Wer das Schweigen bricht

Ausgezeichnet mit dem deutschen Krimipreis 2012

von Mechtild Borrmann

Buch

Taschenbuch (224 Seiten)

5. Auflage

Sprache: Deutsch

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August 1939: Sechs junge Menschen geben sich das Versprechen, füreinander da zu sein.Während der Nazi-Zeit wird ihre Freundschaft auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.Denn Verrat wird mit dem Tod bestraft.Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckt Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters,einem Industriemagnaten der Nachkriegszeit, das Foto einer attraktiven Frau und einenWehrpass, ausgestellt auf einen ihm unbekannten Mann. Was hat das alles mit seinem Vaterzu tun? Robert macht sich auf die Suche und stößt dabei auf eine Journalistin, die soforteine große Story ahnt und bereit ist, dafür auch den Ruf seines Vaters zu opfern. Doch nochbevor sie Robert etwas mitteilen kann, wird sie grausam ermordet. Robert ist entsetzt.Welche alten Wunden hat er mit seinen Nachforschungen wieder aufgerissen ...

Pressestimmen:

»Die 1960 geborene, am Niederrhein aufgewachsene und in Bielefeld lebende Mechtild Borrmann scheint sich von Krimi-Moden nicht beeinflussen zu lassen. Sie schreibt ihre stillen, schmalen, nicht sehr blutigen Bücher zu Themen, die sie offenbar beschäftigen. Und erzählt sensibel und berührend von einer Zeit, in der moralische Entscheidungen oft eine ungeheure Mutprobe waren.«
Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau

Produktdetails

Verkaufsrang: 19.999
ISBN-10: 3-86532-231-X
EAN: 9783865322319
Erschienen: Jänner 2011
Verlag: Pendragon Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 5. Auflage
Seitenzahl: 224
Länge/Breite: 192mm/116mm
Gewicht: 186 g
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Mechtild Borrmann

Mechthild Borrmann, geb. 1960 geboren, lebt heute in Bielefeld. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. Tanz- und Theaterpädagogin, Groß- und Außenhändlerin und als Gastronomin tätig. Seit 2011 ist Frau Borrmann freie Schriftstellerin und Mitherausgeberin des Literaturmagazin 'Tentakel'. 2012 wurde sie mit dem Deutschen-Krimi-Preis ausgezeichnet.

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Kundenrezensionen

  • Schatten der Vergangenheit Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Nancy Jarisch, am 21.02.2013

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    Als Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters die verblasste Photographie einer jungen Frau und den Ausweis eines ihm unbekannten SS-Offiziers findet, ist seine Neugier geweckt. Weil er einen Fleck auf der blütenweißen Weste seines perfekten, für ihn stets so unnahbaren Vaters wittert, der als Jude den Zweiten Weltkrieg nur knapp überlebte und sich seitdem als Schirmherr einer Stiftung für die jüdische Bevölkerung stark machte, begibt er sich auf die Suche nach der Frau auf dem Bild. Dabei trifft er auf eine Journalistin, die eine große Story wittert und ihm ihre Hilfe bei den Nachforschungen zusichert. Als diese ermordet aufgefunden wird, ist Lubisch der Hauptverdächtige und muss erkennen, dass die Vergangenheit seines Vaters noch viel dunkler ist als er annahm und bedrohliche Auswirkungen auf die Gegenwart hat.

    Dieses Buch vereint in kurzem, prägnantem Stil eine Kriminal- sowie die Lebengschichte, welche sich auf zwei geschickt ineinander verflochtenen Zeitebenen zutragen. Die Autorin schildert aus Sicht der Frau auf dem Foto die Entwicklung einer Freundschaft 6 Jugendlicher vom Beginn bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs und zeigt auf wie jeder von ihnen mit der Ideologie des Hitlerregimes umgeht; dagegen ankämpft, zum Mitläufer wird oder seine eigene Grausamkeit in ihr auslebt und so individuell schuldig wird. Nur langsam nähert sich der Leser der Konsequenzen dieser Geschichte für die Gegenwart und der Antwort, welche Rolle Lubischs Vater in ihr spielte.
    Ein spannender wie tiefgründiger Roman, der eine neue Facette des Kriegsgeschehens offenlegt und die Frage aufwirft, inwieweit sich die Nachkriegsgeneration über die Schuld ihrer Eltern definiert.

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  • "Und jetzt läuft die Zeit wieder zurück" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Nina2401, am 26.11.2012

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    Robert Lubisch findet im Nachlass seines Vaters das Foto einer ihm unbekannten Frau. Neugierig macht er sich auf die Suche und das bringt nicht nur sein Leben durcheinander.

    Bei diesem Buch wusste ich schon nach den ersten Sätzen, dass es mir gefallen wird. Borrmann hat Sätze kreiert, die mich mitten ins Herz treffen. Sie hat die Fähigkeit, sehr kurz und präzise so viel auszudrücken. Ich würde am liebsten all meine Lieblingssätze aus diesem Buch zitieren.

    Für mich ist dieses Buch nicht nur ein Kriminalroman, es ist so viel mehr, es ist ein Stück Zeitgeschichte, es ist ein Buch über Freundschaft und Verrat. Und ein Buch über verschmähte Liebe. Hier stehen ganz eindeutig die Menschen im Vordergrund, mit all ihren Schwächen, Ängsten und auch Träumen. Dieses Buch geht unter die Haut ... mit Sätzen wie: '"Alles war mit einem Schlag ohne Sinn gewesen. Ohne seinen Leichtsinn."' Da hatte ich wirklich Gänsehaut und kann man mit so wenigen Worten noch mehr ausdrücken?

