Die Korrekturen
Leseprobe

Die Korrekturen

Roman. Ausgezeichnet mit dem National Book Award 2001 und James Tait Black Memorial Prize 2002

von Vorwort Jonathan Franzen

Buch

Taschenbuch (780 Seiten)

11. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Nach fast fünfzig Jahren als Ehefrau und Mutter ist Enid Lambert entschlossen, ihr Leben ein wenig zu genießen. Alles könnte so angenehm sein, gemütlich, harmonisch - einfach schön. Doch die Parkinsonsche Krankheit hat ihren Mann Alfred immer fester im Griff, und die drei Kinder haben das traute Familienheim längst verlassen - um ihre eigenen tragikomischen Malaisen zu durchleben. Der älteste, Gary, stellvertretender Direktor einer Bank und Familienvater, steckt in einer Ehekrise und versucht mit aller Macht, seine Depressionen kleinzureden. Der mittlere, Chip, steht am Anfang einer vielversprechenden Karriere als Literaturprofessor, aber Liebestollheit wirft ihn aus der Bahn, und er findet sich in Litauen wieder als verlängerter Arm eines Internet-Betrügers. Und das jüngste der Lambert-Kinder, die erfolgreiche Meisterköchin Denise, sinkt ins Bett eines verheirateten Mannes und setzt so, in den Augen der Mutter zumindest, Jugend und Zukunft aufs Spiel. In dem Wunsch, es sich endlich einmal so richtig gutgehen zu lassen - und Alfred aus seinem blauen Sessel zu locken, in dem er immer schläft -, verfolgt Enid nun ein hochgestecktes Ziel: Bald nach der Luxus-Kreuzfahrt, zu der sie voller Vorfreude mit Alfred aufbricht, möchte sie die ganze Familie zu einem letzten Weihnachtsfest zu Hause um sich scharen.

Pressestimmen:

Ein Wunder. Und kein geringes. Die Welt

Produktdetails

Verkaufsrang: 14.519
ISBN-10: 3-499-23523-4
EAN: 9783499235238
Originaltitel: The Corrections
Erschienen: 01.10.2003
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 11. Auflage
Seitenzahl: 780
Länge/Breite: 190mm/125mm
Gewicht: 484 g
Übersetzer: Bettina Abarbanell
Reihe: rororo Taschenbücher
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Bettina Abarbanell

Bettina Abarbanell wurde 1961 geboren. Sie hat Jonathan Franzen, Scott F. Fitzgerald und für den marebuchverlag Denis Johnsons Train Dreams und Kirsty Gunns Der Junge und das Meer ins Deutsche übertragen. Sie lebt in Potsdam.

Vorwort Jonathan Franzen

Jonathan Franzen is winner of the 2001 National Book Award for fiction. He lives in New York City.

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Buchhändlertipps

  • Normales und Tragisches Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Mag. Miriam Mairgünther, am 09.08.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Salzburg

    Der Begriff "Hysterischer Realismus", im Amerikanischen gelegentlich für Jonathan Franzens Stil verwendet, ist sehr passend: Ganz genau hinsehen, und wenn etwas peinlich oder schmerzhaft wird, nicht aufhören, sondern alles so genau beschreiben wie möglich. Die Technik, hinter die Fassade der scheinbar heilen Familie zu blicken, gehört ja zum amerikanischen Familienroman dazu, aber möglicherweise richtet niemand den Blick so direkt auf die Abgründe wie Franzen. Dabei ist die Übertreibung ein durchaus gängiges Stilmittel, im Ganzen erscheint das Bild von Alfred und Enid und ihren drei erwachsenen Kindern aber sehr realistisch - allzu realistisch vielleicht?

    Was Form, Aufbau und Sprache angeht, so hat man es hier mit einem absolut stilsicheren Autor zu tun, der die Handlung vorantreibt, niemals in Gefahr gerät auszuufern, an entscheidenden Stellen aber oft mit der Lesererwartung bricht. Gerade wenn es plötzlich mit der Geschichte einer anderen Figur oder einem Exkurs zu einem neuen Thema weitergeht, so erkennt man rückblickend, wie sich der Abschnitt dann doch in die Struktur des Ganzen einfügt, oft in Verbindung mit dem Titelthema der Korrekturen. Franzen spielt damit in allen Variationen, sowohl im Leben seiner Protagonisten, als auch in Exkursen über die Dinge, mit denen sie sich beschäftigen, ob es um Streckenänderungen einer Eisenbahnlinie oder die "Neuprogrammierung" des menschlichen Gehirns geht.

    Mit Korrekturen hängt es auch zusammen, dass manches im Leben der Protagonisten am Ende dann doch besser wird, als man zu hoffen gewagt hätte; genauso wichtig ist es aber, dass andere Dinge nicht korrigiert werden können oder dürfen.

