hineinversetzen. Die Handlung selbst ist recht tempo- und abwechslungsreich. Während mir der historische Hintergrund und die Beschreibung der damals herrschenden Zustände recht authentisch erscheinen, hatte ich bei der ein oder anderen Handlungsweise der Protagonisten allerdings schon manchmal meine Zweifel hinsichtlich der Glaubwürdigkeit. Ich möchte aber hier nicht weiter ins Detail gehen, um nicht zuviel vom Inhalt zu verraten. Dies stört allerdings in meinen Augen den Lesegenuss weiter nicht, denn schließlich handelt es sich ja um einen Unterhaltungsroman. Und unterhalten wurde ich wirklich gut, es kam an keiner Stelle Langeweile auf. Das Buch lässt sich so weglesen , wie ein süffiger Wein.

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  • Titel verwirrt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von buchina, am 13.01.2012

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    Der Titel des Romanes hat mich sehr neugierig gemacht. Es klang nach einer Gruppe junger Frauen, die sich gegen die Männer verschwören. So passte der Beginn des Romans auch sehr gut dazu. Denn Kathrin, die Protagonistin, rettet ein junges Mädchen vor einer Vergewaltigung durch Landsknechte. Dieses Erlebnis beeindruckt sie zwar stark, aber wirklich wütend ist sie auf den Junggesellen Lux, die beste Partie in ihrem Dorf. Er lässt nichts anbrennen und ist schon mit einigen jungen Frauen „im Heu verschwunden“. Einer seiner Ex-Geliebten soll sich umgebracht haben. Mit ihren beiden Freundinnen schwört Kathrin deshalb niemals etwas mit Lux anzufangen. Der Schwur hält nicht lange und selbst die standhafte Kathrin kann sich nicht erwehren. Wie auch sie schließlich zu Lux gelangt will ich hier nicht verraten, nur soviel es ist ein schwerer Weg mit vielen überraschenden Wendungen.

    Meiner Meinung nur, hat die ganze Handlung wenig mit dem Schwur zu tun und auch nicht mit einem Kampf Frau gegen Mann. Der Roman beschreibt dagegen das Leben der Bäuerin Kathrin, die auch durch eigene Vorurteile und Starrsinn ihr Glück erst spät findet.

    Sehr positiv in diesem Roman ist die Beschreibung des bäuerlichen Lebens, wobei die Autorin dies auch immer wieder durch den Gebrauch damals üblicher Begriffe unterstützt. Sie beschreibt sehr gut das harte Leben, welches durch die zum Teil sehr ungerechten Abgaben an die Herrschenden bestimmt wird. Der historische Rahmen spielt dabei der Bundschuhbewegung, über die ich vorher kaum etwas wusste.

    Es ist ein spannender Roman, der in einer Umbruchszeit spielt, dem ich aber nicht die voll „Punktzahl“ geben kann, da der Roman noch einigen Spielraum nach oben zulässt. Für mich waren wiesen einige Handlungsstränge ein paar wenige logische Ungereimtheiten auf und der historische Rahmen hätte mehr genutzt werden können. So wurde der Aufstand an sich, sehr schnell abgehandelt.
    Aber dennoch ein sehr lesenwertes Buch.

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  • Kurzweilige Unterhaltung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 12.11.2011

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    Katharinas Familie sind einfache Bauern im 15.Jahrhundert und sie müssen jeden Tag ums Überleben kämpfen. Die Ernte ist oft nicht so ertragreich,wie vorher angenommen, aber die Abgaben an den Burgvogt sind trotzdem fällig.
    Der Vater sieht nur noch einen Ausweg; er muß eine gute Partie für seine Tochter finden, damit ein Esser wegfällt.Doch ohne Mitgift ist das nicht so einfach, deswegen greift der Vater zu einer List.
    Nach einem feuchtfröhlichen Abend wacht Katharina neben ,dem ihr verhassten Lux ,dem Weiberheld des Dorfes auf.
    Lux ,der aus einer reichen Familie stammt,wird gezwungen sie zu heiraten. Jede andere Frau des Dorfes hätte sich über diese Partie gefreut,doch Katharina hatte sich schon früher geschworen,niemals etwas mit ihm anzufangen.
    Die Ehe ist von Anfang an zum scheitern verurteilt,beide reden kaum miteinander. Um ihrem Mann und seiner Familie aus dem Weg zu gehen, arbeitet Katharina in der Woche auf der Burg und sieht Lux nur Sonntags.
    Ihre Freundin Jutta wohnt und arbeitet mit ihrem Mann auch dort und bald fühlt sich Katharina auf der Burg heimischer als woanders.
    Da sie sich von ihrem Ehemann so vernachlässigt fühlt, läßt sie sich mit Hans ein, der auch auf der Burg arbeitet.
    Doch glücklich wird sie dadurch nicht, denn sie merkt, dass sie sich inzwischen in Lux verliebt hat, der sie aber nie beachtet.
    Eines Tages macht sie eine Entdeckung und nun weiß sie auch , warum sich der Lux nicht für sie interessiert !
    Lux und Jutta scheinen ein Verhältnis miteinander zu haben und auch einen gemeinsamen Sohn.
    Katharina fühlt sich inzwischen von allen verraten, schließt sich nun den Bauern an, die einen Aufstand planen und zwar die Bundschuh-Bewegung.
    Das Buch hat mir sehr gut gefallen; man kommt nach den ersten Seiten sofort in die Geschichte rein und fühlt sich mit den Personen verbunden. Das einfache Leben der Bauern wurde sehr gut beschrieben, die Bundschuh-Bewegung hat es wirklich gegeben (1493 bis 1517 ).Natürlich ist es ziemlich vorhersehbar,was alles noch passiert, manche Stellen sind auch etwas von weit hergeholt. Aber insgesamt ein Buch, das sich gut lesen läßt und wirklich kurzweilige Unterhaltung verspricht.