    Borrmann schreibt nicht nur, sie zelebriert Sprache. Sie baut eine ganz feine Spannung auf und auch ihre Personen beschreibt sie bis in die Nebenrollen sehr liebevoll. Sie hat die Atmosphäre sehr gut eingefangen auf beiden Zeitebenen. Die Vergangenheit spielt eine wichtige Rolle, beginnt die Geschichte doch 1939. Die Gegenwart wird sehr geschickt mit der Vergangenheit verknüpft und auch die überraschende Auflösung ganz am Ende, fährt "zweigleisig'".

    Es ist schon etwas ganz Besonderes, was Mechtild Borrmann ihren Lesern hier geschenkt hat und ich kann mich nicht erinnern, dass mich jemals ein Kriminalroman so bewegt hat.

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  • Von der Vergangenheit eingeholt! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Saidjah Hauck, am 27.07.2012

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    Robert Lubisch findet im Nachlass seines Vaters das Bild einer jungen Frau und den Wehrpass eines SS-Scharführers namens Peters. Wer waren diese Menschen und was haben sie mit seinem Vater zu tun? Als eine Journalistin auf Suche nach einer Story in der Vergangenheit wühlt, wird sie ermordet und Lubisch kriegt es mit der Angst zu tun, gilt er doch als Hauptverdächtiger.

    Dieser intelligenter, spannender Krimi spielt auf 2 Zeitebenen: die vierziger und die neunziger Jahre. Es geht um Freundschaft, Liebe und was man aus Liebe macht, Schuld und das Verarbeiten der Geschichte und der eigenen Vergangenheit.

    Großartig! Kein Wort zu viel! Hat zu Recht den Deutschen Krimipreis 2012 bekommen!

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  • Die Schatten der Vergangenheit - ist Schuld definierbar? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Moritz Revermann, am 19.03.2012

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    Kein Wort zu viel. Karg und knapp erzählt, durchzogen von fast poetisch anmutenden Reflexionen, die in dem ansonsten nüchternen Erzählstil um so heller leuchten. 'Wer das Schweigen bricht' ist ein ein dramatischer Titel für eine Tragödie in drei Akten: Kriegszeit, Nachkriegszeit und Gegenwart. Geschickt ineinander verflochten, großartig inszeniert und aufgeführt. Erinnerungen, halb verblasst, ein Portraitphoto, welches stumm die Erinnerungen in die Gegenwart zieht und aus der Stille des Vergessens eine Kakophonie erschwillen läßt.

    "Therese Mende erinnerte sich an die Stille. Diese Stille, in der man atemlos nach Worten sucht, die man nicht kennt. Die man erfinden muss."

    Ein Mann, ein altes Photo, eine Journalistin, die in der Vergangenheit stochert, ein Mord, der Wellen auslöst, die 60 Jahre zurückreichen. Ein berührendes Ende. So etwa in Kürze das Gerüst. dieses außergewöhnlichen Kriminalromans, der völlig zu Recht den deutschen Krimi Preis 2012 erhielt und inzwischen in der siebten Auflage vorliegt. Das gönne ich dem Pendragon Verlag von Herzen, findet er doch immer wieder Perlen im wüsten Land der Krimineuerscheinungen!

    Dank an dieser Stelle dem Kollegen Heidsiek aus Darmstadt, dessen Krimirezensionen ich mir mit höchstem Vergnügen regelmäßig zu Gemüte führe. Es lohnt. Wie man sieht. Tipps von Kollegen, von Kunden und die eigene gewachsene Intuition - so wird sich der Speicher guter, interessanter und spannder Literatur nie leeren.

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  • Klein,aber fein Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Kerstin Hahne, am 14.02.2012

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    Eigentlich hab ich`s ja mehr mit dickeren Krimischmökern,in denen man als Leser in vergangene Zeiten oder die Lebensgeschichte interessanter Protagonisten abtauchen kann. Aber,wie schon mein geschätzter Kollege Stefan Heidsiek sagt, Mechthild Borrmann braucht nur wenige Worte ,um all diese Effekte trotzdem zu erzeugen.Berührend und spannend auf wenigen Seiten : dieser Roman wäre für mich ein Highlight für eine Krimi-Nacht in der Stadtbibliothek,mit Freunden an einem Winterabend oder einer Abendveranstaltung mit Oberschülern,die die NS-Zeit endlos durchgenommen haben und denen trotzdem nichts wirklich davon hängengeblieben ist... Bitte lesen Sie selbst !!!

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  • Geschwiegen wurde über zu vieles Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Gregor Hügens, am 13.02.2012

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    Passt das überhaupt alles in dieses beinahe schon zu knapp geratene Buch?
    Die entlarvende Bandbreite persönlichen Verhaltens in der Terrorzeit des Dritten Reichs, die überzeitlichen Wirrungen des Erwachsenwerdens, dazu die ganz spezielle Mentalität der Bewohner des Niederrheins: All dies verbindet eine Krimihandlung, die im Heute beginnt und endet, doch zugleich Personen und Örtlichkeiten in einer eben gar nicht so fernen Vergangenheit sehr konkret fassbar werden lässt. Lesen!

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  • Ein Highlight im Meer der stupiden deutschen Kriminalliteratur Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Stefan Heidsiek, am 06.02.2012

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    Wofür andere hunderte von Seiten verschleißen, da braucht Mechtild Borrmann nur wenige Worte. "Wer das Schweigen bricht" ist ein einfühlsamer, berührender und doch stets spannender Roman über die deutsche Geschichte. Erzählt mit einer Leichtigkeit, die ihresgleichen sucht und völlig zurecht ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi Preis 2012. Eine ganz dicke Empfehlung für diejenigen Leser, die neben all den hochgejubelten "Bestsellern" auch Bücher lesen, welche zwischen den Deckeln überzeugen. In jedem Fall der beste dt. Spannungsroman, den ich 2011 gelesen habe!

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