Der kleine Drache Kokosnuss und der große Zauberer.

Band 3

von Ingo Siegner

Buch

gebunden (68 Seiten)

7. Auflage

Sprache: Deutsch

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Horkus, Porkus, Apfelmus ...
Der kleine Drache Kokosnuss im Zauberschloss.


Der kleine Drache Kokosnuss und seine Freundin Matilda gehen im Klippenwald Pilze sammeln. Da begegnet ihnen plötzlich eine Ziege, die verzweifelt versucht, einen Korken aus einem Flaschenhals zu ziehen. Wie sich herausstellt, ist die Ziege gar keine Ziege, sondern ein verzauberter Zauberer.
Holunder war einst Herrscher über das Flaschenland. Bis der böse Zauberer Ziegenbart ihn in einem unachtsamen Moment verwandelte und aus seinem Reich verbannte. Keine Frage, dass Kokosnuss und Mathilda bereit sind, Holunder zu helfen, wieder Herr über sein Zauberreich zu werden!


Produktdetails

Verkaufsrang: 8.480
ISBN-10: 3-570-12807-5
EAN: 9783570128077
Erschienen: 01.02.2005
Verlag: Bertelsmann Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 7. Auflage
Seitenzahl: 68
Länge/Breite: 219mm/165mm
Gewicht: 337 g
Altersempfehlung: ab 6
Illustrator: Ingo Siegner
Reihe: Omnibus Hardcover
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Ingo Siegner

Ingo Siegner, 1965 in Hannover geboren, wuchs in Großburgwedel auf. Nach Schule und Zivildienst wurde er Sparkassenkaufmann, ging als Au-Pair nach Frankreich, steckte seine Nase in die Universität und landete schließlich bei Vamos, einem hannoverschen Veranstalter für Familienreisen. Auf vielen Reisen erfand er für die Kinder fantastische Geschichten. Nebenher brachte er sich das Zeichnen bei. Ingo Siegner lebt als Autor und Illustrator in Hannover.

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Buchhändlertipps

  • Kokosnuss im Flaschenland Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Pia Lemberger, am 16.05.2013 aus der Thalia-Buchhandlung in Gerasdorf

    Kokosnuss und seine stachelige Freundin Mathilda verschlägt es diesmal in das Flaschenland! Dort wollen sie versuchen, den Fluch des bösen Zauberers Ziegenbart aufzuheben. Dieser hat nämlich den Herrscher über das Flaschenland, den Zauberer Holunder, in eine Ziege verwandelt und seinen Zauberstab geklaut. Zum Glück kommen Kokosnuss und Mathilda des Weges, nehmen sich der holundrischen Ziege an und befreien das Flaschenland!

    Mein absoluter Liebling unter den Kokosnuss-Büchern! Gewohnt lustig illustriert und bezaubernd erzählt!

Kundenrezensionen

  • Alle sind supergut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 22.06.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wir haben alle Kokosnüsse und meine Kinder lieben sie. Die Sprache ist interessant, nicht so einfach und farblos wie bei vielen anderen Kinderbüchern. Es gibt richtig viel zu lesen, für das Geld. Die Geschichten sind immer spannend und werden immer wieder gelesen. Wir kaufen auch Indianer...erscheint demnächst.

