Das rote Licht des Mondes
von Silvia Kaffke

Das rote Licht des Mondes

Historischer Kriminalroman

  • Erschienen: September 2008
  • EAN: 9783805208635
  • ISBN-10: 3-8052-0863-4
  • Seitenzahl: 512
  • Stilrichtung: Historischer Kriminalroman
  • Sprache(n): Deutsch
  • Erschienen bei: Wunderlich

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Ruhrort, 1854: Eine neue Zeit bricht an. Lina Kaufmeister, Tochter eines angesehenen Spediteurs und Reeders, blüht in den Jahren des Umbruchs auf. Sie ist eine begnadete Schneiderin und träumt davon, sich selbständig zu machen. Ihr Bruder Georg, nach dem Tod des Vaters Linas Vormund, verweigert das Erbe. Lina plant daraufhin heimlich ihren Auszug.An einem nebligen Abend stößt Lina auf die grausam zugerichteten Leichen zweier Mädchen. Der Anblick lässt sie nicht mehr los: Beiden wurden die Herzen, dem älteren sogar ein Kind aus dem Leib geschnitten. Während der Bürgermeister glaubt, nur ein Durchreisender könne die Morde begangen haben, vermutet Lina den Schuldigen in der angesehenen Bürgerschaft. Zusammen mit dem neuen Commissar Robert Borghoff, dessen ungewöhnliche Ermittlungsmethoden mit großem Misstrauen betrachtet werden, kommt sie einer Verschwörung auf die Spur. Doch die Schuldigen sind schwer zu fassen. Und als der Blutmond die Stadt in sein rotes Licht taucht, ist keiner mehr sicher

Silvia Kaffke
Silvia Kaffke, geb. 1962 in Duisburg, kam über Zeitschriftenstories zum Krimi. "Messerscharf" war ihre erste Buchveröffentlichung, und wurde für SAT1 verfilmt. Die Stadt Düsseldorf verlieh Ihr den Kulturförderpreis für Literatur 2000. Außerdem war sie mit "Messerscharf" für den Frauenkrimipreis der Stadt Wiesbaden nominiert.

Gewicht: 607 g
Einband: gebunden
Ausstattung: 21 cm

Sprache(n): Deutsch

 

 

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"Historischer Krimi in Ruhrort",

von Petra Kraus aus Emden (12.10.2009)


Lisa Kaufmeister ist die selbstbewußte Heldin
des historischen Kriminalromanes von Silvia Kafke.
Besagte Lias Kaufmeisetr lebt in den 50iger Jahren des 19ten Jahrhunderts als 35 jährige unverheiratete Frau im Haushalt ihres Vaters.Nach desen Tod wagt sie den mutigen Schritt in den eigenen Haushalt, doch ihr Bruder will seine Vormundschaft über sie nicht aufgeben.
Bei einem abendlichen Nachhauseweg findet Lisa zwei Leichen, zwei junge Mädchen, die herzlos in die Gosse geworfen wurden.
Dieser schauerliche Anblick läßt sie nicht mehr los und die Bestrebungen des Ruhrorter Bürgermeisters, die angesehen Familien aus den Ermittlungen heraus zu halten, lassen Lisa gemeinsam mit Commissar Ribert Borghoff
für diese Zeit ungewöhnliche Wege gehen.
Ein wirklich spannend erzählter Roman, der gut recherchiert auch die gesellschaftlichen
Belange dieser Zeit beleuchtet.

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"Miss Marple von Ruhrort",

von Monika Kuhn aus Oberhausen (11.09.2009)


Lina Kaufmeister ist die Miss Marple des 19. Jahrhunderts in Ruhrort. Eine alleinstehende Frau hat es zu dieser Zeit nicht leicht sich zu behaupten aber Lina kämpft sich durch die sture Männerwelt.
Es kommt zu schrecklichen Morden in der Stadt und Lina hat den richtigen Richer.
Ich lese kaum Historische Romane aber dieser war erste Sahne.

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"Mächtige Mörder im Fahrwasser der Industrialisierung",

von Uli Geißler Top 100 Rezensent aus Fürth (03.09.2009)


Gleich drei Romane bekommt man von der Autorin Silvia Kaffke geliefert: eine sozialkritische, geschichtliche Darstellung des Ruhrort in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts, eine zeitgemäße Anstands- und Beziehungsgeschichte sowie einen gruselig-mysteriösen Schauerkrimi.

