BuchhändlerInnen im Portrait

aus St.Johann/Pg.

Gesamte Rezensionen
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Meine Rezensionen

  • Wolfspirit
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    Tierisch-beeindruckende Lebenserfahrung
    Rezension vom 29.04.2013
    Nach dem Gudrun Pflüger ihre Sportkarriere als erfolgreiche Bergläuferin beendet hat, übersiedelt sie nach Kanada, wo sie als Biologin mit Forschungsaufträgen über wildlebende Wölfe beauftragt wird. In den Weiten der verschneiten Nationalparks bewegt sich die Forscherin auf Langlaufskiern, einzig in treuer Begleitung ihres Hundes. Bereichernd ist stets die Zusammenarbeit mit Farmern, Parkrangern und
    das Kennenlernen anderer engagierter Wolfsforscher. In ruhigen, anschaulichen Bildern schildert Pflüger die Schönheit der Landschaft und berichtet über ihre zunehmende Faszination gegenüber den Tieren und deren intuitiver Lebensweise.

    Als die junge Frau an einem aggressiven Hirntumor erkrankt, findet sie im Verhalten der Wildtiere hilfreiche Einstellungen für sich selbst um die schwere Krankheit zu überwinden. Eindringlich stellt die Autorin Fragen zum Verhältnis von Natur und Mensch. Spannend, authentisch und lebendig geschrieben: „Wolfspirit“!!!
  • Das Schicksal ist ein mieser Verräter
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    Ein großartiges Jugendbuch!
    Rezension vom 31.01.2013
    Wie schon in vorhergehenden Büchern überzeugt der amerikanische Autor mit starken Figuren und unsentimentaler, sehr kluger, prägnanter Erzählung.

    Hazel und Gus, zwei krebskranke Jugendliche, lernen sich bei der Selbsthilfegruppe kennen. Sie haben nichts mehr zu verlieren – nur mehr sich selbst und ihre Liebe zueinander. Aber: darf/kann/soll man sich noch verlieben, wenn das Ende schon angefangen hat?
    Ein wunderbarer Liebesroman, in dem auch die Literatur eine große Rolle spielt. Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas wirken die intelligent-witzigen Dialoge mit jugendlich-frechem Ausdruck, die philosophischen Diskussionen von Hazel und Gus, sowie deren beeindruckende Weise im Umgang mit ihrer Krankheit sehr authentisch.
    Ein wertvolles, unterhaltsames, unendlich trauriges und intensives Buch zum Nachdenken - großartig vor allem die Reflexion über Literatur und Leben an sich.
  • Annas Spuren
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    Gegen das Vergessen und Verharmlosen!
    Rezension vom 30.11.2012
    Einem über Generationen verschwiegenen Familiengeheimnis kommt die Autorin durch Zufall
    auf die Spur und beginnt zu recherchieren: Ihre Tante Anna war (möglicherweise) geistig behindert,
    wurde zwangssterilisiert und schließlich in der Gaskammer von Grafeneck ermordet. Diese Gräueltat bemänteln die Nazis als „Gnadentod“, dem 300.000 (!) Menschen zum Opfer fielen - Personen, die wegen ihrer psychischen, geistigen und körperlichen Beeinträchtigung „im Sinne der Rassen- und Erbhygiene“ entsorgt/ermordet wurden!
    Aus den einfühlsamen Briefen, die die Autorin an ihre Tante schreibt, entsteht ein würdevolles Porträt über eine junge beeinträchtigte Frau, deren Existenz von den Nazis als „lebensunwert“ abgestempelt wurde. Die vielzitierte „deutsche“ Vergangenheitsbewältigung findet hier einen wichtigen Widerhall und sollte viele Leser im Geschichtsunterricht, in der Biografie- und Erinnerungsarbeit finden! Besonders empfehlenswert für alle, die sich im sonderpädagogischen Bereich engagieren!
  • Emily, allein
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    "...und sie bewegt sich doch"...
    Rezension vom 31.08.2012
    … die Welt der Witwe Maxwell, deren Kinder und Enkel bereits weggezogen sind und nur zu
    besonderen Anlässen zu Besuch kommen. Ansonsten entzieht sich deren Leben weitgehend der sorgenden Anteilnahme Emily´s. Die kränkende Unaufmerksamkeit der Familie und das langsame Dahinschwinden der eigenen Bedeutung überwindet Emily anstatt zu klagen, mit mutigem Widerstand indem sie versucht, ihr Leben selbstständig und selbstbestimmt zu führen.
    Gemeinsam mit ihrer – ebenfalls sehr alten – Freundin Arlene, die gesundheitlich angeschlagen ist, ringt sie um Selbstachtung und Würde.


