Die Brandungswelle

Roman. Ausgezeichnet mit dem Grand Prix des Lectrices de Elle 2009

von Claudie Gallay

Buch

Taschenbuch (560 Seiten)

Sprache: Deutsch

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La Hague im Nordwesten der Normandie: Nur wenige wohnen hier, am Ende der Welt, am Meer, dort, wo die Menschen ebenso schroff sind wie die Natur und das Leben vom Wind, vom Wetter, von den Gezeiten bestimmt wird - bis eines Tages Lambert auftaucht.


Fremde, die hier länger bleiben, gibt es selten; sie werden von den Einheimischen argwöhnisch beäugt, aber Lambert ist nicht wirklich fremd; irgendwie gehört er dazu. Vor vierzig Jahren starben seine Eltern und sein Bruder bei einem Bootsunglück. Nun ist er zurückgekommen, um das dramatische Unglück von damals aufzuklären. Und allmählich bröckelt die Wand des Schweigens, hinter der jeder Dorfbewohner ein Geheimnis zu verbergen scheint ...

Pressestimmen:

"557 Seiten, aber keine zuviel!" Christine Westermann, WDR

Produktdetails

ISBN-10: 3-442-74313-3
EAN: 9783442743131
Originaltitel: Les déferlantes
Erschienen: 09.11.2011
Verlag: Btb Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 560
Länge/Breite: 187mm/118mm
Gewicht: 451 g
Übersetzer: Claudia Steinitz
Reihe: btb
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Claudia Steinitz

Claudia Steinitz studierte Französisch und Italienisch. Sie ist seit fünfzehn Jahren als Literaturübersetzerin tätig und übertrug u. a. Gabriele D’Annunzio, Alice Ferney, Jean-Christophe Rufin, Véronique Olmi, Gilles Rozier, Bertina Henrichs und Isabelle Condou ins Deutsche.

Claudie Gallay

Claudie Gallay,1961 im Département Isère geboren, gilt als eine der populärsten Schriftstellerinnen Frankreichs.

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Buchhändlertipps

  • Dorfgeheimnisse in der Normandie, wundervoll erzählt! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Martin Bär, am 10.11.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in St. Johann

    Dieses Buch hat mich gepackt: laut wie eine Brandungswelle und doch schweigsam wie die einsiedlerischen Dorfbewohner kommt es daher. Ich war sofort hingerissen!

    Die Geschichte ist so neu und originell nicht: die Erzählerin versucht, in einem kleinen Dorf an der Küste über den Verlust ihres Geliebten hinwegzukommen. Nach und nach kommt auf, was so lange verschwiegen wurde: Schuld, Rache und Eifersucht sind die Zutaten.

    Was diesen Roman so besonders macht, ist die Sprache. Beim Lesen habe ich richtig den stürmischen Wind gespürt, die Farbe des Meeres gesehen. Auch die handelnden Personen sind sehr plastisch geschildert, in all ihrer menschlichen Unzulänglichkeit und Widersprüchlichkeit. Ich habe große Lust auf eine Reise in die Normandie bekommen, auf die schroffe Landschaft, den Wind, die Vögel und die Leute.

    Große Empfehlung, spannendes Kopfkino, großartige Sprache, eine verdiente Gewinnerin des Grand Prix de Elle.
  • Brandungswelle Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Susanne Haslehner, am 04.11.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

    Dieses Buch hat zu Recht einen Buchpreis bekommen! La Hague, ein Ort im Nordwesten der Normandie - am Ende der Welt. Die Gegend ist genauso rauh, wie die wenigen Bewohner, die dort leben. Der Mann der Ich - Erzählerin stirbt und um ihre Trauer zu verarbeiten zieht es die Ornithologin in diese einsame Gegend, wo sie Vögel zählt und beobachtet. Ich konnte förmlich das Meer riechen und rauschen hören, den Wind und das Salz auf der Haut spüren - so wunderbar beschreibt die Autorin. Ein Fremder taucht auf und mit ihm kommt nach und nach, ein lang verschwiegenes Geheimnis des Dorfes zu Tage. Langsam löst sich die Trauer der Hauptfigur und sie beginnt zaghaft wieder Gefühle zu empfinden. Das Buch hat über 500 Seiten und ich wollte einfach nicht, dass es endet. Jetzt bin ich wieder in Wien und nicht mehr in der Normandie.......

Kundenrezensionen

  • Die Entdeckung der Langsamkeit... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Moritz Revermann, am 15.05.2012

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    "Er sah woandershin, in die Leere, in den Raum über dem Meer, dieser Ort, der nicht Himmel und nicht Wasser war." - Claudie Gallay ist mit 'Die Brandungswelle' ein außergewöhnlicher Roman gelungen. Eine schon fast poetisch anmutende Sprache, reduziert und karg wie die Landschaft, in der die Geschichte spielt, dazu Charaktere, liebevoll beschrieben, deren Persönlichkeit im Laufe der Handlung perfekt herausgeschält wird und dazu die zentralen Themen Verlust, Lüge, Freundschaft und Liebe, - all dies zusammen formt die Brandungswelle, die sich langsam aber gewaltig aufbaut, um am Ende über den Leser wie auch die Figuren des Romans herabzubrechen...

    Immer wieder beim Lesen kam mir in den Sinn: hier wird das Dasein in Zeitlupe eingefangen. Die Dialoge sind auf das Notwendigste reduziert und die Handlung breitet sich mit wohltuender Langsamkeit in jedem Satz aus, so dass sich bei mir als Leser immer wieder und immer mehr der Wunsch nach Ruhe und Einfachkeit einstellte.