Gut recherchiert und detailfreudig empathisch erzählt uns die Autorin von Lina Kaufmeister, einer leicht gehbehinderten, kreativen und kompetenten Frau, die sich um ihre Familie kümmert. Gleichzeitig entwickelt sie als vermutlich auf ewig alleinstehende Frau eine starke, zur damaligen Zeit kaum mögliche Eigenständigkeit. Im Kampf gegen die Konventionen obsiegt immer wieder ihre konsequente Beharrlichkeit gepaart mit protestantischer Güte.

Als grausame Kindsmorde geschehen und Lina davon als Zeugin betroffen ist, entwickelt sie auch noch eine findige kriminalistische Ader. Gemeinsam mit dem leitenden Commissar Robert Borghoff verfolgt sie eher im Geheimen, von dem präzise und objektiv vorgehenden Ex-Offizier hoch anerkannt, unübersehbare Spuren der Verbrechen. Gleichermaßen verschafft sie sich durch ihre forcierte Selbstständigkeit eine eigene Existenz als geschätzte Näherin, aber auch eine Menge Ärger mit ihrem nach dem Tod des von ihr bis zuletzt gepflegten Vaters historisch üblich als ihr Vormund bestimmten Bruder.

Schon bald stellt sich heraus, dass offensichtlich angesehene Bürger Ruhrorts nicht nur Mitglieder einer mysteriösen Geheimsekte sondern tatsächlich ursächlich in die gruseligen Rituale und deren mörderischen Machenschaften verwickelt sind.

Wenngleich die Vorkommnisse der üblen, menschenverachtenden Teufelssektierer in den Kellergängen der Villen und Prachthäuser einiger Industrialisierungsgewinner Ruhrorts doch etwas unglaubwürdig und in der beschriebenen Form kaum denkbar scheinen, so ist „Das rote Licht des Mondes“ eine ausgesprochen ausgezeichnet unterhaltende und auch über die Lebensbedingungen in der Kernzone industriellen Aufschwungs aufklärende Geschichte, welche ihre Empathie nicht zuletzt durch die in ihrer Entwicklung gut dargestellten Beziehung zwischen Robert Borghoff und Lina Kaufmeister gewinnt.

So liest man wohlig angespannt mit einem leichten Grusel im Nacken die den Zeitgeist atmosphärisch stimmig und lebendigen Erzählung, fühlt sich perfekt durch Landschaft und ruhrstädtische Umgebung geführt und begleitet selbst die charakterstark und authentisch beschriebenen Figuren in deren Handeln.


© 9/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

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"Mord im Ruhrpott",

von Mechthild Stephani aus Landau (27.07.2009)


Ein historischer Roman aus dem Ruhrpott. 1854 in Duisburg Ruhrort, eine Frauengeschichte gegen jede Tradition. Eine Frau die von ihrer Familie verstoßen wird, sich aber mutig dem Leben stellt. Unheimliche Mörder treiben ihr Unwesen in Ruhrort, und die Spuren weisen auf die reichen Fabrikanten der Stadt. Ein spannender Thriller, eine unheimliche Geschichte um einen Geheimbund. Echtes Lesefutter für den Sommer…

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"Ruhrort-Ripper und Teufelei",

von Stefan Heidsiek Top 100 Rezensent aus Darmstadt (04.03.2009)


Deutsche Kriminalromane. Irgendwie stehe ich mit ihnen auf Kriegsfuß. Immer wieder hab ich es mit einem Autor versucht, um dann letztendlich doch wieder bei meinen geliebten englischen Krimis zu landen.

Nun kam ich unversehens in den Besitz eines Leseexemplars von Silvia Kaffkes "Das rote Licht des Mondes". Der interessant klingende Klappentext und die zeitliche Einordnung des Plots überzeugten mich schließlich, einen weiteren Anlauf zu wagen. Und ich muss sagen: Enttäuscht wurde ich diesmal nicht, wenngleich man hier ganz klar differenzieren muss, denn ein reiner historischer Kriminalroman ist dies sicherlich nicht. Vielmehr verknüpft Kaffke Elemente von Gesellschafts-, Familien- und eben Kriminalroman, was man wiederum wissen wollte, bevor man sich voll Eifer auf das Buch stürzt.