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  • der Schwur der Jungfrauen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Elohym78, am 05.11.2011

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    Kathrin Lett wächst in dem überschaubaren Dorf Untergrombach auf. Ihre Familie ist ärmlich und die mageren Felderträge sichern geradeso das Überleben. Lukas Simons, von allen Lux genannt, ist der Sohn des reichsten Bauern in der Umgebung und ein Schwerenöter, dem sich keine Frau entziehen kann. Nur Kathrin steht ihm misstrauisch gegenüber und reagiert nicht auf seine Reize. Als sich eine junge Frau wegen ihm das Leben nimmt, schließt sie mit ihren besten Freundinnen den Pakt, dass keine von ihnen Lux jemals verfällt. Doch ihr Vater hat andere Pläne und so wird Kathrin zu einer Ehe mit Lux gezwungen. Einer Ehe, mit der beide Parteien nicht gerade glücklich sind. In dieser schweren Zeit versucht Joss, den Bundschuh zu gründen und die Bauern gegen die Obrigkeit aufzuhetzen. Auch Kathrin ist den Gedanken des Umsturzes und der Umverteilung der Güter nicht abgeneigt und lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein.

    Das Cover zeigte eine Teil einer Person. In einem roten aufwendigen Gewand gekleidet, einen protzigen Ring am Finger und einen Dolch in der Hand. Es sieht zwar nett aus, aber der Zusammenhang zu dem Buch erschließt sich mir leider nicht. Die kleine Bildgeschichte im Inneren des Buches finde ich hingegen sehr gelungen.

    Der Schreibstil von Katerina Timm passt hervorragend zu dem Buch. Sie benutzt viele Redewendungen aus dem Mittelalter, die das Buch authentisch werden lassen. Dank ihres bildlichen Schreibstil nimmt sie den Leser mit in das 15. Jahrundert, beschreibt die Menschen und Örtlichkeiten sehr gut und man kann sich in die damailge Zeit hineinversetzen. Die harte Arbeit, das Leben im Allgemeinen und der Unterschied zwischen arm und reich verdeutlicht die Autorin durch ihre Beschreibungen des Lebensstils. Ihre Protagonisten beschreibt sie lebensnah und somit sind ihre Handlungen nachvollziehbar. Was mir etwas gefehlt hat, ist der Spannungsbogen in der Geschichte. Die Entwicklung plätschert ohne nennswerte Höhen und Tiefen vor sich hin, so dass das Lesen stellenweise etwas zäh wurde.

    Die Rückblicke auf das Leben von Kathrins Mutter Anna sind interessant und lockern den Roman auf, aber der Sinn bleibt leider etwas auf der Strecke. Dafür sind die Einspielung dann doch etwas zu kurz und zu ungenau geraten. Genauso unausgereift finde ich die Entwicklung von Kathrins Freundin Magdalen und ihrem Ehemann Michel.

    Mein Fazit: Nette, seichte Unterhaltung, aber fesseln konnte mich die Geschichte leider nicht.