    Claudie Gallay ist ein sperriges aber großartiges und einzigartiges Werk gelungen, welches tatsächlich wie eine Brandungsmauer im Strom der zeitgenössischen Literatur steht. Sie fordert viel vom Leser - gibt aber doppelt und dreifach zurück!

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  • Ein Buch wie das Meer Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Katharina Leyendecker, am 26.03.2012

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    "Die Brandungswelle" ist kein Buch,das man mal so eben runterlesen kann und auch nicht sollte.Nehmen Sie sich etwas Zeit für dieses Buch um ganz in seine Geschichte einzutauchen.
    Dieser Roman ist wie das Meer:mal rauh,wütend und wild,mal sanft,bezaubernd und voller Leben.

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  • Sogwirkung beim Lesen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kirsten Heesch, am 09.03.2012

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    Das war mal wieder ein herrliches Leseerlebnis! Ein Mann kommt in ein Fischerdorf an der normannischen Küste. Er will sein Elternhaus verkaufen und er will herausfinden, warum seine Eltern und sein kleiner Bruder bei einem Schiffsunglück ums Leben kamen. Ist der Leuchtturmwärter schuld, weil er das Licht ausgeschaltet hat und das Boot deshalb nicht den Weg zum Hafen finden konnte? Wer im Dorf weiß etwas, wer hat etwas zu verheimlichen? Nach und nach kommt der ganze Kosmos menschlicher Gefühle ans Licht. Als Leser bleibt man bis zur letzten Seite von dieser Geschichte und ihrer spröden Sprache gefangen.

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  • Die Brandungswelle Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Anke Hackler, am 19.02.2012

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    Frankreich, Normandie, La Hague, in diesen kleinen Ort hat sich eine Frau zurückgezogen um nach dem Tod ihres Mannes wieder ins Leben zurück zu finden. Sie wird von den Bewohnern gut aufgenommen, aber trotzdem auch komisch beäugt. Das stille Dorfleben wird plötzlich mit Erschütterung aufgewirbelt. Bis zum Ende hält sich eine melancholische Stimmung und trotzdem liest sich dieses Buch mit einer ungewöhnlichen Spannung!

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  • Beeindruckend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Barbara Sander, am 09.02.2012

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    Ein Buch der besonderen Art.
    Spröde Erzählweise, passend zur rauhen Natur der Normandie. Unglaublich dieser eigene Kosmos inmitten unserer Welt. Ein Buch von Hass und Rache, von Hoffnungslosigkeit und Schuld. Und doch siegt ieder die Liebe, bevor eininneres Verbrennen die Gefühle töten kann.

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  • Atmosphärisch dichter Roman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Irene Hantsche, am 23.11.2011

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    Für mich ein großer Roman, den ich nachdrücklich empfehle. Atmosphärisch dicht und facettenreich werden das Meer, Wind und Wetter an der Küste der Normandie beschrieben und das Leben der Menschen, das sich der Natur unterordnet. Die Schilderung der zwei Fremden, die in den nahezu abgeschlossenen Kosmos des Fischerortes eindringen, berührt. Die schmerzhafte Geschichte, die sie aufdecken, erzeugt in klaren, kurzen Sätzen Spannung.

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  • Was für ein ungewöhnliches, was für ein kraftvolles Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Monika Fuchs, am 04.11.2011

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    Claudie Gallay, die mit ihrem Roman „Die Brandungswelle“ wochenlang auf den französischen Bestsellerlisten stand, hat uns eine ungewöhnliche Geschichte geschenkt. Der Ort der Handlung ist La Hague, ein kleiner Ort im Nordwesten der Normandie. So schroff und zurückweisend wie die Natur ist sind auch die Menschen in diesem Ort. Neuem öffnen sie sich nicht gerne. Eines Tages kommt die Ich-Erzählerin dorthin. Ihr ist dieser Ort gerade Recht, denn sie trauert um ihre verstorbene Liebe. Plötzlich taucht allerdings Lambert in La Hague auf. Er möchte endlich eine Antwort darauf, was vor vierzig Jahren wirklich passiert ist, als seine Eltern und sein zweijähriger Bruder bei einem Segelunfall ums Leben gekommen sind. Durch seine Ankunft ändert sich langsam das Leben der Dorfbewohner und der Ich-Erzählerin. Man spürt förmlich, dass ein dunkles Geheimnis hinter den abweisenden Fassaden einiger Dorfbewohner liegt.

    Lernen Sie die eigenwilligen Dorfbewohner kennen: Lili, die das Bistrot betreut und ihre alte Mutter betreut, Théo, ihr Vater, der früher Leuchtturmwärter war und sich heute ganz zurückgezogen seinen Katzen widmet, die alte Nan, die ihren Adoptivsohn Michel sucht, Raphael, den Bildhauer und seine Schwester Morgane, die eine fast inzestuöse Liebe verbindet und den etwas zurückgebliebenen Max, der sein Boot baut und Morgane liebt.

    Die Autorin zieht uns langsam aber sicher immer tiefer in ihre Geschichte hinein. Ihre Sprache ist kurz und präzise und sie passt so wundervoll zu dieser Geschichte. Die Sprache ist genau so spröde wie die Menschen und das dunkle Geheimnis. Lassen Sie sich von diesem ungewöhnlichen und kraftvollen Buch verzaubern.

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