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Meine Rezensionen

  • Unter Dieben
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    "Honor can get you killed" Douglas Hulick
    Rezension vom 16.03.2012
    In Unter Dieben wird man von Beginn an mitten in die Geschichte hineingezogen. Für mich ein absoluter Pluspunkt: Ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Douglas Hulick lässt seinen Helden von einem Abenteuer ins nächste stürzen und lässt dem Leser dabei kaum Atempausen. Solche spannenden Erzählungen sind genau nach meinem Geschmack!

    Kommen wir zum Hauptcharakter Drothe, auch hier kann ich nur Lob aussprechen. Er ist ein Gauner wie alle anderen, kämpft um sein Überleben und muss sich in der knallharten Welt behaupten. Dabei geht er (meistens) klug vor, überlegt sich Strategien, verfolgt immer bestimme Ziele und kann genauso hart einstecken, wie er austeilt. Allerdings steht er ebenso mal auf dem Schlauch und sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Klar kommen ihm ab und an "Glück" und "Zufall" zur Hilfe, doch hey, wir erwarten ja wohl auch kaum, dass der Hauptcharakter auf den ersten paar hundert Seiten stirbt.

    Die Welt aus Unter Dieben wird einem nie ausführlich erklärt, doch das ist auch gut so. Das Buch lebt davon, dass man selbst mehr und mehr Puzzlestücke und Informationen zusammensetzt und am Schluss ein völlig eigenes und individuelles Bild des Schauplatzes hat. Douglas Hulick verliert sich nicht in Beschreibungen, sondern erzählt mit einer Selbstverständlichkeit, die einem keine Informationen missen lässt. Zum Beispiel gibt es nie eine wortwörtliche Definition eines "Kin", doch je mehr man in der Geschichte fortschreitet, weiß man aus Zusammenhängen und Ereignissen was darunter zu verstehen ist. Ich habe das ganz gerne, wenn man auch selbst den Grips beim lesen anstrengen muss, doch das wird nicht jedermanns Sache sein.

    Douglas Hulick nimmt kein Blatt vor dem Mund, es geht oft gewaltsam und stellenweise auch sehr grausam zu. Ein Kampf folgt dem nächsten, das Buch ist sicher nichts für schwache Nerven! Ich war begeistert davon, wie mich diese Actionszenen mitreißen konnten und vor allem wie sie ins Bild gepasst haben. Jede Auseinandersetzung hat seinen Sinn, gehört in die Geschichte und treibt sie voran.

    Das hört sich ja alles nach einem fantastischen Buch an, weshalb keine fünf Sterne? So begeistert ich die meiste Zeit über war, zum Ende hin kam ich dem Boden der Tatsachen wieder näher. Es wurden so viele Fässer aufgemacht und in den letzten hundert Seiten wurden meiner Meinung nach ziemlich viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Nach der ganzen Odysee und den Strapazen, die Drothe durchmachen musste war das für mich eine Spur zu glatt. Aber das hängt wohl auch vom subjektiven Empfinden ab.
  • Der Name des Windes
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    Einzigartig
    Rezension vom 08.03.2012
    Mein Eindruck
    ...........................

    Der Zauber beginnt bereits mit der wunderschönen Sprache. In diesem Fall ist die deutsche Übersetzung sehr gelungen, es gibt kaum eine Stelle an der es irgendwo "hakt". Hier wieder zwei ausgewählte Beispiele:

    The Name of the Wind, Seite 346 f.

    And there was Ambrose. To deem us simply enemies is to lose the true flavor of our relationship. It was more like the two of us entered into a business partnership in order to more efficiently pursue our mutual interest of hating each other.

    Der Name des Windes, Seite 1

    "Und dann war da Ambrose. Uns einfach als Feinde zu bezeichnen, würde dem wahren Charakter unseres Verhältnisses nicht gerecht. Es war eher so, dass wir Geschäftspartner geworden waren, und unser Geschäft bestand darin, einander bis aufs Blut zu hassen."

