Nette Geschichte
von
http://i-am-bookish.blogspot.com, am 29.01.2011
0
von 0
Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Courtney und Jordan sind gemeinsam auf dem Weg nach Boston, um dort an den Einführungsveranstaltungen ihrer Universität teilzunehmen, die sie ab sofort besuchen werden. Courtney kann nicht fassen, dass ihre Eltern sie gezwungen haben, bei diesem Trip mitzufahren, schließlich hat Jordan erst vor einigen Tagen mit ihr Schluß gemacht auf seiner MySpace- Seite hat er vermeintlich eine andere kennengelernt. Logisch, dass diese Autofahrt nicht ganz einfach wird und einige Überraschungen bereit hält...
Bei Lovetrip handelt es sich um eine durchaus schöne Geschichte für Jugendliche. Typische Teenie-Probleme (wer mit wem, wer mit wem lieber nicht mehr und warum usw.) gekoppelt mit einigen ernsteren Problemen und ersten Überlegungen, was einem das Leben zu bieten hat. Auch wenn ich nicht mehr wirklich zu den Teens gehöre (eher zu den Twens, um mal bei diesen Formulierungen zu bleiben), hat mir das Liebes-Wirrwarr zwischen Courtney und Jordan gut gefallen. Dieses wird in 2 Erzählsträngen aufgedröselt: zum einen wird das aktuelle Geschehen, also die Autofahrt nach Boston, berichtet. Zum anderen wird parallel in Rückblenden erzählt, wie sich Courtney und Jordan kennen- und lieben gelernt haben und wie es zur Trennung kam. Jordan und Courtney berichten dabei stets abwechselnd, die Kapitel spielen also einmal aus seiner, einmal aus ihrer Sicht. Diese Aufteilung fand ich sehr interessant und gelungen.
Auch hat mir gefallen, dass ich mich in manchen Gedankengängen von Courtney unweigerlich selbst wieder gefunden habe. Scheinen halt doch typische Mädchen-Gedanken zu sein :)
Die Story hat für mich nur einen wesentlichen Fehler: sie ist im Präsens geschrieben. Ich hab mit Geschichten, die im Präsens, also im Hier und Jetzt handeln, für gewöhnlich ein Problem. Ich lese viel lieber von Geschehnissen in der Vergangenheit, als wären sie schon passiert, und nicht, als wäre ich gerade noch live dabei. Dieses ständige ich gehe, er schaut mich an, sage ich das klingt komisch und lässt mich beim Lesen über die Wörter stolpern. (Das ist natürlich meine subjektive Meinung, aber ich hätte die Vergangenheitsform schöner gefunden.)
Ansonsten liest sich das Buch mit seinen 292 Seiten recht schnell weg. Lauren Barnholdt schreibt flüssig, klar und verständlich, ohne Ausschweifungen oder Übertreibungen. Das einzige, was ich ihr ein wenig anlasten könnte, ist, dass sie manchmal zu recht langen Satzverschachtelungen neigt. Anstatt irgendwo einen Punkt zu setzen und mit einem neuen Satz zu beginnen, verliert sie sich ein wenig in Nebensätzen. Um mal ein Beispiel zu nennen: Ich folge Jordan in die Raststätte, was irgendwie blöd ist. Ich kann nicht neben ihm gehen, weil das so, na ja, paarmäßig wirkt, aber hinter ihm herzugehen, ist auch komisch, weil das so aussieht, als ginge ich absichtlich nicht neben ihm, was ihn auf die Idee bringen könnte, dass ich seinetwegen leide, was ich definitiv nicht will. (S.76)
Fazit:
Schöne kurzweilige Geschichte um das Erwachsenwerden, das Fehler-Machen und das Verzeihen-Können. 4 von 5 Sternchen.