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Begegnung im Klippenwald


Einmal im Jahr, wenn es Herbst wird auf der Dracheninsel und die Blätter der Bäume sich rot und gelb färben, gehen Kokosnuss und Matilda in den Klippenwald, um Pilze zu suchen. Heute sammeln sie den ganzen Tag über, bis ihre Körbe bis obenhin gefüllt sind mit den herrlichsten Pilzen. Gerade wollen sie sich auf den Rückweg machen, da hält Matilda ihre Nase in die Luft und schnüffelt. »Was schnüffelst du denn?«, fragt Kokosnuss. »Ich rieche Ziege«, antwortet Matilda. Kokosnuss grinst: »Was ist denn mit deiner Nase los? Im Klippenwald gibt's doch keine Ziegen!« Matilda aber lässt ihren Korb stehen und marschiert in Richtung Ziegengeruch. »Warte auf mich!«, ruft Kokosnuss. Bald steigt auch ihm Ziegengeruch in die Nase. Die beiden bleiben wie angewurzelt stehen.
»Gibt's ja nicht!«, flüstert Kokosnuss. »Eine echte Ziege, hier im Klippenwald!« Durch ein paar Büsche hindurch sehen sie eine weiße Ziege, die verzweifelt versucht, eine Flasche zu öffnen. Die Flasche steckt im Wurzelwerk eines mächtigen Baumes. »Verflixt noch mal!«, flucht die Ziege. »Dieser blöde Korken, diese bescheuerten Ziegenfüße!« Kokosnuss und Matilda treten hinter dem Busch hervor: »Können wir dir helfen?« Vor Schreck fällt die Ziege auf ihren Ziegenpopo: »Äh, wo kommt ihr denn her?« »Vom Pilzesuchen«, antwortet Matilda. »Und wo kommst du her?«
Die Ziege mustert erst den jungen Feuerdrachen und dann das kleine Stachelschwein. Verstohlen blickt sie sich um.
»Könnt ihr ein Geheimnis für euch behalten?« »Können wir.«
»Ich bin in Wirklichkeit keine Ziege, sondern ein großer Zauberer.«
Kokosnuss und Matilda blicken sich an. Dann brechen sie in schallendes Gelächter aus. Sie müssen so lachen, dass sie sich am Waldboden kugeln.
Die Ziege ist empört: »Wenn ihr mir nicht glaubt, dann erzähle ich euch überhaupt nichts!« Kokosnuss betrachtet die Ziege. Plötzlich kriegt er einen Schreck: »Bist du etwa der Zauberer Ziegenbart?«
»Ziegenbart? Bei allen Magiern des Erdkreises, ich doch nicht! Ich bin Holunder, Herr über das Flaschenland.«
»Das Flaschenland?«
Da deutet die Ziege auf die Flasche: »Wenn ihr ganz genau hineinschaut, dann könnt ihr das Flaschenland sehen.«
Kokosnuss und Matilda blicken durch das grüne Glas ins Innere der Flasche. Und tatsächlich, wenn sie ganz nah heranrücken, erkennen sie, was die Ziege meint: ein winziges Land in einer Flasche!
»Bitte«, sagt Kokosnuss, »erzähl uns dein Geheimnis!«


