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Die Farm der Saldens steht vor dem Ruin. Rose ist darüber nicht traurig, für ihre Tochter Ruth jedoch droht ein Traum zu zerbrechen. Als sie erfährt, dass ihre Großmutter einst mit einem wertvollen Diamanten verschwand, macht Ruth sich auf
die Suche. Doch sie ist nicht die Einzige, die das sagenumwobene ¿Feuer der Wüste- finden will. Bald weiß Ruth nicht mehr, wem sie noch trauen kann - dem Namib-Historiker Horatio, der sie auf ihrer Reise durch das Land begleitet, oder ihrem
smarten Verehrer Henry, der wie sie deutsche Vorfahren hat ... Lesen, wegträumen, mitfiebern - der große Roman zum Sehnsuchtsland Namibia
| ISBN-10: | 3-8387-0225-5 |
|---|---|
| EAN: | 9783838702254 |
| Erschienen: | 11.2010 |
| Verlag: | Lübbe Digital |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 400 |
| Erschienen bei: | Lübbe Digital |
| Spieldauer: | 364 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
von einer Kundin/einem Kunden, am 04.03.2012
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von Melanie Winkler, am 12.04.2011
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von Christel Mersch, am 31.03.2011
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"Fünfzehntes Kapitel (S. 200-201)
Es dauerte lange, bis alle Töpfe leergegessen und der schwere Bratspieß von der Feuerstelle genommen war. Die Männer und Frauen hatten Ruth auf ihre Art begrüßt, hatten Lieder gesungen, auf Trommeln geschlagen, sogar getanzt, doch keiner von ihnen hatte auch nur ein einziges Wort mit ihr gesprochen. Nur die Kinder waren neugierig zu Ruth gekommen, hatten an ihren langen roten Haaren gezupft, sie mit zur Seite geneigten Köpfchen angelächelt und in einer merkwürdigen Sprache zu ihr gesprochen.
Und obwohl Ruth kein Wort verstand, hatte sie zurückgelächelt. Immer wieder hatte sie Margaret angesehen, als müsse sie sich davon überzeugen, dass die Frau von der Sanddüne wahrhaftig ihre Großmutter war und nicht ein Geist, den der Sehnsuchtsstein ihr vorgegaukelt hatte. Manchmal hatte sie nach Margarets Hand gegriffen, sie kurz gedrückt und sanft gestreichelt. So fremd und seltsam dieses Fest in den Dünen der Namib auch war, Ruth fühlte sich in ihrer Gegenwart so geborgen wie schon seit Kindertagen nicht mehr.
Nun aber war das Fest zu Ende. Die Kinder schliefen, die Frauen hatten das Geschirr weggeräumt und waren in ihren Pontoks verschwunden. Die Männer hatten sich aus der Ferne vor den weißen Frauen verbeugt und waren ebenfalls zu Bett gegangen. Nur Ruth und Margaret Salden saßen noch am verlöschenden Feuer und sahen in die Glut. »Wie ist das alles gekommen?«, unterbrach Ruth nach einer Weile das Schweigen. »Erzähl mir die ganze Geschichte.« »Was weißt du darüber?«, fragte Margaret. Ruth zuckte mit den Schultern. »Nicht viel, eigentlich fast nichts. Was ich weiß, weiß ich aus meinen Träumen, von denen ich vermute, dass sie mit dem Sehnsuchtsstein in Verbindung stehen.« Sie holte den Stein aus ihrem Ausschnitt, um ihn ihrer Großmutter zu zeigen. Margaret nickte und trank einen Schluck Wasser.
»Der Stein, ja, man sagt tatsächlich, er wirke Wunder. Aber erst jetzt, da er dich hierher geführt hat, glaube auch ich daran. Sieh ihn dir genau an. Was siehst du?« Ruth schürzte die Lippen. »Einen Stein eben. Von der Farbe dreckigen Kandiszuckers. An den Rändern wie mit schwarzer Schlacke beklebt. Scharfkantig an der einen Seite, als wäre er beschnitten worden. An der anderen Seite griffig, wie ihn die Natur geschaffen hat.« Margaret Salden lächelte.
»Er ist ein Teil des ›Feuers der Wüste‹, ein Rohdiamant.« Ruth riss die Augen auf, starrte auf den Stein. »Ein Diamant? So groß? Mein Gott, da trage ich die ganze Zeit die Lösung all meiner Probleme um den Hals wie einen Mühlstein?« Margaret nickte. »Das ist manchmal so.« »Was?« »Dass die Lösung unserer Probleme uns sehr unglücklich macht, uns wie einen Stein zu Boden zieht. Du hast ihn von Eloisa, nicht wahr?« »Ja, Mama Elo gab ihn mir, als ich von Salden's Hill weggegangen bin.«"