    Für mich ausschlaggebend ist die wundervolle Erzählweise. Zunächst beginnt die Geschichte im Wirtshaus zum Wegstein, dem Ort an den sich Kvothe mit seinem Lehrling Bast zurückgezogen hat. Danach ist das Buch als Geschichte in der Geschichte aufgebaut.
    Einmal das hier und jetzt, als Kvothe dem Chronisten seine Lebensgeschichte erzählt. Geschrieben im Präsens und in der dritten Person. Dann die von ihm geschilderte Geschichte, erzählt im Präteritum, in der ersten Person. Es fühlt sich so an als würde Kvothe einem selbst sein Leben erzählen und ich war als Leser hautnah dabei!

    Kvothes Reise ist eine Reise durch eine Palette aller Gefühle. Man erlebt eine schöne Kindheit unter dem Zigeunervolk der Ruh. Danach den Verlust, die Trauer und die Wut. Aber irgendwie muss das Leben weitergehen und so schlägt sich Kvothe in Armut durchs Leben. Das absolute Highlight des Buches ist Kvothes Aufnahmeprüfung an der Universität des Arkanums und seine darauf folgende Lehrzeit. Klar diese Art von Internatssystem erinnert ein klein wenig an Harry Potter, aber es ist so viel erwachsener!

    Herausragend ist Kvothes Begabung und Verhältnis zur Musik. Ich selbst bin nicht allzu Musik begeistert, aber es gibt eine Stelle im Buch bei der Kvothe vor großen Publikum auf seiner Laute spielt. Der Wahnsinn! Es ist als würde man im Publikum sitzen, der Musik und dem Gesang lauschen und ebenso mitfiebern. So ein Kribbeln an Lesefreude habe ich noch nie zuvor erlebt!
    Patrick Rothfuss hat nicht nur ein komplettes Imperium geschaffen (mit schönen Illustrationen am Einband) sondern auch ein eigenes Zeitsystem und eine eigene Währung eingeführt. Die komplette Welt ist von vorne bis hinten ins Detail durchdacht, es ist ein Genuss! Zu Beginn braucht man einige Kapitel um sich einzulesen und man könnte meinen man würde mit Informationen überflutet werden. Aber nein, der Autor portioniert die Infos in kleine Häppchen. Genug um die Neugier zu stillen aber auch nicht zu viel um den Leser nicht zu überfordern.
    Ich könnte noch stundenlang über das Buch erzählen, aber mir bleibt nur eines, nämlich all diejenigen zu sagen, die es noch nicht kennen: Lest es! An all diejenigen die es bereits kennen: Lest es noch mal! Lasst euch verzaubern, lasst euch in eine völlig andere Welt entführen, lebt und fühlt mit Kvothe!
  • Daughter of Smoke & Bone
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    Ein Lichtblick!
    Rezension vom 25.12.2011
    Was für ein Buch! Zuallerst: Die Gestaltung der Welt ist fanatastisch und das Beste, was ich seit Jähren im YA-Bereich gelesen habe. Ich möchte hier nicht vertieft drauf eingehen, es reicht zu wissen, dass der Wünscheladen eine Art Portal zu allen möglichen Städten auf der Welt ist, er hat aber eine zweite Tür, durch die Karou nie gegangen ist. Überhaupt weiß karou selbst nicht, wer sie eigentlich ist und ihre Fragen werden lange Zeit nicht beantwortet.
    Sie ist geheimnisvoll, hat Persönlichkeit, Stärken und Schwächen. Vor allem ihr Gegenpart Aktiva, hat mir sogar noch besser gefallen:
    "What people saw was a tall young man, beautiful, - truly, breathstealingly beautiful, in a way one rarely beholds in real life - who moved along them with predatory grace, seeming no more mindful of them than if they were statuary in a garden of gods."(...)
    "Beautiful as he was, he was forbidding. It was difficult to imagine him breaking into a smile - which indeed Aktiva hadn't done in years, and couldn't imagine doing ever again." S. 58
    Aktiva hat Charkater und Persönlichkeit, die Entwicklung zwischen den beiden ist romantisch und nachvollziehbar. Man weiß, dass mit Karou etwas nicht stimmt und will genauso wie sie, das komplette Buch über erfahren, was eigentlich Sache ist.
