Buch
Taschenbuch (284 Seiten)
Sprache: Deutsch
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Nightworld - die geheime Welt der Vampire
In der geheimen Welt der Vampire, Hexen und Werwölfe herrschen strenge Regeln:
1. Kein Mensch darf je von ihrer Existenz erfahren.
2. Kein Geschöpf der Dunkelheit darf sich je in einen Menschen verlieben. Sonst wartet der sichere Tod ...
Doch: It's so easy to fall in love ...
Maggie Neely kommt einem grauenvollen Komplott auf die Spur: Die Mächte des Bösen wollen die Alleinherrschaft über die Welt erlangen! Kann ihre Liebe zu Prinz Delos, dem unwiderstehlichen Herrscher des Schattenreichs, das Unheil noch abwenden?
| ISBN-10: | 3-570-30634-8 |
|---|---|
| EAN: | 9783570306345 |
| Originaltitel: | Night World - Black Dawn |
| Erschienen: | 05.10.2009 |
| Verlag: | Cbt |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 284 |
| Länge/Breite: | 183mm/125mm |
| Gewicht: | 314 g |
| Altersempfehlung: | 12 - 99 |
| Übersetzer: | Michaela Link |
| Reihe: | cbt Taschenbücher |
Zusammen mit einem Hund, einer Katze und unzähligen Büchern lebt die US-amerikanische Jugendbuchautorin Lisa J. Smith im Norden Kaliforniens. Schon während ihrer Schulzeit, war ihr die Berufung als Schriftstellerin bewusst. So schrieb sie während ihres Studiums an der Universität of California bereits ihren ersten Roman "The Night of the Solstice", der jedoch nie auf Deutsch erschien. Nach ihrem BA Studienabschluss in Experimental Psychologie, arbeitete Lisa J. Smith noch einige Jahre als Lehrerin, bevor sie sich Hauptberuflich dem Schreiben widmete und mit ihren Romanen großen Erfolg feiern konnte. Mit ihrer Reihe "Tagebuch eines Vampirs", die weltweit als Fernsehserie unter dem Titel "The Vampire Diaries" bekannt ist und einer Vielzahl weiterer Phantastik Geschichten begeistert sie nicht nur die Jugend, sondern zieht auch die Erwachsenen in ihre mystischen Welten. Doch gleich in welche Schauergeschichte der Leser bei ihr eintaucht, Lisa J. Smith sorgt immer für ein schönes Happy End, da sie auch privat eine nicht zu bekehrende Optimistin ist.
Meinung der Redaktion
Wie auch schon die anderen Teile, ich würde sie wenn ich die Wahl hätte jederzeit wieder kaufen, wunderbar geschriebene bis zu jeden Bandende spannende Bücher, sehr empfehlenswert für Vampirinterssierte!!!
von Pumamädchen, am 22.05.2012
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von Mandy Wolf, am 11.08.2010
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von Ulrike, am 05.05.2010
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von Bärbel Nusselt-Seibert, am 25.01.2010
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Maggie Neely wurde von den Schreien ihrer Mutter geweckt.
Sie war wie gewöhnlich ins Bett gegangen, die dänische Dogge Jake schwer über ihren Füßen, während die drei Katzen um den besten Platz an ihrem Kopf wetteiferten. Ihre Wange ruhte auf ihrem aufgeschlagenen Geometriebuch, zwischen den Decken verstreut lagen Blätter mit Hausaufgaben, außerdem Krümel von Kartoffelchips und eine leere Tüte. Sie trug ihre Jeans und ein geblümtes Pyjamaoberteil sowie die beiden einzigen Socken, die sie gestern Abend hatte finden können: einen Kniestrumpf aus roter Seide und eine Sportsocke aus blauer Baumwolle.
Diese speziellen Socken sollten am Ende über Leben und Tod für sie entscheiden, aber davon hatte Maggie im Augenblick noch keine Ahnung.
Sie war lediglich verwirrt und orientierungslos, weil sie so plötzlich geweckt worden war. Sie hatte diese Art von Schreien noch nie zuvor gehört, und sie fragte sich, wie sie so sicher sein konnte, dass sie von ihrer Mutter kamen.
Irgendetwas ... wirklich Schlimmes geschieht, dämmerte es Maggie langsam. Das Allerschlimmste.
Die Uhr auf ihrem Nachttisch sagte ihr, dass es zwei Uhr elf morgens war.
Und bevor sie überhaupt selbst begriff, dass sie sich bewegte, taumelte sie auch schon durch ihr Zimmer, stolperte beinahe über Haufen schmutziger Wäsche und Sportausrüstung, schlug sich das Schienbein an einem Wäschekorb mitten auf dem Boden an und lief dennoch unbeirrt weiter. Im Flur war es dunkel, aber das Wohnzimmer am anderen Ende war grell erleuchtet, und von dort kamen die Schreie.
Jake trottete neben ihr her. Als sie in der Diele vor dem Wohnzimmer waren, stieß er einen Laut aus, der halb Knurren, halb Bellen war.
Maggie erfasste die ganze Szene mit einem Blick. Es war einer jener Momente, in denen sich alles für immer verändert.