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  • Die Kättel und der Lux Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Melanie Enns, am 04.11.2011

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    Das Buch ist leicht zu Lesen, obwohl man an den Dialogen der Personen recht schnell merkt, daß es sich um andere Zeiten handelt. Zeiten in denen Frauen nicht viel zu sagen hatten, weder Lesen noch Schreiben konnten und im Prinzip nur dazu da waren Kinder zu bekommen und Haus und Hof zu bewirtschaften. Vielleicht ist dies ein Grund, daß mir die Kathrin Lett ein klein wenig dümmlich erscheint? Den Schwur mit ihren Freundinnen niemals mit dem Lukas / Lux etwas anzufangen, kommt mir daher vor wie ein Kleinmädchengehabe, an dem die Kathrin festhält und dies auch von ihren Freundinnen erwartet. Blöd nur, daß sie dann selbst den Lux heiraten muss durch eine Intrige, die ihr Vater und ihr Bruder gesponnen haben um ihr ein besseres Leben zu bieten. Wer bietet sich da nicht besser an als Lux der Weiberheld? Man macht ihn so betrunken, daß er sich hinterher an nicht erinnern kann und legt ihn nackt neben Kathrin ins Heu. Einerseits nachvollziehbar für mich andererseits dauert es sehr, sehr lange bis sich Kathrin und Lux so nahe kommen, daß man tatsächlich behaupten kann sie führen eine Ehe. Vorher begibt sich Kathrin lieber zur Burg um bei ihrer Freundin Jutta auszuhelfen als in der Nähe vom Lux zu sein!

    Soweit hierzu. Meiner Meinung nach plätschert der Roman nur so dahin und da ich nicht zu den Menschen gehöre, die ein angefangenes Buch weglegen ohne das Ende zu kennen, habe ich mich also durchgequält, denn mich hat die Handlung kein bißchen berührt. Natürlich die Lebensweisen der Bauern zur damaligen Zeit und die hohen Abgaben die sie leisten mussten hat mich schon bewegt. Harte Arbeit, karger Lohn und ständiger Hunger um dem Bischof die Abgaben gewährliesten zu können. Es ist schon sehr ungerecht und kein Wunder, wenn sich mancher aus Verzweiflung das Leben nehmen möchte. Auch das Schulden die Exkkommuikation der Kirche herbeiführt, will heißen derjenige / diejenige darf nicht die Gottesdienste besuchen und wird auch nicht in geweihter Erde begraben, fand ich schon sehr krass. Als die Bauern sich dann wehren wollen, beginnen sie einen Aufstand zu planen. Leider wird der Bundschuh zerschlagen durch einen Verrat. Dies ist etwas, was mich zum Nachdenken gebracht hat, aber ansonsten fand ich das Buch jetzt nicht herausragend.

    Eingeschränkte Leseempfehlung von mir und magere 3 Sterne!

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  • Leben einer Bäuerin im Mittelalter Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Nefret, am 01.11.2011

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    Das Leben im Mittelalter ist beschwerlich. Kathrin ist die Tochter eines armen süddeutschen Bauern. Aufgrund widriger Umstände wird sie mit dem reichen Bauernsohn Lux Simon verheiratet, den sie verachtet. Währenddessen rumort es unter den Bauern, die sich gegen die reichen Herren auflehnen wollen.

    Bei „Der Schwur der Jungfrauen“ handelt es sich in erster Linie um einen historischen Liebesroman. Um die Handlung etwas auszuschmücken, wird der Bundschuhaufstand der Bauern mit eingeflochten. Doch dieser Aufstand spielt erst am Ende des Romans eine größere Rolle.

    Bereits als Lux zum ersten Mal auftauchte, war mir klar, wie die weitere Geschichte verlaufen würde. Manche Irrungen und Wirrungen sind äußert arg konstruiert, aber dennoch hatte ich Spaß an der Liebesgeschichte. An diesen trüben Tagen wollte ich mich einfach nur berieseln lassen.

    Auch war es nett, einen historischen Roman aus der Sicht einer Bäuerin zu lesen. Nur schade, dass der eigentlich Aufstand zu kurz kommt.

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  • Sünd' und Sühne Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 29.10.2011

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    Inhalt:
    Kathrin, eine junge Bauerntochter aus Untergrombach, ist so unscheinbar wie ein armes Bauernkind nur sein kann. Ihre Familie kann kaum die Abgabe an die Herren erbringen und heiraten will die Kathrin auf Grund der fehlenden Mitgift auch keiner. Als sie eines Morgens neben dem Frauenhelden Lux aufwacht, ändert sich ihr Leben schlagartig. Sie zieht auf den reichsten Hof weit und breit und kurz darauf erhält sie eine Anstellung auf der Burg. Da sich ihr Mann, der Lux, allen Frauen zuwendet – nur ihr nicht, findet sie bald Gefallen an dem Hans, der ebenso auf der Burg arbeitet. Und damit beginnen ihre Sorgen…