    Hier versteht es die Autorin wirklich meisterhaft einem Bröckelchen zu zuwerfen, aber erst im letzten Drittel richtig über die Vergangenheit der Charaktere zu erzählen.
  • Anna and the French Kiss
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    Verliebt in der Stadt der Liebe
    Rezension vom 25.12.2011
    Die Geschichte hört sich sehr klischeehaft an und ich wäre allein durch den Klapptext sicher nicht darauf aufmerksam geworden. Überzeugt haben mich die unheimlich vielen guten Bewertungen: Die Geschichte sei schön, nachvollziehbar und vor allem eine berüßenswerte langsame Entwicklung der Liebesbeziehung.
    Hier gibt es keine "Liebe auf den ersten Blick", hier geht es um eine Freundschaft, in der zwar bald klar ist, in welche Richtung sie gehen soll, sich aber die Charaktere erst entwickeln und ihren Weg finden müssen.
    Gut finde ich, dass es nicht nur um Anna und Etienne geht. Es geht unter anderem darum, wie sich Anna in eine bereits bestehende Gruppe von Freunden integriert und sich neu zurechtfinden muss. Wie es ist, sich in einem neuen Land mit fremder Sprache und Kultur einzuleben und was es braucht um es irgendwann "zu Hause" zu nennen.
    Die einzelnen Nebencharaktere wirkten für mich sympatisch und lebednig, man konnte sich wunderbar ein Bild davon machen, wie sie zusammensitzen und sich gegenseitig aufziehen, aber auch füreinander da sind.
    Es ist zum Glück keine Alles-ist super-Geschichte, sondern jeder hat so seine Probleme und Schicksalschläge, vor allem die Beziehung zu den Eltern ist oft schwierig.
    Hauptstrang ist die Beziehung zwischen Anna und Etienne und das ist meiner Meinung nach, eine Entwicklung, wie sie sich auch im wirklichen Leben abspielt. Man schaut sich nun mal nicht einmal in die Augen und weiß, dass man für immer füreinander bestimmt ist. Ich finde die Autorin konnte hier einen guten Eindruck der Gefühle vermitteln, eine Mischung aus Hoffnung, Zweifel, Angst, aber auch Vertrauen.
  • The Pledge
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    Leider nur Durchschnitt
    Rezension vom 25.12.2011
    Man muss sich Ludania als ein von einer Königin/Tyrannin beherrschtes Land vorstellen. Zum Beispiel dürfen niedere Klassen dürfen höheren Klassen nicht in die Augen sehen, wenn sie sprechen. Jeder Fehltritt wird mit hohen Strafen bis zur Exekution verfolgt. Charlaina weiß, dass sie ihr Geheimnis um jeden Preis wahren muss, in einer Gesellschaft in der, man selbst seinen Nachbarn verraten würde um sich dadurch einen Vorteil zu sichern.
    Die Idee hat mich fasziniert und mir wahnsinnig gut gefallen. Die ersten 30 Seiten war ich begeistert. Ich mochte den Schreibstil der Autorin, eine gut verständliche Sprache und sie kann sich wirklich gut ausdrücken. Die Einführung des Systems war gut und ich war neugierig wie sich die Geschichte entwickeln wird. Und tjaaa da fangen nun meine persönlichen Schwierigkeiten an: der weitere Verlauf war absolut nichts besonderes, vorhersehbar und ehrlich gesagt, nicht mal wirklich kreativ.
    Die Charaktere waren auf den ersten Eindruck sympathisch, aber die wenigen weiteren Ausführungen und vor allem die meiner Meinung nach platte Hintergrundgeschichte von Max haben mich enttäuscht.
    So ging es mir insgesamt mit den eh schon knappen 330 Seiten. Wenig Inhalt, viele Dialoge und Gedankengänge, aber nichts was sich von anderen Jugendbüchern abhebt. Für mich war es leider enttäuschend, was die Autorin aus ihrer tollen Idee gemacht hat, nämlich leider nicht viel. Die Gesellschaft hat nämlich nicht mehr als ein paar Hintergrundinformationen ausgemacht...
  • Unearthly
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    Unearthly ist himmlisch gut!
    Rezension vom 19.12.2011
