Alles ist erleuchtet

Ausgezeichnet mit dem Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Rolf Heyne Buchpreis 2003. Roman

von Jonathan Safran Foer

Buch

Taschenbuch (383 Seiten)

12. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Ein junger Amerikaner kommt in die Ukraine. Er heißt zufällig Jonathan Safran Foer. Im Gepäck hat er das vergilbte Foto einer Frau namens Augustine. Sie soll gegen Ende des 2. Weltkrieges seinen Großvater vor den Nazis gerettet haben. Jonathan will Augustine finden und Trachimbrod, den Ort, aus dem seine Familie stammt. Sein Reiseführer ist ein alter Ukrainer mit einem noch älteren klapprigen Auto, sein Dolmetscher dessen Enkel Alex, ein unglaubliches Großmaul und ein Genie im Verballhornen von Sprache. Mit von der Partie ist noch Sammy Davis jr. jr., eine neurotische Promenadenmischung mit einer Leidenschaft für Jonathan, der Angst vor Hunden hat. Die Reise führt durch eine verwüstete Gegend und in eine Zeit des Grauens. Alex berichtet in seiner unnachahmlichen Sprache von den Abenteuern und irrsinnigen Missverständnissen während dieser Fahrt, Jonathan erzählt die phantastische Geschichte Trachimbrods bis zum furchtbaren Ende, und der alte Ukrainer begegnet den Gespenstern seiner Vergangenheit. Alex und Jonathan aber sind zum Schluss der Reise Freunde geworden.

Pressestimmen:

"Jonathan Safran Foer, das 25-jährige literarische Wunderkind, entwickelt die Geschichte eines Schtetls, indem er jeden nur denkbaren literarischen Kniff nutzt. So entsteht eine dichte Erzählung aus Geschichte, Erinnerung und Versöhnung." (New York Magazine)

Produktdetails

Verkaufsrang: 28.528
ISBN-10: 3-596-15628-9
EAN: 9783596156283
Originaltitel: Everything is Illuminated
Erschienen: 25.05.2012
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 12. Auflage
Seitenzahl: 383
Länge/Breite: 192mm/127mm
Gewicht: 337 g
Übersetzer: Dirk van Gunsteren
Reihe: Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe
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Jonathan Safran Foer

Jonathan Safran Foer wurde 1977 geboren und studierte in Princeton Philosophie und Literatur. Sein erster Roman "Alles ist erleuchtet" war ein sensationeller Erfolg in den USA. Foer lebt und schreibt in New York an seinem zweiten Roman.

Dirk van Gunsteren

Dirk van Gunsteren, geboren 1953 in Düsseldorf, arbeitet seit 1994 als Übersetzer und hat unter anderem Thomas Pynchon, V. S. Naipaul, Philipp Roth und Patricia Highsmith ins Deutsche übertragen.

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Kundenrezensionen

  • Alles ist erleuchtet Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von S. Krausen, am 25.05.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der junge Amerikaner Jonathan reist in die Ukraine um seine Wurzeln zu finden. Er hofft die Frau zu treffen, die seinen Großvater während des Krieges versteckte.
    An seiner Seite ein alter ukrainischer Fremdenführer, dessen neurotischer Hund und der Enkel Alex als Dolmetscher.
    Der skurile Roadtrip durch die ukrainische Pampa wird eine doppelte Reise: die eigentliche (erzählt von dem unnachahmlichen Alex) und eine mystische, die des untergegangenen Dorfes Trachimbrod von Jonathan erzählt.
    Aus diesen beiden Geschichten entspinnt sich eine wunderbare Erzählung die einen noch lange gefangen nimmt!

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  • Seltsame Reise zu den eigenen Wurzeln! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Saidjah Hauck, am 04.06.2012

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    Ein junger Amerikaner, der, welch ein Zufall, Jonathan Safran Foer heißt, reist in die Ukraine um die Frau zu finden, die seinen Großvater, während des Krieges, versteckt hat. Seine Weggefährten sind, milde formuliert, echt schräge Vögel: ein blinder, autofahrender Großvater, der Enkel, Dolmetscher mit zweifelhaften Englischkenntnissen und ein Hund. Die Reise entwickelt sich zu einer Suche nicht nur nach der Frau, sonder nach der Wahrheit, nach den eigenen Wurzeln und nach dem Dorf Trachimbrod, Heimat des Großvaters.

    Schräg, witzig, schrecklich und ernst. Diese Geschichte ist eine Wucht und hinterlässt tiefe Spuren!

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  • Berührendes Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Angelika Reichl, am 23.03.2011

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    Bei der Sichtung meines Stapels ungelesener Bücher bekam ich unlängst ein doch unscheinbar wirkendes Bändchen in die Hände,welches mich nach dem Anlesen der ersten Seiten so fesselte,daß ich einfach weiterlesen mußte.Es handelte sich um den Roman "Alles ist erleuchtet"von Jonathan Safran Föhr.Der Autor beschreibt die Suche eines jüdischen Jungen aus Amerika nach den Wurzeln seiner Familie.Begleitet wird er von einem russischen Jungen und seinem Großvater,die ihm als Fremdenführer zu Seite stehen.bei den Dialogen zwichen den Dreien mußte ich oft vor mich hinschmunzeln und war gleichzeitig zutiefst betroffen vom grausamen Schicksal des ukrainischen Dorfes,aus welchem der Großvater des Romanhelden stammte.Für die beiden Russen ist diese Reise ein großer Einschnitt in ihrem Leben.Der Großvater muß erkennen,daß man die Vergangenheit nicht verdrängen kann und stellt sich ihr gnadenlos.Für die beiden Jugendlichen ist diese Reise ein prägendes Erlebnis für ihr zukünftiges Leben.