    Leseeindrücke:
    Ich bin sicher keine Leserin, die regelmäßig historische Romane auf den Nachttisch legt. Eher selten lasse ich mich dazu hinreißen. „Der Schwur der Jungfrauen“ von Katerina Timm hat mich jedoch von der ersten Seite an fasziniert. Die Geschichte wird so geschickt gesponnen, dass man sich schnell eindenken und mitfühlen kann. Dabei werden die unterschiedlichen Charaktere sehr gut heraus gearbeitet und die Erzählung so geschickt gestaltet, dass ich als Leserin über weite Teile hinweg selber ahnungslos bin. Teilweise erschreckend finde ich die Naivität und Verwirrung der Kathrin. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass alle Personen im Buch voller Sünde und Sühne seien. Dies tut der Geschichte jedoch keinen Abbruch, sondern bereichert sie. Sprachlich finde ich den Roman sehr ansprechend. Das Schwätzen der Leut trägt dazu bei, schnell in das Buch einzutauchen. Weiterhin lobend muss erwähnt werden, dass der Roman historisch gut eingebettet wurde. Katerina Timm hat dabei mit sehr viel Bedacht eine Geschichte inszeniert, die mit den wahren Begebenheiten gut vereinbar ist.

    Fazit:
    Ich habe das Lesen sehr genossen und werde sicherlich auch in Zukunft wieder einen historischen Roman von Katerina Timm lesen.

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  • Drei Freundinnen und ein Schwur Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von alphacia, am 27.10.2011

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    Kathrin und ihre beiden Freundinnen, Margret und Jutta, schwören sich, dass sie niemals auf Lux Simon hereinfallen, der als Weiberheld verschrien ist. Er kann halt von keinem jungen Dorfmädchen die Finger lassen. Margret verfällt ihm schließlich, und Jutta soll ihn dann heiraten. Aber durch eine Intrige von Kathrins Vater muss am Ende Kathrin Lux heiraten. Ihre Ehe ist unglücklich und Kathrin flüchtet zu ihrer Freundin, die mittlerweile mit einem anderen Mann verheiratet ist, auf die Burg. Dort begegnet sie Hans und läßt sich mit ihm ein. Doch dann kommt es zu einem Bauernaufstand...

    Der Einstieg in die Geschichte gelang mir mühelos. Auch die Sprache passte hervorragend zur damaligen Zeit. Der verwendete Dialekt sorgte für etwas mehr Pepp und wirkte keineswegs störend. Die Geschichte war schlüssig und nicht vorhersehbar. Das Elend und die Not der Bauern hat die Autorin schonungslos dargestellt. Die Verzweiflung der Menschen war ebenfalls sehr präsent. Auch die Ungerechtigkeit die damals herrschte war sehr verständlich beschrieben. Sie machte teilweise sehr fassungslos.

    Im Mittelpunkt stand eindeutig die Beziehung zwischen Lux und Kathrin. Kathrin wirkte auf mich oft als sehr zickig und etwas naiv. Ihre Sturheit und Verbohrtheit waren gelegentlich etwas zuviel des Guten. Ein bisschen weniger von alledem hätte mir mehr gefallen. Oftmals hat mich dieses ständige Hin und Her zwischen den beiden doch etwas irritiert. Ihr Verhältnis zu ihrem Ehemann war ganz schön kompliziert, und einige Handlungen und Aussagen speziell von Kathrin, waren nicht immer für mich nachvollziehbar. Dass Lux Abneigung im Endeffekt sie in die Arme eines anderen Mannes trieb, war eigentlich zu erwarten. Lux Geduld mit Kathrin fand ich bemerkenswert obwohl er an der Misere nicht ganz unschuldig war. Auch seine Aussage, dass er nicht anders konnte als "schwach" zu werden sobald ihm eine Frau schöne Augen machte, fand ich schon etwas erbärmlich. Jutta hatte auch eine tragende Rolle in diesem Buch. Aber ihr Eheleben war genauso eigenartig und mit einigen Irrungen verbunden.

    Insgesamt nuss ich aber sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Es war durchaus spannend, informativ und unterhaltsam. Die einigermaßen komplizierten Liebesverwicklungen störten meiner Meinung nach etwas den Lesefluss. Das Buch habe ich sehr gerne gelesen , da die Geschichte mich total in ihren Bann gezogen und die Spannung sich bis zum unerwarteten Ende gehalten hat.

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  • Der Schwur der Jungfrauen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von I. Schneider, am 25.10.2011

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    Untergrombach 1497: Kathrin und ihre Freundinnen Jutta und Margret schwören sich, dass sie sich niemals auf den Frauenverführer, der angeblich ihre Freundin Barbel in den Selbstmord trieb, Lukas, genannt Lux, einzulassen. Alle drei können diesen Schwur nicht halten.
    Am Rande erfährt man auch viel über die schlimme Armut der Bauern und ein Zusammenschluß, den "Bundschuh", der dafür sorgen sollte, sich gegen die Edelleute und Unterjocher zu stellen und für seine Rechte zu kämpfen.
    Die Autorin Katerina Timm hat einen sehr unterhaltsamen und kurzweiligen, historischen Roman geschrieben, der mich ein ganzes Wochenende gefesselt hat. Vielen Dank!

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