    Wirklich beeindruckend finde ich, wie es die Autorin geschafft hat mich zu überzeugen. Sie hat einige bekannte Elemente (neue Schule, sich eingewöhnen, Abschlussball, Dreiecksbeziehung) mit einer schönen glücklicherweise religionsfreien Mythologie verbunden. Heraus kommt eine wundervolle Geschichte mit einer nachvollziehbar gezeichneten Protagonistin, die zwar viel kann, aber nicht abhebt und auch ihre Zweifel und Ängste hat. Hier spielen Familie und Freunde eine große Rolle, selten habe ich so viel über die einzelnen Nebencharaktere erfahren. Super fand ich es auch, wie zwischen den Erzählungen auch die sehr naturbelassene und ländliche Umgebung beschrieben wird. Ich konnte mir genau vorstellen, wo sich was abspielt, ohne dass die Autorin dabei zu sehr abgeschweift wäre. (Da hab ich leider noch einige Negativbeispiele anderer Bücher im Kopf...)
    Wirklich überzeugend war das "Liebes-Dreieck". Seit Panem und Twilight hab ich das Gefühl, den Autoren fällt einfach nichts besseres ein als unbedingt noch eine Dreiecksbeziehung einzuquetschen. In diesem Buch aber, war es natürlich, nachvollziehbar und ausnahmsweise auch wirklich "spannend" für wen sie sich nun entscheidet. Ich könnte noch weiter von dem Buch schwärmen, aber alle die sich dafür interessieren, sollten es doch lieber selbst lesen :)
    Jetzt zu dem, was mir nicht so gut gefallen hat. Jemand, der ein actiongeladenes Buch sucht, in dem ständig irgendetwas passiert, wird hier enttäuscht werden. So die erste Hälfte des Buches ist eindeutig als ruhiger einzustufen und ich war zwar interessiert, aber es war nicht wie in der zweiten Hälfte als ich es kaum weglegen konnte. (Ich habs komplett in einer 4 stündigen Zugfahrt gelesen, was auch eindeutig für das Buch spricht^^) Das jedoch, ist wirklich meckern auf hohem Niveau. Es ist das was noch einen Tick Unterschied zu anderen Büchern macht, bei denen ich schon zu Beginn Feuer und Flamme war.
  • Während ich schlief
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    Für mich ein Lesehighlight aus Charakterentwicklung, fesselnder Erzählung und viel Gefühl!
    Rezension vom 11.12.2011
    Ich bin nach wie vor erstaunt, wie mich dieses Buch in seinen Bann ziehen konnte. Die Erzählung ist relativ ruhig, es geht viel um Rose' Träume, Vergangenheit und ihre Schwierigkeiten mit sich selbst. Vermischt mit einem interessanten Science Ficion Setting, welches aber nur den Rahmen für Rose' Entwicklung stellt. Ich fand die Übertragung der Ideen der Autorin gut, vor allem beschreibt sie auch wirklich was in dieser "dunklen Epoche" passiert ist, anstatt wie in vielen anderen Büchern, nur Andeutungen zu machen. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ich fand die Entwicklung der Menschheit nachvollziehbar und ein schönes "extra" und gute Abwechslung zu dem eigentlichen Hauptstrang, der Entwicklung der Protagonistin.
    Und was für eine Entwicklung! Mir war Rose von Anfang an sympatisch, auch wenn sie wirklich sehr unsicher, eigen und zum Teil auch merkwürdig ist. Die Einzelheiten, die man im Laufe des Buches erfährt, schaffen ein immer klareres Bild von ihr und sind einer der besten Charakterisierungen, die ich dieses Jahr gelesen habe. Klar gibt es immer mal kleinere Schwächen in den Handlungsabfolgen und Überleitungen. Nicht alle Charaktere sind ins Detail ausgereift. Die Schwärmerei von Rose z.B ist nicht voll und ganz überzeugend, aber hat ihren Charme. Einige Wendungen waren für mich überraschend und haben mich schlicht umgehauen. Der Strang um ihren "Verfolger" hingegen war recht vorhersehbar. Aber es handelt sich schließlich um ein Debutroman und diese paar Ungereimtheiten haben mich überhaupt nicht gestört. Die Beziehung zu Otto (ein Genexperiment aus menschlischer und außerirdischer DNA) und sein Charakter an sich, waren wirklich großartig! Die Unterhaltungen der Beiden sind so einfühlsam und berührend, in der Regel nerven mich solche "sentimentalen" Ausführen, aber in diesem Fall kann ich einfach nur sagen: Wow!

