101 Reykjavík

Roman. Ausgezeichnet mit dem Nordic Council Prize 1998

von Hallgrímur Helgason

Buch

Taschenbuch (448 Seiten)

Sprache: Deutsch

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'101 Reykjavik' ist eine schräge Komödie um den 34jährigen Hlynur, einen ziemlichen Versager, der die Tage im Bett vergammelt und im Internet nach Pornos surft und auch sonst wenig Sinnvolles tut. Er lebt noch bei seiner Mutter, und wenn er mal weggeht, dann bloß nachts zum Kneipenbummel mit seinen Kumpels. Er hat zwar alle möglichen Freundinnen, doch scheint sein Interesse eher theoretischer Natur: er führt Listen, in denen er penibel den Marktwert seiner Freundinnen und anderer Frauen einträgt. Nur mit Lolla ist es anders. Sie ist Drogenberaterin und in seine Mutter verliebt, was sie dennoch nicht hindert, sich von ihm verführen zu lassen. Der one-night stand hat dummerweise Folgen - Hlynur, der sich verbissen weigert, seine gemütliche kleine Welt zu verlassen, dämmert es allmählich, daß das Leben ganz und gar nicht so läuft, wie er es sich gedacht hat.

Produktdetails

ISBN-10: 3-423-21258-6
EAN: 9783423212588
Originaltitel: 101 Reykjavík
Erschienen: 01.01.2011
Verlag: dtv
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 448
Länge/Breite: 193mm/121mm
Gewicht: 323 g
Übersetzer: Karl-Ludwig Wetzig
Reihe: dtv-Taschenbücher
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Karl-Ludwig Wetzig

Karl-Ludwig Wetzig, geboren 1956, lehrte Skandinavistik an der Universität Göttingen und lebte sechs Jahre als Hochschullektor in Island. Seitdem arbeitet er als freier Autor und Übersetzer aus den nordischen Sprachen und ist seit Jahren ausgewiesener Kenner der isländische Literatur.

Hallgrímur Helgason

Hallgrímur Helgason, 1959 geboren, ist einer der meistgelesenen Autoren Islands. Zahlreiche Lesereisen führten ihn nach seinem Studium in München auch immer wieder nach Deutschland.§Mit seinem Roman "101 Reykjavík", der auch als Film in ganz Europa ein Erfolg wurde, gelang ihm international der Durchbruch.§Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet er als Zeichner.

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Kundenrezensionen

  • Verworrener Lebensalltag eines Suchenden Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Uli Geißler, am 19.03.2012

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    Vermutlich muss man bekifft sein, um diese Geschichte als durchgängig nachvollziehbar und sinnvoll zu erachten. Bei mir ist der Roman leider durchgefallen. Auch wenn die isländische Kultur sicher eine andere ist, als die in Deutschland oder gar in Bayern, so erscheint der beschriebene Alltag aus der Sicht des etwa dreißigjährigen, arbeitsscheuen und bei seiner Mutter lebenden Protagonisten Hlynur doch positiv ausgedrückt skurril bis seltsam.

    Ewig im Bett herumliegen, Bier trinken, Drogen nehmen und hin und wieder ungeschützten Sex haben mag ja alles noch nachvollziehbar Lebensstil sein, doch das ständige „Pornosprech“ und „Sexdenk“ oder die sinnlosen Pseudophilosophischen Gedankenergüsse des dem Verrücktsein ziemlich nahe geratenden Hauptdarstellers Reyjavikischen Szenedaseins gehen beim Lesen doch ziemlich „auf den Geist“ – und das eben leider nicht im niveauvollen Sinn.

    Zwischendrin flammt zwar ein wenig trockener bis bissiger Alltagshumor durch, es gibt – eher krude – Späße und auch durchaus verzwickte Belastungen, wie die Tatsache, dass Hlynur vermutlich zwei verschiedene Frauen schwängerte. Bei der Überlegung, welche Botschaft der Autor mit seiner Erzählung über den prekär lebenden Gesellschaftsflüchtling aussenden will, kommt man eventuell auf folgenden Kern: Leserinnen und Leser sollen nachempfinden können, wie es ist, ein erfolgloses, von Perspektivlosigkeit und mangelnder echter Liebe und Anerkennung geprägtes Leben zu führen, dessen einziges Ziel zu sein scheint, die das vermeintliche Genussleben - Drogen, Alkohol, Sex, Pornos, schlechtes Essen und gnadenlose Langeweile - erschwerende Ereignisse in schlichten Thekenmonologen und Gedankensplittern darzustellen. Aber wer will das wirklich lesen oder wissen?

    1 Stern von 5. (c) 2012, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

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  • Von einem der auszog und Wärme suchte... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Verena Gwosdz, am 02.03.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich liebe Helgasons Sprache: krass, schonungslos und puristisch. Ein typisch verkappter Isländer eben. Hlynurs Weltanschauung ist bisweilen ziemlich abstrus und verzerrt, ändert aber nichts an dem humorvollen Unterton, mit dem seine Sicht der Dinge zu verstehen ist.
    Erinnerte mich zwischendurch stark an Irvine Welshs "Trainspotting" und auch an "Strobo" von Airen.
    Nichts für schwache Nerven also!

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  • Infantil und niveaulos Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 01.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Was mag in der Jury vorgegangen sein, die diesem Roman einen Preis verliehen hat? Meiner Meinung nach ist er das Dümmste und Primitivste, was mir je untergekommen ist. Das beherrschende Thema ist das Geschlechtsteil, meistens stehend, des Protagonisten: Alle paar Seiten erleben wir Hlynur beim Pinkeln oder beim Wichsen, aber auch über seine "Würstchen" informiert er uns so genau, wie es ein fäkalverliebter Dreijähriger täte. Das bisschen Geschlechtsverkehr ließe ihn dagegen schon fast als eine reife Person erscheinen, wenn da nicht sein (bestenfalls) pubertärer, wohl witzig gemeinter Umgang mit dem Kondom wäre. Fazit: unappetitlich, niveaulos. Daran ändert auch das brave Ende nichts.
    Dieses Buch kann ich nicht einmal weiterverschenken. Ich will mein Geld zurück!

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