Rezensent im Portrait
aus Berlin
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Homo demensRezension vom 10.05.2012»Die herrschende Dummheit ist stets auch die Dummheit der Herrschenden«. Eine scharfsinnige und dennoch humorvolle Bestandsaufnahme von Zustand und Aussichten einer vom Homo demens beherrschten Welt, die auf dem besten Wege ist, unbewohnbar zu werden. Michael Schmidt-Salomon erklärt nicht nur die Mechanismen, die zur allgemeinen Verblödung führen, sondern ruft mit seiner Streitschrift zum Widerstand auf. Das mutige und in einer klaren und deutlichen, schnörkellosen und allgemeinverständichen Sprache geschriebene Büchlein hebt sich wohltuend von anderen philosophischen Schriften ab und sollte von jedem gelesen werden. -
großartig!Rezension vom 22.04.2012Ein großartiges Buch, das den geistigen Notstand einer Gesellschaft und insbesondere deren Elite den Spiegel vorhält, einer Gesellschaft, die in Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur von Dilettanten beherrscht wird, denen es überhaupt nicht darauf ankommt, Probleme zu lösen, wofür sie eigentlich von uns allen viel zu hoch bezahlt werden, sondern die getrieben werden von Eitelkeit, Macht- und Habgier. Zu aktuellen Figuren wie Guttenberg und Wulff spannt Thomas Rietzschel einen kenntnisreichen Bogen von der Geschichte des Dilettantismus. Daß es dabei keineswegs um harmlose menschliche Schwächen geht, sondern um Existenzfragen, zeigen uns Deutschen exemplarische Figuren des Dilettantismus wie Wilhelm II. und Hitler, die Europa in die größten Katastrophen des 20. Jahrhunderts geführt haben. Brillant geschrieben, bildet das Buch eine sinnvolle Ergänzung zu Michael Schmidt-Salomons »Keine Macht den Doofen!« Empfehlenswert dazu auch die Diskussion im »Nachtstudio« des ZDF vom 19.2.2012 und die Besprechung im Büchermarkt des Deutschlandfunks. -
amüsant!Rezension vom 18.11.2011Ein exzellentes Hörvergnügen für Liebhaber des englischen Humors, kongenial und plastisch erzählt von dem wunderbaren Felix von Manteuffel - so schön kann man das Buch gar nicht selbst lesen! Lustiger ist nur noch Loriots und Evelyn Hamanns Parodie. Bis auf den genialen Butler Jeeves und den Lausbuben Edwin verstricken sich durchweg Volltrottel der englischen Oberschicht in immer neue, aberwitzige und läppische Abenteuer. -
Spannend und lehrreichRezension vom 19.09.2011In gewohnter Weise gründlich recherchierte Gechichte über die kriminellen Praktiken der Pharmamafia, schonungslose Kritik am deutschen Gesundheitswesen, von Korruption und den Machenschaften um Stuttgart 21. Im Nachwort viele nützliche Hinweise zum Weiterlesen. -
dünnes BrettRezension vom 15.09.2011Statt dieses Machwerk zu lesen, sollte man sich Walter von Rossums Rezension im Büchermarkt des Deutschlandfunks anhören oder im WDR: Wenn eine Germanistik-Professorin nicht mal in der Lage ist, für jedermann überprüfbare Fakten richtig darzustellen, was soll man dann von ihren Schlußfolgerungen halten? Noch erstaunlicher ist, daß das alles bei Hanser keiner gemerkt hat. -
nervige Produktion eines tollen BuchesRezension vom 31.01.2011Das wunderbare Buch von Cornelia Funke ist in dieser Produktion nur schwer zu ertragen, da Reiner Streckers gute Lesung immer wieder durch die extrem nervende pseudobarocke Synthesizer-"Musik" eines Pseudo-Komponisten unterbrochen wird. -
Nicht zu empfehlen!Rezension vom 22.12.2010Bei der minutiösen Schilderung von Folterszenen und dem intimen Einfühlungsvermögen in die Psyche eines perversen Serienmörders kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß Katzenbach selbst eine große Affinität zu und Vergnügen an derlei Verbrechen hat. Das FBI sollte den Schreiberling deshalb prophylaktisch verhaften. Dafür spricht auch das geradezu verklärende Ende. Eigentlich können nur Sadisten an solchem Schund Gefallen finden. Dennoch 1 Stern für Simon Jägers hervorragende Lesung.