    Fazit:

    Dieses Buch ist ganz schwierig einzuordnen. Es hat Science Fiction Elemente, es hat Liebesbeziehungen, es ist traurig, berührend und fesselnd zugleich. Ich hätte nicht erwartet, dass es mir SO gut gefallen wird. Der Mix hat mir richtig zugesagt und ich werde mit Sicherheit die Augen nach weiteren Veröffentlichungen der Autorin offen halten.
  • Asylon
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    Ein tolles Debut!
    Rezension vom 31.10.2011
    Mein Eindruck:
    Zunächst ist mir sehr positiv aufgefallen, wie schnell ich Zugang zu der Geschichte gefunden habe. Ich war von der ersten Seite an Mitten drin und fands spannend bis zum Schluss.
    Es ist natürlich von Anfang an klar, dass mit Asylon etwas nicht stimmt. Ich finde es aber wirklich gut gemacht, wie einem die Äuflösung häppchenweise serviert wird, aber man das große Ganze trotzdem erst zum Schluss hin erfährt.
    Die Charaktere verhalten sich der Außnahmesituation in der Stadt entsprechend. Dort herrscht rohe Gewalt, Unterwürfigkeit und ständige Existenzbedrohung. Ich möchte nicht zu viel über das "System" verraten, es herrschen Rangordnungen und Aufgabentrennungen. Es gibt wenige mit viel Macht und jede Menge arme, verwahrloste Menschen.
    Torn ist durch seinen Job bisher ganz gut abgesichert, ist aber nahezu auf sich allein gestellt, als nach und nach die Welt zusammenbricht, wie er sie kennt.
    Die andere wichtige Person im Roman ist Saina. Sie wohnt im Armenviertel und ist die beste Freundin der gefundenen Leiche. Es liegt fortan an ihr sich um die Tochter ihrer verstorbenen Freundin zu kümmern und deren Tod aufzuklären.
    Torn und Saina arbeiten nicht zusammen sondern verfolgen ihre eigenen Ziele und laufen sich dabei ab und an über den Weg.
    So wirklich sympatisch fand ich Torn nicht. Vor allem Er kam mir zum Teil sehr egoistisch und engstirnig vor. Da ist mir sein Freund Scooter weit mehr ans Herz gewachsen. Ich fand es etwas schade wie wenig Torn und Saina eigentlich gemeinsam aufgetaucht sind. So wirklich verbinden tut sie außer dem Schicksal der Stadt eigentlich nichts.
    Der eine Bösewicht Rygor ist schlicht klassisch böse. Seine Kumpanen sind fast schon wieder amüsant. Richtig gut gefallen hat mir der facettenreiche Edward. Diesem Monster will man im echten Leben nicht begegnen!
    Ich finde für einen ersten Roman, hat der Autor die Charaktere gut dargestellt. Lediglich Torn war mir zu blass, auch sein Verhalten gegenüber seiner Frau fand ich nicht ganz nachvollziehbar. Die Handlung wird spannend vorangetrieben und bringt an einigen Stellen interessante Wendungen. Das Ende ist ein actiongeladener Abschluss, an manchen Stellen fand ichs ein bisschen konstruiert aber ich bin mit dem Ausgang recht zufrieden.
    Sehr positiv: Der Roman ist ABGESCHLOSSEN. So einen muss man erstmal finden. Man kann das Buch befriedigt zuklappen und muss nicht Monate/Jahre auf eine Fortsetzung warten.

