Wie es Gott gefällt
von Niccolo Ammaniti

Wie es Gott gefällt

Wie es Gott gefällt

Roman. Ausgezeichnet mit dem Premio Strega 2007

  • Erschienen: September 2008
  • EAN: 9783100008268
  • ISBN-10: 3-10-000826-X
  • Seitenzahl: 496
  • Stilrichtung: Romane
  • Sprache(n): Deutsch
  • Erschienen bei: S. Fischer Verlag

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Rino und Cristiano Zena, Vater und Sohn, leben in einem heruntergekommenen Haus am Rande der Stadt. Cristiano ist dreizehn und soll ein harter Kerl werden, wie sein Vater. Rino ist ohne Job, meist ohne Geld und voller Wut auf die da oben. Doch er liebt seinen Sohn und behandelt ihn mit rauer Zärtlichkeit. Ohne ihn könnte er nicht leben.
Entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen, schlagen beide sich durchs Leben, gemeinsam mit zwei Freunden, die auch nicht gerade vom Glück verfolgt werden.
Der eine, Quattro Formaggi, ist nach einem Unfall ein wenig langsam im Kopf. Ein Eigenbrötler, der seine Geheimnisse hat. Der andere, Danilo, sitzt Tag für Tag in der Bar Bumerang und träumt vom großen Geld und, wie es wäre, wenn er und seine Freunde den Geldautomaten aus der Bank gegenüber klauen würden. Einfach die Mauer umnieten, den Kasten mitnehmen und Bingo!
In einer einzigen Nacht, in der ein Unwetter die Landschaft verwüstet, fordern sie ihr Schicksal heraus und hoffen, dass Gott auf ihrer Seite ist. Doch danach ist nichts mehr so, wie es einmal war.

Wie es Gott gefällt nimmt den Leser mit in eine unbarmherzige Welt, in der es dennoch eine zärtliche Anteilnahme gibt, weil Niccol Ammaniti seine Figuren liebt.

Niccolo Ammaniti
Niccolò Ammaniti wurde 1966 in Rom geboren, wo er auch heute lebt. Er zählt zu den erfolgreichsten und beliebtesten Autoren Italiens. Seine Romane sind in mehr als 30 Sprachen übersetzt.

Gewicht: 711 g
Einband: gebunden
Übersetzt von: Katharina Schmidt
Ausstattung: 21,5 cm
Auflage: 1. Auflage

Sprache(n): Deutsch

 

 

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"Wie es Gott gefällt - Niccolo Ammaniti",

von Ulrich Harthun aus Chemnitz, Sachsenallee (09.07.2009)


Irgendwo in einer Kleinstadt in Italien. Rino lebt mit seinem Sohn Christiano von Sozialhilfe in einer schäbigen Wohnung und verdammt „die da oben“. Väterliche „Liebe“ bricht jeden Tag über den 13 jährigen herein, er soll ja eines Tages ein starker und selbstbewusster Italiener werden. Aber auch leise Zwischentöne von Liebe spielen sich in der Kleinfamilie ab und bilden einen interessanten Kosmos in deren Leben.
Um der Tristesse zu entkommen und es „denen“ richtig mal zu zeigen, ersinnt Rino mit seinen Freunden den ultimativen Plan für seine Zukunft…
Für mich das ergreifendste Buch der vergangenen Jahre. Es hat mich mit seinem flüssigen Stil und seinem hervorragenden Spiel der Hauptpersonen, mit dem der Leser von Seite zu Seite gefesselt wird, tief und stark beeindruckt. Mein Tipp für Leser von sozialkritischer Literatur abseits der „üblichen“ Thriller-Kost.

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"Literarische Reise in eine "unbarmherzige Welt mit zärtlicher Anteilnahme"",

von Susanne Zimmer aus St. Pölten (15.06.2009)


"Wie es Gott gefällt" erzählt die Geschichte von Freunden, die im Unglück vereint sind: Irgendwo in Italien versuchen drei Männer ihrer Misere zu entkommen.
Der Protagonist, ein Neonazi, der gerne trinkt und öfter auch zuschlägt hat nur eine schwache Seite: seinen dreizehnjährigen Sohn. Mit allen Mitteln will er ihn gegen das unerbittliche Leben wappnen.
Eine einzige Nacht verändert das Leben der Protagonisten dramatisch und sie müssen hoffen, dass Gott auf ihrer Seite ist und bleibt..
Trotz ihrer charakterlichen Defizite schafft es Ammaniti Mitgefühl für die Figuren zu wecken.
Ungeschminkt und schonungslos, aber mit viel Gefühl schildert der Autor Momente der Geborgenheit, des kurzen Glücks und rauer Zärtlichkeit, und andererseits unsägliche Gewalt und blankes Elend.
Ein wunderbarer Roman über Menschen, die am Ende der gesellschaftlichen Leiter stehen und davon träumen, einen Zipfel vom Glück zu erhaschen.

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"Ungewöhnlich und berührend",

von tokyoicetea (24.05.2009)


Nicht die geringste Sympathie kann man zu Beginn des Romans für Ammanitis Anti-Helden aufbringen und doch schafft der Autor es, dass man zum Schluss mit jedem einzelnen mitfühlt. Die Geschichte von Christiano, Rino und dessen Freunde, die sich mit dem Diebstahl eines Geldautomaten aus ihrem erbärmlichen Dasein am Rande der Gesellschaft befreien wollen kommt langsam ins Rollen, überrascht dann jedoch mit einer dramatischen Wendung nach der anderen und lässt den Leser in der Gewissheit zurück mit "Wie es Gott gefällt" auf einen Schatz inmitten des Bücherdschungels gestoßen zu sein.

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