Rezensent im Portrait

aus Braunschweig, Schloss-Arkaden

Gesamte Rezensionen
8 (ansehen)
Alter
31 Jahre
Abteilung
Regionalia, EDV, Comics / Manga, Humor, Science Fiction / Fantasy, Grußkarten, Modernes Antiquariat
Funktion
Buchhändler
Lieblingsautoren
Jason Starr, Neil Gaiman, Bernhard Schlink, Joey Goebel, Ascan von Bargen, Stieg Larsson, ...
Im Beruf seit
1999

Meine Favoriten

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    Niemalsland
    Fantasy der etwas anderen Art. Gaiman zeigt, dass es auch ohne Zwerge, Elfen oder Orks möglich ist, fantastische... mehr

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    Top Job
    Jason Starrs Debüt, vor inzwischen fast 10 Jahren erschienen, hat auch heute nichts an Aktualität verloren.... mehr

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    Vincent
    Wer ebenfalls der Meinung ist, dass großartige Werke der Kunst, Literatur, (...) von Menschen geschaffen... mehr

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    Das Parfum
    Dazu muss wohl nicht mehr viel gesagt werden. Für mich nach wie vor ganz klar eines der großartigsten... mehr

Meine Rezensionen

  • Macho Man
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    Das lustigste Buch des Sommers
    Rezension vom 05.08.2009
    Es passiert mir höchst selten, dass mich ein Buch zum Lachen bringt. Und ich meine lachen, nicht nur mal schmunzeln oder sich amüsiert fühlen. Nein, lachen. Herr Netenjakob hat es mit seiner Antihelden-Comedy allerdings geschafft. Zeuge zu werden, wie sich der Protagonist auf seiner Reise, die türkische Kultur zu verstehen und zu übernehmen um seine Traumfrau zu beeindrucken, behende von einem Fettnapf ins nächste stürzt, ist einfach nur zum Brüllen komisch! Für mich ganz klar DER Comedy-Roman in diesem Sommer.
  • Ben Becker. Die Bibel
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    Nahezu göttlich!
    Rezension vom 29.07.2009
    Über das Buch der Bücher - die Bibel - braucht eigentlich nicht mehr viel gesagt zu werden. Seit Erscheinen beschäftigt die Bibel die Menschen, selbst wenn sie sich sonst nicht zu einer Religion hingezogen fühlen. Auch auf BEN BECKER übt die Bibel eine große Faszination aus - so groß, dass er sich des Themas für eine Theater- und Hörbuchproduktion annahm. Jeder, der schon einmal Ben Beckers tiefe, dunkle und rauchige Stimme gehört hat wird zustimmen, dass sie für eine Hörbuchproduktion geradezu prädestiniert ist. Auf der so bezeichneten "gesprochenen" Symphonie liest Becker ausgewählte, gekürzte Bibelpassagen des Alten Testaments der Bibel nach Martin Luther. Der Hörer wird hier Zeuge der Schöpfungsgeschichte, aber auch Adam & Eva, Kain & Abel, Noah, Moses, Hiob und andere "VIPs" der Bibel sind vertreten. Eine reine Lesung wäre allerdings auf Dauer möglicherweise etwas eintönig. Beckers gelesene Passagen werden musikalisch vom Filmorchester Babelsberg untermalt, was dem ganzen die nötige Dramatik verleiht und die Spannungskurve in ungeahnte und unvermutete Höhen treibt. Hier wird aus der Mischung von Beckers schauspielerischem Talent, seiner einzigartigen Stimme sowie der gelungenen Musikuntermalung die Bibel lebendig. Wenn Gott in sieben Tagen die Welt erschafft, dann ist der Hörer dabei, wenn die Welt entsteht. Wenn Kain seinen Bruder Abel erschlägt, dann wird der Hörer quasi zum Augenzeuge und Mitwisser. Und wenn Jesus während der Kreuzigung ans Kreuz genagelt wird, dann leidet man förmlich mit. Ganz, ganz großartige Leistung hier. Aufgelockert wird das ganze übrigens durch musikalische Beiträge Ben Beckers und seiner Zero Tolerance Band, die (erstaunlich passige) Songs von Elvis Presley ("In The Ghetto") bis hin zu den Nine Inch Nails ("Hurt") vorträgt. Kurzum: Ben Beckers Bibelvertonung ist ein akustisches Festmahl.
  • HACK / slash 01
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    Sex und Gewalt...
    Rezension vom 24.07.2009
    ...funktioniert ja bekanntlich immmer gut; oft genug mangelt es aber an einem gewissen Charme. Hack / Slash allerdings steckt so voller teilweise derbem, teilweise augenzwinkerndem Humor und so grenzgenialer Slasherstorys, dass man nach dem Zuklappen des Buches selbiges beiseite legt und sich fragt: wie cool ist das denn?! Dazu noch eine sympathische Antiheldin (dank ihres schwer gotischen Einschlags Sympathieträger und Idenfikationsfigur gleichermaßen, zumal hier ein interessanter Charakter geschaffen wurde, dem - im Gegensatz zu manch anderen Comicheldinnen - nach einer Kampfhandlung nicht gleich die Oberweite aus der Bluse hüpft) und einen coolen Sidekick - et voilà: Unbedingte Empfehlung für Comic- und Horror(film)fans!
  • Das verdammte Glück
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    Skurile Kurzgeschichten mit (Wort-)Witz
    Rezension vom 24.07.2009
    "Das verdammte Glück" ist ein Sammelsurium durch und durch skurilier Kurzgeschichten, die tatsächlich so kurz sind, dass der Begriff "Episode" für die jeweilige Erzählung durchaus passend wäre. Reicht gerade mal für eine Kippenpause, so eine Story. In der Kürze liegt eben die Würze, das gilt gerade und besonders hier. Man möchte zunächst lachen, dann den Kopf schütteln und anschließend betreten das Buch beiseite legen, so geschickt schießt der Autor mit seinen Worten direkt ins Empfindungszentrum des Lesers. Zwischen beissendem Sarkasmus, ätzendem Zynismus und leiser, manchmal wehmütiger Ironie rangieren die Texte; geschickt jongliert der Autor mit beinahe alltäglichen Situationen, Empfindungen und Gedankengängen. Von der Vorstellung, ein Happy End am Ende einer Story präsentiert zu bekommen kann man sich getrost verabschieden. Das Glück ist eine fette Sau, das Schicksal auch nur ein dummes Schwein - und beide haben ja bekanntlich für ein Gewinnerlächeln bei kleinen Leuten nicht so sonderlich viel übrig. Fazit: Ein großartiges Lesevergnügen.
  • Batman: Joker
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    Hübscher Comic rund um den Chaosclownprinzen...
    Rezension vom 16.07.2009
    Dem höchst bedauerlichen und gleichfalls viel zu frühen Ableben Heath Ledgers ist es geschuldet, dass wir einen Joker, wie wir ihn in The Dark Knight zu sehen bekamen, möglicherweise nie wieder erleben dürfen. Nun, das gilt für die Leinwand, nicht aber notwendigerweise gleich für alle Unterhaltungsmedien. Im Comic zum Beispiel kann der Joker, so wie ihn Heath Ledger und Christopher Nolan für den Film neu erfunden haben, durchaus weiter existieren. Wie das jüngst erschienende Comicjuwel "Batman: Joker" von Brian Azzarello und Lee Bermejo ganz eindrucksvoll beweist.