Die Haustür stand offen und ließ die kalte Luft einer Novembernacht in Washington herein. Maggies Vater trug einen kurzen Bademantel und hielt ihre Mutter fest, die mit ihm rang, als versuche sie, sich zu befreien, und die ganze Zeit über stieß sie atemlose Schreie aus. Und im Flur standen vier Menschen: zwei Sheriffs, ein Ranger aus dem Nationalpark und Sylvia Weald.
Sylvia. Die Freundin ihres Bruders Miles.
Und die Erkenntnis traf sie schnell und hart wie ein Hammerschlag.
Mein Bruder ist tot, dachte Maggie.
An ihrer Seite knurrte Jake abermals, doch Maggie hörte ihn nur wie aus weiter Ferne. Niemand sonst schaute auch nur in ihre Richtung.
Ich kann nicht fassen, wie gut ich diese Nachricht aufnehme, dachte Maggie. Irgendetwas stimmt nicht mit mir. Ich bin überhaupt nicht hysterisch.
Ihr Verstand hatte das Geschehen ziemlich deutlich verarbeitet, aber ihr Körper zeigte keine Reaktion, da war kein schreckliches Gefühl in ihrem Magen. Doch eine Sekunde später schlug es über ihr zusammen, genau das, wovor sie Angst gehabt hatte. Eine Welle von Adrenalin, die ihre Haut schmerzhaft prickeln ließ, und im Magen dieses grauenhafte Gefühl, als falle sie ins Bodenlose. Eine Taubheit, die in ihren Wangen begann und sich auf ihre Lippen und ihr Kinn ausbreitete.
Oh, bitte, dachte sie töricht. Bitte, mach, dass es nicht wahr ist. Vielleicht ist er nur verletzt. Das wäre in Ordnung. Er hatte einen Unfall, und er ist verletzt - aber nicht tot.
Aber wenn er verletzt wäre, würde ihre Mutter nicht dastehen und schreien. Sie wäre auf dem Weg ins Krankenhaus, und niemand hätte sie aufhalten können. Diese Idee funktionierte also nicht, und Maggies Verstand, der hin und her jagte wie ein verschrecktes kleines Tier, blieb nichts anderes übrig, als zu seinem Flehen zurückzukehren: Bitte, mach, dass es nicht wahr ist.
Seltsamerweise kam es ihr in diesem Moment so vor, als gäbe es vielleicht noch eine andere Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass es nicht wahr war. Wenn sie sich umdrehte und sich in ihr Zimmer zurückschlich, bevor irgendjemand sie sah; wenn sie ins Bett ging und sich die Decken über den Kopf zog und die Augen schloss ...
Aber sie konnte ihre Mutter nicht schreiend zurücklassen.
Plötzlich verebbten die Schreie. Ihr Vater sprach mit einer Stimme, die ganz und gar nicht nach seiner Stimme klang. Es war eine Art ersticktes Flüstern. "Aber warum habt ihr uns nicht gesagt, dass ihr Klettern gehen wolltet? Wenn ihr an Halloween aufgebrochen seid, dann sind inzwischen sechs Tage vergangen. Wir wussten nicht einmal, dass unser Sohn verschwunden war ."
"Es tut mir leid." Sylvia flüsterte ebenfalls. "Wir wollten nicht lange fort bleiben. Miles' Zimmergenossen wussten, was wir vorhatten, aber niemand sonst. Es war eine spontane Entscheidung - wir hatten an Halloween keine Kurse, und das Wetter war so schön, und Miles sagte, komm, wir machen uns auf zum Chimney Rock. Und dann sind wir einfach los ."
Komm, wir machen uns auf... Früher hatte er solche Dinge zu mir gesagt, dachte Maggie, und ein seltsamer kleiner Stich durchzuckte sie. Aber das hatte er nicht mehr getan, seit er Sylvia kannte.
Der männliche Sheriff sah Maggies Vater an. "Sie waren nicht überrascht, dass Sie seit letztem Freitag nichts mehr von Ihrem Sohn gehört hatten?"
"Nein. Seit er ausgezogen ist, um aufs College zu gehen, ist er ziemlich unabhängig geworden. Einer seiner Zimmergenossen hat heute Nachmittag angerufen und gefragt, ob Miles hier sei - aber er hat nicht gesagt, dass Miles bereits seit fast einer Woche fort ist. Ich dachte nur, er hätte einen Kurs versäumt oder irgendsowas ..." Die Stimme von Maggies Vater verlor sich.
Der Sheriff nickte. "Anscheinend dachten seine Zimmergenossen, er hätte sich einen kleinen, unerlaubten Urlaub genommen", erwiderte er. "Heute Abend waren sie dann so besorgt, dass sie uns anriefen - aber zu diesem Zeitpunkt hatte ein Ranger bereits Sylvia aufgegriffen."
Sylvia weinte. Sie war hochgewachsen, aber gertenschlank, und sie sah zart aus. Zerbrechlich. Ihr schimmerndes Haar war so hell, dass es beinahe silbrig wirkte, und ihre klaren Augen hatten die Farbe von Wildveilchen. Maggie, die klein war und ein rundes Gesicht hatte, dazu fuchsfarbenes Haar und braune Augen, hatte sie immer beneidet.
Aber nicht jetzt. Niemand konnte Sylvia jetzt ansehen, ohne Mitleid zu empfinden.
"Es ist am ersten Abend passiert.