Auroras Anlaß

Erzählung. Ausgezeichnet mit dem Aspekte-Literatur-Preis 1987

von Erich Hackl

Buch

Taschenbuch (160 Seiten)

24. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

"Eines Tages sah sich Aurora Rodríguez veranlaßt, ihre Tochter zu töten." So beginnt die außergewöhnliche Geschichte der Spanierin Aurora Rodríguez, die auf der Suche nach Selbstverwirklichung an die Schranken gesellschaftlicher Konventionen stößt und ihre Träume von einer besseren Welt von einer anderen, fähigeren Person realisiert sehen möchte: einer Frau, ihrer Tochter Hildegart.

Pressestimmen:

"Stark, chilling and relentless ... a tour de force"(Le Monde)

"The very spareness of the tale leaves the peculiar power of the mystery intact."(Washington Post Book World)

Produktdetails

ISBN-10: 3-257-21731-5
EAN: 9783257217315
Erschienen: 1989
Verlag: Diogenes Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 24. Auflage
Seitenzahl: 160
Länge/Breite: 183mm/113mm
Gewicht: 175 g
Reihe: Diogenes Taschenbücher
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Erich Hackl

Born in Steyr in 1954. After completing a degree in German and Spanish, he worked as a teacher and lecturer at universities in Madrid and Vienna. He now lives as a writer and translator in Vienna.

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Kundenrezensionen

  • Kleines Buch mit viel Inhalt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Xirxe, am 11.07.2009

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    Aurora Rodriguez erschießt im Juni 1933 ihre 18jährige Tochter Hildegart.
    Aurora, erzogen von einer lieblosen Mutter, deren Hauptaugenmerk auf Äußerlichkeiten gerichtet ist, wird von ihrem Vater, der mehr in seinen Ideologien lebt als in der realen Welt, sensibilisiert für die Ungerechtigkeiten die den Armen, den Arbeitern, den Frauen widerfahren. Sie ist wissensdurstig, eignet sich selbständig Wissen an in der Bibliothek ihres Vaters und will nichts weniger als die Welt zum Bessern ändern. Doch als Frau und aufgrund ihrer zu geringen Bildung sind ihre Möglichkeiten begrenzt. Erst als ihre Eltern sterben und sie finanziell unabhängig ist, bietet sich eine neue Möglichkeit: Aurora bekommt eine Tochter, die sie ohne Mann in der Art und Weise erzieht, dass dieses Mädchen in der Lage sein wird, die Gesellschaft zum Positiven zu ändern. Und es scheint zu gelingen: Hildegart beginnt mit 14 zu studieren, schließt sich zuerst den Sozialisten, dann den Föderalisten an, schreibt Bücher und Broschüren für die Gleichberechtigung der Frau, tritt für die Geburtenregelung und die sexuelle Freiheit ein. Doch dann entwickelt Hildegart eigene Wünsche und Vorstellungen, die von denen der Mutter abweichen und sie nimmt ein Angebot an, in London zu arbeiten. Aurora kann dies nicht akzeptieren.
    Neben dieser Geschichte wird auch die damalige Situation in Spanien geschildert. Ich persönlich fand dies bereichernd, da es einerseits die Lage deutlicher macht, in der sich die Protagonistinnen befinden und andererseits habe ich wieder ein paar Sachen dazugelernt :-)
    'Auroras Anlaß' wird in einer sachlichen und nüchternen Sprache berichtet - manchmal hat man das Gefühl, man liest die Unterlagen für das Gericht, vor dem der Prozeß stattfindet. Doch vielleicht gerade durch diese Sprache wirkt die Erzählung so eindrücklich. Dennoch bleibt das Buch durchweg spannend, auch wenn zu Beginn das Ende schon vorweg genommen ist. Schuld wird hier niemandem zugewiesen. Nicht nur Hildegart ist als Eigentum, als Objekt ihrer Mutter ein Opfer, auch Aurora ist es auf ihre Art.

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  • Empfehlenswert! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 24.03.2008

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    Ich "musste" das Buch zwar in der Schule lesen, jedoch als ich begonnen habe, musste ich es in einem Zug durchlesen, da ich es sehr mitreißend und spannend fand. Empfehlenswert!

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  • Eine Beleidigung für jeden Leser Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

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    Das Erstlingswerk des in Wien lebenden, 1954 geborenen Autors Erich Hackl, ist meiner Meinung nach eine Katastrophe.
    Erich Hackl erzählt in diesem stellenweise zwar recht interessant geschriebenen aber doch eher langweiligen Roman, die Geschichte der Feministin Aurora, die überzeugt ist, mit ihrer Tochter Hildegart die perfekte Frau erschaffen zu können. Als dieses Projekt scheitert, sieht sie sich genötigt es zu beenden und sie beschliesst ihre Tochter zu töten.
    Der Stoff aus dem das Buch entstand ist meiner Meinung nach sehr gut und wäre sicherlich dazu im Stande jung und alt bei einer guten Ausführung zu fesseln, doch verpasst dies Erich Hackl total. Durch viele überflüssige Details, in denen er sich gerne verliert, und durch eine viel zu trockene Erzählweise ruiniert er dieses Buch völlig.
    Wer also ein unterhaltendes Buch sucht sollte sich lieber etwas anderes suchen, wer allerdings Informationen zur Feministenszene im Spanien vor Franco sucht oder sich für spanische Geschichte interessiert, der ist mit diesem Buch wengstens halbwegs gut beraten. Allerdings rettet auch nur das dieses Buch vor einer "schwachen" Wertung.

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  • Feministisches Spanien Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

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    Der auf Tatsachen basierende Text, erzählt die Lebensgeschichte der spanischen Feministin Aurora Rodriguez. Der Autor berichtet mit seinem Buch "Auroras Anlass" über die wirre und chaotische Zeit um 1920, in der die Frau eine untergeordnete Rolle zu spielen hatte. Ein Umstand den Aurora umzustürzen versucht.
    "Eines Tages sah sich Aurora Rodriguez veranlasst, ihre Tochter zu töten." Wer bei diesem Anfangssatz an einen spannenden Krimi denkt, liegt völlig falsch. Auf ca. 140 Seiten erzählt Hackl minutiös, wie es zu diesem Anlass kam, welches die Beweggründe waren und wie sich Aurora rechtfertigt. Er schreckt auch vor der Frage nach dem idealen Menschen nicht zurück - ein Traum, den Aurora durch ihre Tochter zu verwirklichen versucht, nach anfänglichen Erfolgen trotzdem scheitert.
    Daneben werden einem interessante Einblicke in die Lage der Frau im Spanien der Vorkriegszeit gewährt sowie eine Darstellung des politischen Durcheinanders der 20-er Jahre geliefert.
    Das Buch ist sicher empfehlenswert für angehende Feministinnen, Sozio- und Psychologen, aber auch für jeden Leser, der etwas über die Situation der damaligen Zeit erfahren will. Wer jedoch leichtverdauliche Literaturkost will, ist mit diesem Buch nicht sehr gut beraten.

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