    Einfühlsam und eindringlich schildert Stewart O´Nan die Gefühls- und Gedankenwelt dieser hochbetagten Dame, die sich über ihr neues schnittiges Auto ebenso freut, wie über den frisch gefallenen weißen Schnee, auch wenn sie schon viele Winter erlebt hat.


    Zart und berührend schält sich dieses Porträt aus dieser stillen, unaufgeregten, aber nie langweiligen Geschichte! Lesenswert!
  • Scheller, Schleicher, Maibaumkraxler
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    Lebendiges Brauchtum in heutiger Zeit
    Rezension vom 05.08.2012
    Leicht lesbar und unterhaltsam bringt Reinhard Kriechbaum gelebte/gepflegte österreichische Bräuche von Fasching über Ostern bis zum Sommeranfang nahe und knüpft damit an den informativen, ersten Band "Weihnachtsbräuche in Österreich" an. Sein Blick bleibt dabei nicht an an Alt-Tradiertem hängen, sondern lenkt das Interesse besonders auf die Fülle und Vielfalt des Brauchtums in der heutigen Zeit. Alt- überlieferte,
    wieder belebte und neu entstandene Bräuche laden zum Mitmachen ein: Wer mitfeiern will, findet in diesem nett gestalteten Buch die entsprechenden Daten und Kontaktadressen - viel Gaudi beim Geselligen Treiben!
  • Frühstück bei mir - Besondere Begegnungen
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    Mehr als gute Unterhaltung
    Rezension vom 31.07.2012
    Am Sonntagmorgen bittet Claudia Stöckl ihre Gäste zum "Frühstück bei mir" und unterhält sich dabei mit ihnen über "Gott und die Welt". Hier präsentiert sie noch nie Gehörtes aus 15 Jahren dieser Radiosendung, in denen sie mehr als 750 Prominente interviewt hat.
    Die Moderatorin ist eine wahre Schatzgräberin, gelingt es ihr doch immer wieder, in den authentischen Erfahrungen ihrer prominenten Gesprächspartner etwas zu entdecken, was für das Leben anderer Menschen bedeutsam, hilfreich, angregend, oder zumindest unterhaltsam, oft auch überraschend ist. Die Lebensbilder von Schriftstellern, Musikern, Schauspielern, Politikern und Philosophen reihen sich wie Teile eines Kaleidoskops bunt aneinander und zeigen die Vielfalt von Lebensentwürfen und -möglichkeiten auf. Sehr interessante, leicht lesbare und inspirierende Lektüre!
  • G'sund und Guat
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    Altbewährtes aus der Salzburger Bergwelt
    Rezension vom 30.04.2012
    Der Förster und ehemalige Mitarbeiter einer Regionalzeitung im Pongau - Walter Mooslechner - hat hier sein persönliches Wissen mit dem Erfahrungsschatz von Altbäuerinnen, Hüttenwirtinnen, Almleuten und Jägern angereichert und ergänzt: 31 heimische Pflanzen, von "A-wie Arnika bis Z-wie Zirbe", werden mit lateinischem Namen und ihren typischen Merkmalen beschrieben. Das jeweilige botanische Pflanzenporträt ist mit wunderschönen Fotos aufgepeppt, so daß man gerne interessiert weiterliest, wofür das "Früchtchen" oder "Kräutlein" verwendbar ist.
    Einfache Rezepte für gesunde und gute Hausmannskost bzw.
    Rezepturen für die Herstellung und Anwendung natürlicher Heilmittel für die Hausapotheke wurden stets von Generation zu Generation weitergegeben. Das Buch ist ein überaus gelungenes, informatives Nachschlagewerk, das man immer wieder gern zur Hand nimmt, um die eine oder andere Anregung auszuprobieren.
  • Werder L: Die heilende Kraft des Schreibens
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    Schreibend sich selbst (er-)finden
    Rezension vom 30.03.2012
    Schreiben ist heilsam! Das wissen alle, die ein Tagebuch führen, sich Sorgen von der Seele schreiben, Gedanken ordnen oder Entscheidungsprozesse auf diese Weise vorantreiben.
    Im Buch werden die beiden Grundlagen erklärt, aus denen sich die Schreibtherapie entwickelte: Das ist zum Einen das autobiografische Schreiben
    (als Beispiel wird u.a. der Hl. Augustinus angeführt) und zum Zweiten das Schreiben in der tiefenpsychologischen Therapie (z.B. Freud, Jung, Adler u.a.). Im folgenden Teil wird das
    Schreiben als Erinnerungsarbeit und die Bedeutung des Schreibens im Sinne der Biografiearbeit betrachtet. Die Erschaffung eigener literarische Texte wird behandelt, um Erlebtes annehmbar zu machen.