    Fazit
    Im Grunde ist dieses "einzige Stadt, den Leuten wird etwas vorgemacht und am Schluss ist es doch ganz anders", nicht unbedingt neu. Ich finde die Idee aber weitesgehend gut umgesetzt. Mich hat das Buch richtig gut unterhalten und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.
    Insgesamt komme ich auf 4 Sterne, weil mir diese Gefühl, etwas einmaliges gelesen zu haben, fehlt. Ein 5 Sterne Buch ist für mich eines, welches mich nicht mehr loslässt und noch Tage nach dem lesen beschäftigt. Hier ist es mit den guten 430 Seiten unterhaltsam, aber nichts was weiter nachhallt. Ich bin gespannt, was der Autor noch in Zukunft zu bieten hat!
  • Mel B - Totally Fit
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    Totally fit werden
    Rezension vom 27.04.2011
    WoW WoW WoW sag ich da nur!
    Anfangs habe ich die Turnerei vor dem Fernseher ziemlich belächelt. Das Lächeln ist mir bei diesem Programm sehr schnell vergangen. Hier wird wirklich viel über Hohen Puls und Kondition gearbeitet. Als Einsteiger ist es nahezu unmöglich komplett mitzuhalten. Aber dafür ist es ein Ansporn seine Leistung zu verbessern und mitzuhalten. Gut gefällt mir das freie Zusammenstellend es Workouts, das komplette Programm ist einfach zu lange für Zwischendurch und so kann man sein Programm an seine Zeit anpassen.
    Gut ist auch, dass nur Haushaltsübliche Gegenstände, z.B Flaschen als Gewichte oder ein Stuhl verwendet werden. Eine Gymnastimatte ist zu empfehlen ansonsten wird nichts weiter benötigt.
    Die deutsche Syncro ist furchtbar! Ich stell immer auf Englisch um, meiner Meinung nach wesentlich besser.
    Allem in allem ist das Programm zu empfehlen, wenn auch mit Rückschlägen als EInsteiger.
  • Chicagoland Vampires 01. Frisch gebissen
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    ENdlich wieder ein fesselndes Buch!
    Rezension vom 19.03.2011
    Endlich! Endlich jemand der kein Bock auf das Vampirdasein hat. Endlich jemand der kein blutrünstiges Monster sein möchte und den Verlust des vorherigen Lebens betrauert. Merits Denkweise und gerade ihre Widerspenstigkeit ist eine erfrischende Abwechslung zu "meine kleine perfekte Vampirwelt" aus der House of Night Serie oder ähnlichen Vampirablegern.

    Ganz ehrlich muss ich sagen: viel passiert nicht gerade. In diesem Band werden auch nur schätzungsweise 14 Tage erzählt. Aber wovon das Buch lebt sind seine Charaktere. Auf der einen Seite die störrische Merit (ich will unbedingt ihren Vornamen wissen, im gesamten Buch wird er tunlichst verschwiegen), auf der anderen Ethan, ihr Chef "wieder Willen". Desweiteren gibt es noch viele Nebencharaktere und weitere magische Wesen zu entdecken. Chloe Neill erfindet keine neuen Wesen, schmückt aber altes Bekanntes so wunderbar aus, dass man eben doch noch Neugierde und Faszination entwickeln kann.

    Noch eine Sache die mir wirlich gut gefallen hat, es dreht sich nicht alles um die "Beziehung" Merit - Ethan. Kern des Buches ist Merits Konflikt aus neuem Leben, neuen Fähigkeiten, eine andere gesellschaftliche Struktur aber auch Verpflichtung zum absolutem Gehorsam. In dieser Welt haben sich die Vampire geoutet und sind ähnlich wie Adelshäuser organisiert. Man wird auf Wunsch verwandelt, hat dafür aber seinem Haus absolute Treue zu schwören. Hier ergibt sich auch das Problem: Merit hat es sich nicht gewünscht, sie hatte eben keine Wahl. Aufgrund des Angriffs wäre sie eigentlich gestorben, daher verdankt sie Ethan ihr Leben. Doch was genau hat sie ihm zu verdanken? Kann man Sonnenallergie, Blutlust, ungewöhnliche Fähigkeiten, Lehenstreue noch mit einem menschlichen Leben gleichsetzen? Die Suche nach dem Serienmörder, dessen zweites Opfer Merit hätte sein sollen, steht eigentlich im Hintergrund. Dennoch fand ich es spannend wie sich Merit entwickelt, welchen Weg sie einschlägt und wie sie, es alles was sie tut mit einem persönlichen Stempel versieht, der beim Leser Entzücken, in der Vampirwelt oft Erstaunen hervorruft.

    Für mich ist das nach Twilight die erste interessante Vampirserie. Denn Chicagoland Vampires basiert gerade nicht auf dem Grundprinzip "Sie liebt ihn und er sie auch, kann es aber LEIDER nicht zeigen". Ich kann das Buch jedenfalls empfehlen und bin gespannt auf weitere Bände.