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  • Das Buch ist krass, weil: Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 31.12.2010

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    1. von einem zwanzigjährigen oder so Foer geschrieben, WOW!
    2. von einem amerikanischen Juden, der in seinem Buch die Geschichte und das Dreieck "Ukrainer-Juden-Deutsche (hier die Nazis) WIRKLICH korrekt, wahrhaft und ohne den nützlichen, pc-, Rotz darstellt.
    3. Rotz, sehr viel Rotz, gibt es übrigens in der Verfilmung (mit Frodo in der Hauptrolle). !!Das Buch und der Film haben gemein bloß die Namen!! - sonst allet vadreht!!
    3a. Die Musik im Film kommt vom Balkan. Ist nicht schlecht, aber hat mit der Ukraine nichts zu tun. Und zu viel, wie für so 'ne tolle Geschichte, nervt spürbar.
    4. Kauft und lest das Buch, verschenkt dann auch weiter, es ist das sehr wert!
    5. Der Film wird den alten 68er gefallen.

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  • Von Flussmädchen und Menschen... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von B. Keller, am 14.12.2010

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    Skurril, anrührend und unendlich weise nimmt einer der größten Erzähler unserer Zeit den Leser auf eine außergewöhnliche Reise, begleitet von den wohl seltsamsten Reiseführern, die man sich vorstellen kann.
    Ein traumhaft schönes Buch über dunkle Zeiten, die Foer mit liebevoller Absurdität und hoher Erzählkunst erhellt.
    Wundervoll!!

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  • Das eine Auge Lacht das andere weint Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 03.09.2010

    0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich hatte noch keinen Roman in der Hand der absolut alles Mystische ablehnt und gleichzeitig so abhebt als hätte der Mann mit Bart die Hand im Spiel.

    An der Polnisch/Ukrainischen Grenze gibt es ein Dorf mit einer Synagoge. Nach gutdünken wird sie mal auf diese mal auf jene Seite geschoben. Ganz wie es die Gesetze verlangen.

    Der Rabbi und die Dörfler leben auf den Seiten des Buches so sehr sie es nur können und derweil entspringt eine Geschichte aus dem Fluss die sich über 200 Jahre hin und wieder zurück zieht Bis der Autor endlich nach Hause kommt.

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  • Grausam und schön Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Xirxe, am 08.03.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Welch schräges, witziges aber auch bitterernstes, tieftrauriges und hintergründiges Buch. Zugegebenermaßen kein allzu leicht lesender Roman da die drei unterschiedlichen Erzählstränge zu Beginn recht zusammenhanglos nebeneinander stehen. Da ist einmal Alex, ein ukrainischer junger Mann, der gemeinsam mit seinem Großvater einen jüdischen Amerikaner bei dessen Suche nach seiner Vergangenheit begleitet. Alex erzählt in einer unnachahmlichen Sprache (er ist noch immer dabei seine Englischkenntnisse zu erweitern), wie diese Reise ablief die auch eine Reise in seine bzw. die Vergangenheit seines Großvaters wird. Der zweite Erzählstrang kommt von dem Amerikaner, der die Geschichte seiner Familie darstellt, beginnend mit der Urururururgroßmutter Brod (sollte ich ein Ur vergessen haben, bitte ich dies zu entschuldigen :-)). Immer wieder zwischen Realität und Phantasie hin und her wechselnd, entsteht ein kunterbuntes Bild des Schtetls in dem die Familie des Amerikaners zuhause war. Der dritte und letzte Teil des Buches stammt wieder von Alex. Er und sein früherer Gast tauschen die jeweils geschriebenen Abschnitte aus und Alex kommentiert sie in seinen Briefen die zudem die Geschehnisse in seiner Familie sowie seine Gedanken im Allgemeinen und im Speziellen beinhalten.
    Die Familiengeschichte von Foer (der den Amerikaner darstellt), spannt sich von 1791 bis zum II. Weltkrieg, während dem das gesamte Dorf der Vernichtung anheim fiel. Foers Großvater war der Einzige der sich retten konnte dank der Hilfe einer Frau, auf deren Suche sich nun der Enkel befindet.
    Es ist eine anrührende Geschichte über die Suche nach der Vergangenheit, nach Liebe, nach sich selbst, nach dem was zählt. Und irgendwie sind alle auf der Suche.

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  • Unfassliches Thema - genial verarbeitet Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von David, am 22.04.2008

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Held" sucht jene Frau, die seinem Großvater das Leben gerettet hat. Was er findet, ist eine Reise durch die Zeit.
    All dies in der deprimierenden Stimmung einer düsteren Ukraine. Mit Hilfe des Dolmetschers Alex, dessen Großvater und einem Hund (dies ist in der Ukraine bereits ein Reisebüro) macht man sich auf den Weg.
    Dies alles könnte traurig, schrecklich, beängstigend, fürchterlich sein.
    Ist es auch.
    Es ist dem Autor zu verdanken, dass dies alles keine Abrechnung wird. Eine harte Geschichte, sensibel erzählt, mit viel Sprachwitz, auch in der wunderbaren Übersetzung von Dirk van Gunsten, und das der Hund Sammy Davis Jr. Jr. heißt, ist noch lange nicht das Skurrilste an der Geschichte.

    "Sie heißt Sammy Davis jr. jr."
    "Soll das ein Witz sein?"
    (...)
    "Er war Jude", sagte der Held.
    "Was?"
    "Sammy Davis jr. war Jude."
    "Das ist nicht möglich", sagte ich.

    Alles ist möglich in einem unfasslichen Buch.
    Und natürlich ist nicht alles erleuchtet..., aber sehr, sehr viel.

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