Holunders Geschichte


Vor ein paar Tagen noch war ich der große Zauberer Holunder, Herrscher über das Flaschenland. Von morgens bis abends habe ich das Flaschenland regiert. Ich glaube, ich war ein guter Herrscher. Na ja, und plötzlich, vor ein paar Tagen, ist es passiert.« »Was ist passiert?«, fragt Matilda. Die Ziege, besser gesagt: Holunder, senkt den Kopf. »Na ja, ich habe so viel zu tun gehabt, dass ich nur für einen winzigen Moment auf meinen Zauberstab nicht aufgepasst habe. Wer konnte denn ahnen, dass ausgerechnet dieser verflixte Ziegenbart sich in mein Schloss eingeschlichen hatte und nur darauf wartete, an meinen Zauberstab zu gelangen!«
Der böse Zauberer Ziegenbart!, durchfährt es Kokosnuss und Matilda.
»Ziegenbart überraschte mich«, fährt Holunder mit zitternder Stimme fort. »Er hatte in der einen Hand meinen Zauberstab und in der anderen seinen eigenen. Dann sprach er den Schweinefluch aus.« »Schweinefluch?«
»Ja, ein Fluch, der einen Zauberer in ein Schwein verwandelt und ihn seiner Zauberkraft beraubt. Der Schweinefluch wird sehr selten ausgesprochen, denn er funktioniert nur, wenn man den Zauberstab des anderen besitzt. Ich Esel habe einfach nicht aufgepasst und war von einem Moment auf den anderen ein Schwein ohne Zauberkraft.«
»Aber wie ein Schwein siehst du nicht gerade aus«, sagt Kokosnuss. »Die Geschichte ist noch nicht zu Ende«, erwidert Holunder. »Das Schlimmste ist, dass Ziegenbart meine Gestalt angenommen hat und jetzt Herrscher über das Flaschenland ist. Alle denken jetzt, er sei Holunder! Und mich armes Schwein hat er aus der Flasche geworfen!«
»Und was ist dann passiert?«, fragt Matilda. »Ich stand als Schwein im Klippenwald und habe überlegt, wen ich um Hilfe bitten könnte«. Die Hexe Rubinia!«, ruft Kokosnuss.
»Genau. Ich bin also durch die Wüste bis zu Rubinias Hexenturm marschiert. Das war vielleicht anstrengend, so als Schwein! Und dann erst Rubinia: Ihr wisst vielleicht, dass sie etwas schwierig ist und auch nicht besonders gut zaubern kann.
Eigentlich sollte sie mich in einen Adler verwandeln. Als Adler wäre ich leicht wieder ins Schloss zurückgelangt, hätte eine günstige Gelegenheit abgewartet, die Zauberstäbe an mich gebracht und den Gegenzauber ausgesprochen! Aber nein, Rubinia hat aus mir eine Ziege gemacht! Weil sie beim Zaubern dauernd an Ziegenbart denken musste, verflixt noch mal. Als Ziege werde ich doch nicht mal ins Zauberschloss vorgelassen!«
»Außer wenn wir dabei sind«, murmelt Kokosnuss nachdenklich.
»Wie meinst du das?«, fragt Holunder. »Na ja«, erklärt Kokosnuss. »Ziegenbart will doch schon lange einen Feuerdrachen fangen. Also, wenn Matilda und ich mitkommen, lässt er uns bestimmt ins Schloss, nämlich um mich gefangen zu nehmen.« Holunder springt freudig auf die Hinterbeine: »Und während Ziegenbart mit dir beschäftigt ist, greifen wir uns die Zauberstäbe!«
»Au Backe«, sagt Matilda. »Klingt etwas abenteuerlich, wenn ihr mich fragt.« Holunder senkt den Kopf: »Aber es ist die einzige Möglichkeit, Ziegenbart zu besiegen.« Kokosnuss überlegt. Eigentlich möchte er diesem Ziegenbart nicht noch mal begegnen. Aber weil er Holunder helfen möchte und unbedingt einmal diese Flaschenwelt sehen will, gibt er sich einen Ruck: »Also gut, ich komme mit!« Matilda blickt Kokosnuss mit großen Augen an. Dann schluckt sie und sagt: »Äh, okay, dann bin ich auf jeden Fall auch dabei.« Holunder macht einen großen Freudensprung: »Das ist ziegenhaft super von euch, dass ihr mitkommt!«
»Aber«, fragt Kokosnuss, »wie kommt man denn in die Flasche hinein?«,
Holunder grinst: »Korken rausziehen und Nase reinstecken!«
»Das ist alles?«
»Das ist alles. Und es wäre nett, wenn ihr mir dabei helfen würdet. Mit diesen Ziegenhufen kriege ich den Korken nicht von der Flasche.« »Kein Problem«, sagt Kokosnuss. Im Nu hat er den Korken von der Flasche gezogen. Holunder hält seine Ziegennase an die Flaschenöffnung und Plopp!, ist er verschwunden. »Ist ja irre!«, staunt Matilda. »Wollen wir?«, fragt Kokosnuss. »Auf geht's!«, antwortet Matilda und steckt ihre Nase in die Flasche.


Kürbis-Knut


Hilfe!!!«, schreien Kokosnuss und Matilda. In rasendem Tempo werden sie durch den Flaschenhals gezogen und kurz darauf landen sie mit zwei lauten Klatschern gleich neben Holunder im tiefblauen Wasser eines großen Sees. Kokosnuss blickt hinauf zum Flaschenhals. »Wie kommen wir denn da jemals wieder hinauf?«
»Das geht nur mit der Hilfe des Herrschers vom Flaschenland«, antwortet Holunder. »Aber jetzt lasst uns losschwimmen. Es liegt noch ein weiter Weg vor uns.«
Staunend blickt Matilda sich um. Über ihnen wölbt sich ein riesiger Flaschenhimmel. »Wie ist denn das Flaschenland eigentlich entstanden?«, fragt das Stachelschwein.
»Das weiß niemand«, antwortet Holunder. »Man weiß nur, dass es das Flaschenland schon sehr lange gibt.«

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