Buch
Taschenbuch (148 Seiten)
7. Auflage
Sprache: Deutsch
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Julian, ein junger Mann, mit sich selbst und seiner Tätigkeit als Versicherungsangestellter unzufrieden, nutzt einen Schwimmunfall, um sich davonzumachen. Daß man ihn für tot halten muss, scheint ihm die ultimative Chance zu sein. Noch einmal lässt er seine Erinnerungen Revue passieren: die Kindheit, die zähen Anstrengungen, neben dem hochbegabten Bruder zu bestehen, den Zerfall der Familie und die immer wieder gescheiterten Versuche, die eigene Mittelmäßigkeit zu überwinden. Nun, plötzlich, liegen verführerische neue Möglichkeiten greifbar vor ihm; er kann ganz von vorne beginnen. Doch die Umstände gestalten sich unerwartet schwierig.
Pressestimmen:
"Es ist schwer zu sagen, worin die größte Stärke dieses voll ausgebildeten Erzählers liegt: In seiner scharfsichtigen (Alltags-) Beobachtungsgabe, seinem subtil beißenden Humor, seinem Hang zur philosophischen Anreicherung der eigenen Prosa? Die Gleichzeitigkeit dieser Qualitäten, ihre einnehmende Melange in einem lakonisch-melancholischen Erzählton, machen auch den Reiz von Kehlmanns neuer Erzählung aus, in der der Autor verblüffend formvollendet mit der Frage nach einem zweiten Anfang experimentiert." (Kieler Nachrichten, 22. Oktober 2002)
""Der fernste Ort" wird mit leiser Stimme erzählt, aber in einer bildkräftigen Sprache. Diese Erzählung, ebenso fein wie genau "gearbeitet", mit vielen versteckten Bezügen, häufig verdeckten Verweisen und sanft gleitenden Übergängen, läßt den unmerklichen Schwund an Realität kaum erkennen. Julian verliert sich am Ende und holt so den Anfang wieder ein. "Die Flocken fielen aus dem Himmel, unzählbar viele, das Weiß schien makellos. Für einen Moment, aus Gewohnheit noch, wunderte er sich, daß er nicht fror." Diese Verwirrung erweist sich als Zauberwort, in ihr verbirgt sich die ganze Kunstfertigkeit des Erzählers Daniel Kehlmann." (Die Zeit, 3. Januar 2002)
"Ein fabelhaftes Vexierspiel, gespenstisch und irritierend." (Die Welt, 6. Oktober 2001)
"Der fernste Ort ist Kehlmanns konsequentester und bester Roman. Wahrscheinlich haben die Romane des Autors deshalb so prompten Erfolg, weil das Aufgeben der Wirklichkeit eine Art letztes Traum- und Freiheitsversprechen enthält. Der Autor führt weniger den Psychofall eines Wirklichkeitsverlustes vor, als daß er seine erzählerischen Mittel am Ernstfall erprobt. Das gelingt ihm so gut, daß es schon fast wieder frivol ist." (Falter, Wien, 21. September 2001)
| ISBN-10: | 3-518-45627-X |
|---|---|
| EAN: | 9783518456279 |
| Erschienen: | 17.06.2010 |
| Verlag: | Suhrkamp Verlag |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 7. Auflage |
| Seitenzahl: | 148 |
| Länge/Breite: | 178mm/110mm |
| Gewicht: | 102 g |
| Reihe: | suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe |
Am 13.Januar 1975 in München geboren, wuchs Daniel Kehlmann in einer Familie mit literarischen Wurzeln auf. Sein Vater Michael Kehlmann, selbst Regisseur und Sohn des expressionistischen Schriftstellers Eduard Kehlmann, und seine Mutter Schauspielerin Dagmar Mettler zogen mit ihm 1981 nach Wien. Dort besuchte er das Kollegium Kalksburg und studierte danach Philosophie und Germanistik an der Universität Wien. 1997 debütierte er mit seinem Roman "Beerholms Vorstellung" und ergatterte dafür den Förderpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Seit 2001 bekam er mehrere Gastdozenturen für Poetik an den Universitäten Mainz, Wiesbaden und Göttingen. Seine Rezensionen und Essays werden in zahlreichen Magazinen und Zeitungen veröffentlicht, unter anderem sind "Der Spiegel", "Guardian", "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und "Volltext" darunter. Den Durchbruch schaffte Daniel Kehlmann 2003 mit seinem fünften Buch "Ich und Kaminski", weitaus erfolgreicher war allerdings "Die Vermessung der Welt", der in über 40 Sprachen übersetzt wurde und der erfolgreichste deutsche Roman der Nachkriegszeit war. Das bestätigt auch die Bestsellerliste der bestverkauften Bücher des Jahres 2006, herausgegeben von der New York Times, auf der "Die Vermessung der Welt" auf Platz 2 stieg. Sein im Jahre 2009 erschienene Roman "Ruhm-Ein Roman neun Geschichten" stieß somit schon auf ein Medienecho noch bevor es erschien. Auch damit schaffte es der junge Autor auf die Bestsellerlisten des Spiegels und Focus. Damit einhergehend ist die Liste der Preise und Auszeichnungen lang. Den Candide-Preis 2005 und im Folgejahr gleich mehrere Titel wie dem Konrad Adenauer-Preis, Doderer-Preis und dem Kleist-Preis. Ebenso ist er neben vielen weiteren auch Träger eines WELT-Literaturpreises und dem Thomas-Mann-Preises. Daniel Kehlmann lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin und Wien.
von E. Petojevic, am 24.03.2013
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von Manuel Raab, am 16.09.2010
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von Manuela Guba, am 07.06.2009
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