    In jedem Abschnitt sind einige Übungen und Aufgaben zu finden, die - wenn sie ehrlich überlegt und ernsthaft durchgeführt werden - sicherlich starke Selbsterfahrungsprozesse in Gang setzen und heilende Wirkung haben können.

    Auf alle Fälle ist das ein Buch für alle Schreibwerkstätten, Literaturcafés und Menschen, die sich für Erinnerungs- und/oder Biografiearbeit interessieren!
  • EisTau
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    S.O.S. - wenn es taut
    Rezension vom 29.02.2012
    Der Gletscherforscher Zeno Hintemeier hält das unweigerliche Sterben "seines" Gletschers in den Alpen nicht mehr aus, verlässt sein Institut und versucht vier Jahre lang als Expeditionsleiter auf einem exklusiven Kreuzfahrtschiff den reichen Gästen dort die stille, unberührte Schönheit der Antarktis zu erklären. "Mr. Iceberger", so nennt die Crew den verzweifelt und mitunter cholerisch agierenden Forscher, der dem geplanten Kunstspektakel auf dem ewigen Eis ein vorzeitiges, dramatisches Ende bereitet.

    Der Autor, Ilija Trojanow, zeigt sich als hervorragender Beobachter und inszeniert "EisTau" meisterlich in
    Dramaturgie und Sprache. Hier verschmelzen Realität und Fiktion zu einem einmaligen und aufgrund seiner Aktualität nachdenklich machenden Werk.
  • Qwirkle. Spiel des Jahres 2011
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    Solides, einfaches Legespiel für "noch eine Runde, bitte!""
    Rezension vom 29.02.2012
    Qwirkle bedeutet lt. Autorin Susan McKinley Ross "Fremdartig", aber schnell ist man vertraut mit den Spielregeln. Die 108 schön gearbeiteten Holzsteine in sechs Farben und mit sechs abstrakten Symbolen nimmt man gern in die Hand um mit ihnen entsprechende Reihen zu bilden und zu punkten. Dabei darf in keiner Farbreihe ein Symbol bzw. in keiner Symbolreihe eine Farbe doppelt vorkommen. Die Punkteanzahl ergibt sich aus der Anzahl der Steine in der verlängerten Reihe, wobei auch mehrere Reihen gültig sind. Sechs Bonuspunkte zusätzlich gibt´s für einen "Qwirkle", d.i. die vervollständigte Sechserreihe.
    Ein nettes Spiel, das ein bißchen Konzentration erfordert, Spaß macht und die "Familienzusammenführung" fördert. Geeignet für Spielzeit mit Alt und Jung (ab 6 J.) an einem Tisch, für alle Wiederholungstäter!