    Autor Brian Azzarello entwirft hier eine Story, die den Joker als destruktives, chaotisches und wahnsinniges Individuum darstellt, wie wir ihn in dieser drastischen Deutlichkeit zuletzt in The Dark Knight im Kino sahen. Ein cleverer Schachzug von Azzarello, das Geschehen aus der Sicht von Jonny Frost zu erzählen. Das erspart dem Leser das in diesem Comicgenre sonst so übliche gegenseitige Vermöbeln der Protagonisten. Viel mehr ist es so, dass während der Joker seine blutige Spur durch Gotham zieht, der dunkle Ritter erst im großen Finale in Erscheinung tritt. Bis dahin ist es ein Solo für den Chaosclownprinzen und seinen Handlanger.

    Das Artwork von Lee Bermejo unterstützt die wunderbar makabre Stimmung, die Brian Azzarello durch sein Skript aufgebaut hat. Es kommt dem Comic sehr zu Gute, dass Bermejo die sonst überspitzte weil zu comichafte Darstellung des Jokers völlig ignoriert und sich bei seiner Version sehr an Heath Ledgers Joker orientiert. Vor allem in den wie Ölmalereien wirkenden Bildern ist die Ähnlichkeit zu Ledger sehr auffällig. Ansonsten bedient sich Bermejo eines ziemlich.. nun ja.. unruhigen Strichs, der dennoch genug Raum für teils derbe Details lässt. Für gewöhnlich kann einem wechselnde Stile innerhalb eines Bandes durchaus schon mal gegen den Strich gehen, in diesem Fall stört das aber nicht wirklich.

    Fazit: Eine gute Geschichte, die hier erzählt wird und die ihren besonderen Reiz nicht zuletzt durch die teilweise verstörenden Bilder bezieht. Seit Alan Moores "The Killing Joke" gab es wohl keinen Batman Comic mehr, der dessen Erzfeind so gekonnt portraitierte - und dabei das Kunststück fertig bringt, dieser eigentlich fast schon überstrapazierten Figur noch einmal neue Facetten abzugewinnen. Respekt!