Die Story spielt im Ruhrort des Jahres 1854. Es ist eine Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und der beginnenden Industrialisierung in Deutschland. Die Nachwehen der gescheiterten bürgerlichen Revolution sind noch vielerorts zu spüren und Überwachung durch die geheime Polizei Berlins, die gegen jede Art von "Landesverrat" vorgeht, allgegenwärtig. Hier trifft der Leser auf Lina Kaufmeister, die Tochter eines angesehenen Spediteurs und Reeders und eine für diese Epoche erstaunlich emanzipierte und gebildete Frau, die jedoch im Hause ihres Vaters keinen leichten Stand hat. Wegen eines schweren Hüftleidens stark verkrüppelt, winkt ihr mit 35 Jahren das Schicksal einer alten Jungfer, weshalb ihr Bruder Georg sie als bessere Haushaltshilfe an der Kette hält. Lina kämpft für ihre Mündigkeit, muss sich aber bald darauf mit anderen Problemen befassen als sie eines Nachts zwei grausam zugerichtete Mädchenleichen findet, deren Anblick sie nicht mehr loslässt. Beiden Mädchen, stadtbekannte Prostituierte, wurden die Herzen herausgeschnitten, dem älteren sogar ein Kind aus dem Unterleib entfernt. Gemeinsam mit dem unkonventionellen Commissar Robert Borghoff nimmt Lina die Ermittlungen auf.

Klingt nach Jack the Ripper? Ja, hat auch, zumindest in der zweiten Hälfte des Buchs, sehr viel Ähnlichkeit mit den Ereignissen von 1888 in Whitechapel, Im ersten Teil steht jedoch eindeutig Linas persönliche Geschichte im Vordergrund, die sich in der konservativen Gesellschaft ihren Platz zu erobern versucht. Kaffke hat dabei den Zeitkolorit auf den Punkt genau getroffen und eine atmosphärisch perfekte Story aufs Papier gebracht, die sich allerdings für nicht-weibliche Leser streckenweise als etwas zäh erweisen könnte.

Kleider nähen, Teepartys und Damenversammlungen nehmen da meiner Meinung nach etwas überhand, während der Krimihandlungsstrang eher seicht nebenher läuft. Gottseidank findet Kaffke aber spätestens ab Mitte des Romans die richtige Mischung und die Spannung zieht, auch aufgrund der Gefahr für die Protagonisten, stark an. Temporeich führt die Autorin durch eine immer düster werdende Story, die (für mich völlig überraschend) sich sogar Fantasy-Elemente bedient, was zwar der finsteren Grundstimmung zuträglich ist, die Authentizität der Geschichte aber irgendwie schmälert. Das Ende gerät für routinierte Krimileser wenig ungewöhnlich und hat mich persönlich etwas enttäuscht.

Insgesamt ist "Das rote Licht des Mondes" eine sehr anschauliche und spannende Schilderung eines Frauenlebens im "Ruhrpott" des 19. Jahrhunderts, die in erster Linie aufgrund der düster-nebligen Atmosphäre und der detaillierten Erzählweise meinen Gefallen gefunden hat. Aus der kriminalistischen Handlung hätte Kaffke jedoch weitaus mehr machen können.

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"Das rote Licht des Mondes - Silvia Kaffke",

von Barbara Hartmann aus Kassel, DEZ (22.09.2008)


Lina Kaufmeister, eine intelligente, selbstbewusste junge Frau und eine höchst begabte Schneiderin, kämpft um ihre Selbständigkeit. In einer Zeit - Mitte des neunzehnten Jahrhunderts - wo dieses Streben in der guten Gesellschaft, sprich der eigenen Familie, mehr als unüblich und verpönt war.
Der Abend an dem sie zwei Mädchenleichen entdeckt, verändert ihr Leben und mit dem ungewöhnlichen Duisburger Commissar Borghoff macht sie sich an die Lösung dieses Kriminalfalles.

Ein historischer Kriminalroman, den ich mit unglaublicher Begeisterung und Spannung gelesen habe und somit zu einem meiner Lieblingstitel in diesem Herbst wurde.

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