    Für mich ist Franzen einer der besten Gegenwartsschriftsteller; nicht unbedingt leichte Kost, aber die Lektüre wirkt auf positive Weise noch lange nach.
  • faszinierend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Edith Berger, am 31.07.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Graz

    Enid Lambert ist beinahe 50 Jahre lang mit Alfred, der an Parkinson leidet- verheiratet.
    Ihre gemeinsamen, mittlerweile erwachsenen Kinder sehen sie höchst selten.
    Gary, ein durchschnittlich begabter Bankangestellter durchlebt gerade eine veritable Ehekrise.
    Chip, der mittlere Sohn steht am Beginn einer Karriere als Literaturprofessor, stolpert aber über seine Affairen
    und Denise, erfolgreiche Köchin und jüngstes Kind der Lamberts, geht ihren eigenen Weg.
    Enid möchte ihre ganze Familie ein letztes Mal unter dem Weihnachtsbaum versammeln und setzt alles daran, ihre Wunschvorstellung wahr werden zu lassen....
    Jonathan Franzen erzählt in " Die Korrekturen" eine faszinierende, amerikanische Familiengeschichte.

Kundenrezensionen

  • Manchmal gibt es nichts zu korrigieren! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Christina Buß, am 27.02.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Jonathan Franzen stürzt sich mit seiner brillanten Sprache in eine "typische" amerikanische Familie, die nach langer Ehe und der Krankheit des Familienoberhauptes noch einmal zusammenkommen soll. Für Enid soll es noch einmal so werden, wie sie es sich immer erträumt hat- doch sowohl ihr Mann wie auch ihre Kinder, die längst ihr eigenes Leben und Drama leben, lassen sich einfach nicht durch die Schablone pressen, die Enid parat hält. Dazu wären zu viele Korrekturen notwendig, und dies ist zwar tragisch, aber zugleich auch komisch!

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  • Über eine Familie, deren Mitglieder unterschiedlicher nicht sein könnten Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 15.03.2010

    4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Enid und Alfred sind seit Jahren verheiratet und ihre Beziehung hat sich im Laufe der Zeit stark verändert. Der früher so pedantische und rechthaberische Alfred wird nun von Parkinson geplagt und verliert allmählich seine Selbständigkeit. Enid, die sich von ihrem Mann vergeblich körperliche Nähe wünscht, projiziert ihre Träume auf Äußerlichkeiten und stellt leidenschaftlich Vergleiche an: wer in der Nachbarschaft hat was erreicht? Kann sie oder eines ihrer Kinder mithalten?
    Die drei erwachsenen Kinder leben nicht durch Zufall weit entfernt von ihren Eltern; wobei jeder anders mit deren Einfluss auf sein Leben umgeht.
    Gary, der nach außen immer korrekt wirkt und auf jede Frage eine Antwort parat hat, überlässt zähneknirschend seiner Frau das Kommando.
    Chip ist in dubiose Geschäfte verwickelt – und zwar in Litauen.
    Nicht zuletzt Denise, die sich in ein Ehepaar verliebt und dadurch alle Sicherheiten über Bord wirft.

    Wer welche Rolle in dieser Konstellation übernommen hat und künftig übernehmen wird zeigt sich, als Enid den Wunsch äußert, noch einmal mit der ganzen Familie Weihnachten zu feiern. Um dies zu realisieren, müssen noch gravierende Entscheidungen getroffen und so manche Wunde versorgt werden.

    Im Mittelpunkt steht Alfred mit seinen Grundsätzen, die das Leben aller Familienmitglieder maßgeblich beeinflussen. Nicht leicht, wenn man bedenkt, dass Alfred Zuneigung und Liebe nur von Menschen akzeptiert, die gewisse Distanz wahren.
    Die Krankheit des Vaters lässt sie alle nicht kalt. Doch jeder geht anders damit um: rührend, abstoßend, zynisch oder apathisch; im Grunde kann man alle fünf verstehen…

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  • Im Poesiealbum Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Polar, am 15.09.2007

    5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es könnte alles so schön sein. Die Familie Lambert besitzt alles, was man zu einem glücklichen Leben braucht. Keiner muß Hunger leiden, sie alle haben ihr Schicksal selber in der Hand. Und doch ist es wie in vielen Familien. Irgendwie, irgendwo ist was schiefgelaufen. Die Krankheit des Vaters, Parkinson, ist fast ein Synonym für die gesamte Familie. Sie wird durchgeschüttelt, ist dabei so mit sich beschäftigt, daß man nicht unbedingt davon ausgehen darf, daß sie dabei wachgerüttelt werden wird. Wie Jonathan Franzen mit viel Humor von der Tragik der bürgerlichen Familie erzählt, dabei rechts und links auf unsere Gesellschaft blickt, ist wunderbar leicht, lesenswert. Er versinkt nicht in die Versuchung eines Familienschmökers, sein Blick auf die Figuren ist schonungslos. Er verzeiht ihnen trotzdem, aber ob sie mit sich selbst Nachsicht verüben werden, das wird sich im Verlauf der Geschichte zeigen müssen. Wall Street, Internet, Osteuropa und die familiy values, die Hoffnung der Mutter, die Familie zu Weihnachten Zuhause um sich zu versammeln, die Gegenwart ist in diesem Roman fest verankert. Sie träumen alle auf ihre eigene Art. Und nicht nur sie müssen sich fragen lassen, warum alles so schwierig ist. Ein umfangreicher Roman voller poetischer Stellen, bizarren Momenten und selbst die Liebe fehlt nicht. So glaubt man halt mit ein paar Korrekturen bestens zurechtzukommen.

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Aus dem Amerikanischen von Bettina Abarbanell

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